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Jüdische Volksstimme · 1912-11-13 · Heft 44 (13.11.1912) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Volksstimme
Volume
XIII (1912)
Issue
Heft 44 (13.11.1912)
Date
1912-11-13
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Dhnmner 44 Erscheint jeden Mittwoch. XIII.;tato y-'S Bezugspreise [ Hür Österreich-Ungarn, halbjährig . . Kronen b'2׳) ganzjährig.Kronen 10־—I Lrutschland, ganzjährig. Mart 10 —11 ׳ ttu&lanb, ganzjährig . . .. Äwbel 6*50 Balkan, Frankreich.Franks 12 — Einzelne Nummer 20 k. u- - 8 Herausgeber: Max Hickl. 8---o 1 ^nUToic: öte ü »puirirttf Be-luzeu. .*״ ־? u ״ -׳.׳d.eri'Le Bernerung: Lno ttlcmm. Leipzig ->»d a j.. unö ÄOim.ifjütuv.: 1;:|1 & U1M..n U. Pe.st׳purlt.st», U.n:u N . Ä6.O40 Uiroeiiungleceöunloneile Berrrage >vcrpen >uchl RLunusliipren lp Siuduimu vetzufugen Wien—Budapest. Brünn, lii November 1912 •1. HtoUto Prag—Lemberg. Aus dem Inhalte: .•oa'1-H.'UOci. chrisiiichiozialer Polksre rettet sogar be■ cncn׳cid)iid)c Hgusrkcrgewtze.־ — Leo (sim!» ßMiicljit. in |tno venu Gesetze nvnveil- ,,> , , ,,;.'.0111. kvelene, öie den >)Ude» auch die :׳tusuvnng ermi: Llerbenre --:tadfe.-, - -I'^icnov >1 ult11־j-- 011־»זו1־1'\ן:.י:-'«י•:-, den 11c a,s letzte;}ufaia» aiuu »11)1111־.;}um Niedergang jier mahriickien t;abe1u,tziPvchren soncn: v>augerge1etze. ״ Nvihle .׳> ulliisgemcindeif. — Agudiana.'— Jerusalemer lilnimif. - Ta« werjnöttc Rnmüiiienl Prot, v. Lnschan über die jüdische Nasse. — Eine inleressante Entscheidung der bölimische» Statt-!!allerei. Tie Juden und der Balkankrieg. -; .ick aus der Bukowina. Wiener Nacht ich-' neuen Be^ininiungen und Zusätzen, dir in,teilt nn. Brünncr Nachrichten. »lorrcipondenander loüidieisken und oft gcgenzeitig aus .;e». - Rundschau. Tr. A. Teutsch: Bibcleregeie. jüdische Bühne. — Bücherbesprechnngenk ׳} ,Vty1 . . ..Bor (!111$ zwei fahren, inner der ngide Wclsjtirchiier chmle bereits die ozierreiaiizaie negierung einewiHausiergeietzenmnirs eingeorau,!. oer vom Paricsinentz: auch angenommen wnrr-e. einzelne Punltc iiut einer U'tujoritat voir urum bis drei 'Stimmen und mit oergch,ebenen rembitzer: Bin ich geboiren . Oesterreichische Hausiergesetze. (Zum neuen Gesetzentwurf.) in>i0sse». Es wtr das eine pkrianieniarila-e M,tzgeourr, der das - Herrenhtrus die Paiensa».,, denir auch verweigert. Tas Gesetz wurde nicgt! lantrionierl und VN das Parlament rnageleilet. Letzteres wurde unterdessen aufgeloit und so tai» eis '.nicht mehr zu einer nochmaligen Perhandiung über diesen samosen Haupergeietzenlwurs.' Tie Juden und Slawen, aus die das Gesetz es' besonders abgesehen hatte, blieben Hau- Wien, 10. November 101״ . .... .2־ . . , . Tie ostarrchchizche Regierung bat wohl, wie- ׳1“?יי und Oesterreich ging doch nicht^ugrundc. der für «inige Zeit, autzer SeiOieh und«mietwt Das neue OvsIkshauS f«fa9 ׳tyihn!' rin diplomatischen »ilernigtcitc» keine anderen Tor-' bereits stark zusainniengcschmolzcncs Häuflein gen als die Völker der ith Reichsratc vertrete-' ivaschcchtcr Ehrilllichjozialcr, aber nichksdeiio »r» .Königreiche und Länder mit möglichst vieireniger genügend so»1>ige Antisemiten. Ticsen le». neuen Gesetzentwürfen zu beglücken. Und neuen Verhältnissen entsprechend koniin» auch sie hat Eile. Herrscht doch momentan in Lesierrer Hausschgesetzentwurf wieder. Sanfter. ruck reich der parlamentarische Ausnalnnszustand ab- .sichievoltet, aber immer noch scharf genug. 