Jüdische Volksstimme
- Journal
- Jüdische Volksstimme
- Volume
- V (1904)
- Issue
- 16 (15.8.1904)
- Date
- 1904-08-15
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
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< :eile br;1ju11£| der .«ontinuität nicht vertragen, jo Dürfte uir den in» wir 1 ,!11׳ »,1 - Nt» I Jüdische Bolksstiiinne Nr lg die'nächsie Zeit, höchiiwahrschcintich auch nach .'!ongreß da; Wiener Aluons-.etomilee werter-!icren." Aus di-.ien lind anderen Gründen. wollt desi'er rein, den, .;iongreß noch hinauslieden. bi; vielleicht inzwischen auch die geeig- Männer für die einzelnen Polten erkannt werden, len rein.; yi leinen, nicht blt'f; ein :'lim zu baden, i klingen zugegeben. Dieser Perhalte» der Blatter, die auch zur Arbeit iälirg lind, Es soll bisher)iowic unzähliger Personen, welche bi« nun dein!er zionisii'che» r rgani'ation nicht ilniuer so I Zionismus gänzlich ferne gestanden sind und die gew sen sein. Dekorative Personen könne» wir aber!doch ein wenig Scham darüber enipsunden haben. .tkuns: »och weniger brauchen als bisher, da!vir nun d!e Arbeilskraii und Arbeiissähigkeil :ü.sedor Herils zu erieycn habe» Bestimmtheit als Basis der JuDensrage scstgelegien Prämissen zu erkennen. Auch können die Verfass,!, noch nicht ganz die Bosheit verlAigne», mit welch.! früher uns die Sozialdemokraten cntgegengekommen sind, und legen sich die Ursachen des Zionismus noch aus ihre Art zurecht. B e r n st c i n erklärt »och immer, der Zionismus sei eine Vereinigung dir alten Sehnsucht ״nsercr frommen nach Zivi, »»- der geschäftlichen Schlauheit, dem Grundzuge di« ghcttojüdischen Charakter«. Nur durch Ausnüüi!:!,; dieser beiden;' Faktoren sei die Gründung unterer .golonialbank möglich gewesen. Bernstein spotte, __ noch immer über den Verkehr Herzls mir dag sic die zroirrnriche .tililturarbeit bi; nun ignoriert, r krönten Häuptern, indem er vermutet, das; die!;a sogar betämp'l habe״, in ei» erfreulicher Beweis ■ bin Audienzen gewechselte» Worte ^sich bloß .:» tragische Ereignis, welches uns betroffen hat, genötigt, dem Zionismus einige Zeilen zu widmen. Wir müssen nun vor allem mit grösiter Besriedigung konslatieren, dag die meisten.tiritikcn des Zionismus im.allgemeinen in äußerst sympathischem Tone gehalten waren: mit Worten wärmster Anerkennung für nrrierc iriieigennrihigen Bestrebungen Jedenfalls werde» nur Männer zu!wurde die Erislcnzbcrcchligung des Zionismus entdenen cs darin» zu tun ist, wirklich \ weder schlechthin, oder doch mit gewissen Einsckrän iiir da; Ernarke» unserer Bewegung und regt in:das Weiter gedreht haben: für die Würdigung der uns neuerlich die in de» l e p icn I a hr c n v, cl Tatsache, daß ein Jude als Vertreter des jüdisch: n -;» sehr vernachlässigte Fragdarüber Volkes von .tivuigcn und Ministern empfangen wirs. Versiebendes ,»>1; bereits niedergeschrieben, als ״ , ׳,״״!ui-liiu-r Weile die heule noch im hat der Verfasser gar kein Verständnis. Er bezeichn.! Jr.d'.'