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Jüdische Volksstimme · 1904-03-01 · 5 (1.3.1904) · p. Seite 3

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Journal
Jüdische Volksstimme
Volume
V (1904)
Issue
5 (1.3.1904)
Date
1904-03-01
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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Jüdische BoNdstimme Seile 3 uc dieses Namens׳ wirklich würdig Empfindungen Adel geben. Tank dieser Überzeugung len und erkennen : .Wenn wir nickt, werden wir nickt mehr im Scklaiiime hi-r Zänkereien :: Schule gegangen ist? Tiefe große Vision der verstorbene Erzähler M. B. Fcucrbera 1inh ״,h, ״ . .. .. .. .. Zeit vor seinem Tode am Schluffe feiner E- ■ i.-ihft 1 W--\ ״nö : -'SfI,n wir nicht. werden wir nicht mehr im Schlamme der Zänkerei,:»,!na l.nn- < Wohin?) Meiner Anstck» n״!ck v- . ."1,׳״ m;r >"llte denn sonst für uns Beschuldigungen und Ausfälle versinken mud nicht! f״״ Wahngebilde. TieseJdee11" ־' ״'»״?, ■ '? ״״״״'u,e besckäf.igen sich viel zu dis zum Nacken in den Kleinlichkeiten der Agitation ׳'׳erzen alle? unserer jungen Schriftsteller nach we,nlsj. f7l״lonlat"׳־. die. auch' Necken bletbcn. die wohl notwendig und gut ist als r Richtung zu lenken und unserer Literatur bestreu $1,-^•un'e-!fr VM"ungen Mittel zu einem hohen Ziele, die aber zum Übel neuen Kurs zu geben, das Bestreben die er-.fäna ,mir d, »nd. das. wird und -rn,edr,gt. Ln» man N-zum Selbstzwecke ariicken Ideen Mit den de,,.-״ ie״.,^-״,!,״ ■■" Ithm' öu. 110'1י!"'׳ J11 bigk,Ilern; vielmehr macht. Durch dicke Überzeugung wird unier Leben nken zu vereinigen. Zu diesem Zwecke ,mrtw«' '6 . :״ט’':,c 013 fin notwendiges Übel | einen höheren und volleren' Sinn -und Inhalt xspick sein!rüber oder später in ׳Ii,tä,,ie bitrachien, n»l dem ,ich divlomatischc Mittelspersonen ' sangen, unsere Bestrebungen׳werden edler und reiner! sböst-ä• *«״-»״ ״ - «״ •4* <*- •״ ״׳•״»:*״-»״. ״1־ -״״״ ״ ck'N zu begründen, IN der wir sicherlich mehr!nur' ge baden werden, als die Lehrkanzeln für ׳in ,'!»»> Zwecke der Eniwickelung einer Lriginalliteratur! aus die Verkörperung der zionistischen Gedankens 's nr 16 n 0U^ 11",11 ’י' '-tÄläfti0ת ist eine große jüdische Bibliothek in!außerhalb Palästinas und aus alle Aktionen unserer »L ismj*. * * > AS-»«■».»*•!•וי!-!» -..-.»rch»,-»>e«»iB» .'Iniialt wird keine ״sstabbinersabril" jrin, sonder» Siältc der Wissenschaft zur Verbreitung aller -׳,gen Kenntnisse, ohne die cs Judentum i» seiner in deiner ganzen allgemeinmcnschlichen Bedeutung :roßc Kulturkraft zu erfasse». Tiejer Judentum wohl wissenschaftlich sein, aber auch originell, iranzosiich gebildete» Geistern zum Trotz. denen :■ originell Jüdische zuwider in, zum Trotz auch gewissen ״deutschen Gelehrten", denen das Inden ein Kadaver ist, de» sie mit ihren stiimpsen >i-.rn nach Herzenslust seziere». Ter Kamps mit beiden extrem,n Parteien wird wohl schwer und >ן sein, oder er kann kein Zweifel bestehe״, daß ,unge Geschlecht aus unserer Zeile sein wird, wird stch hingezoge» fühlen zu den jüdischen anken, die den Schimmel des alten wie 'des » Ghettos abgesireist haben und wird die lnis erkennen, die einerseits der Orthodoxie, Ierii'alei». wie die, die geriit.