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Jüdische Volksstimme · 1906-03-15 · 6 (15.3.1906) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Volksstimme
Volume
VII (1906)
Issue
6 (15.3.1906)
Date
1906-03-15
Page
[Seite] (sequence 2)
Language
German
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\ Indische sS*fl*(H|»mf Nr. 6 und "'11t und inordere und plünderte »liitsg und lapier. — — ־ 9ll׳cr— wie: leben wir nod) ■׳ Reiben wir du» alle» libetbanern fbnnen? — Ta•» i,t du» grünte tjunSer bei der Sache: dus! wir unsere» Tuten nicht ins "׳rab gesolg! lind. du!! wir uns selbst niilit den, vrrMu'ben glcuh gemacht haben, dus, wir »och du imir . . . , ׳ »Iber wozu sind wir du? Um unsere Tote» ׳,n beweinen. >1e n> rueiien - ,׳der sie nur durch andere C1"ev. wenn amt i'iir;(liigei,blute.;11 ver- . aeiii״y.Tie drehende t'teiahr een Mvrgen" — Je» .ver, trainim sich;»summe», und ei.» hnme'er Schnei entringt ׳ich der I» Nacht gehüllt,!׳ Seele: .."׳et,, in e» neel, nicht ,ן;״ז(',ן 'y Unh 11׳. eej noch iuchl genug de» vergossene» indischen 1J\«1e*. dum» t'ich unier Bell endlich uni sich ,.!bn bennne!«- - '.,ieeh ,ünhterluher ul» alle»!׳!«•׳ei d,n;ewe'eue 1't die "׳eiahr. welche linieren '!, :-ich.» Biiidern ihr ch,e 1,.1.1'Me ,luinn'i dreht. »Nun ׳ehe >1>h bien die >\1,1bl11m;»1.׳'e1ie der rum־ imen Negu׳.iii!g nu.h d.i! ..geichienllen Jreihenen" d,ü .'ndeil ,;..-..-iinber UN. Viderule Schirmern;״r N-t.'d:.;.::,-; d,, I::h.1: :-.,rde» u!» ..ineutrieiiseh״ dund den .;ege:, hie Inben ge ׳ . ני.: d.i ...hk.n tui'Vihen Männer״ ״•., .-.den:.- . e .e,׳:d.n1i.il. Nein Pobel an- , . -,',.:j!- ::.!'.:י durch K.!!:onen an der I!׳: . :•v::b..!. Ti. e״!i!e..e 5eh'c;1־aehe» Negieinngs Nelle״ nn Schnlb um e!,:e dir.lie d׳e Inben . i'ie.ii heilen ׳!.»;:». Und ׳,1׳ an׳ den ..Nuin e!! Nelle»" re!l>nen .:׳ i>1 ..de drvlzende indische '.'l.,e Nuite, Politik zu treiben, sie soll und! wird und mutz die Luden politisch denken lehre» u sie nicht Parias de» Staates. ,d sie lehren, datz ondern gleichberechii.ii uh.» Nell. lenii׳.. e. i ieni.» da» ׳ hl!'[,־. er,!'!; ,.1;^ 1e.’.1'ie:1 . :::un.:, ii ä u ״ ¬־,:ס -.iille» ו egen-1 : 1 e mimen I!eti.il 1■!׳. ז'tulMi: i-. .. id.ii.N. ,‘,.v.e!ne,,l׳e tigle Bürger desselben sind. Nil einem Wort: die nationale Autonomie sür die Ssterreichlichen Lude» ift eine Vorschule sür die kunstigen Bürger Neu-Zio»s. In streng logischer Gedanlenrcihe glaube ich hieniit bargelegt zu habe,), welche die Voraussichtlieben und wünschenswerten folgen unseres Streben» sein dürsten. Ein wenig verspätet haben sich diese Ausführungen wohl insosern als am heutigen Tage die Wahlvorlage Gegeiiitanb der parlamentarischen Verhanblnnge» bildet und diele dem Herzenswünsche der Völker Österreich», »nd soinit auch dem der Inden, oer nationalen Autonomie keine Nechnung getragen hat. Nicht verspätet aber i't e» sür X'eilte in deren Kopie» noch immer keine Klarheit herrscht, die noch immer und immer in der nationalen Judenknrie ein .neue» ''׳hello" erblirke». Und leider — ein Artikel diese» Blaue» vom 15. Jebrnar hat ge;eigt — ׳telien solche Heute uüch in unseren Reihen. Ich will liier nicht gegen de» Schreiber jenes geii'tvollen Artikel» polemisiere», .aber