.y. Rundschau" einen Auszug aus einer f 0 \ 1 a I be in 0 f r a 1 i f di en oder deulschii adas Herzliche Prograiuni als Utopie, und sind.1 ■tum des Präsidenten der deutschen Lands-:,, ״ n " ן e " ,ן,"׳ tr stehenden Juden f ü r den'einen wesentlichen Unterschied zwischen dem Bas.l.r ,scha.it über die Neuorganisation brachte. Auch Zionismus 'gewonnen werden k o II »I e n, Programm und dem Ugandoprojckt. Er veiiili:», Bodenbiimer fordert die Trennung der Funk- )״»ml ,vir sehen. das; endlich auch von anderer, und l zwar, das; England in seiner berüchtigten Lp.!.::.! » Herzls und Übertragung, an mehrere ),״״'r von soz!alde»,okratiichcr Seite in Erkeniilni; llviiswut die Jude» nur zum ״Trockenwohnen" ->ncr. als Präsidenten neu zu bildender sozialen Mlfsion de« Zidnismu» Annäherung«-׳Lande» ausnüycn wolle, im allgemeinen ich.»-, die!ich fachlich ״ii: de» hier vorge-! versuche gemacht werden s jedoch bet dem Verfasser die Überzeugung;.:>״ In Pernerilorsers Monatshefte» ,Deutsche^ Durchbruch gelangt zu sein, daß die Schaffung eir.r Worte. Juliheil l'.mg, verössenilichten zwei sozialrechtlich gesicherten Heimstätte für das jüdische Volk demokratische Sludenlen Richard Bernstein und Arthur r'.i je eine» Artikel, betitelt: I, ״Die Soz 1 a l d e m o k r a l i e ii n d die L v i 11 n g der I 11d c n f r a g e durch p l a n 1» ä ß i g e A »s 1 e d l u » g des jüdischen Volkes" und II. ״Tie Bails des Zionismus". P.r •-::11־ י . i 1111:111.;01 . ל vielfach berühren Nur übernimmt. Sodenheimer Sie r rgaiwation allein bas engere! ns.ltomitee, wahrend irgend Ivclche' Angaben F::::!:1onen de; großen Akiions.liomiiees in t.«| cnu”V fehle» Die Präsidenten der von!-..::ne-, vorge'chlaginen Ausielmsse vereinigen 1:7 de!:׳ .׳ ..Ttrektvrium des Atiionsue foiiiilDnuolirntifilif Stimmen itlicr l>rn Üiliilisiinls. siet׳ den ein Ziel sei, auss innigste zu wünsche». Die 3 Programm sei mit dem sozialistischen vereinbar. Der Aiitiiemilismus habe bis heute die Eiitizsictl:,!:.; der iozialdemokratischen Bewegung gehemmt, zcilu׳:.׳',- sogar zum Stillstand gebracht. Die Uischinew.r :Erzesse seien von der russischen Regierung zur A:!:- j Pernersiorsii 1'agt in seinem Vorwort zu die'en rollung der sozialistischen Ideen angestistet wo:d..-. : beiden Artikeln, das;' dieselben durch liefen Erlist, die Prozesse von .ziischiiiem und Homcl seien Farcen! gerade Pssenheil und durch eine gewisse liderlegenbeit. Es wird zwar vom Verfasser die Ansicht Rorda::; :die in dem. Mangel an jeglicher Senlinienialität bestritten, die meisten Angehörigen unseres Voll.; liegt, ersreultch Ivirken, Nichtig ist nun, daß von seien ״Luslmenschen", doch gibt, er die Tatsache i -,..-1. ״ :: ז:. iv!.•״. - sozlaldeinokraii'cher Seite den jüdischen Führer» der daß dort, wo Juden zur Arbeit zugclassen werden, od Herzls ha: uns alle mit Machl , Sozialdemokraten sicher wohl »och nie IN io klarer:sie die Ursache der härteste» Lohndrücker!.׳! bilden. >!-.:11 wahrhafter Zionisi hat cs unier-. Wette dargelegi wurde, wie verächtlich das Bestreben Es iei die Ausgabe des Sozialismus, dem Pre.efrage», od die Bewegung im'iaude) derselben, ihr Jüüenlum zu verbergen, wie unwürdig lärmt dg; Bewußtsein seiner Situation beizubring.n, chlag .zu iiberw'.nden. de» ihr das und schädlich es sur die soziaideiiiokralische Bewegung; und es in physischer und geistiger Beziehung zu Sei׳!