-it bat, von ungeheuren, Werte und jvir alle! IN PaläsMa wirken. Allmählich, nachdem wir uns inuijeii ihn, nack bhstem Können Helsen. Nur eine! erst vervollkommnet und unser Tenkcn selbständig . 10^0 Bibliothek wird ,unge» Gelehrten die Mög!und eigenartig-verliest haben, werden wir uns zur unmöglich זוז,' sichlest geben, aus dem Boden der Väter «triginclle! Arbeit in Zion anschickcn können, zur selbstlosen, ganzen Liefe und Breite wissenickastliehe Arbeit 1!,׳ leisten. Lhne die Bibliothek j Arbeit tu#- die Wiedergeburt unserer Volkes in in selbst der Kenn der hebräischen Universttät. wahrem indischen Geiste und in allgcmein-mensch׳ wenn auch nur mi! dem engen Programm, das ich'lick.r Grundlage; zu geistiger Arbeit, ohne die cs oben kur! angedeuic! habe, undenkbar.; unmöglich ist, das Volk des Geistes zu regenerieren. Es ist tan üher>!ü>iig. aus die Bedeutung der!dar Volk, welches nicht durch seine materielle und -cknle» in Palästina sür die Ausbreitung des politische Macht, sondern durch seine erhabene Geister hcbraitchen Geistes und die Präparicrung einer! erzeugnisse groß ist. Um diele Geisteslchöpsungen nationalen Bodens nnd einer geistigen Grundlage l sortzusctzcn und neue eigenartige Schöpinngen hersür die neuen Ansiedler hinzuweisen. Tie Erziehung' vorzudringen, braucht eben dieics Volk ein eigenes der Kinder der Ansiedker muß unsere hauptiächlichire' Land, wo sich sein Geist frei, natürlich und eigen- Arbeit in Palästina iein. Es gab Zeiten, da die!artig entwickeln kann. ganze Jugend, deren Ideal Zion war, so dachte.! 'Und dann, wenn unsere Jugend dickes große Ich erinnere mick. wie :euer das Bclh-Hascpher in Ziel erkennen und ihm zusircbe» wird, werden wir Iasia den B,sten un>cr,r Jungen in den Jahren; abermals .und in einem ganz neuen Zinne den I>!)2!>:17, d. b. bis zur Ausbreitung des poli-! großen N»s an sie ergehen lassen: »Haus Jakobs. ... rücken Zionismus, war Hat nun dicker die Sorge lasset uns ziehen!ו״! .lerseit» dem Gallizismus an hastet. Tie hebräische : für das Beth Haiepher :11 Jaks a überflüssig gemacht?! :atnr wird, indem sie feste und klare.Prinzipien Erst unlängst hörten n׳!r von des großen Nativendlgc» und diese.mit aller Zähigkeit und Energie! digkeil, diese einzige d׳l׳räüche Lehranstalt von der! inneren Überzeugung verteidigen wird, der jungen Vorinuirdschast des kran zosikchen Geistes zu befreien.! Sturm und Ausruhr herrscht gegenwärtig in dem -:rarion Liebe und Achtung sür die Schriftsteller ׳ Zu diesem Zwecke sind bloß einige tausend Franks! einst friedliche» Lager Zions: mit haßerfüllten Blicken die ihre eigenartigen Anschauungen ent-l notwendig, die die ״Allianze" einzelnen Lehrern und I und geballten Fäusten treten Freunde von ehemals, .-׳en und redlich verkünden. Entschlossenheit ״nd dem Tirekior bezahlt Ist cs nun unseren jungen! Brüder dcsiclben Gedankens einander gegenüber, lichkeit sind aber zwei gute Waffen, die alle! Leuten wirklich unmöglich, diese kleine Summe aus. j ' Ter ruhig urteilende Parteimann wird die beule Sic Iritis. odoxen mit ihren Bannflüchen und Schmähungen . bciiegcn können. All dies können die besten rer jungen Leute Zuwege bringen, wenn sic sich zubringen »nd den h-bräikchen Geist z״m' allein-' von Fa n atiker n gegebenen Erklärungen, daß dieier herrschenden im Beih Hastvher zu Jaffa zu machen, Zustand nur