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Jüdische Volksstimme · 1904-03-01 · 5 (1.3.1904) · p. Seite 2

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Journal
Jüdische Volksstimme
Volume
V (1904)
Issue
5 (1.3.1904)
Date
1904-03-01
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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Jüdische volksstimine ctitt U Rr .ifniibe't״,■. Ilm jioiiö riillrn. •. ״:!!un'1T0 iuiiiK» .',llt־,׳. <jtd. - Religion und Leben",st ' >i->t»ro in den Erzähl» .׳» Brandnälter, G. feine Helden : - ift zur Scheckel- und Aktiensammlung und zu »: oder minder schönen Debatten über Diplomatie , sammcngeschrumpst. Den einzigen kämpsenden Sä.!. iteller, der nicht mit dem Strome schwimmen w. unterstüpt niemand in seinem schweren jiampse, Gegenteil ist man bestrebt, ihn und seine Mm! schrist mundtot zu machen. Mag sein, das; ä!! halb Palästinas fein Raum ׳ mehr, geblieben 1T1 einen 'iamps mit wirklichen Gegnern: die der Srthodorcn rafft bereit« ihre Äräsle zniam! i sinden 111!,ש er k,1«e dohen Ansprüche hat. Das nm den eerturmlaus der Zeit einzuhalten und!iü eine Haur׳:l׳ed:n,-,:1ng iur die Verrichtung nationaleD-Mehrheit unserer ״Auigeklärlen" l,t ,a dürr ui׳! >oä nicht etwa gciagt sein, das; wir indischen in öiiemlicher Anstellung, der in seinen;.!,orten und!',ationalirmuS und dessen natürliche '!onsequenz. Talen frei warf. Diese jungen Leute mupen alio den -Zionismus, als bloßes Mittel zum ,',weck emp j sozusagen mit einem Erwerbsziveig IN Händen IN« ׳edlen, sondern nn!er Programm umsaßt neben i Land komme» entweder als Arztg und Ehemikcr unieren Idealenalle unsere materiellen Möglichkeiten, l oder als -chriititeller. tEs gibt G, s, D, schon eine Darum stellen wir dem 11׳ k ״״1,\״- der׳kleine 'llaise i'-'n ,schristitcllern unter uns, die von Tschechen unser indisches ׳;״׳■'״ k 11111׳-!der bebräischen Literatur leben, und ein hebräi'cher K. i Schrütiieller von d׳r jungen Generation kann >a!nebsldem auch in einer europäisch׳« Sprache schreiben I und ans diele Weiie ein bescheidenes Auskommen!Arbeit in Pala׳n״a Ratnrlich kann einer, der in;materieller H!!׳ich! unabhängig ist, dennoch in!moralischer B, zl-!׳:ng ahhangig sein, d. h. er kann Holz und hart wie Stein gegenüber jedem,n egoistischen Werke — gegen Gehölz und f>,■ aber lägt sich nicht ankämpsen, Dort aber. um seine tili re!!׳? seinen guten;«amen besorgt sein, Palästina, wo e« binnen kurzer $׳ir notwendio ,1;1«.11י1;״1::’ה in Palästina gingen I den alle diesenig׳«. gewis; schmähen iverden. welche, einem großen, gewaltigen Zusammenstöße zw!׳!!Ingen Leuten, glühenden Idealisten 1 seine T-'rdernnae« und Resvrmcn nicht snr gilt de-i den verschiedenen Parteien kommen wild, IN i Ci'ur ihr ihren großen Gedanken sindeki. Allein bei müssen unsere jung-״׳ Leute die I ein weites ,veld tür crnlle Arbeit und zur >! r .,r td,a:!1'׳!!che Antrieb Iiicli das t jenige unerichroet ׳! . Standhasiigkeu zuhitse nehmen, jim Frieden. Wen» un,ere Jünglinge »ich! >t.׳le!i!