Jüdische Volksstimme
- Journal
- Jüdische Volksstimme
- Volume
- V (1904)
- Issue
- 5 (1.3.1904)
- Date
- 1904-03-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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3 .'־at>vcjcmcv ־%>vum\. am l. März 1904. ״״״.;«. - Aiii Ccfiorrcidi Utiytun nnlhr.1 .. h •׳. . ... . .,;..ך ״;..-״ץ •ן ul;«';־ ״■־•־'־?י־זחסו» 'XauntiW'mJ .־•זו«:: •0' ..־. ’..... •ל.Aianftvidi. 4m!c. :KumuiM;. 2!• .. * '«V;v mv. 5. Svuj k svenm. a; 11 T De .1,1 braudil nur ein wenig in Die bi'him'eft.» r1Kftrn Sierhältiiiii'e eingeweiht;11 1 ,!,!! .■•!׳.יי 11. welche praktisecheu Tvl’IiV'i Dar 1\u.u■! ■i'rt nach sich zieht. Svuj h -ec. i .1 Dem Seinrii, Der Tscheche ,1,111 Tichech.,1.! 1 1 .Kaut! liiebt beim Teulichen. uiiterftitot . T (.■titschen 1111D in elfter iiinie: M a 11,1 in■ 1111 11 ג Den! UnD' es beDari nittu ein 'tt׳la1,1D0rtc«, auch Der Deutliche kennt und ■'. Piaklik, wo nur möglich UnD bai ibn ::!ck in eine 0}et|en.ft mit :׳ch chücher Maie! : chlaqeii, so besorgt er seine triiiJäiiir Dam 1’. seinen! nanoiiateii Gegner, viel lieber alr .nD-.n. selbst wenn Dieser, was ja auch 1!v>r» s.1,1 Parteigenosse isi. Diese Erscheinungen iinD satt'eim bekmiit nützt ibnen gegenüber kein Pegel Straii;! Und es muß ohneweiterr zugegeben werben .■,!■.inenialen Klagen zuni Trotz Das; Dieie u'.g iin •Man Durchaus berechngl in. Er in 10.Her als natürlich. Das; man Den Bruder 1.1 geaciibar beriirksichiigl. Dieses Porgeden ui Derer als nationaler Selbstschutz unD Dariini rechtigt. »tag Anliseniilisiniis Dabei nn ■.III ober nicht. ,Das Hemd in mir Näbers . Nock." Es. ist Doch melir als naiv, bei»;uinulen zu wolle». Das; er seine Einkäufe . ätschen «Der Juden mache, wenn lbu Der! ■ .Kaufmann Denselben Tiemi tut. •:• iinD lreilich bittere Wahrheiten. Begreiilitb Uenuer Der Perhältnisse iinD ihrer Ursaeft.11, 111 sür Den, Der sieht. Das; Der Jude in ׳ in Mas;e Snirf jiir Stück oan seiner Position , nnann einbiiReu mutt, wie lieft bei ,einer• che» Umgebung eine bestänDige Steigerung^ üicher Tüchtigkeit unD kausmänntscher Selb-! vollzieht. Er ist ja richtig. Dass ,ich Di, ,;.in .11 Böhmen und Mähren Durchschnittlich einer rmäßigen Wohlhabenheitersreuen. wenn man : retchischen Lsten zum Pergleiche heranzieht 1 iiso richtig ist. Dass ihre Wirtichasirver in nieDersteigenDer Bewegung begiisien sinD. 1 opriierung und PerDrängung Der JuDe» ans '.׳rn, wo sie sich bisher als einzige Handels l ge.11111.lech 11111s• bl-, •»! W.u-chasirt■ rl! ilti::•!,•! j Dieie .111,1, 111 D i S:•:': Pen du .E1D.11 1•!r lenDer ,1. 11 11 ׳ ■.'liitnirrti/nt.i;!11 ‘!1rt.t!7^!!n.-• ms •.;11 ■••..:■'1■?: M.!!.:: :. ■ Mi ,111 1:11b 1• -; ,1. U.D tk: e nieten, welch d, lag .>>'•»1-11 mein ity . trnb vergessen, ־;. '■Dtirift l ..