Jüdische Volksstimme
- Journal
- Jüdische Volksstimme
- Volume
- XXVII (1927)
- Issue
- 30 (28.7.1927)
- Date
- 1927-07-28
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Besudl Brilniter Verkai ven 31. Juli bis FahrprsisumlsslBung. : dl iisstellungen Regust 1927. LegHIsJisiU Aber der einfache Zionist steht vor sololien Vertauschungen und Personlichkeitskulten u id -attackpn wieder ratios und wartet vergebli rh auf die sachlidie Erorterung. Und deshalb glaube ich, da8 die'Art, wie die Diskussion von den Fuhrern der Mehrhe't crtdtet und die Oegner stumm gemacht werden, kt in so groBes MiBgeschick fur die Opposition, ah fir die Mehrheitszionisten ist. Und ihre Répiåsentanten sollten sich daran ebensowenig di sinteressiert zeigen, wie wir das konneri oder willen, wir'Oppositionelle, denen herzlich'viel dj ran gelegen ist, daB die zionistische Oeffentlichkeit besser und sachlich informiert werde. Wir becfeuem, daB die Zeitung offizieller Rhhhin.g kernen Anstapd nimmt, ihre scharf einseitige Stellung zu einer Vereitelung der fr<ien offentljchen Diskussion auszunutzen. Und wir halten es fur unwtirdig, daB sie immer wieder, wenn sile ihre Position so miftbråuchlich nusgeniitzt hit, nachtrøglieh beteuert, sie sei um Ol ijektivitåt t emiiht und die krassen Uebergriffe sei en auf red iktionellel Provisorien der Urlaubszc t zuriickzi fuhren. Wjr werden ihr das nicht mihr glauben konnenl Wir bed wern, dalR die Vertreter der Mehfhejt in dieseni Wahlkampf nicht auf die wesentlicnen sachlichen Fraøen eingingep und nicht trust und ehrlich Programm gegen Programm set.icn, sondern statt dessen einen Kampf um Peisonen i ns; enieren. Das ist nicht nur wggen dieser Personm selbst abzulehnen, sondern viel mcir, weil beretts der Versuch verwerflich ist, fur ein Progiamm eine Figur einzusetzcn, von der man ting ért, sie sei die Inkarnation des Prc grammes, damit man dann leicbt und unlo- Zion sten aufffesen und wird zuriicktreti Nachfolg rr werden s >11, ist vollkc minen unbeitimmt, cenn die Fii lrerpersonljcl keiten er als kann fin der nicht diclit gesået. Dr. WeizmannJ Ftihr :r der O« genliste in Betracht koma ni<ht werden, weil er in Amerika we ish Agenq gi&h das Projgramm ffir venerabel oder fur deltest ibel erklåien konne; dieser Vorgang entspr cht nicht den intettektuellen Oepflogenheiten kuKivierter Menschen, sondern ist Verplumpur(g und Irrcfuhrung der offentlichen Debatte. Es wåre fiir den Zionismus besser, wenn mart solche Methoden nicht in Anwendung bråfhte. Dr. Mirjam Scheuer, Wizma reic dje G durct sen. lemik 5 totet, denn Dr. n wlrdaucb fn Oesieroorgescbobett! Nicht imn unsere famosen fechoslovakschin offiziellm Fuhrer, sondem'auch Herr Di Sch illit,jdesse i letzjle Ruhmestat der Austritt aiis der zionis ischen Organisation und das Zurijcl finden in den SchoB derselben war, sind auf den’Gedai ken gekommen, ihr Firraensehild mit der Schu zmarke Weizmann aufzuputzen Wal irend aber bei uns in der Cechoslovakei einzig die Fur ht vor Dr. Margulies das tragende! A oment w: ir, ist in Oesterreich neben Besorj nis vor der ubérragenden Personlichkeit Dr. Gc'dhamr iers* noch der Grund vprlianden, daB dort der Zionismus der Jewish Agencv und ihres destruktiven Geistes endgiiltig ausj espielt hat Bei uns ist die Gefahr auch nicht so'croB: Trot; : der maBlosen Ehrsucfit und der nnendlichen Wiit der Offiziellen wird Dr. Margit'its ein Fulirer der Zionistenschaft bleiben Dafiir burgt ins seine Person und die Verehruni;, die er allerorten genieBt. In Oesterreich steh die Sachn aber wesentlich anders. Der dort ige Zionis nus macht eine schwere Krise durch und wein in der letzten Zeit eine nicht unbcdeutende Besserung der Situation zu verzeidmen war, so ist dife fast ausschfieBlich ein Ver< ienst Dr. Gpldhanimers, der sein zionistische ».