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Jüdische Volksstimme · 1912-11-13 · Heft 44 (13.11.1912) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Volksstimme
Volume
XIII (1912)
Issue
Heft 44 (13.11.1912)
Date
1912-11-13
Page
[Seite] (sequence 2)
Language
German
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s it- 2 ״Jüdisch« 8»lksstimme.";■1!:* ־«.׳־.!ה Xattahc bcrau» erklärt iich »mb ::.־», -•-a!:׳,e1g11<־l11'nl>l׳uri. Er wird ange- Iv.»■:־.: •.•:,■:■ji'u, um.:׳ Per 1'orifli־.?ariibcr fand : oä’ •»• ׳,. uu',111;’,1nom11f1.'r.u'U1m1> Pc;- ־Varia• . a.;״■ i.:r1 ־,;;mr.■ ׳ein. StficOcr cimiial wer׳ ...: iaü'imV -׳a» Et »leinen vernichtet und a» ־־־•«!,••ao >1ra,au>l werde». Ter »?auiierbezul - . ,!.■־ 11־.'u;-:.1,«!׳’t. IhiD »im fall ümoa .׳:: ־• . ־,.■» ■!a׳!'.i!a1lut genommen werde». Wiener ^tultuswahlen. . . u.i,־g. 4a... Il.iini'ii »IIS noih bOil dem •.:>־.:..־!»! o!e allgemeine Wablerklun« .:'...•.־.«.׳» >i!,i1»vge»1ei»ve >» Wien 11119 - .1 .,,uiinn.1.11111׳. iVii^iltaiiu'i milit an Uvar.,;-.eriainiiiiungeni grofreren Stil» -ta.ei VI.•,-.־.am.nentwtrUung leiten» oer ne:: . ave» :1 :du ׳lailgetunden »»ה auch 1••;־ V.-a!׳!ge.e,1e:u־e1te» gar nicht ichuch - "־neUe Pr.׳! «׳,: ־.''־iibon und drillen all >z..,i>v1!ai aus »Iw ein׳,,.׳»! »NI fei• :-־ v.vo :.׳!־eueeli M>tlt11»11<al)k'11. W.rs :::.1־ iidi'1'imiidK» IllniianSen als Wahl ...:.1 1-e׳»-!ch»el. »1 »!11» verbände». Sdieint : .in:::״ ־oiwendlg ',» ׳ei». Teu» einen >.:;־' U':vi> es diesmal aller Perausüchi _,ratn •leien. Es wird gepackelt. Ti.' l.-:-1Ausle:iung»sdt.1li>els der freigeworde "י■!:•־"» a» die rv'1>!t»K» ׳.liilliSillös;.'» - ■u B״־ a,1,t •loinnienden »iandidillen b.־r ־.'1.־:: Parte: bildet das gaine Um und .s d:.-,-j.1!׳r1ge» Wa!־ikan1p׳e». Tie.Sidi.i ׳<.«;«.:׳.» Viaudale 1» erbalten. scheiill a-an.״v: l,1,d beaiieiuer in ׳ei», als ei» ׳;'־!׳a: uaneialle» Cbü'i» l'erl'Uiid'NCi 1” •1m1 rea1׳ i>!eva׳»!al11'che1» (jru>l.;. an׳! au j-ä?.־.:a1!:r׳r die Meglidileil. mit .. 1 ׳,e 1׳־ti■a1 ז an »״ieren .»oiitaf: ־,» kd»n»e» ׳>v des ,',;onisinns 1» vrdvagiere» »»d :•־u. -',ul.-.ngei־ zu .zewinnen, aber es ift auch leicht ei»iiileien. das; ei» ioi- •׳■■־ :.:»:b׳ aiab ui 1\י1י1־ yp» der reguläre» 1::1d ein ichiienlicher Miszerso.••, ־ •::eu baue! eher ׳isiadei. als niiiri. Tie!*’■du aar י1«י d.nn auch diesmal die ,••_׳ ׳., Eaileilenuua >׳iri>t verickilonen und 1» :1 ־־'u-:1:::־,a1uub1't 1 *־: > der berrsche» 1!»»׳-.a;:,K». nasche»! gerade!er» be au- Sen Sieg einer Uduiili. ־:•::•:־ Tes׳!>:> und, nur -desl'gld in die le r-ein: aiesi.ia: re» ibrer -eit;wen u ■»:־.!■.. .׳ <־. י־׳>! Tailik abgegange» mit' es ,':■’■..י»:cht ausgeichlagen. Wenn also nichl ouies lriigt und die Per- Handlungen sich zutetzk -und eni »iomproniiß »■ahllbeisheit letzter 2|׳ er-aiiiianips 1*l>t17111׳|jig neue» s1׳uf für de» 21. «1. 