׳e,::0l! labrelang. in iüang. l die eine direkte Tol.ze der nesinneren Überzengung bald darangehen, eine hebräische Balis zu sch.!׳!!! neuer Aiitrieo durch neue, ganz!und des seiten ׳'״.aabe'NS an die Wahrheit der ans der sich das ganze Bauwerk der Raltvn gii!. ,!! eonnvten Wir brauchen eine neue; eigenen A»!chanu>! .׳!- E!nc derartige innere IIher '011, dann könn׳n wir Voraussagen, daß das!>>,! \ . ab.i eine ron ganz and.rer Art zengiliig gelvtlü'.t!:!au aber erst nach vollkomniener UIIN auch IN Palästina Uer au«gehen wird.-elike b!! 7 , lheoretiicher Durchbildung des!!׳eines und nach Endpunkte wird das ,Teuer verzehren! einerseits :! L,׳ui. ui!: IIi!iue:ii:älsb1Idu1ig sollen vielem gereisten Denke!! Darum Dürren unsere jungen Zeloten mit der ifäului« ihres Wesens, ander,!׳! D!>!!.!.! ans den Stallungen'von Leute erst dann na.-a Palästina koinmen, wenn ihre Del sranzösische G ilt mit seiner salschcn Bild! a .!!׳ees! ,!״ei!! sie solle.« eine ihren l Ansichten und .'t-nninliie genügend geklärt sind!״ Wen» NN» auch die ״Milte", die von hebnäii..; ׳!,nn:n:s׳en a:!a,,nie׳ieiie Arbeit verZ dann iv.rde« ׳!: a.tch gar nicht voreilig sein in i'ie!1׳e ersnllte jüdische Mittelpartei, kranke I it .!׳ d.m ׳״.btere iür.r Arb tt iltiisseii ihre II ׳tanips.-. werden aber, im Talle es ivlrk.ich dann entschivindet unsere lejzte Liostnung. , Prob.« und schwere Sour gesagt und tinbeding: not:.!:, wisse», die größten Spier snrs och habe gesagt! ״Vrieg 111! ,erlebe» nainr!׳..! nicht NUI des .'tainv'es ihre ilberz ., :nng t!t bringen. Solche Spier sind bedars gegenwärtig in d.׳r Lat keiner ׳Aussätle, e. ״ ׳IN die ePo auue iießen" Wider . nnnmgangll... Wer ׳onil, wie wir langen Leute aus keines eitlen Spottes. Ter .zlanips muß z» alle: :•״!!! d Stskakanten I<rn׳a!en:s Die Riimaiiien, :r.tß, :v:e man sein ganzes indlvtSnellcs' ans dem Gebiete der Literatur ausgcjvchlen w.> ..: ';.,•.׳« NN notigem .'ianip'e ״>.!sek e:u.r :.:::eil llberzeugung opi.rib ׳.!,'!rgendr 1 und seine Waise» müssen positive literari׳ .-:-.-.-.de i-.-n Streitsucht niait׳me!: gibt, r» >-:»e «olche .Menge vi/n junge» Leuten, die, Schöpsnugeü iein.!ilennrnisreiche und begirble! >.׳׳,rde::".-..>ch nicht mit ihren iur ihre Aßsichk.n welche allerdings nach unterer. Leute, die sich in Palästina ansässig maehen. were!.:!! >T:!.d.!: schließ, 11. S!e d-.ir'en A1!׳cha:i.>:!a noch o,-.׳r«h: sind oder!iderbaupl dem!überaus gecinet sein, eine originelle hebre.! .!: und >or:׳.chri:lltchen ,T.-rderunqen lud-.üchem Bolle 11: ׳.!»er gegenwärtigen Lage nicht Literatur zu schassen. Alle wahre jüdische Lrigtiiali D :.!": l!:: .!־',e- , ab.!.-! eil Den angemessen sind - io viel׳ leiden, w!e IN Rnniänien 11N nicht in der Diaspora, sonder» in unserer He!! .'!!den!,!::!'! neues iva:!!1.s, Blut Uitter den südliche« onnglsnge». Daß liniere Porsahren l entslande». Die Wiege unserer ursprüngliche» dlii!!... ,!!. dein :!IN.!.,! iüe-chl.e! le.!das. IN IM Mitielalter ireudigen Herzens den Scheiterhauien l w:rd Unwillkürlich 'alle unsire literarische» S.. .!1 w::dt 1!:!!׳- ,!!-e!!e Dde!1 «itd'B.