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Jüdische Volksstimme · 1927-07-28 · 30 (28.7.1927) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Volksstimme
Volume
XXVII (1927)
Issue
30 (28.7.1927)
Date
1927-07-28
Page
[Seite] (sequence 2)
Language
German
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Sete 2. I Brflnn, DonnertUg Qualitåts^m^cl sehr priiswert ia gnuser Aaawahl eapfiehlt tlhauf Eigel BrltaH, Rlldltogui« Nr. 3. »JODBCHE VOJCSSIIMME- 28 Juli 1927 ObarznigM Si« »Ich ■«n Intarats«! d tesen Streit fii >er den Wert und die Art einer Personlichjceit; licht ei llassén, wenn die durch Dr. Hermann gefuhrie Pottemik nicht typisch dafiir wåre, wifc die Meinung der Zionisten systematisch j und mit voller Absicht irregefuhrt wird. Jawohl, jeder, d< r Jabotinsky aus personlichen Gespråchen keni t, wird die Ansdraoiung Dr. I.ichtpers zu huntert Prozent unterschreiben. Es géhort eben zum System offizieller PubLizisrtik, den Mann, daauch fur die Schaffung dej Legionen kam rft, zu einem Militaristen zu macheri det den Gc ttesfrfeden im Zionismus storen kanjn. Nfie wurdi seitens der Régierungspresse loyal geschriebei i, dafl Jabotinsky die Legion durchaus, nicht ais primåre Frage betiandelt, sondtfrn als Frage der Aktualitåt. Aber das darf maniidocl^ Gott b ehute; nicht schreiben, weil dem lleser sonst di; Augjen aufgehen. Ueber die weiteren, rhetorisch?n Aqslassungen Doktor Herrmanns, defr dem Kum'dér Sache ausweicht, ist nur sadel |zu søger, daB in der Vortvoche ein Brief iber den Weit det Unterschriften aut dem Aufrufe des. Linkeri Zentruras veroffentlicht wurde, dér Bånde spredt.;Iramer wieder das System! Zum eine Zeitub Programm c i Es deti wenn es hiilt, diese; bringen, v den, dal} s . den Stand diéser offii spruch, zu horen miert, ich werde ich kum, die instinktiv, und' geht so soilte gemacht w i ber auch Die Presse denn je m wichtigster benden Pa hatten wir sation, da ren vor worten. Sc genteil sie beit und Zionisten stem der Systjem gehort e$ auch, wenn sich g éinen Leitartikel bestellt, der das der ■Radikalen vdmichten soil und iesejbe Zeitung njeht fur notwendig Prjograanm øuchjnur zum Teile zu mu B uffl jejden Preis verhutet werch die Leser jein cbjektives Bild uber lerdDinge majehen Und zum Produkt iellpn Erzieljiftig gehort der Ausi wir in deri Vor voche einige Male pelegenheit natter: Ich bin uniforyveiB nicht, worurr es geht, deswegen fibejrhaupt nicht wåhfen. Das Public Jaus^ndmal vérsch riene Masse spfirt das iman ihr .nicht die Wahrheit sagt lichlt zu den; Wa ilén. Aber einmal, doch glauber, mfiBte ein Ende erden diesen einseitigen, zum Teile falschen Informati >nen. Weit gefehft! der Regierung a-beitet jetzt mehr t unfaireti Mitte in, zensutiert die Stéllen, unterschiågt einen mafigeisusi aus Weszmai ns Interview, und einf zionistigche . ournalistenorganirafiBten die ver mtwortlichen Her- Forum fretei und sich verantabér géschiejht ihnen nichts, un Geernjten Lob ffir i ire umsichtige Ar- 5 Ende vom Lie! ist, dafi sich die ingéekelt abWendejn. Es lebe das Syauscjiung! ittetbode« der Diskussion. Nr. 80. rn d(ese^ dis Zensirlerte Glflckwfinscbe. Ein Gesmnungsgenosse jbeging den naiven Irrtum, dej „Selbstwehr“ einen kurzen Aufsatz zum 50. Qeburtstag Dr. Mirgulies’ einzusenden. Wie Iclie Zeitung piesen Glfickwunsch in ihrem Texije zfi verstecken trjachtet, ist ein Vergnfigen fu| sien, zu deni wirjnodi folgendes erfahren: In det kininen Betrachi sender: „Margulies begeht tag; wie begeht er ihn?‘l ui geht ihn -4 wie konnte er di< tun? — «iit der Aufstetluni kandidatur!" Diesen Satz, fiber den Radikalen Dr, Redaktion der „Selbstwehr“!