44 nicht ddch zerschlagen, ja der derlnangen »rultusd-luß sein und eine» mache». -Ins der vssidl'uvember iverde» dies- »al neben 7 »iahalsgrr ßeil auch zwei opposilionette »iandidaien pra»>e»: Ter Tbniann des »es snr Tel!erreich Tr. Sber Jngenienr Robert Endliche» Ralionaivere oaioi! Ehrlich und ־11 ג i J a. '.>;»» werde» also!och in die Wiener .»ulnlssiube Zionisleii e,»ziehen. Trotz aller Totsa- .:!»igen der inodernen, uSisch-nalionalen Betve •>u»g. lrotz aller gelehrim nnd ungelehrle» Por- .rage und riugrilse gegni de» Zio»,suius, trotz .anzieliiler •Egnorieruiiti aller aus die Ta»,,»- .uug der Jude» Hinziele ide» Pesirebungen, weree» doch zwei Perirele! des juSisch-nalioiialen ."edaiileiis in der »tiiliussiube sitze», in derleibe» .»ulNlsinibe, di> bisher- »naiilaslbarel e׳e'1tz der »»e11i»>eg! diuische» Israeliten!!»!- lamlia• .»oliseision war ijti'iliiiuig, aber srei n,1> n, Porauslicht der Tinge, die sollst von selb» getomine» waren, har die »tahalspariei, die »arriiiinigsle Pertreleri 1 livei zl0»llll'che»->tandi!» lei» und dann! guasi i )re^ beginnende Allierslchiiiäilie;»gegeben. :>>»» in 1» die Hofburg der ',iniiuilaitoit eine Preiilie geichlagen.;irei .»audldale». Aber »ei .tiultiisralswahl und ueule an de» ,eliiger» au ran» nicht die einzigen treier belibe» »׳erden. Ä!>ien i» diesinal vlirangegangei deren Tiadle werden nahsolge». Zum ׳Niedergang der Asiiniilalio», die laten aus ihre Liste ge Tiesinal sind es nur zwei Jahren ist wieinan kann es sich schon :-rechnen, das; diese zwei niodern jüdischen Per >e ander mährischen a » »־,׳.:־. .!eben. Tke uer1»ai;en es ilch. u r-,11. :1. Und nun luurde es ern'l. :El»!:.■!.ieu.- Tein teure» l.׳׳eld;»», - ..;:>'.;׳■» e:e LeUie und üe ii'racheu. jeder .;1: -r.iieeu: ';»»i» mochte idioii. -s;,׳: .: •־: l.!,! ,ebensnari, aber die ise 1. ׳ L...:.. 111 biile 2:־׳. Sie >״,d dodi io lar i . I ׳ i a ead»e naiurlich an alle und uu -. . u:u..a.rr ׳ich ans. -.:er de! •j.er ie, Tlllle, lni; •Ule;•iie:, -iu..-.,*. Ei,d.:d. wui;te de. 0>r-..de, w׳e . e'.-e..!• e!i .;ek-ewet sei und ging ׳e.i . >.. . a.! r aaai:!4.11,11 -.!־;.'», grabt ».111.»,■». ׳,:. ei, :,I.I, 2:11־.. eil. 2.. 4 1.101 u aU» noch immer Joriichrnie. .־.:.,׳ -••:uier werden eingerlnen, neue er .,iui, .!1 :־: l1׳e.d.1!־ geichai'eu•!11:1 * 1 1׳1 ,׳ der ,11l»t־er, taug sind die •idande, :»..!!• ...>,־ch all der 1110 ',111־'»B- T,nn das glei- 1.;.,׳־: ,,«.,י g..,eene. 1'1,־,,»■» glanzt. Um T>; ..־ leuchtet grans die 2011111', des .:,־,kI.i-;- זitr #:!11T l-'eiiniil,- in2 ־,־nick die Lanioe. Alles ge!׳!׳einen .,eiunden, Naiiirllcheii l-lang. Tie 2ladi. iagr man. sei >>» ^-orischrilie begriisen. Id! aber jage euch, dag cs eine üerbende 2 ladt in. Kultnsgeureinden. 