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Jüdische Volksstimme · 1927-07-28 · 30 (28.7.1927) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Volksstimme
Volume
XXVII (1927)
Issue
30 (28.7.1927)
Date
1927-07-28
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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Seiie 4 j iiberlieBe. Doch wenn die ' wirkliches Interesse dåran hat greBgericht riiit Klagen aus del bleibe, daniy blaube ich, gibt-eS iJida Dooner«tag JOPISCHE VOLKSSTTIMMEI tlichkeit eirr daB: das Konverschont hur einen Weg, die Kandidatetn der Mehrhtitsgruppen aut- /ufordern, stj-engj darauf zu sejhen, daB die Wahlen savfcier gemacht wPrd:h 4im Jahre 025 wurderi doih nicht der 'Opposition die Wahlen wejij^n Gesetr^widrigke t annulliert? ttlarum'! 4 Srit deni|XlV. ZionistenkJiJ greB sind schon i» Monate jtPrflp« »en und doclli ha* die Exeku ti\je. wie es fscheii'.t, noch Jcein;! Zeit erubrigen cohnPn fiir jiclie Herausgabe desj KongreBit o t o k 6 i I e s. .Mussen denn die Protokolle le; einen Kongresses .immer uht unmittelbar •or dem nacljsten;rscheinen?! \ann soilte doch nornen, zwårzig Monate seien eine Zeit. lange >sj zur Herausgabe einer so langen ItschriFt, wiejs die des letzten Konlejiug selbsi Verhandlunffi cpin*' /S ' k Den. Dd‘gien en der fcechosi|ovakei war auf lem letzten Ij ongrjfi ejne kleimUeberraschung rteieitet. lm Kericnt der Exekutjye an den KonrpR. in wélrhem1 auch ieder on R^uim fjij-die' Parsfellfmg erbandes gegeben vcll^tåndig. Wir :ré> I ared< efhoslovak nlach den U Itandesorganisadtr Verhalfnisse war. fehlte die ’ haben niefit cheå gefragt. W r weisen jedoch dieFTial srhop im’ i Vrr.nis darstif ihreij l eiStungen Kre s der ziowstikchen kannt zu m^qhen. x hin, damit falsehe Bedaran hindepinen weiteren eltoiganisation bei1 g Dedem iKo-npreB zun die Vers ichlichunar der nicht wiedet iVergeBlichkeit ocer s -heidenheit ^nseré I andesleitu tg rp, mit ihrefij I eisttungeol auch pi f ,F. i n i gji S t ti n d^ A voi Frbtfnu tines jeden i i: onistenkongresses ephalten die ’ep'erten und die Presse das geBamte Rerichtsrrtnterial deri Organisation, der Fords und der irbrigen Insti utøonpn in Palåstiia. Fin Studium dieses Matel i ils ist unmoglich, wurde aber die KonereBdeb i ten ipeist in ern ganz anderes Fihrwasser tringen. Warum yerden den einje'nen I ane esvprbfinden fur ilire Delpgierten nt .f’der ejne il Seitej. den Zeihircren auf der an- S»He fliese ]Berichte nicht twenigstens 7 v e i W o :h e n tv o r nejstellt? Sdejut mb KongreRdeb;jte? |; „Warun ein Ted der Gesinnungsgenossen ailer Orupp n, die jetzt die Moglkhkeit und /rit finden, /ur Propaganda fiir -ihre Listen .ujpgedehnte Vortragsreisen zh untemehmen tin g in zahiieichen (Irren zu sprechen, nicht an Hi wahrerc der iHochsaison der Arbeit ebensojbereitwill g zur JVerfiigung siehen“, fragt Dr. Herrinann ii I der j letztén „Sejb$twehr“ naivoffenbar die i >ppositionellen, depn die andern zu frat en, bra ichte er doch dip „Selbstwehr“ nient. Nun: [jtie Oppositionelleti sind zur Proinda imi ler zur Verfugungj gewesen (Siehe •ktion). J,ber nian raacht vjan ihrer Anweicit und iRereitivinigkeit wenig Gebrauch. n ihre Pi opaganda konntei ja -etwas . verschliieden seit | von der, die die Zentrale durch ihre Reamter machen lafit. Krijischer, mutiger, ehrftcher. Sie konnte vielleicfit auch gezwungen h :fi an der Zentrafe, an ihrer Politik, zu kriti-?xrjtn. Desh: Ib ladt man uns nicht ein. Deshalb