Jüdische Volksstimme
- Journal
- Jüdische Volksstimme
- Volume
- V (1904)
- Issue
- 11 (1.6.1904)
- Date
- 1904-06-01
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
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5tttf 2 jüdische Volksstimme 'X;-.׳hi1011ierun9 zu verhalten?ludt du« Argument, Da» n> i>;n angeführten gälten der Bemme eben i'enttcniert werden wirb, tann die liier ausgeipro- 1 dienen Bedenken nichl zernrenen. du infolge des! 2tn׳'chtunes an die Versicherungsanstalt in leptcr | 21mc nicht der Tienngeber. sondern die Versiche-g rungsannalt über die Frage der B-.russttnsähigkeit zu entscheiden Haben wird, Es mag i» dioeiit Be lange übrigens noch daraui hingewte'en werden, daß in dem »»! &evr mährt'cheit Landes Versicherungsaniiall gbgeichlAi'etien Berirage als Voraussetzttng ׳ttr den Aniall Pr Jno.aliditätsrente die Berufsu 1, fa big keil iengejetzl wird, om Gcgenjahe z» lerer das ,'ntereiie des Dienngebers bernctnchtigenden Pensionsvorichri't. welche die Pensionierung schon bei Eintritt der T ie n ituns ähtgke tt aus- ׳vnchi. 'So wenig beachtetiswerl diese Unterscheidung ' auch im etiten Äugenbliete erschein, in der Prarir! -n!!!2.1n dtei^d: insl'eiondere dann Bedäulitng. wenn! die Beri'icherungsannall infolge ungünstigen Bei-!!auieS der Jnvaltdnätsverbältntsse auf einer rigorosen z-!!r-:N.t!!ng des Berucherungsvertrages bestecht. 21 ni die aus der Vertieberung d׳ zt .'!ultusgeu1.ii.de» erwachsenen Lauen werden nur in einem -r-.u.ren '.'Iniieity? des Lea Ne reit zuivredien kommen. ׳Var ׳!-fiel mag hier erwaNni werden, paß der erste V.׳:än׳'ei1:ag. der nebenbei bemerkt zahltetehe. höchst iti.-t'eit'iirdi 1. -liecheNtechler aufweill, dse!äNrlichen ׳e.1,1׳׳! Mit .'177»'•' ■״ 'tve':1en oder t.t-ich-.tt-.il ״selialtsittiitine non 71 mi' t Hieioen enttaUeit aut Beiträge des Gebalies. d t zitka 1>1.1'»») geren in die Versicherung einzttbeziehen. die ersorderlichen Pensionen aber für die im höheren Lebensalter itelteiidett Beamten, ine leche bereits zahlreiche DienNiahre zürückgelegt Naben, aus den lausende» liiiimitime» ilüntg zu machen. Damit in — abgesellen non der Möglichkeit der Gewährung ausreichender Pensioit — überdies der Borteil verbunden, das! die älteren Beamten, welche im Hinblick auf die kurze;}eit, <"0 welche sich die Berstcherung erstreiken kann, nicht mebr als versicherungssähig gelten können, wenn anders die Versicherung ihren Zweck erfüllen soll, ausge'chieden werden. Vielleicht mären die mähriichen ziultusgemeinden aus diesen Modus atttmerk'am gemacht worden, wenn sie sich nicht mit dem r iserte einer Versicherungsanstalt begnügt oder wenn sie ein Gutachten von tachmännischer -eite eingeholt hätten. Die Versicherung IN eben schassen, was denn eigentlich die da, ernb'e Lichenin»! einer Volkstnajorität in einem Lan >e bedeute, d. h durch welche Umstände ein Land g> eignet in. einer es bewohnenden Volksmenge dauern) die Majorität zu sichern. Liese Vorbedingungen sind! 1. Das Land darf nicht zu grbß, sondern eher zu klein für die auszunehmende Bevölkerung sei» Ist da« Land zu groß, so liegt l ie Gefahr einer Uebertlutiing durch Fremden Einw Änderung nahe, während die '!leinheit des Landes im schlimmsten ,falle einen Bevölkerunasüberschuß zur Folge hat. der im Lause der Jahre, durch Au nvanderung ab: gestoßen wird. Die 2. Forderung ist eigentlich