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Jüdische Volksstimme · 1930-03-15 · Jubiläums-Festnummer 1900-1930 (15.3.1930) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Volksstimme
Volume
XXX (1930)
Issue
Jubiläums-Festnummer 1900-1930 (15.3.1930)
Date
1930-03-15
Page
[Seite] (sequence 2)
Language
German
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'JUBILAUMS-AUSGABE 1900 1930 „JODISCHE V O L l£ SSTIMME" IN MEMORIAM, r djeb. 29. September? 1 874 in Austeriitz! i ’ __ . gest. 24. November 1924 in Wien Max (Meir) und IPdakteur der ..Jiidischen radikal und eifer\oll. w ie kanin ein ,r Ma\ ll|ic kl s. A lernte ich erst iinch ineinei ^if^obci sie<Uunjr.,N on Wien nach Briinn inj Jahre 1912 personlich keiintMi. Bis dallin wutfte uh von Hickl. v\as joder* haltywejs informiertei, Wiener.'Zionist von ■I lirk I wulfte. |idi té iliii-auoh allénthalbén bei man- * lien I ilgange^, kikm aber mit ilun niehi in persbn- , lu lie Beriiluufig C.i linde} \ olk^siimiu« Zweiter. riiek,4|elitslos im kampfe auch gegen liocli .-o einl liilb eielie Pif imuiI iilikciteu. politischer Journalist und tjabci rciin I lande! Diese \ orstellung hatte ii li \<m. jliiekl. katfm in Briinn. meldete ich inic h \\ ie die> b}‘i uns alten Zionisten nur selbst- \ersnindlicb w|a-r -r-L zur;Mitarbeit und dfese fiihrte ntielt raseli mi-ti I lit kl /.tnjuintnen. mit dem mich bald t in iiber die gesirmuiigjjgeniVssisehe ■ Zusammenge- ^liiirigkeit hinaiisgehendefri \ erJiiiltnis verband. Audi nieht ein oinztges Mal n|uHte ich meine-iiber Hiekl inuit Biiimt initgeitomnUMie Ansieht revidieren. Ilickl stdiol? woh i.ibei; das Ziel . der /ionistisel en Beweg die esiigar /\i \ei hinde gation angelitiite. wielche rsie Mal nae li dem l n maivehmal Nn der Form llinaus unijl h innerhalb un-g mandie Gegnerscluift. ti wufite. dafi er der Deledie zionistische Partei das sturz in den hiesigen Kultiissoist.ind ejptsaudie. SchlieHlich kam er aber dodi m den kul tussorstand und siehe •—die Welt ✓ eiliel nielit. itieht einpial die kultusgemeinde Briinn g i ug zugrunde. und: aucli Massenaustritte .iiis dem Judentuui waren nieht zu verzeichnen. \\ ie raseli iibei zejigten sidi docb alle, dafi nur Ilirkls ungelu-iiere l.iebe zum Judentum ihn bei ,illen seinen l’nterkiehuiungeri leitete, daP er nur saeldieli und ide pejrsbnllicli an den Gegenst^nd seiiier kritik heinntrat und daP sein leider so aurzes Wirken in dejkujltusgemeinde von grofiem Ein- (lul? geweseniit. vvas dieser leider nur zu friih verstorbene Mann in der Gemeinde notl Denn ihn leitete nur die Liqbe zur Sache Kehilla. Dies kunnen. und das stets lebende Interesse an der stand ilun sogar hoher als das Partei interesse, das er oft gen ug zuriickstellte. wenn es das augénblick liche Interesse der Genjieinde erforderte. Und war und bleibt "Hickl ein leuditende; Beispiel fii die Lnriehtigkeit der bisherigen Gerleindepolitik liebsten gerade diejenigen von der Beeindes Gemeindelebcns ausschlJeBen nidchte. Weiterbestedie am Hunting die das illergrdPte Interesse an dessen hen iintf Weiterentvvicklung haben iele Pinge von bleibendem Werte hat Hickl en, den Zionisntus in Mahren und olitik entsclieidend beeinflull ergessen, fii r sich hat er nichts geschaffen rb als ein vom Schicksal schver gepriifter, armer Mann. Nie hat ilun seirie Zeit nieht Slelbstzweck war, Vorteile ge eil er-es nieht ebensogut wie andere verhatte, sondern vor allein. wel er sein Oreren Zielen unterordnete un<l die Zeitung r den grdfiten materrellen Opfern erhielt uin sie im geeigneten Augenblicke, wieder nur uneigenniitzig. der Bewegung zur Verfigung zu stel len, der er mit allen ihm zu Gebote s tein dienen wollte. \ gesehafl Landesf hat er und sta etwa, v\ standen gan hot, oft unte E'er Zionismus hat im Gegensa politiscFen Parteien nur Wenigen G< legenheit gegefaen, o0n ihm oder durch ihn leben zu konnen. Kaum einer aber hatte dazu so sehi Gelegenheit gehabt vie unser, Hickl — und doch lehnte er stets ab, wollte nichts anderes sein als ein Jreuer Diener seines \olkes. Und als er starb, war sein Solild rein und seinp Hinde waren rein. 1. hatte leisten so dessen nur an sieli ung, die ihm bracht, nieht ehenden Mitz zu anderen Julius Schuller.

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