2e. Ehrivuri.11 Harr Rabbiner Taiuucl Treueid in Tlrasznitz har! uns die Porbcdingungen einer jll0>1chen Trgasiijalion klar und deut- .id; borgeMhnel,>-thi11 gebührt der Tank als rrr,1ec, icinc Tieirsie zur! Milwirkung angclragen zu l)aben, >>1d>l weniger der löblichen Re- ,■atnon. die den Aiiilojl hierzu gegeben, uni .echizeitig ein radikales |L'£itlel zur zdiulanhal- 111110 des Persalles des Judeniunis in Mähren aiiziiwenden. Es vergeh!!ich von selbst, daß eine iold),- T rgaiiisauon von Juden, die Herz und 2111N surs wahre Judenluni haben, geleilei werden niujzle, nur dar! licht viel uunütze Zeit vergleiche», bis dat, au, cito bat. Tie Trga- Niiaiion ist doch in der Tjn ein hodist wichtiger, dringend nolwendiger Beliels, lehrt dod) die Er-;alirung, daß nur Einheil Macht ist, daß alle 2lande nur durd) ihre £ ganisation zum Ziele gelangten. L>as tväre beule aus der Arbeiterldiii'i, dein Beaintenluin, >en Lehrern, wenn sie l1.־h uid)t rechtzeitig orgauisicrt hätten, sreilid; l׳e1,־ehl iich diese Art £rg»nisation nur aus die Eriilenzsrage, es wird äber gerade hierdurch allen Ilnistiinden genüge,ih Rechnung getragen. 'Pis allher hat es der Jude durch seine Einzelnellung nicht weiter gebrqdik und nur das Inteiituili zum Persalle; ich selbst überlassen, u.'indi'ii oftmals die Jud! n von cineni Extrcni ins andere, schlossen sich bald dieser, bald jener Parteirichtung an, hatten!nicht Zeit und Gelegeuheii, an Religion und Iudentuin zu denken, l'.us'die Erziehung ihre »iitider in religiöser Be zie'ung ihr Augeniiicrk zu! richten, jo das; alle zudiichen Einrichtinigen lind Gebräuche gänzlidi 111 Pergesjeuheil gern len. Pom Jahre I8ä8 kchnpsten 2dn,ltcr an Tchultcr für jz Brüderlichkeit und was ist tan■ Tie Freiheit hat ein bUeichbeii! ist am Papier Brüderlichkeit züchtete jene ienlitisinus. unter dem wi haben. Hätten sich die Juda» zu jener Zeit schon orgaitisierl, wären an Die! Spitze einflußreiche die Juden ciheit, Glcidiheit und wohl das Endresulmderer, nicht sie, die geblieben, und die Ausgeburt, den Vluti r alle sehr zu leiden intelligente Männer getreten, da stünde das Juoenlum heule in zeoer Beziehung ganz andeis oa, ao«r anpalt depen haben oie religen Perseu, oie bbni b-iheiio zum- Baron!ich Y1nau»chlvange», es borgezogen, im Reiten, Renneii uno Jagen ihien Rüg,» zu!uchen. Tie Jnleulgenz, die 1׳e> Rnoersglaubigen Einias; sano,;cyaniie!!ich ]einer Miibiuoer, und so bueo nur ein Pauslein religionsireuer Juden zuruck, >,ch jeibp uoerlapen, oem -4lrome der Zeit preisgegcben;! sie liiutzleil es erdulden ünd m1la11;che־n, wie ihre »iinoer lrotz auer Besah,gung, trotz oer grosjien RNslreilgung, des unermuoncyen ^-leiszes and ־ dusoaucr, und nüchterner Lebensweise, stets bei allein lind jedem zuruagesetzl wurden, sie inujjle» es oft bei Bewerbung noch >o niedriger «lcaen 1»,t Ruhe anhoren, wie lhnen der Rat ertfriit iiiirde: ״Ein Biszchen Llasser, und es wird gehen,־־ »tonnte unter solchen Umslanven j>as « Judentum auch ersla1־tell'£ Mußte nicht Ziveig uni Zweig hierbon sackend ״Gewiß! Tenn jur leiiglosen Belatigiliig gehört Ruhe und Oronutig, ,ס»» nagt der Beisau bo» außen und innen immer mehr, der religiöse Geist, wird abges.umpst, das Streben zur Erhaltung des Judentums wird