in der erneu Bedingung schon enthalten. Das La ad dars nämlich nicht ohne natürliche Grenzen sei,, da es sonn. ei» Gebiit. das!!der zuverliehen glaicht. aber imr 1״cnn auch politisch als kleiner 4 ezirk umgrenzt sehr wenige wirklich verstehen. ä r B. r j physikalisch geographisch, d. h. bevölkerungspolittich : ein viel größeres Gebiet umfaßt, also nicht 9as Nlajoritätsprinnp im Zionismus. Bedingung der relativen '!leinheit grsüllt. r.V!" ״ der I '!tonen be-, et Beamten .'trauen zu l i׳':.n, 5er .'tiiltiisgiiit-.titditt :!17447.<׳ '!rotten. .i .!.׳ren: d-.i Landesunttia-onds einen iävrltchen Bei- ׳!.!- t'.'itl" ״׳<׳>'.'!rotten iNtrtchtei Djte im Lause1 :et V.tdltiiil'ititgen infolge Abänderung der zur V.t'tch.run-z gebrachten "׳.Halter und tlitchtignellung t!l.ti-.-sd.t-.i-t i-.-elgte ili.kti'ikatiott diet'er;}tner.!!!!: nur :-.t-.ti ab-.-liii. Hohe rrmeißigt haben.- V.r-.n!11.׳! der Prämie ssch nicht ge- .11 b -bi» :!>-.1.1 .!׳’jrt muß aber beachtet werden,' :׳ti; dtenr '>.״'t-n,i1!1.-.!׳!!d!ich aus-zwei iver'chtedeuen!.'!״!: suv.mntitti:;••:^ titnm.il aus der bis zum. r.uiaUe etn.t P.nnoit zu entrichtenden dchrämie und ] iteiis ai!s : r-duz-.b!״Jahre atzunattenden ' Die Ltachbargebiete des betvesfenden Lande, dürfen nnr schwach bevölkert lein, damit :> ein »atür.liches Lliiswanderungj-gebiet vorlt.tnden in, >1׳ ein Einnrömen von Uberschußtievölkerung aus den Nachbarländern nicht zu e warten in. Dergestalt haben wir die Forlerungen sormuliert, die wir zur dauernden Sicherung einer Volks )'.״Tie Schonung" einer' jiidtsch-eit Ma'söri-; 'NBi-'tnät --- oder was dasselbe tstls zur dauernden Ben V." 11־ Fel'i PiiikuS, Bein 211s theoretischer Fiindamental'ax des Zionts-. 1»us in!enes Prinzip zu betrachten, wonach die- I u d e 11 s r a g e nur dadurch zu lös e 1t > st, bau in einem Lande — der i 0 n t s nt tt s lagt in הein La 11 de Pa 1 änitta — c;nej j it ל i! ch e M a 1 orität g eschassen wird.! In diesem Lahe sind zwei Momente eiligej schlossen chnung vo» allende ein j Vl״:• t.tt.it. :!!-..!i weiche Die ׳ur litnr. . .:.tt, zittit.'g.l.gteit ttenil!al,reu ent mali. 1>:ach-,1h!n1-g .,.tilgt werden lall. Würd li-.ch dti'.r ','!u'wand durch jährliche Pitamie gedetkt' it--.0! .'!.::־ bauen nch di. '!osten allerdntns bedeutend! .! ־ -i.lli. war.ii li'.'.r im Lau'e!der;}eit gei ׳unk.i- L-.r-.-.wählte Voraang Hai zur! Folge, das: dt. B.itiäg, ׳ur B.autt. noch zu ,itterj;}.!! werden' i.z-..i »t-uis.n. da dieselben .langst nichts ti!-.:.-. d.!i Leben den weilen' werden, ti» IN׳ .;t■■leitet!■.' 11:. daß ein ie'.cher Vorgang bdchn ■ ־.■ -r. ■ 'mä!!!,1 in. da -.r mit dem - Prntjiip der V-.r- - .. .7i g. als einer Fürsorge inr die;}ukunn. in e-.t . t s.-ruch 'tibi. Wird bei eintrechnung der Dienn- -a-1 -!.-.!׳rl.ch-e Prämie oder die Annuität mit '■'■tf 1 *r Lauer itner'.hwtngltch. dann bleibt w>11 - .1 eilte W. I und wir ballen ihn iür d-.-!t --.. -t-tus ׳aii.-nar.ren ---- nur die tu;}ulipist etnnei -i.!n. Beamten!tuteteventuellen timichluß der jtnt- '?a-.t't-.r.t-. der naech maui.liger gag-.-särbeit!- z.-ne׳.z: rt-o.-.-.r-.i 111 den Büchern Blo'is suchte ׳az-.: >?..!te in der tinkel b.-1!׳.׳dets gut gelaunt o'r . it i.le u-.'ache dgzu. degiit s>!1t - -Bewerbung um - 1s Frai>..-.-i. -.-.׳n VTl'enti.״.׳! in ai-g.-ii0mm.11 ::11« ׳1.־.:.׳: in dte>er gütekiichen Stimmung läßt .! ״ch >o.1-1r 1:1 etn-.m ׳'׳e׳'vräch mit dem alte,! lirb! -. >t-.t. -. b.