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Jüdische Volksstimme · 1930-03-06 · 10 (6.3.1930) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Volksstimme
Volume
XXX (1930)
Issue
10 (6.3.1930)
Date
1930-03-06
Page
[Seite] (sequence 2)
Language
German
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Sefte 2 1- . J 1 3rflnn, Donnerstag „JODISCHE VOLKSSTIMME^ 6. Marz; 1930 Nr. 10 sowie besorgen ihren Einkauf von I. LAKOMV ^Jriickrer; iiirht den . Ilreies Dase: ■dlebt [ hat. als heutle ichistrahL der H1 i khfinte. lleine Untesehejdungen Ji' Tie SHmnjie z^jm erstc bli>6 bei der hie: igen Firma G.m. b.H„ chem. Fabrik,; (Tmtenkbteilung) Brunn, Telephon 1831. und das noch offnung aul ein ' Yerbundete Heere. Diesj Baltournote Ajnerika a!s Muster fii Masanks ijnmittelbare Beziehungen mit dem Judentium'sind vielfaltig. Sie beginnen im pijrsonlicheit Verkehr des Kn;ben, der seine judifirhen Mirsqhiiléj beobachtet und an ihnen sein t'rteil und jVortirtfil uber dis Judentum revi- H rrt. :n dej Ffbundschalft des jungen .Mannes, der mit einem Juden, Alfred Schlesinger, dem S'-'ine des <jentfralrates der Anglo-Oesterrejchiseke:’ Bank, diej'Universitåt L;ipzig bezieht. der t'mter seinen Mliitschiilern zw -i jiidische Freun- .?■ hut: det spjjteren Ministerpræsidenten Beck V"J den sp iterjti Minister Klem, und des Man- *ider au ch jiach der i F.rlr ngung der Pri'isi- ■Jentenwurqe iji seiner enjsten Umgebung kenrt. Machtig wird Male im HilsnerprodeB. 1899 wirdidie Bescnuldigung gegen Hilsjjer erhobeii. 1 yCKJ das Tcdesurteil aufgehoben und zi**20 Jahpen Klerker herabgesetzt.’ 1907 veroifemliclit die „N’eue Freie Presse" Ma.caryks an den Journalisten S. Miinz gerichteten Ifri'ef. in wtjlchem er erkliirt, daB er an das Blutnj.irchen nitfht glaubt, und am 5. Dezember des- -.fciben Jåhres ertoni sein; Srimme von der Abgpordnetentribiiiie des Reichsrates. „Ich bin aufgetreten, nicht um die Juderj zu schiitzen, sondtrn urti unserem V>!ke das Aberglåubisiftie zu nehmen.jwtil jed;r Aberglaube und zunial d:eser Aberglaube rach meiner Ueberzeugung sehik i:eh :st." Man insultierte Masaryk, aijich von i echischer Sei:e. Seine Vorlesungen wurden ge.tort, 1 seine F< nster eingeworfen, er setbst tatlici bedroht. Ncch lange Jahre zittert dis F.reign s jiuich die 1 teaktion, mit der man mandlen seiner 'politisch;n Taten in der Oeiftntlichkeit beg egnet. E ■ ist im Verdacht, ein „Freimaurer" zujsein. Et tragt das Stigma des iréien Geistes, dør die Vdrurteile entwurzelt, er triigt es mii Wnrjdeund chne Miidigkeit. Scjion u enige Jahre darauf bat er alles-HåBIiche vergessen und exponiert siet wieder: Der Pogrom von K:ew. |Der jjeil spro;:efl. Dann komrnt dier Kr eg. Masaryk beginnt mit der Vejrwirkjichung seines Weltgebåudes. lir kann nilcht iih Leeren arbeiten. Er will seintjm Volk pie Fmihqit zuiiiekgewinnen und damit. auch ah der Eflosun j der anderen Volker mithelfén. Reiset, nach Amerika, England, in d:j "Schweiz, — man muli das in aer „Weltrevolution" naehlesen, den Kampf dieses zahen Mannes gegen ijnd: mit. ler UnzaHl von bekanntelT unjd unbekinnten Kraftender Wekpolitik. In mahehera trnnert die „Weltrevolution" . 