von einzelnen ״Verrätern, Strebe«, wo man die Mehrheit der valästinensiichen Jugend. öder in ihrer persönlichen Estclkein-verletzten Per- und nach aus den Ländern ihrer Zerstreuung t erziehen kann? Haben wir unS tatsächlich so sehr j soncn" verursacht wurde, nicht für zutrcstend halten Palästina zusammcnfinden, nachdem sie sich die!in Kleinlichkeiten versenkt, daß wir nicht einmal eine können; Senn die' Personen, die heute so beurteilt :ur dieser Länder zur Gänze angecignct haben, solche Bagatelle für einen großen Zweck durchführen werden, haben ein Leben voll selbstlokcr us diese Weise wird der aceiancte Boden für könne»? ' § Mühe und Arbeit dem Zionismus gewidmet und vcr- Tiefe beiden Tinge: die Jerusalemer Bibliothek dienen cs sicherlich vorurteilsloser behandelt zu werden. auf diese Weise wird der geeignete Boden sur Kolonisation in großem Maße urbar gemacht .'en und die jungen Leute allein haben die Pflicht, ach zu streben, daß die ins Land kommenden und das Beth-Hasepher in Jaffa, sind die prak tischen Pklichten. die unserer außcrpaläsrincnsischcn dlcr dort ein echt jüdisches'Milieu vorsinden, > Jugend zum Zwecke der Arbeit in Zion obliegen. llt vom Geiste eines zugleich curopäiscken und lailigen Judentums. Tie zionistischen Alnonen die Werkzeuge der Kolonisation — wer aber :. sür die geistige Vorbereitung Sorge tragen, io notwendig ist sür ein neues bedeutendes :׳ches Gemeinwesen, wenn nicht die hcbkäüchliidcn jungen Leute? Etwa die Kulturkoniinisiion, mchis als den Namen Hai? Wir hcbräiscken Und in meinen Ohren klingen die Verse nach: Und unsrr« Smbn? nach un* kommen > cie werden unfremd von Jugend.an — — — cit gehen vorwürl-, Jahr um Jahre; Wer kenn! das Ziel? Wer sagt uns, dis wann Wer rveiß? Lehren sie je noch wieder? .— — — Tiefer Gedanke ist furchtbar. Ich predige die erslehung der hebräischen Sprache, und meine der —-Werden sic auch mich hören? ן will, meine Kinder nach meiner Seite ziehen, o das Leben und ihre Umgebung zerren sie mir weg. Ich und das Leben, wer wird Sieger bleiben? Um eine Erklärung der heutigen Lage zu geben muß man die Zustände vor dem >. Basler Kongrcsie beachten. — Tic Gesinnungsgenossen, die längere Zeit in der Bewegung arbeiten, wissen, daß cs v o r diesem Kongresse eine nach 100.000 Anhängern zählende zionistische Bewegung gab, die'jedoch ohne gemcin ame Leitung »nd gemeinschaftlichen tlrbeiislaben, daß wir alle »ns zu nationaler: plan nck betätigte. TuS .׳?aup-.verdicnst des I. Ko», er Sehnsucht und z» großen Opscrn! gresses bestand darin, daß er eine gluck.iche Ver- ~ ־- ־ einrgung der bisher bestehenden zionistischen Gruppen zustande brachte. TaS Programm dieser altncucn Bewegung war dencr Nebel, aus dem dann daS schwarze Gespenst naturgemäß ein ^,K o mpromißpr,ogramm und der Gegenwart umso schärfer hervortritt. darin lag seine «tärke.. Nur ein solchcS-Programm Ter Abend vergeht mit Jauchzen und Jubel, l konnte eine Einigung rm zionistischen Lager herbeimit Sang und Tanz die Nacht zieht heraus, der; führen, welche son» nre zustande gekommen wäre. Zanq verstummt, der fahle Mond scheint wieder!TaS Basler Programm halte deshalb von den Anüber verödete Gassen, und das Elend zieht wieder! schauungcn nur diejenigen ausgenommen, in denen ein in die Hütten die ein