-.rgb ..:7.1. was ia.m I:: 1;t meiner Verlobung, t. -r - ׳ragt .7 v.rgnttgt Las Buch it-.-gt ׳'ehwe-ige-nd da. Ler ׳Baron i t׳r u glneklich. . als daß er es mit irgend ,.׳- -.!!! oerderb.n ntochte. r' ..Ich f.'.njt ntrt Delilen, daß es Dir nieln paßt." .r gevtutliech ׳ort. ״Du geborn -noch ins lecherung einer nationalen Freiheit und einer :7.1-;״״ . lionallullur für unerläßlich erachlen. 'Wir haben .ennnili ..... ,..Ibewniner Licherhett Nech »>r },VN, j״ , ״,tz oi Palästina den cnnchledcn bar. 0׳ l׳l dannr drc Lbcan..׳ ,brer vluf - ייי . * .* ׳_7..,;.,. gahe noch nicht ledta. diese inniiiltmäßige zitnicheimK 1 1 1 J düng nachzuprinen niiü mit;}!veekiiiäßigiensgriiiiden j beIresfe » de Lan ׳ m »1! fletn z» belegen. Das uns hier gestellte VeohliM gipfelt genug lein, um v o II der Be v ö l keru iig ganz alio in .der Behauptung: Tie Jude n׳r.1 ge. tit j" » g e t ü 111 z u w erd e n. nur durch Zulassung einer indischen 2.7 a j L''- ünst tür Patännm zu. Vach den h.ejorilät in Palänina zu löie» ' kommlichen Berechnungen Hai Palälitna einen ,11.1- Minder als den ׳Seiamunhalt des;}iontsntzts. nämi!ur den Km- 1.1״ Perionen an, 11aS bei der zu- Nch die Fragen: .künnigen;}enirallage Paläslinas >.i indunrieller g) In Palästina geeignet dem ,üdiichen Volke. BeiieSetung viel zu'wenig erscheint, so erhalten wir innerhalb׳ seiner Grenz-.u dauernd die 'Niasorität \an1; Bevölkerung von 4,.(•000 (•׳ Eit wohitern, wähzu sichern, d. h. IN die Selbnhenimmttng ntn'erer 7:>!d unser Volk zwilchen 7 bis 9 VfiUivnen L.-elen Nr. U die politischen und sozialen Geichute und die Gr-nählt. -vioraus ergib, sich, daß wir wohl imstande Haltung unserer nationale» 'iultur da'elbn:Palästina gänzlich auszusülle», auch wenn es. garantiert 2 s wie die Umerjuchungen der nächsten Jahre zeigen 1., In mit der Ve'iedlung Palästinas der Juden-. dün'ten. einen viel größeren Flächenliithtslt hat. not ein'Sude bereitet 2! -- ״ 'J » d liutf, zur b ,1 u e r n ü.!: ei In mit der Annedlung in Palästina die Dm }.Sicherung der Majorität natürliche ivora beendet2!b'irenzen haben, damit er n cht bevölle Der ,}iotnsmns ericheint uns hiernach nicht r tt ngs - v o 111 isch ein gr.ö ße'rer Bezirk, als bloßer 2l>trdrntk der Judennot. ebeniowentg mir'al i*לי,*•“ 11 יrft>י ein ju großes Land tü als das Streben nach tirhaltung unserer .'!nliur. wie es 'einseitig oft dargenell! wird, sondern als der ׳ n ng he 11 iche 21usdrn.k beider Fak loren zttsantmen, ohne welche er gar nicht denk-! bar in. Wir find da!׳.r berechtigt zu fordern, daß der;}׳.onismus den drei obigen Forderungen a. 11. ׳-.: gerecht wird ' | _ ־ ״ ״ ■ . , ״ üiier wir!.doch in eine i^eeeterung über dteie , g,1) ״{ ^ab! al, d״ weitem zu nedriz gep׳׳׳!-n ־ emtre.cn. minien wir uns .'!larhen darüber per ׳,.׳eme״. Sin Blick auf die .'taue belehrt uns, daß d-.eie Forderung für Palästina durchaus . rsütll ist. Im Liren haben wir die 2lrabische Wnite, im :7orden können die Gebirge der Libanon u id Hermon als Grenzen gelten, im W.-s.en in das Riltelmeer und in! Süden ist, io weit das Olebie nicht für uns -t andere Lager ud all.-,!0 geträumt' haben von einer innigenhat Dich nur äußerlich ansgenommeu, in Wahrheit' reniid'eli.'ii zwnchen 2lriern und Semiten, waren , bin Du für sie der Adkömmling einer sremd-.