■׳he Sentiments V■' ■ in mnn 1111': . 111.1 vorzitzelilage!!, -11! 1 sollte, eb, 111 H! 11 ,יר*:. Perballniiie 111 u;:\..:1 1'lber sicher in Dar Ein g e s eft e l,. n s e!! l. e a 111 e i 11 > 11111 e 11 WtI! :1 s eft l » i s e r aller l K o 11 ze 111 r i.!!11, .1 ,11 E r ft r e b e 11 ein, r;! 1, Dar eü.ieii ie!:!1׳ o!! gemeuiDen, Die vieiiach 11111 pli tischen Reellen aurgesiaue! sind. Mogliebleile:, ״-.nng, unsere Angelegeulleiten energii.l! IN Me H.111D zu «eftmen. Was uns teilet, in e.׳e:1 d.1:!Nnieinsamkeitrg.sühl 1 ׳Dieie» aber [,11111 mir 11:11 .1 ־ r:!!ei 1111 Der Na itional Wille ge.׳!n,' T1. Erkenntnis nn'erer ge meinseinien Naiienineilinale 1111D ■Anlagen, unserer geineiniainen Jnteress.n, Die ErkennuiiS, Das; wirbedroht werden vom gemeinsamen HeiitDe, all Dies vermag, wenn ein wenig ft'iibe Daznkommt, Den nanonalen Willen uüeDer fterzunellen, wo er ein eieuitrrt in 11'ie bei 1111«. seit linieren Neihen aber berrietu Letliargie. er fehlt uns an,inoDernem Geisie mit inoDernen tz-sisieftirvnnkten. Tie .1! u l l 1t r g em ein D en. Die uns verbind ■ n n » D e i ni g e n sollte n, b 1 e t e 11 e i 11!0 i l D Derbe i eft ä 111 c n n e n .Ul e 1111 i d) [ c i! 1111 b Der g r ö s; I e 1! ,Z e r i p 1 i t< in,chren konnten, beginnt .! wie er im Tslen Der ».11,1 vor lieft zu geben. . Er'efteiniing in Die An• ■: i-.iriatr in Den StäDten. :- 1 ans Die allgemein.» ■ ■ närler niifu'irfeii, als!11111.1 nngünniger werden.׳ . l.ien LänDern verüeben : 11 ■iTiNiachen Die nöiige ■ Der fie richtig;11 b: . ::■.iiueihciiD,',! •־ S •b iii־.׳ i nubesorg! in Den Tag . .111 Heute Dar Morgen. 1:1 Ernit Der Sach. ■:. leibit Die Betrossenen .:1:.״ WisinänDen nieftt ־■:• ■ ׳;.■■lien werden lall« : : ־■':ft, 11! Dielen! t'lrtifii .. .. :!!11 man es vernichen ,eiiekgang Der!üDiidien. ■ ern Einhalt zu tun. io > et 11111» lÄa n ze r 1 rs es eines ge- 11t e s Z11111111111 e 11־ 'iier ten, einer : '( r ei f t c n 11 ן Das :!■>:• in unseren leUlmrj je D I sä. j'-> «. ü. ha üb 910-1 die ni StDeil KeuiQ'elork. 11 meiner Uinderlinlie. w TüsicbnÄr eines hebrmirijen ^rtmimcUers.t i^on Nuben '•üiainiii, Berlin. .:jdj dem H׳brätschen von Hugo Bergmann. , fenne keine grötzere Freude, als meinArbeitsvon ,Zeit zu ,Zeit za verlassen und in Die ii.iner ziinder zu geft n und Dort mit Diesen Wesen zu plaudern und zu spielen. Ein Plauderslündchen ist meine ganze Erholung, ginderstube bin ich weit weg vom Lärm agr und vom Gelriebe Des Büchermarktes. UiiiDerslube lebe ich sie noch einmal Die '!:nDbeit mit all ihren Zauberwonneir, unD ve Frische Durchbebt meine arbeusmatten .■ habe vier Kinder: zwei Mädchen und zwei Tie älteste ist neun Jahre alt. Der jüngste 1 einigen Monaten den sünsten Geburtstag,!