- snr Ihren inneren Glauben oeni'gen, braucht W0Wjungen befruchten »nü eine» Hauch von 111: . r.!:•.•:: •: :: 1:1111! N1U1-. ,!, feinen ,!ich! erwähnt z« werden. oN >a das ganze llngluä! wniiderbaren, IN seiner An einzige׳» Genie IN -!ä.n ׳.!-!.!! -N'.tblen. dte-,große und des Zwn:s:nus, daß er bisher!eine wahren Svier einiließen lassen. Tie Rachbarjchasl der semitt'..!!.. nn'ere üre,-:e!j io n gefordert Hai! dar!:»! Hai er auch - keine wahren Boiler und Ihrer lebenden Sprache» wird uns -!n ::!« li!o«s!Uilleii L-Id Helden in unserer Mille entit.h.'N lassen. Lind die» l Möglichkeit gehen, cinziidringen in den innerwir Zi a mit Dem den» Spier! Die Erweibung einer Akne, die Gin 1 i'i.iit un!erer von orienialischer und iem1tisech,r! be!1t,!׳>: tl!:׳en Dann ri.lming eines zio1!1il!!chen Säierkels oder dreier erfnllten Sriginalichöviiliige». Und wer mag 1p:׳- :!.titgen Le::r.- Palaktiner» Rudel snr das S'd-isaer .'י! ,-׳::!«!׳׳ Sder sollen etwa ׳ ob iiichl zulept wir onden in unserem orienlali׳,. r!a׳׳e,i. NIN;11 Amerika, Spier ׳ein! iungeiährliche Agiiaiionsredcn IN den Lande das Beste der originellen Schöpsungen ׳!!!, l-a::r e.:-d ׳:,.׳<-׳!:m!1erz»streichen. Tie neuen, Sniiagoge«, die Rejie nach Beiiel und da» Schreiben morgenländischen Böller konzentrieren »nd Dar! 'i .l'e-!. e!e!!!!Itiiiebr nach Palästina ko«״»e-» von Zeit-angsarnkeln? .M.rn siihrl dilage über,unsere! Snropei eine neue Well ersehließe» werden, vor:!!!.!--.!! a!s .;i.e« it.ntc» und schweren ätainpi schone L!ierar»r, daß sse uns feit den Aebizigerjahren ׳ es in der Znlaiisl viel lernen mag, wie es i» «den. d!.׳ dorr Herrichen, qeraßt sein, nicht ,»ehr wahre Heelden bargeiielli Hai. Aber wo .'!iiidheil der menschlichen Geich-.chte bei de» Pl ׳!: -i '.::::יי »in on'iiriilionen, mit Menschen iollie sie ne den Hern,Haien, wenn sie in der Wirk i ziern, zur ,-sei! der Entstehung des Chrislem . :! o.r'chieden.n verderblichen Windrichtungen üchkeil i-.icht'vorhaiideii!i«d b, 0N den Siebzigeriahren/bei den ouden und im Mittelalter bei den Are .!- S!,a!׳o-'en zu lvunen, müsse« iic »!1! viel,» zur Zeit »es .Üamv'es zwi-chen ״Licht und ,fiimerm*", ■ .»_#on;» ג .־ '.wappne: iein 1111D II!i! re'ie» t'!r«nD> gab s Nampier, große oder!leine H.-Id.ii, und so! ‘ .i'Nat, H221N. .־■ .!,.!!. eai! . :-׳.:: und daß ׳::.:er x.:'ns :d.!: ö!, h.' .!.!>! «!..1r ׳-,n '!, k..׳!!!e!t Bogel ׳!erbenlj Warum lebe» ise ... 1 :.ra'.r.d. :au'end ,'»׳>>-..? -Warumkommt ">o:1!: : zu!!׳ ... :-amu ip:r u!>: ihm sprechen, können!!:-.׳.!:. .!!.«!.:: -o .!.!׳ :,:,׳ :׳'So;! irweelie״. Boas e!>. Se.i sechwäeche Alle diese Sage» »nd Gedanken, sie fir. weltenwen cnlserni vom jüdischen Denken. — .׳.׳•!«!». "1 ״Wo lind dieie Schulen?" '! 'Während ich dasijze und nachdcnke, be,!׳ ״,in Palästina,!11, Lande o'raels!" »,eine .׳linder ihre Ausgaben. Ich siße schme!! . ״Seil:,k' »nch. Papa, in eine ׳i'lche Schule!" »nd höre ihnen zu Und cs trifft mich ins .׳: .,rie׳en Riwkah und 'vlosebe ans einmal wie Ihre Lehrer crzählen ihnen deutsche Sagen, ach d.m, Tode?" gni m«ß das sein'." .!Lehr.r erzählen ihnen Dinge, die ihnen ihr Eig׳ ״ ,! -.!!!..