-1> za den iog überzeugungrireuen Manschen t. 2.7odernen sind längs! anders geworden.-- ..Glaubil D» wirklich, was Du da n'rirfm 2," twortet das Buch eri-.ii. gewiß 1;Das wäre dann kehr nranrig. -n> teil bin io all geworden und Heu Sieh' eniimil habe eine ganze .ge Meinckeä - geiehen. 211s dein Urgeoßvaier Sch-in ul ׳״oldiiein. der mit allerlei Tilgen' aus den D oriern hausieren ging, mich gegen ei» pa 11 »leisingene -Dbrruiqe gewann, war ich schon Iein-Ji Nffling mehr. Ich habe viele kennen gelernt. Juden!nd Shrinen. Sie haben beide harte Schädel und, ferner will sich Dn.teil. Diientlich leben ike dahin wie Brüder, und :1» Geh-eimen fügen sie!ich Boies würde den andern veikausen iür ein t'iericht Linse» - anderes gewonnen zu haben. La, Und ' - ' - .... . Freund׳. Vbanianeu " j Liane, den sein 2lbsall »nr verächtl ch macht. Du ..211׳.r was soll mir das 2" fällt der Baron magst tun. was Du willst, ihnen n irst Tu immer unrulng cin._ ״Ich bin längs! aus der Neide der; ״der Jude" jein und bleiben. 2lu.j der Liüetweg Juden ausiseichieden und ein üderzeugter Shriit | in Dir v.riperrt, wir nehmen keinen Verräter wied.r g>-worden. Jed.n rronnlag gehe ich in die '!irche. aus. :7nn suchst Tu Dich durch litte Heirat g> Der .'tonnnorialrat in mein guter Freund. Überall waltsam zu retten, »msonst! Von Deiner eigenen nimmt man mich mit oisene» 21r11te11 aus. Ich sehne Gattin und chrer Familie wird Dir de S Wort ״Jude : mich keineswegs mehr nach der;}eit zurüch wo ich immer wieder wie eine Beschimpsu 1g ins Gesicht ein v'Ude war."!geschleudert werden, »nü Deine '!i tder, denkst Du ״Wozu willst Du Dich selbst belügen 2" sragt jdein, gar nicht an Deine '!inder?"!das eilte Actuimcnt. ״Seiiinern Dn Dich nicht \ Der Baron antwortete nur durch einlei'.s mehr, daß UIUI dem Grabe deines Vaters die ver-1 Stöhnen. Ter alte'Foliant aber fuhr mit erl'S- - schluiigenen Hände des '!oben ahgebildet sind 2 :Heuer Stimme fort!! Willst AU leugnen, daß Tu heimlich nach dem ״Welch unglückselige Zwitter witst Duerzeugen! Ltinagogensriedhot schleichst und dort^ heiße Träneik j Sie werden Blut in sich haben von Dir und Blut ,vergießt^- .uh sehe Die durch die äußere Hülle t ief [ 0011 ihrer :Mutter. Wie Fremdlinge werden sie feilt m Die^ceele, und dieier Anbliek erfreut Mich nicht."! aus diesez Welt. Sie werden wissen, wem sie das zu Aer Baron Waat nicku IN oniinnvi.-n verdanken haben, und es Dir selbst über das C'irab hinaus nicht vergessen. Wo Tu Li!de säen wirn. da mußt Tu Haß ernten.' Das Buch schwieg. Ter Diener Michael brachte die Lkachtlampe. Gr war erstaunt, sinen Herrn mn tränenden?Ingen über die Blätter l es?Uten Deltaweich Der Baron wagt nicht zu antworten Tie Stimme des Buches wird miisühlend und Ter .Ich weiß, daß Tu nicht glütklich bin, mein .Freund. Tu hast Dich vom ererbten Alten losge- - rissen und gierig nach dem ׳Venen gegrinen, als ob .Du Dich seiner für ewig bemächtigen wolltest. 2lber I Dein Wunsch in nicht in Grsüllung gegangen. Tu hast vergessen, daß nur im festen Anschluß an unser Volk dar Heil des Einzelnen beruht. Liun Han Du!Dich dem Judentum entstemdet, ohne dafür etwas mente« gebeugt zu finden. Er fand, l aß Herr Baron vo» Goldstein an überssüssigen S ntimentatitäten leide, und konnte sich das nur d!durch erklären, daß er von Geburt ein Jude sei. Vorlu,urvt in (iast- und Kaffeehäusern die ״Jüdische Volksstimme“.