Jüdische Volksstimme
- Journal
- Jüdische Volksstimme
- Volume
- V (1904)
- Issue
- 19 (1.10.1904)
- Date
- 1904-10-01
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
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*ett junirfei nbett.‘ Ltljiim tic eilt hrp dir ihm form Aüdis-He Bolksktimme Nr 19 wartet nicht mehr bis der Aerocho über dir Thora ipricht, aber i» strammer Crbmiiu! hat im dunkeln Drange wie immer dar Nichtiges zwischen den venchiedenen ,üblichen Verbindungen, ersaßt sie ist sich ganz im »eiste unserer Zeit der, an die man gleich denkt, kenn,, sondern weis!, ime nationalen Ausgabe des jüdischen Volkes bewusst! hohl und leer unser ,ogenannter «lalz und unsere geworden und 'gellt mit jugendlichem Mute und! sogenannte Hosjnung drinnen aussteht, ^der wird mir jiiiieiiMidHT Begeisterung an die Ausführung.! jedes Wort der .Sinti( über die jüdische!Lludeiucnliniere',üdiiche Jugend hat' wieder ihr Ideal im , schatt als ein Weekrus, als cur Notsignal ansei,en. südliche,! Bolke,״im' jüdischen Geiste, im jüdischen! Sehen so die angeblichen Aposiql der jüdischen Ne- Leben gesunden sie geht nicht mehr zu 'anderen naissanze aus. Ist das die Vermählung jüdisch,r Nationen »nt si-t, deren Ideal zu erborgen und zu! Wellanichauung mit europäischer Kultur? Babel erbetieln, sie macht nicht mehr um heil Preis, sich ׳ hat einmal solche Juden, solche Kulturapostel geselbst ihr Volk, ihren Namen, ihren Gott, 'ihre! habt. Aber diese waren es nicht, welche ibre Geschichte und ihre Vergangenheit zu verraten und: Harseii an den Weiden zerbrachen. E» ist unglanbzu verleugnen, de. Fiemdi-Ii Anleihe». Sie erkennt i lich wie die zionistischen Kreise diesem Formcllr.nn den Neichtnm im eigenen Hause, im eigenen Volkes oh ne jeden nationalen Inhalt aus den nach dem wahre» Gej «,d pflegt und genies-.t ihn, und wir können mit! Leim gehen. drängt zur Tböra, .zu: Stolz men: Glücklich untere Jugend, das; sich! Man betont jetzt neuerlich, Herzl hätte den itionaläute, zu dem geistigen Schatze,das Vllnr ihrer piicht zu scheimen hat! GlücklichiZiont.smus als die Nückkehr zum Judentum vor der eben Volkes Sie lindierl emsig die hebrä j das Alter, gluckneki unsere Zeit, das! sie sich ihrer Nnckkehr in das Iiidcnland bezeichnet. Er hätte die > rache. unrjden ןiiöitdven Geist, das südliche! singend nicht zu schauten hat, das; sie stolz aus i gegenseitigen Begeiferungen und Befehdungen der en;iidiichen Gedank-.n an der Wurzel zu! ibre Jugend sein kann lind in der Jugend ver- Ltudenten beklagt. Wie gedenken jiiuri die Studenten ichd dann das jüdische Leben, das jüdische i tranensvoll die Hotinung atti d I e schönste ihres anerkannten-jiführ rr? «ot^el ich erkennen nnd sich 11 Ib 't zu erneuern und zu verjüngen! 'glückliche Zukuntt sieht und sehen dars!! beobachten kinnile, haben gewisse «ludente« .den echt;itütiche Jugend, io glaubt Das beveutetl .Kol hanneurini״.!■ jiröi' uerlen,. Dod. die -rotenscier sogar als ,inen neuen Aulas; . zu protzen benützt, statt ihrem Schmerze in taktvoller und diskreter Weise Ausdruck zu j geben. Will >r tu das Ende.-den willigen Znsammenbruch, das Bei seblte und die Verirrung der altersschwachen vitt in nzigjährignn Retorm oder Asiimilations gemeind : ieben. da betrachte man nur ausuterkiam l'ere lugend. 