Jüdische Volksstimme
- Journal
- Jüdische Volksstimme
- Volume
- IV (1903)
- Issue
- 8 (15.5.1903)
- Date
- 1903-05-15
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
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Stite 2 Jüdische goltoftimmt »npartciiidicn Stflnfpanfu• nur iahr leicht nachzu- ®aicti, welche Vorteile die Auweienhiit der Juden ז1ןן England gehabt hat; aber angesichts der »1af;> gedendercn llm'iandes. das: England sich .dagegen »erwahrcn kann, das! man cs mit Wohltaten über׳ banst, m er nicht leicht, dies einem erbitterten Ar den Polizciberichten der Blätter zumeist diriit lichc Namen jji sindcn: Er beachtet sic gar mehr ' Dagegen nimmt ein jüdischer Name Aufmerksamkeit ganz besonders in Anspruch, überlegt nicht, das! jeder Volk einen gewissen Pro zenliatz von Verbrechern besitzt, und das! schon; dar Nr. nicht seine Er Whilechavel, der sich um seine Heimat l mosaische Gesetz daraus hinweist, daß Palästina Nicht — . . <• ־ . ' ». f_ _J•-1 I: __ . .Iu U.»• OfllaA tna^ und it'iiic Arbeit gebracht siel», klarzulegcn. Nichs- Veiioweniger staunen die?,üben, die in so humaner Weise bekümmert sind, sich gegenititig zu unterstützen and Arbeit und Handel in ihren Händen zij be> halten, über die!al'ache.^das; andcse Leute von demgleichen gegevieuigen Schutzbedürsnisse beieclt sei» kennen/ Tie Ironie der Situation wirdurch den llmüand versiliarit, das:> die Juden -die anderen Einwanderer bei'eile zu i'ehieben trachte», um nicht ausschließlich von Engeln bewohnt war. Alles, war er.begreift, ist, das; die jüdischen Verbrechen sein Land verheeren und bcsleeken. Ties ist ein Ir; tum der christlichen Pchchologic, ebenso wie die Unse higkeil, dies nicht einsehen zu wollen, ein Irrtum der jüdi'chcn Psychologie ist. Als dar zu׳an>mensassend, kan» man sägen; Seitdem jede Nation ihren Nachbarn mißtraut, besitzt kein Volk die Mittel, sich vor solcher Ver imi letzteren die Vorieile gemeßeii zu müssen, welche | kcnnung z» bewahren, ' es wäre denn, daß es sich ibn.i, Ihr neues Vaterland darbieiet. ן So war er aus eine Armee und eine Flotte stützen könnte. _ 1(11 Laute der jiidi'.hen Geschichte immer gewesen. | Wi-raöc das jüdische Volk, dem die schwächsten heionders ah.r' um Bezug aut die Peichichtc der! Verlcidigungsniitlel gehören, ist vonscitcn der größere» «.׳,׳.i'che»?»den. T!e ersten AKedletr, die reichen sZahl der anderen Rationen ähnlichen Verkennungen Sevhardim. betrachtete» mit großer Furcht de»' am meisten ausgesetzt, da cs unter ihnen in der iihareniveiien Einbruch armer Äichkenasim in! Zerstreuung lebt!hi ״Vat-nland"• und alsbald stellten ine die Ehe-; Ein illusorücheS SicherheilSbewußtsein hat die itlilußung mit,dieien Einwandercrii oder mit de» Juden in die denkbar gefährlichste Situation gebracht, ,t e .i'chen J1i׳'el.'oewohnern als gleich pertige V.^ s Unser Leben-unter den Nationen, welchen wir uns Huche» hin Gleichwohl gerate» die ganz!-:- Leben und ׳beschichte von ähnlich; gegen die reine Verminst ersüllt ist. Jude gestanden sei. Das starre Kon possu-sin, ' ־• ■ ־ ״.1W ,t.;:.!e1ü1'1e:e»,Welt leben. Tie An»; stl.