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Jüdische Volksstimme · 1927-07-28 · 30 (28.7.1927) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Volksstimme
Volume
XXVII (1927)
Issue
30 (28.7.1927)
Date
1927-07-28
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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UUllB IHT HUBUH MM UNWI6 i besorgt alle Årtfeh VO ti Ban Ubefttåhme von Geldeijilaj*en. Finanzieruigen Wirtschaftticties Notizenbuch, i Mart ferWaitél V6rt der Palåstiriéan- J? i II & (derért Ertrag, wie Weifcfoann ih heiner tntgMfnlmg ah ,>Daity Expre«“ ferklårt hit, per ZibnistiscøM Organisation .rticfit.iu gute >knmfiit). w'undertøirktnjgen Kr die Omespjg I, urserer Fjnanzen. Und yergiBt dafiei. VbRåtåi- | dig, daB ,1 Mitlirtft SgyptiSdtef Pfund' der ■ F ejøienøig riickeritattet werden mussen Kr n r-!kh.iedeøe Investitionen an Eisteøahnen mit anderen offentlicben Atbeifen atiå der Kriegsjeit, und. daB 1,640.000 Pfund und 1,(115.0)0 'Firti)’auf den Neubau von Eisenbahnen und (før Hafenanlagen, 750.000 Pfund auf offendidie i Rauten angewertdet werden. Eisenbahnen md K fa fen an lagen sind, mittelbar und unmittell i: produktive Werte. Unmlttelb^r deshalØ, y;i sie auf lånere Zeit ArØeiter Beschåftigeh wji-- tfert Und yidléichi.imsbnde^md, die game øeitsiosigkeit aes heutigen Palåstina zø af>: nieren, vbrausgesdzt, dåB die Regierung k< entgegengesetzte Politik treibt, und dann, wi jsie fertig sind, wjeil sie die Industrie und j|Handel des Landes fordern. Aber als abgeli (Aktionen einer wirtschaft genfigen $ie,,nii AX'enn sie von kejinen anderen wirécfraRspdlir jtischett MaBnahmeø urterstijtzt werden, stød l£ie eøef schadlicn ab nutzlich,. denn sie saligien Kapitalien auf unp, bleiben. dabei passiv, f^as man danh auf das Konto der zionistiscben Organisation schiebtj, wåfirend eventuelle Einnøhmeh in das Regieijungsøudget konunmen, dessen Ertrag auch Kr Investitionen benutzt wird, die auBerhitfb Palåstinas liegen, z. B. Kr sokhe m (Trainsjordanien. Wåhrend sich der Mandatar doch sonst auf den Standpunkt etellt, Tra& jordanien håbe mit Palåstina und dem Mandat inicbts zu tun. EtWas mehr Konsequenz in dieser Frage wire sicherlich am Pfatze und durch die Zionistische Organisation zu forderil.) Djer Sohn der JOdin. I , | Von Marek S c h e r I a g. Einen Monat! nach des Vaters Tode eroff (iide Arnold Steiner seiner alten Mutter, daB Arnold Steinier seiner alten ler in der kleinen jStadt nicht langer blei _ iconine, weil er hier weder seine Talente zu entfaltén, noch das btscheidene Vemi ogen zit verineøren Gelegenhejt håbe. | Aus der Befuijchtung,^ daB sie beide in nicht gar langer Zeit, wenn sie hier blriben, das Frbe verzehren wjurden, erwuchsen VøinSch Und Plan, nach w-ien zu zieøen, wo es Kr ihn føm Meichtes sei, eine seiner Veranlagung und "Begaibung mehr entsprechende BesChaftigung Zu fiøden. Trotz der Bedenken der Mutter, die sith ur schwer entscfylieBen konnte, den Ort zu etwa dreiBig Jahre an der zufrieden gelebt hatte, begab ich Arnpld nach JWien, utn Åussdiau nach eicm neuen Beruf iu halten und Voibereitungen Kr die Uebersiedllung zu treffen. Guten Mutes Var er, da er