| Geburtstag des Mannes, , Selbstwehr“ ihr -ganzes Ei langes Bejtehen verdankt. Wie konnte sie es charal ing sagt der Eininen 5Q. Geburtsantwortet: „er becharakteristischer seiner KongreBie alle folgenden gulies strich die So feiert sie den sie, diese sdbe tehen, ihr jahreteristischer tun? In dem Organ der OKizieUen „Sdbstwehr" ist die Einrichtung getrofien, daB die Vertreter des Zentrums deif Leitartikel und die vorderen Se i ten beset^t halten, wåhrend in einem eigenen Abteil die oppo6itiooellen Artikel zu Worte kommen. Zu diesen eridårt die Redaktion in einer s tete riden Vorbemerkung, daB sie nicht fur sie verantwortjjch sei. Sind sie trotzdem zu ge-; fahrlidi, so ijterden sie unterdrudrt, wie dieS> mit dem Programmartikel Dr. Emil Margulies gehandhabt wurde. Ein solches Vargehen ist in der „Sdbstwehr1* der letzten' Jahre bereits selbstverståndlich und es liegt mir ferne, mich dariiber zu beklagen. Allerdings halte ich es ffir unrichtig, ffir auBerordentlich unrichtig, und es ist vieHeidit tiidit uncharaktéristisch, daB ein Kandidat der Mehrheit, dem ich meine Meinung hieruber ausdrfickte, mir erwidern konnte: das rooge tnich aufregen, die Mehrheitszionisten lasse das kalt; Jemand, den ein fyLBgeschick betreffe, konne sich darfiber errégen, t— aber was ginge das den Zuschauer an! Es zeigt sich aber bei nåherer Betrachtung, daB das MiBgeschick, welches die „Selbstwehr“ heute ist, nicht nur den Oppositionellen, sondem auch die Mehrlieitszionisten betrifft. Bereits beim Lesen dieser Zeitur^; springt das in die Augen, wenn man die hilflosep Fragezeichen sieht, die als Anm. d. Red. mitten in die oppositionellen Texte, selbst in d!e sanfte Logik Nahum Gokimanns, aufkreischend gesetzt werden. Der Redakteur versteht nicht. Obgleich diese Aufsatze alle unter ausdrfiddicher Abstinenz redaktioneller MeirnungsauBerung veroffentlicht werden, kann der Redakteur bei dieser ihm fremdartigen Lektfire nicht umhin, mit dem bestfirzten Signal der Verståpdnislo6igkeit den Vortrag zu unterbrechen. .Dleser stumme Scprei nach Hilfe, der sagt: ich verstehe nicht! ich bin nur offizielle Gedankengånge gewohnt! wovon ist hier die Rede? — ist beijedter als ein næh so langer Aufsatz Dr. Hugo' Herrmanns. Denn er zeigt, und es ist uns bitter, es zu sehen, — wie dér Mehrheijjzjonist gar nicht mehr imstapde ist, der noctrio logischen Meinungsbildung eines Anderen zu folgen. Er hat Woche um Woche den Vortrag desselben offiziellen Redners gehort; er hat ihm gelauseht bei dem einsamen Monolog, diesem Geist von zweifelloser Fruchtbarkeit, der er zu Stande bringt, mit sich selbst zwei Monate offentlich zu disk utieren, um sich schlieBlich stets von Neuem von dem Wert seines eigenen Programmes zu fiberzeugeit. Nun hort er eine andere' Stimme. und seine Auffas9ung stockt Er kann nicht erwidern, denn seiné Leitartikel schreibt jener Fruchtbare, er kann nicht begreifen,. er kann sich mir hinstellenr der ganze Mann ein Fragezeichen. Das ist die „Anmerkung der Redaktion". Was merkt sich aber der Leser an? Der Leser merkt, daB er bisher stets nur einen Mann reden horte, der keine der beiden offiziellen Listen fuhrt. (DaB er den Listenffihrer der o p p o s i t i o n e 11 e n Liste nicht zu horen bekommt, ist ja selbstverslåndlich.) Er hat erwartet, daB der Erfinder des linken Zentrums sein Kandidat sem werde. Da erscheint in letzter Stunde Df. Weizmann als Spitzenkandidat. — Es ist nicht darfiber zu sprechen, daB Dr. Weizmann das Programm Herrmanns ebensowenig gelesen hat, wie er darauf zu kandidieren gedenkt. Er erscheint nur als Deus ex machina — und wie geschieht mm dem Mehrheitszionisten? Das Programm des linken Zentrums war ihm nie plausibel. Der erste radikale Artikel, den die „Selbstwehr" endlich braghte, hat es in allen Punkten widerlegt. Wåhrend er schwankt und ihm die Entscheidung unbegreiflich durch das Auftreten Weizmanns kompliziert wird, betont ihm der Leitartikel, daB hierdurch „kern Druck auf seine freie Entscheidung ausgefibt werden solle". K e i n Druck? Ja, weshalb dann dieser Vorgang? Wozu kandidiert denn Weizmann hier? Hat er sonst kein Maridat, kann er sonst nicht auf den KongreB kommen? Nein, das ist nicht aufriebtig, das gntspricht doch nicht der Wahrheit. Weizmanns Kandidatur 60II nicht anderes als ein Druck auf-die freie Meinungsabgabe sein. Das ist die Wahrheit, wie es i« ben der auch freilich ffihrungen keji: ziellen auszuwie die Kan<ji WahUcreis so Dia die so