111»! solut obsirultionsloser Zeit. Und so wird denn den (enden und anderen Volksininoritäten das! die Gesetzesmaschiiu׳ in Funktion gesetzt. Ties-- Betreiben des Hausierberufcs zu erschweren oder; mal soll cs zur Abwechslniig wieder gegen die, ganz uninöglich zu machen. Und diesmal tollen (enden gehen. Seitdem den. jüdischen Schenker» j die siren!-.׳» Bestimmungen des Haniiergcsetzes in Galizien und Bukowina von der ösrerreichi-! nicht einäial nach dem Prinzip der Gle'chbe scheu Regierung in einem abstinent-moralischen rechtigung für alle Teile Oesterreichs gellen, Für Aniall ihr kärgliches Br/tp genomincn und sic ^einzelne Gebiete wcrdeii im Elabort Aus. törinlich,auf die Strafe gesetzt wurden, halten iwhmssteliungen statuiert und Begünstigungen sich ׳hie- Hausierer gemehrt, nach Ansicht mgszvorgescheis, nvlche vielleicht gar nicht auigenom Jeuiffeton. Ich meine »leine. Weil ich alle meine! Sti'rbende Slädle. Von Leo Jung in -Berlin. Es war einmal .... Nein, cs gibt eine Tladt in Landen, da der Hiniincl ordentlich blau im Sommer, lieblich im Herbste und regelmäszig farblos im Winter zur Erde blickt. Es gedeihen gute Früchte in dicscni Lande uild es gibt weniges Rindvieh, das in Fluren und Ltädten lebt, brüllt und vergehet. Tie Leute arbeiten ruhig und nüchtern, sie spielen nicht zu hoch, trinken nicht zu viel, haben nie Empörung gegen den Staat anaesiiftet und erfreuen sich fittiger Ruhe. Man baut feste Häuser in der Stadt, '!,au ist für de» Fortschritt .... Hch aber sage euch: Es ist. eine ׳t.' deude Stadt'. Tenn die ^tadt hat keine Ziele und die Leute in ihr kenittzn keine Ideale. Ten» die Leute denken nicht lwher, denn zum Mehlsack, nicht tiefer denn zum Kartoffelkeller. U׳׳S so leben sie jahraus, jahrein. >״en worden wären, wenn, ja, wenn 1» Sieseit -׳-ebielen aua> Juden und ^.chren, veioin'ets erziere de» »?aunerueruf oder zannige ־wände, .-.,uerve ausuben wurden. e.as ^euerte>an>we ^.taatsgrundgezetz deirctiert,Gchich.-ereamgung. e>e :negietung legi ox-zetze vor.! die eine lonu.׳!.',teichberewiigung ganz in Frage neuen o..r N1n,1n«en denen ltu.geanng eris.egiiateii. Ware e-epu ionli z. B. die zbeiiiinmung an׳genon1!,.en iin'roe». das; >ede einzelne >־enseinoee-erileiini. vas :»echt haben soll, den .vasnncrl anoei aut ihrem Hieviele zu verbieten; Was das in a!.,!- ,iapozial antiieiiiiiitMen E-emeisiden wie 2 ..־ Wie» rur .Nd111ege.en;e» haben lann, ras;, in' >e1u!1 ausdenien. Wenn sawn der Hausierhandel eingeicknaint werden um. wenn schon die Erlangung enrei .-e-.>ui>erbewinigung aus diesem Grrntd «rzchwer!. {. 1e Moittrouc nrenger gehandhabt und die Slra! reliimmungen vcricharst werden sollen, warum I werden dann zugunnen weniger, bestiinniter . zdauncrgeivcrbc tzlusnahmsbellichmungen gciros . sen und ihnen sogar mitunter Begunzlignngen ^zugeFanden? Noch mehr. Warufn tverden gerade diesem und jenem österrekchkschen Gekrete I»־ be- »g auf de» Hausier- und Wauberhande, beson-! Sere Privilegien gewährt? Waijum .... Toch '׳!pozu tragen, wenn aus dem (besetze die :'ln! uort so deutlich in dessen Tendenz durchiliugl. > ..gen die Juden und anderen chehrle!.