übe ist wie ein sriedliche» Rest; da gibt eS iD und Haß, keine List und keinen Trug. & was meinen Kindern allen gemeinsam ist, ind vier Typen, und alle sind sie noch Träumer, an jeden Menschen und an Lohn und Strafe, - .uuft 111,11 verzeichne ich mit Die Gedanken, ■r bei ihnen kommen, führe Buch über ihre Und Gespräche. >irr einige Stücke: inte iinD ,Fe^r sind mir zur Letzt iinD Qual ge- Word!» -Tie leiten Büdier in meinem ,Zimmer erregen' 1:1 mir nur Leid 1111D Schmerz Ich gehe ins .'einDerviimier. spieine Kleinen lauen sich Durch meine , Ankum!!11 ibtriti Sl'iel nieftt stören. Sie flenern jans Die Wände, zerreißen Die Porbänge, ioringen ' und hinnen, lärmen und schreien. Jeft ieftane aus!unD sehe eine ganze Revolulion. Tie Ei.räte umj gewinsen. Die Mobei verichoben, die Tinte ' aurge- :gossen ein Tob:! — wabohu überall. Ich zürne nicht, ftm Gegenteil, tift luhnii; Teil an ihrem ^jerstörungr- : ro.erf. B!is.r Dar Zersivren Der Jungen als Das : Bauen Der Allen. — , Freut clieft Kinder, solange ihr jung seid. Ich weiß — eim't kommt Der Tag, wo auch ihr zur Ruhe kommt. Bald kommt Die Zeit, Dann Dämpft ihr euere frohe Stimme■. Noch seid ihr junge Juden, so spielet Denn König und Konigsjvftne. so seid Helden und Sieger. Bald kommt' einer. Der stärker ist als ihr. und lehrt euch, euren Stolz beugen und Be-, siegte sein. Ich Denke an meine Jugend. Ich war noch nicht fünf Jahre alt, Da zwängte man mich ins Eheder und band mich ans Gebetbuch an Chnmesch und Mijchnah. Ich werde euch nicht an Bücher binden. Denn Das Leben liegt nicht in Büchern. Leset im großen Buche Der Natur, bifnet eure Augen und lernt Das Licht schauen. Ich kette euch nicht an Gesetz und Negel. Tas alles haben Menschen erter!111 ei. T er N e 1 jgions 11 uterrich 1, Den 1 i e erteil;!! hi Men. III eben io :1!1; u r eiefte 1! D w 1 e 11 um 0 D r 11 1111 D~i' e r m a!ן aller ander eher ,1; L1 eb,!11111 Jude!1 tum ein zus r o!'; > 11:!11! >, r 1 I n g, ■■ D e r z s«l 11 g i u j m (tilge■ IN e 111 e 11 1 o 1111 z w e ck 111 ä 1! 1 g, D a 1Y Die Jugend D11 r ch Den Ne a!1 g.׳ l Der >i e n 111 n i 4 'der eigen 1 lieften L an Desivra ch e. 7 es T iche- (ft 1 i dl en.,1n ( r Der w ieftti z ü e n M111. 1 ז ii r י :: k -111 o . n Ta■ e 1 nskamvi. enlbrftrt. Hl 1 l 1:111 nur ein gc'nuDer nationaler Wille Wa:■'.. i.liaiidi. UnD es iü selv'lveriiänDlidi und natürlich. Das; wir ,Zionu'ten Die eiiiiia.n sind, weldu aus Diese UbeliietiiDe llimveiien und e,e Notwendigkeil :iuer radikalen AnDernng betonen. Tenn Die Aunaniitzg Der JnDentumr als einer geschlechtlich (lewoiDeneu Einlieil. als eines ieb.-r.D'.a.-n und ge mein'anien (iianzen UND 11:u'er Wissen NM Dar Perbälimr zviidi.n Geseftichle und JnDentnm lassen uns. bl-■ Tiii'ge leicht 111 läuem waftren ■i:1!amme11bangeetk.nnen. Wobt weichen wir nicht um ״Haarrs!