1H1I Gebaren, ihr Treiben! Das ist eine g>i >z andere lzugend. eine ganz neue ,!zugend gewvrdl 1. sie drejngt und stiirmt und wogt und lagt au h nach Värjüngnng des Judentums n, wir richtiger des jüdischen Volkes aber nicht intet einem sal-chen Schemen, ch einem Hemden bunten Lappen, ne strebt n jitdiichen Geiste. zuSenipms, sie d 1 tan dteie chauspsi wie die ttlen (vebeine lebendie e Sic ütulirntcn. el vor den eigenen Augen aus in der Vision Ezeen Körpern geivoiden und aus zlillit nehen. w.il der Hauch Gottes, der t!-.he - Goi lesgeist in ne gesahren. Diese lugend iuch! sich nicht zu mvüerni von den jüdiichen Eltern, vom .... . . . ... hon ׳einer alten Geschichte durch ttgen in direkt ״Luit". Ich aber bin zum Urteilen . denen Verbindungen. oder in! L;e tae nich: 11> nach d,' Hai: dem ,9 des jitd tiche 2 Leben, iaiien Volk a Sieb; mal; da geiubrt chi.is eie.iü i a.ie; iil'.'ir. Heren. 1!td!-eoen dl. Ta.i binduog: -.nd.m i gründet, tne.s'.'g t!;r\t ־-.;!» ilnr e.l.s .!-aus bi snd-o.i-. ,Hochbure kiur iliglt Svracki.!des 1 tiölf man da I noch Tieik uniere. , l -.1 kl! n 1 ׳ s g. in; n limlir nb. die'e oderl,eite in ״beim- GZ brechen.!Sie WZ:;udl-ch.r f'ietn, .!! Illd:-e!!e Ulbrel d i» r Nanonal ,ifdi-ehe d.m ne Volke, sich los .;eduld-.t l indiiä jüd-o'ch >-,!1 und auch im religio!!!! her noch stolkslian des ju etwa - agt, um tu einer arischen Ver-. legitimiert. Ich habe bei jeder unpassenden Gelegen--! Zii werden, sie modernisiert sich, bett die Makkabäer durch die bieiseuchten Lippen bleibt, iudiieche Verbtndunge» hliörder! und drei Slunüetk nachher meine Freunde leht und südlich schlägt, südlich.— die modernen Trägei der südlich ethischen Welt-, .;elr,::: VI.:. rat; dl v£1;־!rn zu -.-.zubch ii'i-.dH ie!n t!1:1:0, r.-v u'-nn wij ans!ü:r »ni niete il i^plillm. e E ,ו;es modeti alir en, itzs Miln׳ l-.tl: d; v't״ den ..Alle et e׳'.'ia schon Schreis׳ g-eh ׳der! tiammu 1.1 r.ufu׳rj. Die Herren Junker und die Herzen Studenten ' rümpten über!eben die hochinvgende Naie, der nicht tbresgleickieu tit und das Urteil jener minderwer- An ihren Frnchien könnt ihr sic erkennen. I.de Vetticfung des nationalen Gedankens ist dieser nur deni Elan, dem Aufsallen gemidmetcu Studenter.. schast sremd und unverständlich. ׳Desto größer aber in die Zahl der Nachbaislrcitigkeiten der vcrich:: stidii-ch i^uritäitdig studiert. Sie tüo!.1Gi׳a:1ie, vielleicht nicht so T tauge, aber weil das Gottesum,!׳ t das einzig vorhandene in, w-tt es noch die Zinzige;ichnaiionairn Genies in. weil deniich, iondern b.bräiich, die chen Volkes gehört wird, weil unvertälscht>r Jude sein kann. Ingei.d, -iniiere Hossuliilg. nni-re wird sich iväier einmal nid», »!;:׳che L:.e er und iisebele, über -erIle MollZei: lind Lt'ernsnelodie -.rdip-.i: 1:1tS d;e Zlopne zcria-g-.n: Weis in sudi'ch. -was itt iS IN zi-.diiche Miinn. was in >s glior: in uii'-.v Goites-Hans. H.-iliai.1»1. Was aeer nn: einna-3 el!lg.-i.-l>magzel: iii.;isLiiche.l Ur'vrungs'i.mrel a.: lieh ans dl IN Ilidiichen iNi'tt.sbanie 111' jndli.ben Leb.» blnans, das er -erne b.eibeii. moderne;udi'ch.