-,:׳>:! versixt dal Wir können ,;.sei, sich um die Judenfrage herumzudriieken u»d so ׳heben, damit es seine soziale Mission erfüllen le!u:t. daß' wir »!:׳,re ׳!räft. die innere zsi'itt-. den, AiiiiseMiiismus immer wieder Agitätionssloss Man Nlüssc nun die Überzeugung gewinnen, das! ,benskraf:,!roy H.rzls Tod nicht ,ingebußl zu bieten. Es wird sesigesiellt, daß, was übrigens! ein Forlvegcticre» der jüdischen Massen, deren geisiige» ' Ter r d.iii Herzls Hai de:!einem Tode alle! auch ein Blinder sehen kan», die Nedakliousmif-' Fähigkeiten der Verfasser anerkennt, in ihre» der- 'el-.b:. >!! denen, noch ein . Strahl der Liebe! glied.r des ,-jeuiralorganes > ״Arbeiter Zeitung"! und zeitigen Wohnorten'undenkbar sei. Man tön» hei d.r.:.ii;t leuch-.eke Der Trotz schien uns. ander,!!ozialdcmolra'i'cki.r Blauer, die Teilnehmer diciet Meuschenkalegorie nicht warten, bis ii,! re.!;. Mr.:u. ,;;.bei! zu haben: wir werden und Veransialtcr akadlMischer Vereine, der Märzsozialisiischen Ideale l!> verwirkliche». Er gib: ׳״. dal! ,י:■!.beiisliohc Saat, die Herzl und Maifeier, die Propagaioren d,r Volksbildung, das; die jüdischen Massen nicht nur unter der all ha:, nach de»; Plane!!»׳eres .verewigten die Hilfsarbeiter bei Wahle» und r rgauisalionsgemeinen Prolelariernoi, sondern insbesondere unter L mächtig ,1:1oorsch:,ß,n und rei׳c« wird. : arbeiten -!ich z«1» größten Teil aus dem jüdischen der spezifischen Judennol zu leiden haben. Bei de» habe» »!!׳.re Mach! ,-in.sch.ipe» gelernt,) Volke rekrutiere». )arischen Unternehmern ündc ei» Jude keine A:!1-.׳l. w:r!!:,I'chau oarnoir li:,l:e:1. was die, dem! Die von Perneriiorfer gerühmte r׳׳e1:h>il ist und von den jüdischen Unternehmer» iiiüsse er ׳ich :!!; brsl!,r se-.ndielig oder^ doch gleichgiltig' jedoch jasr nur in Silier :liichinng und nur gegen-: die ärgfic Ausbeutung gefallen lassen, da dieser!',-»!!' .:il.rend,» Blauer b.::!i T.'de Herzls Uber, ״der der eigenen Pariei vorhanden: auch kann man! droht, -irische Arbeiter anzusrellen. ,ieüisiiius g,!agr habe», bl!-.,:! dreienigen 'nicht vertenncn, daß die Verfasser sich einige Mühe- Wegen silier freimütig bekundeten Erken»:: :111״ g,wa,:1«1<׳. nie. ,:ner an Eägegeben haben, sich über die Blürebungen des Ziv-l welche wir dem Verfasser mit Rücksicht ,1::׳ niäimi“ zu uiiormiereii Jedoch sind beide noch sehr! bisherige Indolenz der Sozialdemokraten z»m r. . weil davon entfernt, den Zternvuiikl der zionisiiichen! anrechncn können, muß dieser fürchten, von ׳..״.׳ Idee zu erfassen, die von uns »ii! nnwiderleglichcr! Gesinnungsgenosien gesteinigt zu werden. Ten! -r i - '1!"! “ Heiligen .!;olz ichlagen und ein Bündel daraus! nichts annchmen könne, da sie keine Aussicht h i!.,׳ ׳ '>!>. b.::1! g,za:!; I . b:;■ :!!IN gewaiifam. m:: arenzeiiden >!o:1׳ee:!,uz die für die Ein ::»׳.-'׳rer B.wegung wichtige» Evignme totge» ha!-,-». >ah.n sich mit Rü.tsichi aui das r He:::.,e legt die׳', -.;!leider an. Aus der :l'.v.:: das Ende .->«-.׳; drei,» Striäes Der ::an! ״,-.׳,-n Auge» »ich:. Er glaubt, ein- :1 zu ׳ei» und »och weiter u; Iranmeu . . s l'i fein Dra»»:. ,aas er ii-.h:. - :A-.ibbi ,׳»:ii'r׳ .:״!ch aus d,n! Ziiiimer. ii.K ii-.f, au! n»s iolgi ihm. wie cm ״Wer könnte mir auch dazu » :!ie.'e,׳: o.׳:: einem ,j-mmer ins andere, dl, .׳,:ich., beug! sich unter das .׳!!:,!!eiibeu, .1», He.,1. v.e.i! Ho'.Eall,!> h,rvor. neckt sic b.iiaß: das Hans mach,׳». Dann nimmi ,r einen langen Slrill aus , es z» bezahlen, der raiche und binde.' es zii. .viera:!! iiecti er die! helfen '7"- ienszt siel Hacke in den G»nel ׳-!>rbelad,! den :>iü,-t-en »111! Der Raddi, der das Bündel schon nieder,: der Bürde, verläßt d.n 'P>,rld iiiiö!lhrt i» die: haue, ruft geärgert: ״C, du dumme Jüdin! ciadi ruriict. ■ | bift nur eine arme, alte kranke Frau und : G-Peugt vvu' der ׳!