Mannheim
Compact Memory

Jüdische Volksstimme · 1930-03-15 · Jubiläums-Festnummer 1900-1930 (15.3.1930) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Volksstimme
Volume
XXX (1930)
Issue
Jubiläums-Festnummer 1900-1930 (15.3.1930)
Date
1930-03-15
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
72% known words query
IRI
…/2621806-6375659-6376035--4664-4861564
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

3 entity mentions

V JUidiik Jubilaums— Festnummer 1930. 15. Mirz 1950 — 15. Adar Judische Volksstiinme. Als vor dreiBigi Jahren dér Grimder di;ses Blades darangiqg, der mahrischen Judensq haft ein Organ ru geben, waren es gewiB nicht ma teriefie Grunde, die I ihn zu diesem Schritt)* bewogen. Die Ha Jmnpiliatat. un riti 1900 durch „Die schrift" vertreten. an afrarfemische geistig hocfige 1eH des judischen hatte die „Wc gen der jiidia« hen | Osterreich waren im J; tfare 7dt“ und Blochs „Woc lenfåhrend sidi die erste ntehr wandte und cfurch ihre Artikel einem gr< Ben /ofkes tmæugånglich war, riff1 durch ihre tenden rios antizionistische undl antinationale Ridt tung, die audi vor geacbichdjchen Fålschungen nicht zurudscfareckte, jenen mederen Ghettogeist ge zuchtet, der in der Auszeichnung einiger rei :her assnnilatorischer Jupen die Losung der Julenfrage sah. Den breiten Massen fehlte ein Blatt, das oden und maitnhaft fur ihre geistige, m aralische und wirtschafQiche Not eintrat. , i!' Es war Idar. <^aB die Devise eines sol« in n Mattes auf Kampf eingesteBt se in mul}te. Das verburgte schon die Personlichkeit Max Hckls selbst, der Zeit seines Lebens” eine k&tnpferi;che Natur war und uribekummert um das Urte'l der damaligen Geraeindegewaltigen unerach rokken und kompromiBlce fur die Interessen der judischen Massen pintrat. Der zionistische Gedanke war auf den| Marsche. Die breiten' Massen der måh'rischetl Jitdenheit muBten dieser ldee zugefiihrt weijden. Nur eine idealistk che, dem Gedanken sien vollståndig hingebende Natur, die sefcst in den judischen Massen wu -zél te, konnte diese Auf g abe losen. Hickf wnBte, welche aufbauendein Werte gerade in der mahpschen Judenschajt ruhten und daB es :ines kraft igen AnstoBes fcedurftp, ihre latenten ICrafte zu neuem Leben zu erwecken. Moralise! unlerstutzt durch Hprzi mit dem ihn eine>irnige Fj'eunrfschaft verbind und im Vereine mit den Mitbegrundern und Vorkåmpfern der zionistischen Bewegung in Måhren, Bertbold Feiwel, Robert Stricker, Egon M. Zweig, die alle dem måhrischen Judentum entsprossen Waren, ging er gememsam mit den Brunner Gpimwngage- 3u6ift#e *ii intfrrr ^rfrr rsris:- Die erste Nummer der ,.Jdaisdie Volksstimme" nossen Otto Abeles, Ing. Efran, Siegmund BaB, Btrthold Tintner, Adolf Schallinger u. a, m an die Griindung der rieuen Zeitung. „Judische Vorksstimme“ solite ihr Titel seinr und cfamit war ihr Programm von selbstfestgelegt Die Stimme des judischen Volkes solife wiedei ge hort weiden, iiberall dort, wo assimilator sche Wundelosigkeit -die breiten Massenj driickte und •m Ghettodiinkel von siich lerne hiejt. Wie wich- I tig iitse Zeitung war und wie sehr siei dem Bod irfnis der Zeit entsprang, zeigte sich vor allem Jn der verhåJtnissnåBig hohen AUflageziffi r. Die besten Manner jener Zeit steBteti sich sof urt in den Dienst der guten Sache. Vor allem galt es, die engere Heimat w>eder zugerwinnen und all die Getreuen um sich zu lanneln. Den ståiksten Widerefand leisteten die Hochburgen der judischen Assimilation Brino, Goding, Obnutz, ProBnitz, welche in zåh an Kampfe Schritt fur Schritt dem judischen Nalionalgedanken erobert wenden muBten. Judische Journalistik war zu allen- Zeiten ein trauriges Kapitel. Wieviele judische Zeitungen hat die „Jfidische Volksstinune“ uberdauert. Uirso groBer ihr Verdienst, wenn sie otone finar zielle, ja se!bst ohne moralische Unterstuizung der judischen Leserschaft ja oft trotz latenter Ameindungen selbst in nationaljudisenen Kreisen treu aushielt und ihrer Sendung im Sinne des Begrunders treu blieb und so~ nunchen Verlockungen widerstand, welche das Blitt unter Preisgabe seiner ldee fur persdnlich: Zwecke miBbrauchen wollten. In dieser Hijnsidit karn dip „Judische Vo*ksstimme“ mit Ginugtuung auf 30 Jahre selbstloser Tfitigkeit 7uruckblicken in dem BewuBtsein, 4m Leben dejs cechoslowakischen Judenlums aucjt heute nueh ein unentbehrlicher Faktor zu sein. / Ihre Bedeutung verdankt die "^Judische V)Ik:Stunme“ fhren Mitaibeitern und nicht zum geringen Teilejauch jenen Lesem,; welche c;m Blatte durch 3) Jahre treue Gefolgschafi g ileistet haben. Dean der Ausbau eines jeden Hånden seiner Lesprscbaft Voiksstinnne" wird auch vieiterhin die Richdinien verfolgen, in denen Max Hickl sie fiihrt1 und seinen Prinzipien treu bleiben. Elattes liegt in den Die „Judische Motel Passage»!Splendid-BrCmnv Neusane. Teiephon 5030. Erbaut 1928 ,! Haus ersten Randes. ,j Rasiersalon im H.;• Rendezvous beste : ments auch auBcr l.iusc :r (Il Hji Uis1 FamiUen-Hoeihmternetwnen der |Mauptstadt MShrens. — 140 nach TheaterscWnfl warmu Kliche. ~— Café-Koneerte. — Sale fiir uescihlossem; Qesijllschaften unid Clubs. ferner f: — OroBtes vornehmes — Restaurant „Lucu tsellschait. Five o’clock -.... - us. — Autobus bei jeden Zuie Garagen-tur 30 Wagen. mmer mit 200 Bétten mit letztam Komtort. — Wcinstube. — Tanabar mit Tabarlnprogranmi r Bankette, Konterenzen. Hochzeiten. Arrat ■ — ErmaBigunK flir die Herrci Geschaiftsreisennle.; Ing. V. Muller. Prrpriéta re

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.