-!! :!! In meiner ׳!lasse 1ü nur, noch ein Jude und j nehme» und. ihr geistiges und moralisches L ..... -o.r׳!i,:.. I»,titelt 't.eilten zu antworten. '0 auch er schimv't mich E -.,>td, Iud!" ichwäch.'N.! es .;.!!:! : >eu ׳.׳.׳o!! kommt ei:,,- neue Trage!, In diesem Angenbhete war W1cd,r alles ver- -.:,>:!!>«, Baler". ׳'ragt!!iiwkah,.״wai«Iiichlnii ״Itch gesie-n — Schule und Schüler »nd Lehrer Und im - ■0' זי1«!"! ■י‘״ N'.e-ng a« in der Bielganzen Zi»,liier Herr׳echt w-.eder kindlicher Jubel.!' .׳!!oe!! :.ü..>!!e .-«di« bin?" . — Ich gehe an; dem Zimmer und »,eine ׳linder! , .י**' ״״."^ג!!?׳!,:״^•^ פ:י«•'־ tUf0“^L"a*- '^“rrab: iV5a&: I lernten die 'Under hebräisch. M.-i:.Ue.-!,ntt seine ichwarze» Aitgen zu Bodt-N I ״Papa," bat meine Älteste, ״wie schwer ist -. A.!,.«o:>.le schweig: er, dann wende: er sich^ " '!;־’! ‘ Hebrätiche. Eine Stunde schon lerne ich immer :,! an Mich und >vr:chr mit leiier Stimme die Heul.- kam sch in die Stube Meiner MmDer xm"Kr luicbcr und verstehe säst gar nicht« Heb:- W.rw: ״'.«.mm »nch. Pava. ans der Jeder vor, ihnen saß b.,m Tische und schrieb se-iues'"'» g-nz anders als Deutsch und ^ranzö!»ch.!!!. .;:״,!!!!>. t.h ich Hai׳.׳ d,e Ausgabe״. Auch der Ileinkte schmierte schon. Mirl ״'Warum, Papa, lernen wir eigentlich in Das Schreiben schon zum Ucderdruß und Ekel j Sprache, kein Mensch spricht ja so — —" , d« Ilion Lehrer. -,l»et geworden, »nd meine 'lii-.der strengen siech krainpshaii 1 ״Hebräisch ist die Sprache unsere« Volkes Lel'nl,׳. .Li,- -tunde» derl ׳!nd an. rein «nd-ichön zu schreiben. Run eilen sie;״ mir.I Aber die Inden sprechen ja doch deutsch, rni- ״BM-'-.Bapa, was hast du uns milgcbrach!?" polniiech: warum nennt man gerade Hebräisch "ידי** sollte \d) tuch brm^en.3 1 “עprarf)c unseres Volkes? horte noch nie:׳ ״ ^Eiwas Sechones, iAir -chönes?" einen Juden hebräisch sprechen. Und die Bibel ko.!. - Was ivll ich meinen lindern geben? Wie ezern i wir ja auch' deutsch lesen "!1.»״״ gäbe ich ihnen einen großen Gedanke», der sie er-> Und die Bücher eures Vaters? — ichretb.n deb.n konnte ihr Leben lang. Aber einen großen j ״Papa, warum schreibst Tu nur hcbr.! ,״ ... Gedanken können wir tudit. an andere weiter ereben,! Bücher die nur' io »g:!:: Mp'che und >!reicheli ieldrr nicht..-.׳*' ' ..»״..:י■ ״ ' .a׳et,.Pe!t׳Pnt,. lebe ein!,!!-. w!, :au'end Jahre .er!'lull >»i»1,r. 0׳ zoriiia — -!.!:׳as ׳!..׳ .ihm geinaä!:. habe. >e-.1!d.r draus!,״ - - - Pap.z, n!!ch!!!.hi 1 n ה:. schule.!!! eil« Z!inm,r und -ch ,oil! d!!׳ «nd d,r ׳eh weilt Und 1 wenige verstehen und nur;׳: u!!d.!r> schell jelbfr mchtan nniere «mtet! Einen Ge׳da,.ken ka.,n Leute?' Warum schreibst Du nicht auch kle.ne Bü - -r-n gd-.nd, ,!.^״fllde auch ich euch ״ich, geben. Lei׳« ein Gedanke, den ihr!snr _- — -;n, mo f.k -k-cvnlir cuch udu erobern rocrM in idmwrem Mampfe, bt-r! schreib'. Papa, schreibe für uns Bücher/ r..' ^_ ״ ׳“־ iK’-liil uwO teuer werden. — - alle mit einem Munde. Gesinnungsgenossen! Gedenket des Schekels!

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