׳!,׳״׳chreiilt d,r Rabbi vor-, Tage sind gezählt, lkiid doch habe ich Perlt,!..׳ war!;, rer rilhaue ihm umner nach : zu dir und leihe dir Hotz im Werte von i! >U׳r l ׳^!t er verrnäi geworden der Alte'7 - * während du, die Lu einen großen und barmhei!׳.: ithaue ihm umner nach er verrückt geworden der Alte :Der .',v,tilge iepl 1uh:: 11,::!.׳ Weg sott Er gelangt!Gon hast, mächtig und ewig. Tu hast kein V.rzu eurer ׳dunUen Straße, nähert ׳ich ein,m ver-! trauen zu ihm?" ... sallenr» Häuschen, halt-vor den ,zeusteru und ktopit. ״Aber Iver wird mir den H sei! Heizen 7" ..!- r:.I!a!:, :h.u na.ll. >^,:1 boier ivedanke. Der Lizhaue Herr die Siunnie einer kranken > gegnel die Frau seutzciid. Wer weiß, wann :!:,!!! .. .. N a* ״ ~ v . - .. — Frau seufzend. ka.,.׳ :׳!!.... l1,׳ rag ,:,-Rolle ,;rau »» Innern b,s .׳Rauschens fragen. ..Wer ist'Sohn von seiner Nachtarbeit nach Hause ko!!!...- .:g :. .:nd ::׳r!.! i:S o,r:,a-chi ui .r Räuber . da7" Der^.׳!.-,eilige antwortet: ״Ja". Und dannI Teil Rabbi antwortet ihr, daß er dies ..׳ ) w:e o:e liauber zu tun pilegen,!chleicht: ,ragt die ttrau nochmals: ,..׳ido Ja״-׳ Und der ^sorgen will ' O: d!e Häusir emla.-g. wahrend dra,rßen Heilige aniwor,et ihr: :Vas,,״-. j ' Gesagi. getan... Und indem er die Holzfch-:׳- >,,.!> . r ׳״lraikn,-.!, rag, l!,rr!ch1. -evn t Vmuy 7 Wer 1״ V,1!il»7 Und was willst :in den Lse» schiebt, rezitiert er mit leiser Siümu׳ oo-.r. man aus dem ׳״nnern manches, du V.»,ly7" rer .Heilige lag, ihr in d.r Svrache.de» ersien Abschnitt der Sel.cho«. ',;a-tteu oder Me»׳chen-!der Bauern da,! er m Bündel Holz zu verlausen Er zündet das Holz an ״nd sag, den!:!׳ " dl, S.,!.r'lHliio!habe, und dal! er es billi,; hergebsn wolle Tan» '. ' ■ Rabl״, v r!.n!.׳!isd,: ■im Schatten eines die Aniwvtt der Frau nrchl' abwartend. ן. V *. ׳Klan;׳.: rj:;t׳11־!» de» Mondschein. Ter י.׳!•: v rlnr ,::י;•: irüm-.r : ׳.de Blwigiinq des:iiabbi ו.׳!',.'! i lend. Er hör: fei el,ze:l,!1 Heizlchiag und ׳l'.'-ä! > >::g den Sel'iitt 'es Ni.iobi. r.׳r H-.:l!ge o,r:.-ß :!, Siadr. In der Nähe h id Ten betritt;,!■ :)1,1!׳!):. macht einige c;nr: : . »aberl sich ,:» 1!»!׳!.;:׳. Buche, zieht seine H-cke ins p,m G::r:! . heb: sie und schlägt den V.!:i1i mit dre: ertt.ich, T r Lu!!.:»,׳ 'ball sich ,:::׳eritt und lieht de» ran», gehl cr zur rnre und tritt ins Hans ') Ter üitliau,׳ gleitet bmt,r ihm her. Beim Mondschein kann cr ein kkemes, »i-.driqcs Ziu»n,r. Überreste von Mvl׳,l1> ,1»leri'ch,,0e». Im Bell liegt' mn Lumpen bedeckt eine Ir.1״ke Frni,. T!,- F!-'״,) scuszi: ״Ja. womit soll sich es kauic» Vasill! 7 Eine arme Witwe hat kein Geld " Ter Heilige sag!, dal; ,r es ihr leihe» wolle. Er verlangt b,vl; sechs .iloveke» für das Holz. ^1,1». saß sie," geliehen r araui antworlel die Abschnitt her... Ten dritten Abschnitt, murmelt cr, ind.!:: : den S sen schließt. Ter Luhaue ist beschämt. Ehrfurcht vor Heiligen ersaßt ihn und — merkwürdigerwei' er glaubt nn seine Heiligkeit. Seit diesem r,.?,. verfehlt er niemals, den Rabbi wenigstens ziv.umll des Jahres zu beiiichen. Wenn aber vom :),.;rl» die Rede ist. ״nd dnß er während der Selichortaä-: zum Himmel hinaiiisieigk, lacht cr nicht mehr err seht nur hinzu: ״Wer weiß, ob nicht noch hoh-׳;" ,Ge3irmun8sgenC)33en! Gedenket des Schekels!