brad) gelegt und die llnlusl, die Rachlommeilschasl sur das Judeutum zu erziehen in oen 'Poroergrund gebracht. Rur eine ordentlich angelegte Erganisalion wäre für die Zuluiisl .'ine 1,'ste Stutze, eine wahre Burg für den Beitand dts Judentums im allgemeinen, für de» einzelnen insbesondere, der Gedante, eine Stutze liuner sich zu haben, wurde startend uiw belebend wirten,!wurde irisdseii Mut cinfloßen, das rilligioje Gefühl steigern und neu beleben; die Lrganisalion wurde das Judcntuni zu einem Zoktoi machen, mit dem man zu alle» Zeiten zu redsnen hatte, diese würde Eharaktere züchten, iilußte führen und leiten, ayf daß das Hin- und Herschwanten endlich einmal verswinden und zielbewußt gehandelt würde. Ost gar oft werden ibir unbewußt in den »lanips hineingezogen. L-as vermag wühl der Einzelne ohne RuckendcckungV Gar nichts. Wir bleiben immer und sür jeden Zoll der Spielball der Laune, die Perachteten 'und Perhöhnten. Wir werden «S bald erleben, Tschechen und Deutsche werden sich aussöhnen und über den Juden werden dann beide hersallcii, wenn nicht bald zur Organisation geschritten wird. Etz21uuß allen zuPheiligcn Pflicht gemadit werden, mitzuarbeitcn, auf daß baldigst Ersprießliches geleistet werde. Es muß einmal der Anfang gemacht werde». Wie hat sich der Porgang wohl zu gepalten'« Nom praktischen Standpunkt wäre in erster Reihe als größte Gemeindc die Repräsentanz der Brünner »tultuck-. gemeinde im Vereine mit der Vertretung der zwei ältesten Gemeinden Mährens, Boskowitz und Rikolsburg, das Präsidium des Rabbiner- und »iantorenbundes sowie das Präsidium des mähr. Jüdijdsen Landcsmassafonds, die Lehrerichast i» Betracht zu ziehen, die Redaktion Hälse einen Ausruf zu berfassenvdaß von seiten aller jüdischen. Genieindcn, die obeiiangeführtcn bitiiich angegangen werden, die Führerschaft zu übernehmen. Tas so gebildete »tomitee hätte ein Srganisationsstatut nach jeder Richtung hin auszuarbeiten, dem Plenum borzulegen, bon welchem auch bei der Generalversammlung ein ständiges Bureau geschaffen wird, welches ferner mit der Leitung betraut wird und an welches sich der Einzelne sowie die Gesamtheit in sämtlichen Fragen zu wenden hätte, welches!, kurz gesagt, das Judentuni nach außen und innen vertreten müßte. So beiläufig wäre der Porgang am leichtesten und würde in »kürze zu einem von allen ersehnten Ziele führen. Jedf andere Ansicht wird gerne angchört und!eds Mitarbeit dankbarst angenommen. Agudiana. Itnmittclbar nach der Kattowitzer Konferenz koni siituiertc sich in Wien da» ,Provisorische Komitee der; tlgudath JiSroel", zum Teil LU» den Delegierten, zum ^äkrisck-scklesiscke Bank Brünn. ^»l»ghon Hr;350;Dlr«ktlon; .•erzinst EINLAGEN gegen Büchel und in laufender Rechnung mit Ferdinandsgasse Nr. 29 Ttlephon Nr. 101», Wtchwi^ ^Ij^Oj^ gebundene Einlagen laut Obereinkomntfi. Bankgeschähe aller Art, Börsen-u.Wechalergctcllifte.1;

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