grausames Verhängnis s die verschiedenen Gruppe,, übcrcinstimmten. Tiefes ewigem Leide bestimmt hat." Kompromiß oder besser gejagt dieser Friedens ^-ie Hauptsache ist jedoch nicht diese geringe prakiische Arbeit, sondern die vollkommene und tiefe Überzengung. die unsere gesamte Jagend beherrschen muß, daß alle unicre Taten und Gedanken Zion zum Zielvunkie Hab׳ Arleit unserer snr diese Arbeit vorberciten. Tiefe Überzeugung wird uns ermutigen, unserer Einbildung Flugkrajt, unseren 1 pnrim. Schon lange herrschte in de» engen Ghcttogassen, t solcher Jubel und ausgelassene Heiterkeit wie Aber dafür war cs auch Purim, wo man tausendjährigen Schmerz in die verborgenste des Hauses schleudert .und alle seine kleinen?den hcrvorholt, um endlich wieder einmal, wie :.re Menschen lachen zu können. Selbst der strenge Rabbi hatte heute seine 1e Miene abgelegt und schaute mit Wohlgefallen die malerischen Gruppen. Wie selten konnte doch sein Volk jo recht von Herzen freuen, seit \ ־' der heimatlichen Scholle entrissen war. Und gehi ' diese kleinen Freuden sind dann wie ein gol- Hause kommt. zu _ Eine Träne stahl sich in sein Auge, und ilunim bittend flehte er zum Himmel empor: Herr, wie lange noch?" Es war hundert Jahre später. Tie Ghettomauern waren gefallen, und stolz ragende Häuser hatte» im Siegertritt die baufälligen Hütten verdrängt. Wieder war Purim gekommen, und,wieder herrschte anSgelasseiic Lustigkeit in den große» prachtvoll geschmückten Sälen. Herren in Frack und Damen in vertrag mußte von der PaNeilcilunz und den einzelnen Parteigenossen wie ein Heiligtum gehütet werden! sollte nicht daS herrliche Gebäude, das aus diesem Fundamente ruhte, jäh zulammendrechen. Jede Abänderung oöa der Versuch einer solchen mußte naturgemäß von neuem Spaltung und Kamps zwischen den einzelnen Gruppen, die trotz aller Kongresse Weiterbeständen, Hervorrufen. Ter VI. Basler Kongreß brach durch seine genügend bekannten Beschlüsie, das am I. Kongresse von den verschiedenen Gruppen^ geschlossene Ko»,- Seidenkleidern mit Gold und flimmernden Diamanten!promitz in t cri t or ia l cr Hinnchl; denn bedrehten sich rhythmisch nach den Klängen der Musik.! sagte bisher dar Basler Programm :.Der Zton.s- Ti- Lust wollte kein Ende nehmen, und der MUS crprebt -chäpung ciner onentlich-rechUich g״ b-rauschende Tust der Rosen und Hyazinthen ver--sich rten Heimstätte rn Palämna,ur da« ,uducke wirr, die Sinne. Schon zog der Morgen fahl heraus,; Volk". סן wurde nun von der ^r,bundie,es Kon als man ermüdet nach Hausfuhr. -! gre״es als ,vicht.chte momentane Amgabe des Z,°n,s. Auf der He,mfahrt,°qle der Rabbiner zu seiner. muS h.ngcttellt^ ״Gründung e.nc- Nachia'yls Frau- Ein so schöne« Purimkränzchen war noch H» B r, t,, ch t. ״a: r t k a vor der Erreich,,ng der ' niemals" Klara ha, furchtbar,viel geranzt und sich öpentlich rechtlichen Heimstattln Palamna . -!glänzend amüsiert. Und," stnstcrtc er ihr zu, ״ich; >) 2m r-sungewori der ״Bitn״ .imiüiitn een ..-?׳:: hnfr/noff) mebr: es ist hohe Zeit, dak ne aus dem ^2kob *‘dju W nel'chad Z einer ru׳':<ct,.;uL1׳Len Slu^enrer: L ö w, Karlsbad. 1 Icbar, tue im -Sabre l8Si nach Palä'Mia iog. Verlanget in Oast- und Kaffeehäusern die ״Jüdische Volksstininie“.

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