'i die Tagpbucher herzls Kur ist bei Masaryk die Welt ujeiter éntwickeltj. In dem Augenblick, da. ér die cjechaslowakei schafft, sogar so weit, trmitdet zuj sein im Ekel vjor sidi selbst. In diedem Augenblick.i tragt siei die Sehnsucht nach Neuuerdurtg unausgesprqchen in sich. Der Vefgleich mit Herzl stmunt auch noch. in anderer EJinsic^t niclt: Masaryk findet bereits ein Judejftum, das bewuBt ist, teilweise erst wachgenittelt diirch die Greuej des Krieges. Und dieses jiidische-\|oUc hilft ihm, so gut es kann, an. der Schaffuna aer nationalen Heimstatte fiir die 'CechosIowakfen. Ganze Hilfé kann es nicht ieisten, denn es ist verstreuj, zertreten durch die b 1 u t i g e iVi'eltrEvolution,; aber da und dort, iji New \'cfrk und in Londjon, tut es das seine. Masaryk Wird *Vbn "Brandéis unterstutzt, von Eouis Mafshall, Mac Lewitj, Sokolow. Wir haben einen kleinenl Teil unseter Dankesschuld abgetragen. Es-war vielleicht nicht viel. Aber es hat die Gepurt qes neuen Staates gefordert. Es gjlM keihe Zufålle in der Geschichte. So jist es. kiein Ziifall, daB auch das cechosloWakisché Natjonalheim seine „Balfourdeklaration" hati Sie ist vom 9. August 1918 datiert. In ihr anerkenntjGroBbritannien die Cechæiowaken als eine ettheitliche Nation und die Einheit der drei cechoslowakischen Legionen als >t B ijr _seine Ane|r r.bte gedient. Die gleichø „Regierung jestiit” hat durch den jileichen Lord kyrze Zeit darauf dem jiidischen Volk kiiment iibermittelt, dasider Grpndstei se ner Unabhangigkeit' ^,'erden solite hat spater •kennungs- Seiner Ma- Balfour;e ein Don im Bau tid, sein Im Apfang war .\Jasaryks Bezi^h Zibnismus e t h i s c h ifimdiert Er sehr håufig den moralismen Wert d lK+a t: on sbevveg u ng dep Judentum se n Selbsib^ wuBtsein wledergebe, u ari ihr „deh Nationalismes", schatzte untcrdriickle Jude (die liinterdruckui4g dea ist dofh,- wenn wir hulrichtig sti iijerall, auch im Westen) sich fiir s tuin nicht schiimt". Im .Jahre 1927 lastina gesbhen. Die Wirklichkeit hi seine Sympathien fiir den Ziofi Wirten einer-aufrichtigen I.iebe verdi liebe, was ich von Ihrem Werke geseb saipe Masaryk in Nahalal. „ ... Ich gelen den richtigen W'eg .... Ich Hujen Gliidk. Man kann nicht ohbe Arbeit. Man "kar n nicht frei seir ert. gliiirk ben. Arbeit 's> die Vorbtdingung ver lU'.jl 'Glirckl Ich wiinsche Ihnen fr Gljick." i Wenn wir .Masarvks Lebe wer. tenj: die Es scheint, daB er sich und sen diedes Giiick geschaffen hat. Mit séiner Arbeit hat er^auch uns Ereiheit wiederzugewinnen. , Wir haben noch kein Parlament, nerj noch kein Gesetz in St4in hauerf: turlnins heiBen: „Pråsident Masaryl; sickynm das Judentum verdient." brducttm es auch nicht in Stein zu stejlt in unser BewuBtsein gemeiBelt. ein) Teil der Geschichte des jiidisthen kartipfes. Auto-Licht aller Systeme reiariert' At Karny, BrQnn-Hussowitz Palackého 24 D^e^h^on^038 ung zum unterstrich eser Regedie ihm schatzte „daB der des Jun wolleii, Volkslat er Paqes Landes ismus zu :htet: „Ich en håbe", ^laube, Sie wiinsche lich sein ohne Arri .frerheit iheit und Schre betrachem Volke geholfen, Wir kon- Es miiBte machte Iber wir tauen. Es Jnd es ist Freiheits- Vervielfåltigungsapi samtliche Ji.Vagner besten erwoodbmaschinen, Jerry- Biiromsbel, parate, R< chenmaschinen und BUromqbel liefert BrUnn, Ceskå 16. fm der mi Erzaugung und yerkiuf ijon M. Ko Na Ponivca 17 ' ’al. 13a, b, år, Harrenwlache BrØnn FrOhllcharg. 