ich mutz doch sagen, datz er über wenig Über;c»gu»gskrait uersügt. Einige wenige £ teilen mutz Ich aber doch einer Würdigung nn1er;iehen. E»!heitzl da: ..">l»nbt jeinand im Ernst daran, datz ein oder;ivei jüdische Abgeordnete, mehr werde» ja in einem Ausschüsse nicht ׳inen. 111 dem e.genilich die Geseke gemacht werden, im'iunde sein iverden. da» Zustandekommen von Bedingungen in hindern, der^n Inhalt sich direkt oder indirekt gegen die Juden richtet." Nein, du» wird er nicht Ibnneu! A.׳er er ivird;eigen, datz es teilte gibt, dw!üdisch! Interessen wahren.! ebenso .wie d׳-e Sozialdemokra en Arbeiterschadliche! >'>e׳etze nicht un;nhullen verriögen. sondern der. Negierung und den anderen könne» und wolle», das; es treler der Arbeiter gibt. Wert. und wenn auch nur n! nicht geleugnet werde» könne» knabe» sind, das wissen wir 'i Uiditrrfiilltr lUiuifriir. ׳:: ׳. .-׳!: de, Ei:i,.tu:!g d.i!1:1, t't e» möglich unser Vo»ki :.: ׳:׳,׳.:!! eiilelireiiden S he,,:'.,׳ein 1 n f!1!׳M. A!׳o!!'.׳ nein ■e,Tj . ii :.r .'er :iidi'ch.» Ainoiiomie:! 7 : Jude:- lehren ,ellnändig.;um Schlüsse glaube in meinen obigen!ei! besseren Nut ge r ׳■ "׳: ,i 'e Bewegung nahm ihren Ion 1 ' ׳:׳b . End., und Null׳ irut linier, N. : :'•״.her Vage der Juden -.derl ■ .;;•'at. ‘! i> :יי' ־.־־■׳׳!me herii״.:.: eitel Jreude i : :.! ׳ .:׳.• w nd h.'t'trä. 1 und eine ihrer 11׳ den hingen des Königs. ■ : .׳ ׳:<1.;.׳!־;, '."nei; nn:׳ >mi ׳erben hi.'di .. .׳׳ or:e: .1 'eben von der Cberiläthe : ' : .־ . Stadt Sn'u 11H.i1-.to und war ä m ״'! e '׳״e-en gewo.den bei den Inden 1 .׳׳ .!:!ve!:!i einer der ihren Mini'ier und ׳:: ״ .׳d.׳:n , :> Trden;» Teil geworden, als 1!!!.׳!.':! •״!.־ ׳.:* :.׳.״ worden waren. Ta» ver ׳:'׳ ־:■־.■ ■' ־. ,:■::au und versende» es in alle h-änder. :::׳!:.1... ׳:, -Ich atllil'eliger Nutze hin. hin: wenige waren es. die nicht leilnahme» i 7 ׳,׳.׳: .:llaeme:.::,׳:: h'n't. datz ein Jupe Minister i-.'-d.n. Sie iahen dum-l .■e-aman und seine 01.::׳ l .ch ״ichivertilgt. e׳־;! Ändere» hatten mc hnie ,leite» gelehrt, ■e neu erwachten!:idischeu Kräne, die ihren eind.i! die Stirne geieigi. jietze» sie Nicht ver- :!len ::: eitle Täuschung. Sie.liehen sich nicht de!::׳.hin von den beiiern Tagen und gaben schönere ,׳::» de::: Inh >11e der ,seil. Wenige Ighre tzuch jeüen Ereignissen ward : ^W-lle;::>׳ T.tr: d׳ scharten ׳ich ׳!"""Männer :: . E'r.1. den grotzen Inden, den h'ehrer und :■>■׳!.:. Sie;;׳ge» hinaus den weiten Weg ״;» 1, :!-.׳ h:nd. Ta!ernten ne uni die eigne .Kra-i ׳.::aiie:• b:> lernten üc aiiel:! unch;en und frohlocken» Abgeordnelen jagen in diesem Hanie Ver lind datz da» einen oralisch.n Hai. wird atz wir Prügel hon lange, das״ Halle man »ns 1,11״ einmal in erneu Zeitungsarlikel er;ählen müssen. Aber wir wollt» einmal doch itolze Tente werden, »nd wen» wir scion verbrannt iverden mui'en — ich;iliere _ woll n wir es als gleich b.re.htigie 'Burger werden. Un! ch. der ich ielb'i ,׳hon:׳, bin Tarlegungen den Ironiiten ei ,leben;11 haben als Herr "!nlig. der da meint ..er ::׳׳:׳.- Nai״ ihn aber wahrscheinlich nicht sagen will! Es soll die gegenwärtige: Bewegung!