-'t darüber nicht überrascht: Eie s Zch'.achtieltern d.P iüdlichen Afrika sandten, wo sich!der seine Ernennung zum Profess ,hi Blut mit deyi der Engländer-nincpte. da oe».!gebührender Recht fordert: ״Eie luden, deren! nicht angliedcrn können, ist nicht bloß gcsahrvoll, en Verstoßen! sondern auch unmöglich. Es lvar möglich, als wir darüber insuns mit dem Gettholebe» zufrieden gaben. Aber E:a!»,e1!. das! >'!e in einer mit unvollkoüiinener Logik aus diesen engen Mauern hcrauStretcn, an der west- ‘onittcn; sind lichen Zivilisation anteiliichmen und dabei nichtsnd jo kurz- '■ desioivcniger isoliert bleiben wollen, all dies unter i'iä;;. daß es ihten gegenwärtig unmöglich in zu Hervorbringung unserer eigenen geistigen als auch ii-.n. :n welcher Prl von Well sie leben, sie handeln intellektuellen Produkte anslrebcn, heißt sich nicht -.m;,len in.aubetz. daß die ganze Welt eine reine [ blot! eines psychologischen Irrtums — die Bezeich- V-.-rnuniiSivelt icij uni» stellen sich vor.!das! wir alle j NU,lg IN zu gelinde — sondern auch einer »ngelürndU». wenn wir uns cinreden. daß diele Hand-: sunden Illusion schuldig machen, lrugen t.׳lo.e::ch::ge Nonieauenzen nach, sich zichen s werden. Nun. -wir bennden uns nicht in einer l . •1ו-׳)>ייי,«ץ lstzi-chen. iw:5-,rn|in ein,! vwchologiichqn Welt. Als! c VlllXOlCipClJl. die c״.!l:-che!> Iahen. von patriotischem^ Eifer gegen! (ln Priem. In Nordaus ״Doktor zioh»" sagt die Buren er>a>!:.; ihre Lohne nach dgn entlegenen > der Rektor diielholt zu dem jüdischen Privakdozeiiten. Professor als ein ihm ' ie tun. als hätten f,׳::.u!1!'11• sich »sit ihnen ׳nr immer iis »nlösbarki Sie etwa; zu fordern. Schließlich habe» W.;-e und iicherttn dadurch den Ihrer?llaiie angc-1 doch die Gleichberechtigung nicht mit bewassneter :!;!;den Eiiiwank-ereru inr die Zukunft eine gütige!?-aus! abgclroyt. Eie ist doch kein zweiseitiger Ver- A:.1:׳ahn1e. So stäre es der?all gcivl'e» in einer;trag. Wir haben sic Ihne» freiwillig zngeilanden,!0,-.heil Welt, •--!her was ereignet sich in einer pin-. sic tit ein Geschenk und den Umfang des Geschenkes .:,.-;.-glichen ׳Welter Ter großbritauniichc Naiisnal-! hat der lieber allein zu bemessen." In Oesterreich, .is.;. an weichem'sie varnziüiereü lind Sassen Wachswo ja die?!Iden auf die papierene Gleichberechtigung :•iw ne anstreben, richtet sich gegen ne; denn er >'o furchtbar stolz sind, zieht der Geber den Umsang sil.71 zu eitle»! engeren Zu׳'a»1mc»ichli1v'c des eng- ' des Geschenkes ,gar eng und immer enger. Tic Volkes gegen dieganze Welt, die Juden Aussichten der jüdischen JnteUtgHzlcrs, Staatsnu; •liibegriss.n. >>>. es gib! eine g,wisse Logik oder LandesanstcUungen zu erhalten, werden imiiter ׳lle-i IN der V-misologie. Llöer des i״'t?rn mangelt geringer. Tic Zurückiveisung erfolgt jetzt ganz offen tiinchologic! unter Hinweis auf den Geburtsfehler des jüdischen . . dir Statistik Petenten, Früher bemühten sich die über die Anstellung Nachweis,:!, das! selbst dann., wenn man die Zu-; entscheidenden Oberbeamken hinter allen mögliche» ,!.!.-:ne der!üdiich.'i! Verbrecher in London in Rechnung: Vorwänden »nd Staiislikeu Deckung zu ,finden. : d:> V.rhäliniszahl der Verbrechen bei den Heute beiolgt man ungeniert das Beispiel Luegers ,'hh.1t eine geringere ist und daß dis engllichen! und sagt-; Juden werden nicht angestcllt. Als Äriom?