sich! sagte, der Moglichkeiten, zu yerdienen, gebe es) in einer Hauptstadt unzåhlige, wåhrend er iri der Hehnat aøf.den Kleinlandel, den der Vater zwar mit Umsicht un i s Ausdauer, aber mit verhMtnismåBig geringem Frfolg betrieben patte, angewiesen wåre. Nach seiner Ruckkehr aijis Wien wuBte er der Mutter Wohmrng in der Taborussichten und die Vorzyge Lebens in solch sc hanen daB sie nicht langer seintm Glucke im Wege steøen dieses Gludc mit ihm teilen, euen wollte, stieg sie, wepn zens und mit Tranen in den III *1 Eifté Koøunjsékm, dhj! von dier zionbtischen Øxekutive eipgeiettt Wun e, hat sich mit der Fnage der Gehålfbrikala der iioni- Btilchen Beåapterschi ft PaOastmas b :fafit und ist zu dem Erj ebnis: fdconmifen, daB 41 Beamtevehtla?sen Werlen fennen und die Beziige vertcrhiedenei an< erér Beamtengruppen cine wesentløhe Redidctic n vertragen. Wir hald il i der Diskuépion auf Kr die Beamte: wic derhol hingéwiesen. uns) von ^eiten der allge- Dr. Herrmann Øaupturigen wqhl) ent- >n I wrokrs tie in Pjalåstina i, da eS’Sehr WCFiiJ; e Beamte gebe. ir zionistiscben E> ekhttve an den b m in der Presse dese Fnage (die auch 0 aluth aktudi ist> Inuner wiedéjr wurd m einen Zionisten fi hite sich ih solche g rgengehalteø, daB kcine Rede i Im Bericht zu kulftoten Bedingungen. Teldphoh: 3581, 3582, 3583, 242. XIV. Zi'oniStønkongrtB kjann månthrir 140 zithlen. ..Und i man erlennl jetzt ieunichj Wenn vi ui 140 pecæten auf eintøal 42 i nttiehrljch sind (fist 1 /3 der Gesamtzjfferk so mi issen uriprungli rh wohl ub|erfKssig yie|e eingi stellt gewesen s<)in. Wie duirfte das abe| gesdehen? Ein åhmiches problem yrirft der! „Doar Hajcm“ auf init demiHiitweis dirauf, déB d i e Kosten der Ex^ertenkommission, die, nach Palæstina entsai ldt wu 'de, 20 000 åg. PfuiK# ausmajdien wendenj. Wer zahlt diése Kosten? W-ahrsfheinlieh, Zioni itisdie Organisation. Es wfee doch zi untert uchen, ob sich dieser Betrag nicht redykieren ieØe. Wenn er aber der Wirklichkeit nieht entippicht,!warum dementiert dajnn die Exekiutive n cht?. Gekade in solehen Fragte mussen Wir dara uf achtep, uberall Wirtschaftlichkeit zut beob; ichten, und der Oefføntlicbkeii gegenuber, un lerer und der rrichtzionistischen, reine Hånde gu haben Durch dlie Beendigung des Streiks in der Streithholzfabrik NUR i« voribergéhted ein SchluBpunkt unfer eines der Jeschåmendsten wirtdehafthehjen Kapitel des neum Jisdijuw ge Verwendelmehr Mllc;ri. zur acfelhjnqyon s pels en. VaJIwerti^ijLifjd rplne llefertl Augen in deø Zug, der sie beide nach Wien trug, nachdem Arnold in der F eimatstadt alles Gesdhåftliche abgewidcelt und feordnet hatte. Nun saØ er neben ihr still wie ein xniidgehetzter Spatz) und schien zu sc ilummern. Nur ab und zu stri'ch er sich wie aus dem Traum befriedigt das dunke|braune strippige Schnurrbårteben. 1 , Wie er vorausgesagt hatte, lieB sich ih’- Leben in Wien recht gut an, ein ihm passender Beruf, rasch ergriffen, Kilte ihn scheinbar aus, und erwies sich als eintrøglich. 