>! Titer reich;11,׳ Iolge haben: Ui, tersiü 1,»»g und :l> e >׳ r g a n is a, i o 11 der zi os, i i, i s ch e n A g i 1 a - i jon und Weiiersnhrung und Eni wich '.»ng de»;,onis,iiehe 1, Progra 11,11,es a 11 s r eal p o l, 11 i cher ,י) r ,11, t! 11, g e. Welchen ",weck hat Sie Inatiouale Äntonomie und Ner,-etnng ihr die oiierrtichssehen Juden, besser gesagt, welche» '»,d die vora»:»׳ich1I1ch wünschen»- werten Jolgen üir dieselben. Vor allen Tingen. und das i'i an eine Stelle;11 ie,:c!1 und an erster Stelle;u betonen, mutz es ansböreis. datz die Inden von einem Volke als nationale» Kampsunnel gegen ein andere» ansgeipielt werden. Tenn wenn die Juden jetzt. auch nicht mehr, wie der Terminus lautet, ״da» ">ü»g!ein an der Wagg״ bilden, io bilden ne ja doch, ״ach der mäbniehdi, Wahlordnung eine Verstärkung der denlschen einfrieils in halbdeutschen Beprken. eine Verstärkung de« Tschechen andererseits — Und >o Ü, -es auch »1 allen anderen liegenden. Siet» aber werden die Jndetz am sremdnaiionalen Polit!s,eren teilnehmen.müssen, sie werden jetzt nicht mehr Kompromitzvolitik. jorder» einsach deutsche, tschechische und dergleichen- oder gar keine Politik mache» können und iuinen. kältiiiiie ungeiähr liegen, iobald ..nationale Ver iretuiige»" eingcsührl werden. Also diesen Mitzhrauch mir unserem Volke hi»1an;»h>Ite». es zu verhindern, datz man uns als Trumps ,.ege» den Gegner ansspielr, das soll und mutz da, erste Nesultat einer ,üdischeu Vertretung lcuu Tann aber werden die Inden politisch reis sein. Ten» es ist eme alte Sache: ..Wenn einem duich Jahrzehnte gewisse Meinungen iuggeriert werde 1. so geschieht es. datz man dieie bald als seine ,igenen glaubt." Mit aiideren Worte»: Iahrzehnv lang haben die Juden einen iremdr» politischen A ker bestellt, haben sie 1h׳.׳en eigenen unbestellt gelassen, so datz sie über- Haupt nicht wissen, was es heitzt sür sich selbst Politik;» mache», i i c 1, a 1 i 01! a 1 c 91!1101! 0 m i e wird und soll die Jude» politüch frei, reif und ieIbnändig »1 uchei,. Wenn die Jude» dies Und. dann werden un)! müssen sie auch die Jolggrichtigleit. Noiweiidigkiit und Ezistenzbercchti So dürsten die Vergung des Zionismus auch einsehen. So wird und muß sie. wie eben gesagt, politisch reis machen und ist schon aus diese», Grunde ein gut Teil jener agitatorische» Tätigkeit, die der Zionismus mit den, Schkägwortc ״Gcgenwartsarbeit" bezeichnet. Denn ein moderner Staat»— und ei» solcher soll Neu ziou werden — braucht nicht nur Ackerbau, Judustrielle Handelstreibrudc:c., sondern »aturnotwendig auch Politiker. Und solche zählt das jüdische Volk derzeit recht wenige. Wohlgemerktü Politiker, real« Politiker!! Und da komme ich denn wieder zu dem. was der Agitation für die nationale Autonomie, aber auch der sür den Zionismus ״,angelte, zum Programm. Ich darf »,ich hier nicht erkühnen mit einem iolche» hervortreten zu wollen. . vir irrichsratswal>lrrform und die Juörit! Neu Tr. Theodor &aa#, Brünn. Tie Negierung hat endlich, die schon seit längerem angekündtgie. von den Parteien mit ver schiedeneii Gesühken erwartete Vorlage betressend die Neichsratswahlresorm dem 9lbgeordnetenkaus unterbicilei. Selbslversiändlrch befassen sich die politischen Blauer aller Nationen und Parteien mit dieser Angelegenheit und schildern die voraussichtliche״ Bor und Nachteile der Wahlresorm. 