schlecht unterschåtzt was die zior Das offizielle Hilfsmitteln tet, bis in die zionistischen man die Zeiti gleich ansieht! KongreBwahl man hofft, v< ihrer verschii und was hort Herrmann, H man éinen man zugleich schreckt: wi,' Stellung nehni' fiber der Erd: vahr ist, dail Dr. Herrmanns Ausnen Druck »zugunsten der Offfh geeignel waren; ebensowenig idaiur Dr. Singers, die der II. sturmisch ablehnte. I resse also den Mehrheitszionisten informiert —: und das darf nicht ■verden! — .bedenken wir doch, listische Zeitung sein k ci n n t e. Blatt, uberall gelesen, mit allen Partei pmpagiert und verbrei- Gegenden, <Jie wirklich von allem Kontakt abgeschnitten sind, wo ng als den Tehrer und Boten zu- -.— und dirt hort man jetzt: - Kampf der Meinungen, und den wirldichen Problemen und ddenen Auffåssung zu horen.... man dann? Worte, Worte, Worte!;rrmann, Herrmann! und wenn oppositionellen Artikel sieht, wird mit dem Donnerwort fortge- Du gegen Weizmann en! Und wjeder dichter Nébel cn list nei Nein, direichejnd und Meiniingsbildji Es. ist schade, \-erabfeaumt, an ihfe Stelle penpolitik ei nig brauchbar ren Aussichtei håbe vor eini^i ches Beispiel sollteh die werden. Ffir eisen, ffir die eisen hat auf tonte, objektiv Er gab eine als ruchlosen skeptischen Jabotinsky g] sich dann zu wfinschte er tag und bemetrl wfinschte ffir mandler Andejr lies sei durchf nicht. Hoi Diese beiit m mat eier w :i ak; de ausj, um an i chen prograi aussehen. Dt und brav ffir auch prograi åuflert sich mir kurz beri i Aehiilichkeiten, språch, sich hier ersi chologischen praktischer i Ideologismen ffihrt wird, kdnkretisieren Art; daB er ldentifiziert, dariken ablehrjt, sieht daffir, rnfisse; und mus mit Mar; Programm scheint (so u sein muB, we$l klart), so ist wunscht er si lauf fiber me! VerdrånL Und gan£ n es so wei Wunsdi, d: inkarnieren, Weizmann. letzten Charaiti geht in die das ebenso wti testen" Gruppei belanglos. 0«$innun9$9«no$s«ii: ttiabUt die i I i ' ' I dse Art der Information ist unzunicht geeighet, die zionistische ng fin Allgemeinen zu1 fordem. djiB man djese Moglichkeit so lind noch bedauerlicher, dafi man :ine so wenig gewissenhafte Gruptzt. Da al^> diese Presse so weist, — wie steht es mit den hhde- 6ffentlicHer Diskussion? Ich en Tagen e|n ziemlich maBgeblierlebt. Einer Obmånnerkonferenz Parteipj-ogramme vorgelegt lie Mehrheit erschien Dr. Ruf- Hadikalen Di. Margulies. Dr. Rufqieser Konfeijenz, wie er selbst be- und wohlwollend gesprochen jinekdote bekannt, die Jabotinsky Lfigner darstellte, rief auf den irer h^iniséh zu: „Ihnen mag l^tibivurdig iein!“ und wandte Radikalen; hieibei beglfickulies zu seinem 50. Geburtsdazu, was der Begluckjfidische Volk leiste, konne nsogut leisten und Marguus | nicht unersetzlich, durchaus hien en Ausffihnmgen greife ich heraufzuzejgen, wie die mfindlitischen Diskussionen mitunter Dr. Rufieisen arbeitet so viel dåe Organisation, dafi er sicher itunatisch sattelfest ist. Aber er niger zum Saehlichen, — das er hrte und hieibei mehr von den als den Verschiedenheiten zum Persdnlichen. Es handelt chtlich um einen komplizierten psy- ’ forgang, duirch den der in langer beit Geubte, der die abstrakten ler Radikalen ablehnt, dazu verafostraktert Programme sich zu und dies geschieht mm in der Revisionismus mit Jabotinsky da er dié revisionistischen Gesetzt er imbewufit die Zuver- Jabotinsky ein Lfigner sein indentifiziert er den Radikal ishulies und da ihm das radikale nit . Argumenten unanfechtbar ianfechtbar, wie sein eigenes ihm halb er die beiden ffir åhnlich erihm låstig — und de9halb ch Margulies fort und reflektiert n' „Ersetzharkeit". Wunschtråurscheinungen. naturlich sietzt ihm ffir sein eigeiges so bf ed tes Programm der greifbarier zu form ulier en, zu e Identifizierung desselben mit 6 dadurch sedn Programm seine eristika einbuBt, indem es einlitude diéses Perecmensymbols, e fur diese Llinke" ffir die „rechn des Zenfrums herhålt, ist ihm een uid difi s> gingser stia uf i lass^be c ii Dai Ampi

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