1 )as Gute daran war, daB die Arbeit ihn nicht restlos in Anspruch nahiø, rhn also nicht zum Sk laven machte. Das gut eingefuhrte Fa hblåttcheh, das er wohlfeil ubernommen hatte, erschien nur einmal in vierzehn Tagen, yarf al«r soviel ab, daB ar, wenn auch nicht hn UeØerfKB, So doch behag!ich mit seiner Mutter leben konnte. Zur Erholung der Behaglichlseit trug der Umstand bei, daB er iiber viel freié Zeit verfugte, die er Bettfedern-Reinigungsanstalt und B«ttfudurn>6eschlft mit elclttr, Betriebe und modemster Einrichtung BrOnn, PruBburgarstr. (Bratlslavské) 33 Tdephea M42 Bbtnlml |«dii Dloastag >U DtMMUUl øur RaMgiiig alt« a. aaua MtMtdm. |M solid, bllllg^Elgene Érzouguflg. .Torwartl,Sohlosserg.i Mutter, denn sie vergalt ihm sein gutes Verhal^ tenj mit einer dankbaren unauffålligen, die winzigjen Widérwårtigkeiten deå Alltags sanft wegråuimenden Betreuung. j So Wohlig und kornmod werde igh es doch r.ie haben, dachte er, wenn er Freitag abends in dem breiten Lehnstuhl ^aB, bei mildem Schein der Lichter, die seine Miitter andåchtig .gebenscht“ hatte, die weiBe „Barche“ in den sch inackhaften braunen Karpifensaft tauchte und Vergniigen aB. Darin lag fur ihn vorwiegend der Reiz des Juøentums, denri er war weder religios noch onal gesinnt, wie er uberhaupt nicht zu rip" nat des zum groBen Teil seiner Mutter V‘dmete; indem die aufgenomnkni straBe, die Erwi des groBstådtischi Farben zu schi so sicher erwartei wollte. Und da sii ihn behuten und auch schweren Hi er mi ihr, die sehr kurzsichtig war und sich in Wien schwer zurechtfand, Spaziørgånge machte oder ioirze Ausfhige unternahm Am meisten freute es, sie aber,i da!3 er sic jeden Samstag m den Tempel bqrleitete, obwohl ie es als selbstverståndlicn ansah und daran von t er Heimat her gewohnt wi ir. I>a sie niemand sonst i auf ker Welt' hatte, schlol! sie sich um so inniger aii ihiirai erwachsenen Sohn an und empfand sei ie jNåhe und Zårtli ddceit als das sdigsta airf :rdejn, ohne zu beden leen, daB er in dem Alter stand, wo man eine f rau nfeunt und diesef einqn Tøil der Aufmerks mdceit und der Liebe z / udi ihm lag dieser Gedadke fefn. Es ge nugte ihm das Heim unteij ^en øitøchen'seiner i Ci$K 2 Dr. Emi tiefi ren Naturen, sondern zu den Anhåingein Woh tlebens zåhlte. Solche Men9chen verlieren aber leicht die Faskung, wenn sie aus ihrer Bequemlichkeit aufgesifheucht werden. Als eines Tages ein Konkurrenzblatt auftauchte und Arnold innerhalb kurzer Zeit eiiie statiHehe Anzahl der Bezieher entzog, genet er aus dem Gleichgewicht und forschte erbittert dem ejgentlichen Grunde dieses Umsehwimgs nact . * i Finfach war der Grund und aus der aufgetauc iten Zeiistromung zu begreTifen: der Konkurr art war kein Jude. Zwår hat, solch eine Fad zeitschrift keine Tendenz zur Schau zu tragen, aber die Leute zogen es vor, ihre Wohnunjsanzeigen in dem von einem strammen Chri sten herausgegebenen Blåttchen erscheinen zu te ssejn. Den Kampf, der Arnold Steiner gegen den. letien Anzeiger begann, nahm iifimer hdtigere Formen an, blieb jedoch ergebn islos. Immer grauer wurdp die Aussicht in die Zukunft. Und der Kampf ums Dasein war umso aufreibender, je eifrigef e;r sich bemuhte, ihn vor der Mutter zu veibe^gen. Ihre Behaglichkeit soilte ittichen seiner i Mutter zu veibe^gen. Ihre Behaglichkeit soilte Margulies!

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