־» Volts s iniuoritäten geht es diesmal. :'licht die Schassnng von i.'-eietzen auf! Grundlage ..einer objettiven Beurteilung der Sachlage und in Riick'icht auf tckisachlich vorlian dene Bediirsniite. sondern Fördarung der politi scheu und oit recht kleinlichen Benrebuitgeii di- . :..set Parteien ohne Rncknchlnabme aut die mitl unter recht schwenviegenden Folgen in jetzt Staaiskunit in Leiierreich. Sie werden geboren, gehen nüchtern zur Schule leben, lieben mit Ucberiragung und Bit lanz, lteirareii init Vernuirst, werden ohne lieber« eilung ait und sterben ruhig, nachdem üe ihr Vernibgen verzinzi und ihren »tinder» zur :>lach ahinung Beispiele ihres Tuns gewieien. Sie regen sich selten aus, arbeiten sleiszigj. l.ui im Alter — sparsam zu leben.“ Ein Ting nur haben sie, das wie eine Wune .e i,t. Tie Abneigung gegen das ^eenide. ...iäii: gegen altejs, was fremde izt. Tein! nur sind sic unhold, der ihnen Neues, llebcrspanntes bringt. Ter ihnen Märchen und andere Narrheiten weist. Ter ihnen erzählt, das; es neben Gütererwerb auch das Glück des Wohl tuns gebe, daß cs auch schön sei, über die Men schcnsccle nachzudenkcn und dann milde zu urteilen: wenn es auch unbestritten bleibe, das; die Zuckcrpreisc interessanter wären. Solchen Vorspiegelungen, die dem guten, alten, wohlhenährlcii und darum hart herzigen ktzeistc der Stadt und der Leute schaden könnten, begegnen sie mit feindlichem Achselzucken. Es ist das eine Ting, das sie erregen kann. In Stunden der Langeweile, da der Erwerb ruhen inutz. gründcit sic Hilfsvereinc und häufcn die Sunniten, indem sic von eintönigen Bürgern, die in der Fremde, nicht mehr unter de!» ^u Eintlussc des Stadtgeines, vom!Wohltunsivalni- ׳in» gewagt sind, Beiträge beziehe», ne!׳auien .ibmmet!, unterstützen — die Pasie. enn das :־,eien ist ungewohnt und nnöe!ein. - Es tonimt aber auch vor, das; ein Armer .׳:was erhalt,' und wenn dieser dann ernannt »tt, treteu den Leuten Tranen der :linh:1.11.1 d.e ili.g.n :1 ugen ob der linend.ich.eu ilne. . nie. und sie ermahnen einander, nicht immer so e.sck,wenderisch zu sein: .,Man tut ickon gern, was .... Es kommen nur so viele, lind lieber. . .s das; ich dem Armen füni Piennige gebe, gebe ich ihm gar nichts. Tenn, wozu ibn beschämen? In Wahrheit sind die fünf Piennige gn, eeipart. Tenn — ״wer kann wissen?" ״Obwohl in der Bank soviel liegt, das Hans soviel wert ist . . . Wer kann wissen, was ino. gen kommt?" Oit schon kamen Fremde ins Land m. .ersuchten, das Licht des Gutscins zu verbreiten Tie Leute' der sterbenden Städte dulde es, das; die Fremden opferwillig sind. Es trän, "c weiter nicht, wenn der Arme aus ircinde Tasche ein Hühnchen i»> Topfe hat. Toch. es Mi.־ nicht beim Geben. Tie Fremden wollten .־!: Qlroft Auswahl!! G^nagogcwirnate auch Düs.erkuttc» und schöne seltene Gelrgenheitskäuie im Sp zialhaus für «tzuegoze inrn.-te Rudolf Goldstein, Wien, III. i^MiT54 1 Leleph«, 21990 (Ixtecnrbaa). Wiederverkänfer Rabatt I Reich illnftricrtc Preislisten!

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