■reite von unseren. Prini-Vie!!, aber nii'ere Ansnierl- >an1ke:! wenDet sieh aUen Fragen zu. Die Dar Wob! lind Weile Der Jud.ntumr betressen. Und wto,merk würdig! Gerade uns. Die wir ang blich keine an Sorgen :!oben als Hals über K.'t'i nach ,Zion z» leim':::, villj er zu. Die 11114 F.rnitehenDen. aus Die ■Walirieng ihrer Jnnressen ausinerk!a!n zu mach.1t. Aber die Jubel: in Boeimen und Mabren baden uns biriier nur wenig iK.bor aesd>enkt 1 ans Den verschiedeulten Gründen. Die allbekannt sind. Ja. er gibt solche. Die aus piali'.scheit Niieliieftlen nieftt zu uns komme» wollen. Die um ibren ,Kiindenkreir re' sorgt sind und ück) zu ervonteren fürchten, wenn sie lieft .׳iken als Juden bekenne'n. inDem sie luwf.T: Perein.n beitreten unD um'ere Nationalsesie bei 11.ft... Tas »׳I eine falsch'Logik. Tenn Die ariichen KunDei: fragen nicht viel' nach Gesinnun.i. sie treten mit Dem Inden nicht Deshalb in!^-.Ichästrverkcir, weil er sich assimiliert und sie haben nichts Dagegen ein zuwenden. wenn er ׳'ein Judentum Visen zur Schau trägt. Sie besorgen ihre BeDursnisse bei ihm io oft' sie ihn nieftt entbehren können und solanz. ibm kein ebenbürtiger arischer Konkurrent gegenuberstebt. So sichen bei uns Die Tinge. Tie JnD.n »1 unseren LanDern werden Daran gehe» 'müssen, ihre fünften, um uns Das Her; abzutoten. Wenn ich zu euch komme, liebe Kinder, Dann bringe ich nicht Den Bücherüaub mit ans meinem {lrbtitrzimmer. Ich will euch nickits lehren. KtnDerchen. nur lernen will ich von cneft. Dar G heunnis Der Lebens euch ab horchen uns Das Myüerium. D:s Sprieß.nr und Werdens.' Ein einziger Flinke eurer Freude 11! nur teurer als alle Weisheit aller Fo.ianten. Heute kam ich wieder in Die St»be7־De11 Kindern zuzuhbren. Und ich merkte. Daß anch.üe schon Pbilo iophen sind in ihrer Art. Pergebeus hatte ie:- mich über ihren naiven Lebensgenuß gefreut. Heute borteich ihren Ge'vräeften zu und id) ersuftr. Daß auch sie sich nieftt mehr ganz freuen können. Daß auch in ihrer kleinen 'Welt Der Schmerz schon zu Hauie ist. Anch sie fragen schon und forichen.^Liegt mein Fluch auf eueh, laüet aus euren Krauskopsen mein- Erbeb — — , . Ich saß Unter ihnen und mühte mich, sie von ihren Fragen abzubringen. Toch Diesmal wollte es nicht glücken. ״Papa, Papa, was macht" — fragt mich Meuchele — ״was macht Gott Den ganzen TagWer hat Gott erschasienb Hast Du schon Gott g-seh'nb , Ter kleine Fiager legt seine schöne Stirne in Falten und seine Blicke bohren' sich in meine erstaunten Augen. Noch fand ich keine Worte. Da Drängt sich schon Rtwkah an mich heran: ״Papa, Papa, warum sterben Die Menschen, warum müssen Verbreitet clie ״Jüdisch.© Volhsstimme