7* i I. BrOnnar bahirdl. konr. AllTOSCHULE Ing. K. VtCLAVIK BrQnn, Praiskd 22 Tal. 4117. 9 9 Int erieur ^rchitekt;n Ausgesuchte M bedingungen. Der Uor$cl)|ad der Revisionist auf Bilduag tinet politiKben Hotkomir der der die eet und tcDnelle Einberufuji aDgelebat. i London, T!* Februar. Das Sekre arita des Wt Itverbandes der Zionisten-Revisior isten hat soeben den Briefwechsel zwischen der Eiihrem. Zionisten-Revisionisten und der. Exekutive Zionistischen Weltorganisation >etreffend Forderung der Revisionisten nach Schaffung einés politischen Notkomitees und schr eller Einberjifung de#' Kongresses verøffentlicht. Die rexisipnistische Forderung geht bekanritlich dahini daB zum Zwecke der Schaffung;iner veremigten zionistischen Front ein parit; tisch aus Vertretern der gegertwårtigen * zio listischen Exefcutive und aus Vertretern’ der Opposition zusflmmengesetztes Kcwnitee zur Fuhhing der politischen Art>eit gebildet werden spil, wobe' beicle Hålften*noch ein weiteres -Mitglied des Komitees einstimmig ernennen solleni Femer fort lern die Revisionisten den 17. ZioflistenkongreB innerhato der nåchsten Monate auf der Basis-einer beschleunigten- Schekel- und Wahlaktijon einzuberufen. 1! In dem Antwortschreiben der Zionistischen Exøkutive fieiBt es; j j Die Fuhrung der politischen Arbeit ist von de/^Exekutive der Zionistischen Organisation an! die Exekutive der Jewish Agency) nbergegangen. Zu dem Vorschlag, die Fiihrung der politischen Angelegenheiten der Exekutive der Agency wegznnehmen Wd einem Sonderkomitee zu ubertngen, konnten sich når die zuståndigen Organe der Agency ånBeTn.iSollte ein soleher Vorschlag der Jewish Agency nnierbreiobel bei 99 & E. Xschauner, O Rattai , BROhN, Hustfrasse 8. ' Vi Møbelfabrik F. erkaufistel RATTAI jdelle. Bequeme Zahlungs- Tel. Nr. 126-VIII en ø det XioaittenkORøftstts Exekutive sich ihr te werden, so weijde die widersetzen. Die Exekutive. heiBt es in dem Sclireibeji weiter, Ist j eder zeit bestrett, die Meinungi aller wichtigen Telle der Bewegung einzuhole und angemessene Vorsehlage hinsichtlich dej Fuhrung der Arbeit zu eir pfangen und zu geben. Um diesen Austausch auf dem politischeti Feide zu erleiditein, wurde das Politische Ka mitm gebildet. Di; Exekut Zeit zu Zeit veran wortlich; Mitglieder der Bpwegung zu empfa igen unc Bei sokhen Anlassen wird men, irgendwelche erhoben;n Vorstellungen arizuhoren und sie einer En/ågung zu unterziåhen. Die EXekutiv« ist der Meinung, daB d-iese Prozedur die voxti;ilhafteste und in konstitutio Sie wiirde deshalb onisten-Revisionisten ein Mitglied fiir dais riellem Sinne freie »te ist. gerne die Union der Zic einladen, aus ihrei Reihen Polijische Komitee zu naninieren und fem« von Zeit zu Zeit mit der EJxekutive zu obén erwåhnten Zwecken zusanunptreffen. -! Die Einberuf mg einas auBerordentlichen Kongresses im Jahre 1930, heiBt es zum SchluB e: Neu - Titscbein ve pflegt auch von .... .. . . sie zu informieren. Gelegenheit genonjoffensichtljche und mit sidi bringen, des Briefes, wfit de so schwerwiegende h achteile daB sie nur auf (irund eijier uberwåltigenden Forderung seitens der Zionisten in Angriff ge nommen werden koime. Gigenwårtig liegt der Exekutive kein Be veis fur das Bestehen eineir solehen iiberwattig enden Forderung vor,

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