< Progran m systematisch und mit Erfolg durqhzufiihren begon^i hat. Dr. Goldhammer fiihr ip Oeste ‘reich ™ Liste der Radikaleu Zior isten. Gegen ihn wurde Dr. Weizmann nact bewåhrtem Rezept mobilisiert, der Dr. G oh I hammer mit der Wucht seines Namens erschlngen soli. Das birgt vielerlei Gefahren in siijtil Dringt éizmpnni durch, so hat er durch difefe Sieg den Zionismus in Oesterreich abgeals MiBt auensvo *30. atum i let osterreil (ischen Wer zu tun hat. Unterliegt åbr Dr. Weizmann, was durchaus in Bereich des Moglicher ist, danu wurde dér ’råsident dmzionistischen Organisation einer unnotigen Biamage ausgejsetzt. Es ist also unklkr, was di< Kandi- Weizmann in so eineih kleinen L^n<|e be 4 v * ■ ~ ■ ■ * datur deutei soli uu wenn den mpBgebenden Herren Selte 3 dang gezwmgen wird oder freiwillig iden Polizeii ock anzi tht. Im iibrigen ist dadurch selbstverst kidlich jh keiner Richtung hin die Moglichkiiit aus der Welt geschafft, daB Kunder eines fremden Volkes fur judisehe Erde ihr Leben mnsetzeq mussen. Auch die franzosisctie Fremdenlegidn setzt sich aus FreiwiHigen zusammen und. doch stråubt sich das Kuiturgewissen der zlvilisierten Menschheit gegen diese Institution. Wer die Methoden der Anwerbung fur den Militårdienst kennt, wird ckieses „Gegenargument<< Dr. Herrmanns nur aus tiefetem Herzeti bedauem. Wir laden schwere VerantwortUng auf uns, ob so oder so. Und diese kann einmal auf jene zuriickfallen, die zynisch frem-, den $chutz als einwandfrei erklåren, wenn diése armér Menschen nur freiwillig diesen schrecklictieji Brotberuf gewåhk haben. Es ist kein andereif Beruf als der des Bergmarmes, der auch j freiwillig seinen Dienst tut — doch das Mitle'd der Menschen ist mit ihm. ■ Herr Dr. Herrmann stellt eine Reihe von Fragten an iqich, die ich gerne der Oeffentiichefahr, dafl dort die zionistische Béwejgung: |;ejt beantwotten will. Ich håbe mit keiner Zeile das Experiment erschlagen werden kann behauptet, daB es Jabotinskv gelungen sei, den vor /.ugen geschwebt hat, dann hatten! sie den, bestejhenden iengen Jugendorganisationen neue Namm Weizmann aus dem Spæl lassen - . Aber der wagungen tmn lyzantinismus macht ruhigi flich. £ Imus- Mitglieder zhzufuhrén, sondern ich håbe mit €tttdedn|iiiø. Von Dr. Martin L chtner 1 lerr Dr. Hugo Herrm^ letzten Nummer der „Selbst von mir beschaftigt, dl ur Genuge rmann und linken Zen Parteié auf ein das jeder Kritik spottet. Herr eien zu zenten, Herrmann zweifelt; fuhningen an d ir Wahrheitj eines Zitaites, ich aus einem' Gesprich mit einem amerSiaal sclien Zionisten anfuhrte ur i seine diesbe: ugliche Wort'e sine erfullt von unerhdrten Ver dåphtii[ungen! Ich håbe niemals, auch wåhiend meineif journalist ischen Tåtis ieit nicht, pur ts blieb ihm, einem i ient'ichkeit béreits, aus der Erklårung des Herm i-ums, vorbéha ten, Juliute Grosz, Bratislava, daB Herr Dr. Neujt . . . r. *■-■---*-• - jas Hapersonliche t Niveau herupter- Programm des linken Zentrums fur den tipsk vs i Zionisnius in Oesterreich abgemann die Mentalitet von 19 GoWhanjjper muBte eine Nieder- Mensch sdeben gleichw^rtig, gerichtet Kampfesweise Artikil des Herifn Lichtwitz kennt bereits zu Herm Dr. Her: Kandidaten des dert btsher rein iachlichen Kimpf zwischert mi in und fiberlasse esi vorlåufig der zion. Iichkeit, dariiber zu entscheiJen, ob dii feswene des Her n Dr. Hennann gegi ■ls.anståndig odir gegenteilij zu beurti s: wiierspricht meineni jiersonltcb schmack, auf danselben Hivcau zu ai ind es widerspricht meinem Begriff v l inem Wanne zu antworten, c er mich o| liche Fegriindung der |Uirvahrhafti^_ schuldigt. Meine Zeilen wendin sich.daner jusschliefi ich an die zion. Oeffejrtlichkeit, aer viel 1 -icht coch einmal die Augen aufgehen .verden M :ine kurze Charakteri stik Jab >tins cy/ war ni ht neu noch originielL in åhnlidem 5 inne sebrieb vor einigen Wodh;n der Bur ich erstatter der ^„Selbs twehr“, ånjålllich des Aufi retens Ja botinskys n Prag. Sirene Chpra teterii tik gab miinen perscnlichen Eipdruck yiei er, <en ifh in einem lanjten Gespråch mit Jaliotireky enpfing, in welclem ich diøsim