vmpritht n;n ntir, einzuladen. (Es wird "icnts géschnen, Wir sindiibjerzeugt davon.) Ab:r darn. <i der 'Debatte, will man wissen, .vie del npue Zionisten wir geivorben, wieviel Jugmdbewei;ingen wir geschaHen haben. Als cb rgend ef er der Herren des. Linken Zentrumsjlurjd eie. sind doch son» sehr tiichtig) den Irfo^, die .Wirkimg einer; Toumée schon hrbt messenj tonnenan steigenden Mitglieder- /.ifferr und aus deni .Boden schieBenden Jugertdlgnipper. Als do ein Erfo^g, der nicht so meRbar sei, gpr keih Erfolg sei!1 . I I X : I i .;ln diese Zusammenhang iloch eine Fra-' ge; Den Wallatrfruf des Linkel Zentrums hat auchl mne.Re ie von zibnistisch 4 Eeamten unterférrigt. "M« i tche von i ihnen h ipen einen Teil ihrer] Zeit d« Proppgånda diesér Gruppe pur Verfugumg gesteltt. Wenn nun einpf, dem die Arbeit des Keren Hajessod wichtigeir ist als das ganze linke Zen trum, fragen wiirde: Haben die Herren vom Keren Hajessod ihre Urlaubszeit verwertdet? Oder die des Fonds?, dann wiirde sich tiberall groBes Entrusten Platz machen. Dasselbe wtirte geschehen bei der Fragestellung, wie man von den Oppositionellen verlangen durfe, die Lanfdesorganisatioti zu unterstutzen, die statt viber den Parteieri gu stehen, piner bestimmten Gruppe Hilfe leist«, und damit gegen die politischen Interessen der Opposition arbeite. Das flbUommen der Zionist. Exekntfoe mit der bebrdiseben Eebrerscbaft. ' \ 1 Jerusalem, 20. Juli. Das zwischen dér Zicnistischen Exekutive und der hebråischen Lehrersehaft getrofferte Abkommen, auf Grund dessen der Streik als beendeterklart wurde, besagt: 1. Die Gehålter fur Mårz, April und Mai werdem Ende August gezahlt. 2. Die Gehåltci fiir Juni werden, vorbehaltlich der Durchfuhrung der zionistischen Anleihe, Ende August, spatestens Mitte Oktobf gezahlt. 3. Die Gchål- •ter fiir Juli, August und September werden innerbalb des nåchsten R-udgefhalbjahres, d. ti. spatesters Ende M3rz 1R26, gezahlt Das €rdbeb?tt in Palæstina Herr A. R. sdireibt seiilen 'Elterr aus Tel Aviv vom 12. Juli 1927: Gestem 3 Uhr nachmittags bebte im gaiizen Lande Israel die Erde; das Orotipi* der Uiiterird ischenfGewalten ward gehbrt und der Roden zitterte unter ihren StdBert .. Ich befand mich im OftergeschoBe einps einstockigen Gefeåudes (hier sagt man zyleistockig). Da schien es mir, dafTein schwdroeladenes Lastauto vorbeifahre oder sind es zehn, twanzig--—? Ich will aits Fenster, doch tuhie ich deutlich, wenil auch. Schwach, daB das Haus sich zur Seite heigt. Dip Situation wird klar und schon wird det] Schreckensriif: ..r'idath adamah“ tErdbeben) horbar. Ein W'in-dstoB. kurz Vind unvermitt^lt, wie vor einem Gew'itter, fegt auf-1-, Wir sttirzen die Treppen fiinunter, ein kleinei Marchen jammert, ich will. es beruhigen: au, eu, spheket (ruhig), ich stoBe an einen Uiibekaimten und sage: , kwar awar“ (schon vorbei) -- nåmlich das Erdbeben — —i Aus allert Håusern kamen die Mensehen auf die StraBe in Eile und Besttir/.ung; es bilder sich Gruppen, die das Ereignis zu besprechen beginnen. Die Personen, die sich wåhrend der StoBe auf der StraBe befunden,' hatten aber kaum etwas gespurt unJ wurden erst durch das Benehmen djer andern aufmerksam. Vielleicht war dietse Zweiteilung des Publikums Ursache, daB naph wenigen Minuten das normale Leben seihen Fortgang Nr. 30 I! NnOheltiin! m* Zur, SOMMER-- I SO N ÅROK J. N Dameb Modes BrUnn \å u. Herrentoffe Seide i, Kozf 1. j Batlchtigai i Ila malna Sahiuf anihk jalphan lOM wii sfimtHcha