9luch wir wollen liieinit den Einslus; der projeklierlen Reichsraiswahlvrdnuiig aus die Jndeuschasl zu skizziere» veriiiche». Bei der bekannte» deinolratüchen Beranlagung der Inden »nierliegt es wohl keinem Zweitel, das: die Eiistühruiig des allgemeine» Wahlrechtes von denselben ״n allgemeine» warm begrüßt wird,;umal wir den bisherige». nunmehr abgeschanien Kurie» des alte» Neichsrates keine Träne »ach;» weinen haben. Tie Veiireter des Großgrundbesitzes,;um grötzten Teile klerikal gesinnt, haben niemals ein besonderes Enlgegenkonlmen de» Juden gegen über beiviejen. ivenn sie es auch unter ihrer Würde tank1 .«׳» den rüden Ton der Ehristlich-soziälei, »nd Alideulschen zu verfallen. T ie Vertreter der Handel s- und l'i e w c r b e fam 1,1er 11 waren wohl in gewisse» Bezirlen. in denen die Inden einen enlicheidende» Einfluß Hanen, niilmiler Juden, in der Regel standen sie jedoch im h'ager der deutichliberalen Partei oder des Pi'lenklubs und glaubten als solche in erster Linie die Interessen des Teutichtums. respektive Polenliinis vertreten zu miissen. iodatz die Zeit, welche ihnen;»r Wahrung der Interessen ihrer Glaubens genossen übrig blieb, gewöhnlich nur sehr karg de mesieii war. lind die Herren hätte» gewiß Gelegen he« gelzabt. sich der Jnleresien der jüdischen Handels und "ihwerbcireiheiidcii anznnehmen. da diesen dnich: "ieieize und Gesetzesnovellen färischreitende Schwierig feiten bereitet und Beichränkungen anserlegt werden. Eine rühmliche 91us»ahme hat ans diesem Gebiete der Abgeordnete der Ezernvwitzer Handels- und Gewebdekammer. Herr Tr. Slraucher gebildet. Tie weiteren Wahlknrie» des Reichsrates, die Städte- und Landgemeinde» werden nun mehr mit der allgemeinen Wählerklaiie verschmelzen. Tie Scheidung von Städten und Landgemeinden blieb bestehen, die bisherigen Beschränkniige» bezüglich der Wahlberechtigung werden jedoch ausgetzvben und die in der allgemeinen Wätzlerklasie dnrchgesützrten Prinzipien der allge meinen Watzlberechiignng aus die Städte und Landgemeindenkurien übertragen. Ter Eiiislntz der Inden ist hiedurch, speziell in den westlichen Kronländern, gesunken. Denn bis her waren die Juden als Steuerträger fast ausschließlich Wähler, während dieNichtwahlberechtigte» sich hauptsächlich ans der christlichen Bevölkernng rekrutierten. Ta nunmehr jede Person männlichen Geschiechkes wahlberechtigt ieiu wird, welche das 24. Lebensjahr znrückgelegt hat. österreichischer Staatsbürger ist und >>! der Gemeinde, in welcher das Wahlrechr ausznüben ist. seit mindestens einem Jahre wohnt, sinkt der Prozentiatz der Juden in der Wählerschaft, und insolgedesse» naturgemäß ihr Einfiutz. ,freilich kan» dieser Umstand ״ns nicht veraiilassen. unsere Shmpathie» sür das allgemeiiul Wahlrecht einzuschränken, da mir aus dem Prinzipil der Gleichberechtigung auf jedem Gebiete stehen! Gleichberechtigung für uns beanspruchen und iolche anderen zu gewähren geneigt sind. Ter Einslus; der Juden ist abhängig von ihrer 9ln;ahl. In den 9llpenländern, wo sie außer Wien, nur spärlich in den Landeshauptstädten und einigen wenigen größeren Orten wohnen, ist ibr

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