gewifi bed :utmden Manne menschlich nåh-r. kam. Dagøen sainmt meine Darstellung i der moralisdien Grundlagen des Legionsgédpnjkens aujs Jal^- 'la'ler Deutlichkeit gesagt, daB durch sein Auftreten neue junge Anhånger der zion. Idee gewonnen wurden und wer die klåglichen zion Versammlungen der letzten Jahre im Gedåchtnis hat, in denen eine winzige Minoritåt von Jugendlichen im Auditorium saB -und heute die von Jugendlichen dicht gefullten Såle sieht, in denen jjbotihskv spricht, wer nur einmal den Jubel miterlelbt hat, den sein Erscheihen auslost, der wffd meinen Behauptungen zustimsich gegen eSneh men. 1 hjat. Man i Was diel Unterschriften von den drei Juinj hat sich in;hy“ mit einer Man I der Podes gendorganisaitionen betrifft, so weiB die Oefden j manp keinerlei Bevolhnåehtigung hatte, Dr.! srbomerverbind zu unterzeichnen. Das aJlein lt gleich im ^eginn seraer Xus- ■ schop spricht Bånde. Hechaluz und Techeleth da$ lawån haben ein selbstverståndliches Interesse daran, als vpr allem am Aufbau Palåstinas wirtschaftlich interesierte Organisationen, die* Tendenz des bekanridich antisozialistisch eingestellten linken Zentrums durch ihre Manda- |den i tåre zu paralisieren. Wie weit es mit der ideelgeringkfen AnlaB gegeben,;n meinen-Wo:Len Men Zusammengehorigkeit steht, lese man in dem zu zwcifeln und ich håbe ei dadurchnietuals Artikel des aufrechten und ehrlichen Dr. Karpe eripog icht, mir auf diesem, i ir mich vdiligjunin der „Selbstwehr“ nach. Herr Dr. Karpe, dessamen Niveau zu begegnti. Ich erklåre niesen Unterschrift auch unter dem Aufruf des linmit meinem Ehrenwort:, daB jedes Wort.ken Zentrums steht, erklårte vor einigen Woieinem Zitate der vollen ') 'ahrheit entspncht chen, in einer Versammlung der „Liga“ fur das ' ‘ t-1 arbeitende Erez Israel" vom spontapen Beifall Kajnpj seiner Gg. begruBt: „Unser Ziel ist die Schafich fung einer arganisierten hebråischen Arbeiter Artikeln i;n deutsch- Heft des „Raswjet". Wenn Herr Dr. Hermann auf meine ijhisch« Begriindung des ,,^i Ib .tschutze i“ keine gånzich cnleiper Ges diich sallgemem jbekanpandere Antwort find, als, njotigen Anzweif ungen kenntni ie, die Anfihrung dei ten Ta sache der Freiwilligl :eii des en flisch. -n Militårx ietvstes, so kann ich «lieder Art i on Humanitåt nicht beipflichten. (VC asjist das i brigeps fur eim Freiheit, dié im Ernsi falle du'ch Zwang ersetzt wird?) Mir, den^ Herr D)r. Heri mann die Mentalitåt v schaft, damit diese gemeinsam mit dem Welt- > proletariat den kommenden Klassenkampf gegen die Burgeoisie aufnehmen kann." (Nach dem Gedåchtnis zåtiert.) Man sieht, das linke Zentrum ist durchaus einheitlich zusammengesetzt. Auf Verlangen kann ich der Oeffentlichkeit mit roch interessanteren Dingen aus dem Haushalt des linken Zentrums dienen. Ein groBes MaB von SefbstbewuBtsein gebort aber dazu, wenn Herr De. Herrmann am SchluB seines Artikels mir gegenuber die Schulirteisterpose ånnimmt und mir empfiehlt meir zion. Wissen aus dem Talmud zu ergånzen, bevor ich meine! Sttmme in zion Debatten ertonen lasse. Ieh halte es nicht fur unbedingt notwen- - dig, daB zu zion. Wissen die Vorkenntnis des Talmuds gehdrt. Man wird mir denn doch das Recht zugestehen mussen, mir meine Lehrer selbst auswåhlen zu konnen und meine Lehrer gingen mir meist mit gutem Beispid voran — meine politischen Lehrer, zu deren vomehmsteu und besten Herr Dr. Margulies gehdrt, lehrten mich stets dert Gegner zu achten und-vor allem seine Ehre unangetastet zu lassen. Wenn Herr Dr. Herrmann »in „lebhaftes Beda uem" dafflber ausspricht, daB die £sl. zioristische Organisation beschåmend das KongreBgericht beschaftigt, so kann ich mich dabei einer kisen Erinnerung an Pharisåertum nicht erwebren. GeWiB wåre es bequemer, wenn die . Opposition sich rtrfiig jeden VerstoB gegen die 19)4 vorwirft ist éjn | WahWprechriften gefallen lieBe und die zu Unob es zur Gefåhj--; recht zuøesprochenen Mandate den anderen Cisu 2 Dr. Emil Margulies!