- Illl »ui!br.l» ,>-eu< rettet r» u!:: ii.li ivr!. lehrt ir-as iiiodev.l |1;D1irt1 1 nochnich! wußl-en anichanung. die Bekämpjer der Asiimilaeion. des Hellenisnins 11 i. w. von der .Mneiv. in das verrnsenne Nachieaie degleirct. Allerdings nnzer Wahrnng der doppelten Buchführiing — vorher ״Eouleur ab!" Ich habe unler angeblicher Wahrung aller Duellregi-lii mich mit eine,» Polen deshalb geichlage״, weil ich aut der Straße ihn ,l'V 1 krew Zedzi־ sagen hörte. Ich ivar ein geinchler Sekundant, weil ich es rernaikd gegen alle Duellregeln und gegen den piimiiivsten B-egtiii der Nitterlichkeit d.nt Elegner Hiebe .beim Duell ״herauszilfangen". Ich habe wäbtend meines Praiiditims imnl.r die llieptäientattonsanigaben in echt lindentischer Äei'e gelöst. Ich wußte m-.-tni Verbitidinig b-.i allen.V.riamm liiiigen. Makkabäerteiern und nndiren Prvpg-.-legenheilen aus die Einade oder sonn wo kinauiziidrliigen, daniil iie vom Piibliknm gesehen iiiid i» ihrer Strammheu beivnndett w>rde, wenn aber der eine oder der andere hinnniergehen. Ipollle zu seinen Wir kennen zweierlei studcnlische .Morporaiignen Beruht diese Eiitteilung vielleicht aus dem .Mullurgegeniap ve'N sst und West im Judentum? Lllgt der hiegensatz beider Nichtungejt etwa in ihrer Stellung in der .Molöniialionstrisge, sind die einen etwa Anhänger des Multurzivnisiisus Achad Haams, die andere» politische Zionisten? .Nein! Wir teilen die jüdisch »alionalen Stiidentenkorporationen in ichlageiide. und nichtschlagendc ein, Ans der Eäiur kann man aus den Nylhmnr schließen! Wohin Heuert die Studc»tenicha;t und was will sie sur ihr Volk leisten? Vergeudet sie ihre -Mtäste an. Neben׳ächlich!e,tcn ödes. arbeitet sie am iauiende» Webnuhl der Zeit? Gibt es ein anderes Mittel eine Arbeit. w;e die unirige, die nicht mit der Haaid. nicht mit der Art, nicht mit der Kanone zu leiüen ist, gründlicher und ernstlicher zu sördern, als irdem man gelinge .MrZite iainnielt und ansdildet? Bsas macht uniere Studeiiienichast??Inch sie pilegt eiacn Geist aber'den — Korpsgeist. Sein Val er ist die .Wehrhastigken" ile. k_>e les vvrlxreiiet? er. ter Ntbbi. ist 1e׳'er und ii-pi Als die Wiener ,üdiiche,Lljudcntcnschait sich VeNvank-ten. nn, sie sur die Bewegung heranziizieheil - entiehloß den Vorwurf der sz-eigheik nun mehr nb od,r in dte Menge um die in llnordnung geraienc»! zuichiittelli und den Säbel in die Hand zu nehuun. Neid.» zu ordiieu, gab ich iiieiii,!!! Nnmute darüber! tat ne einen Schritt der E.hren jj o I w ehr. Z:e liuiu-r in Iil-.hr oder miuder geeigiilier W-.i'e v'lus- Hai sich dadurch gewiß um dte Anerkennung unier,r drill!. Denn jeder von der Schaubühne verjchwnn- Nalionalila! Berdiensie erworben und ich wäre der dliil- ״Bur'ch" schwäch!,- die Nelken der lliepräienletzte, der Ehrennotwehr getadelt hätte. Ein Mem'ch.!ln,:-::. Die ganze Linde,ilenichasl wußte, daß ich der!'eilte Ehre -verteidigt, adelt teilte» Charakter ein ichneidtgt-? Kerl iei und ich genoß auch die ge-s Aber die-jiidtichen Ltudciiteii, wenn sie auch ansangs bührendl- Achtung und den einende» .Haß. Kiirzum in Zeiten, wo sie noch ei» ausschließlich nationaler tch bin legitiim-.-rt in Ltudrnt-.niacheii mitznieden. Denke,! dehettjcht haben ״lochte, aus dem Adel ihrer Dai; aber über dl,ie Dinge eiiimal die Debatte! Periönlichklit zum Säbel griffen, wurden bald anders, eröiinet werde, in koch an der Zeit, soll der Schaden, Sie schlugen die Duelle nicht mehr ihretwegen, .