besten Underwood- Schrei smaschinen, erry- . Bfirotndbelj JK.'Vdgiter VervklMItlgungsaf parate, Reibenmaschinen und BtlFottidbel liefert BrUnn« fteaké 16 rem und Tel Avfv suKlte man Brot fiir die IhigUicklichetv. Man h it bereita 73 Tote ausgpgraben, yiele liegen roch unter den Trummeni, 30 Aerzte pflegen di; Verwunicjleten. Auch Transjordanien ist betrofien. In A^ypten wurde das Beben vom Heloi ajier Seisriograph verzeichnet und als Zentr jm Palåstii ta (nåmlich 500 km weit)jérkannt. Dip StoBe dort warert aber viel schwacher. In Syr én sind rtlir S i don und Tyrus hetreffen. jn jerustilem bind viele jBaulichkeiten stark gesehådigt, so Universitåt, Omarmoschee, Rus- 'senkirche u. a. De ’Schaden m. Lande wird auf eine viertel Milliop Pfund g»schåtzt. Ich.wollte Eilch nicht Itlegraphieren, hoffcntlich ward Ihr nicht beut ruliigt. Ich sende unter besonderem Umschlag einen Zeitungsaiisschnitt nahm, wenn auch Aufregung und Sensation richzit torten. . [ Aber einige LJåuser zeigen Risse, und Spalten; man bleibt vor ihnen stehen; man diskutiert die Moglichkeit weiterer StoBe.\ In allen Puros, Geschåften uod auf der Pest Bo Ibs t versucht min teleptionische. Anschlusspinach den Stadten des Innern z*i erhalteti. Ba|d laufen Nachrichten ein, dafi viele Orte, Ibesopders arabische, stark gelitten haben, so Luq, Ramleh, Sichem, Kafr Rtnna (TscherkessendorI bei Nazareth), Jericho, weniger Jerusalem, Hpbron, Tiberias, Safed, Haifa. Es sind viele Todesopfer zu beklagen, einige judtsche, hauptsachlich arabische —. Dér ganze Umfang des Ereigntsses oder, besser gesagt, alle Einzelheiten sind noch nicht zu erfassen. Sidiem scheint am stårksten betroffen zu sein, der Kustenstrich am schwach sten. Seit dem Erdbeben von 1837, das. Tiberias urd Safed zerstorte, hat Palåstina von keinem åhntichen zu leiden gehabt. 13. Juli 1927. » -1’ ' c 0' Es bewahrheitet sich, daB Sichem am meisten gelitten hat. Die Stadt soli sehrecklich verwustet sein und in rhretn wirtschaftlichen Lebenswerk verwun-det. Aus Jerusalem, Tui KeyttU enizUlle Klonisten in« Wie uns aus Staates und gerade pen gemeldet wird, »olie« sleb der 6t$inniinø$øeito$$eit:(Ua die 'i mt entDaliie«. zahlreiche i Orten unseres aus den i tarksten X)rtsgrupherrscht unter den Zionisten wegen der Kandid-tur Weiziianns groBte MiBstimmung. Es wire unter de rh Auftreten Weizmanns mit Recht n ichts and« fes verstanden als nheimisch :n Fuhrer teils zu derken, teils unschidlich zu nachen. Die Zionisten begriffen sofort, daB si:ti die Herren Dr. Herrmann und Dr Singer li nter dem groBen Namen Weizmanns versteck>i und nicht den Mut jiaben, fur ih - „Progranm“ selbst einzutreten, Andererseits ist es at i r aiich klar, daB Dr. Margulies und alle die zionistischen Arbeiter, die auf seiner .iste stefie und die sich fiir ihn einsetzten, durch eine Nnderlage im Wahl- Vampf aus dem zioijstischen Leben einfach entfernt verden soller.j Man will sich nun weder dazu hergeben, als Stinunvieli zi^ dienen noch verdiente Minner i uf derart unschone Weise zu bekåmpfen. Des wegen zi< it man mit Recht auf régierungszion sitischer >pite die Wahlenthaltung vor. (Ånmerkung d Redaktion: Es ist nicht auszudenkenjwie dies« defaitistil cheStimnvung im offiziejleij Lager uinschlagen wird, wenn man •auf den Kern der Wahlmach i nation mit Weizmann, die wir an ai iderer Stel I; eingehend schildern, gekommen setn wird. Cjje Blamage ist ungeheuer.)

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