^ den sie anrichten, nicht noch großer , werden. Wer! sondern!der andern wegen, damit die aiidern j-.pige jiidi'chl- >,»gcnd aber nicht bloß diese äußerlichen Mißhelligkeilen j sie für ivl'hrhast Hallen, damit hie andern an ——————— |ihre Mannhastigkl-it glauben, kurz stm den anderen Deine, 1, Manne unter einem Dache zu wohnen . . . i etwas zu bewelje». Wodurch unteirschieden sie sich Du bin g.ichieden . .. . Und mußt iogleich dieses i dann aber z! B. von den üeutjchets -Staatsdürgern z.taus verlassen . . .! tuoiaiichei, Glaubens, welche auch!den Antiiem ten lelid r,ißt die iie. was ist. was und!acht lag!,- man reu ,intger Zeit 1>fi ilugenü sich nicht mehr von den .len laßt und nn Gegenteile die Ellern uili.-rtzimiiit. io hat dieses Übel auch fragt nun der ichon m- und Brille aus n;-!11!;tun iv! ״'1:11:■!.•, .. tberlspricht .nun der Nabbi Gemahl . ״ireili, sie!:-.:b.r..." - - י i-.id ihr?" mit der Schreiber.' Der Kranke^ önnei »!!>,- Augen und schaut i beweisen wollen, daß stc gute Stäaisbürger seien, ieine L.-b.-״kgenos1in an -- znm letztenmal. . . ' Selbstverständlich — sur jeden in der jüdischen "ieh . . . sie entfernt sich und scheide, von ihrem Geichichte gcichulien selbstverständlich — mißlang ־ ■־ terl'ii-.ie hält den 1 ד ׳.and rjt aett nud.I den iibeitKbiui Änch -'>r; Du' ge- ::1:0 Die iall-J das.Mli'v'eu l t'-.llv»!Punk: zu wäiiken . ..Hierin Ten ..-Hi—^r in t.Mrall!. nael ' . ..U110I DU laubi" ichlhlßt der ..Und!. edlr—mdnn er und Mine Hände! Tie Augen des Kranken sind zur Hältte dir, sfrau, welche l schlossen und Tränen glitzern in deüielden . . zu kmpsangen. beben! Plötzlich, horch, wir!r ein furchtbares Stöhnen!res H.rzcns. ist vlNichmbar . . .!hörbar ... .it an der Wand beginnen eben- Ter Kranke liegt in den letzte» Zügen. vnnet noch einmal seine Augen und'schließt sie --,׳ung ״von nun 1 vocht Hä!tde Ein geheimnisvolles .Halbdunkel hertichl in - —״ z— ( de»! Gemach . . . Aus ’ der Wand erzittern nach cheidebnes in seiner!zwei Helle Pünktchen sireibties." iagt der Rnbdi vor.; wir . . . immer . Lei» Frei briei." siammell der! Er wird von hsn von ';etzl an Jedermann er- Nabbi. » - - . bin . .. . von jetzt an -kaubl," spricht der Kranke.!freit und scheidet von Da Welt seinen irdischen Schmerzen be- ׳ die letzten zwei s Wewirl!" ipricht jetzt der Schreiber,!s Dtr nicht mehr gestattet, mit schied Die zn diciem Augenblick verichwinden auch!ei Hellen Pünktchen von der Wand . . . rönne ist untergegangen auch sie Es herrscht nun völlige Dunkelheit. drnnn. Helnnch MaikidKl der Beweis. Waren sie nicht seig. jo waren sie 1atissaktionsiinsähig. Wie? Wall! ihr dagegen Beweile erbringen? j Man kann schon an Vieser Dar unserer stlide» tischen Jugend den Geist erkennen, der uniere ״ichlageiide" Sludentenjchast beherrscht und Deit Zusammenhang mit unseren nativnalen Tradiliviien und Bestrebungen sich kebhast vorstttlen. Man täte aber unseren Studenten entschieden Unrecht, spräche man nicht auch besonders von dem Korpsgeistc. Um seine Ehre zu verteidigen, muh man immer erst angegriffen werden, was bei dem Umstande, als dem Herrn stuck, rneck. Jonas Rosmarin, wie ich meinen wehrhaften Zionsbrudeir nennen will, nur wenige Leute besondere Aufmerksamkeit schenken dürsten, den genannten Herrn kaum oft zwingen wird den Säbel zu ergreifen. Um aber der Welt, der judenseindkichcn Welt zu zeigen, daß man nicht feig, sondern wehrhast ist, muß man immer kampsbereit ״parat", jmmer entzündlich »nd bei der leijcsten Berührung oder ״Firage" explosionsfähig 11 t,t y ^erlanget überall die ״R EVU E“, Organ der KultusgemeindenT