>;>-;1 in nioraiucher Hinlich! den Engländern iithi-! hat diese Verletzung staatsbürgerlicher Rechte ein l-P.i! und Nichikttzäioweuig-r Verbinders dies nicht, hoher Richter des Militätaudiioriates jüngst bc-;edes zi.dliche Verbreche»• Mit gesteigcitzer Abscheu' zeichnet, als er mit Stolz daraus hinwier, daß im zur ,!.nn:!-!s zu nehmen Ter Leser ist gewohnt, mililärgerichtlichcn Dienste noch kein »ngctaustcr Logik IN manchem Pu>!l:e der Mau kani: ' heichelsiveiie mit Hilse ' Er setzte ׳ich. ..David.- sagte sie energisch, ״ich kann es keines — — — — - _ — _ _ __ Lelunde ertragen, das; unsere Seelen auseinander ״Io»1->tippur. >iol Nidrek" murmelten seine streben, das! wir auchnur siir einen Augenblick ver-; Lippen — ״gedenke auch unscrcr Sünden" sch-.edenc Wege im Geilte nehmen. Sprich du und! Sic lies; die- Hand nicht ab, verwandle kein ich will spielen. ' * Auge. — ״iis gehl nicht, Mirjam!" Und die Wehklage 'ward immer mächtiger, er- - ..Warum di1n,-/r״;glühte, rauschte empor... ' [ .Weil cS itr solche -juilände des Lebens keinen; ..ttlageniauci!" hauchte sein Mund..;"usdruck in der^Wclt der Töne gibt." ״Tausend ktlänge zieh'» zum Himniel".. . - ״Wir wollcti es versuchen!" - j__ _ __ _ _ ״Versuche deine .!tunst." eniqegnete er'bitter. >— .— — — — ---—__ ,'viele mir; Bedrückung der Leibes mid des Geistes, - Doch Plötzlich fallt die ,Tlötenslimme in das m-rzehrendcn^Huit zcr. schmachtendes Verdürsien, nessle Meer der Tränen und schaukelt sich darin aus und Schmach, Temutiguug und Erniedrigung ׳'viele ab... Aur Augenblicke wird sie von Wogengetöse Herz, voll A-'che, ein Hirn voll szaulnis,; verdeckt, dann wird sic der Wellen Herr und verfölgt Verkümmerung. ."!zwischen deren Bergen hurtig ihren" Pfad... Nach ...Hoi a;;׳!' uniubrack, ihn Miriam, ״hör auf,!,.1״ ®'.יa4 beruhigt sich das?Neer »nd die Flöten- »1»; ein alle L.ualen der d;äan - ah allי!׳ ..?di Ui■; hfl,1,1 ele zu berauschen. ׳;;ch;' 'limine tönt vernehmlich... Aus der Mecrcsslächc erzittert ihr atlang. ein leichter, beschwingter, gar duldet hier keine Ausnahme. Im zivilen Rich dienst läßt man sich schon eher in Konipron: -e ein. Ta empfängt ein Tber-Landesgerichtspräsi; f einen jüdischen RcchlSpraktikantcn, der sich! richterlichen Karriere widmen will, zuerst mit r Frage, ob er noch Jsraclite ist. Auf die bejahe;• •e Antwort kennzeichnet er seine Chancen mit . Worten; ״Dann ist ihr Gesuch mit Vorsicht 1 behandeln!" Dabei gilt der Herr Präsident a 5 liberaler Herr. Tic staatsgrundgcsctzliche» Axio. gelten nichts in Oesterreich, wenn cS sich um Iud handelt. Ter staatliche Antisemitismus hat sei eigenen Ariome.Iscin ungeschriebenes GervohnheitSred gegen dessen Wirken unsere Intelligenz allmählich a. gestumpft wurde. Sie fühlt sich ganz als Gcschen nehmet und ist recht bescheiden geworden. VIe'lmelllgenr und ihr Sport in Oeftmeid Alan ist bei uns daran gewöhnt, daß die Herr Abgeordneten der verschiedensten Parteilagcr sich t kostbare ^jcit der Steuerzahler mit allerlei Allotri vertreiben. Tic Bevölkerung nimmt dieses Parlamcni aus welches das gesittete Europa mit mitleidig; Geringschätzung blickt, nicht sehr ernst. Wie sehr abe. die Verlotterung und Verrohung, welche unter de׳; Volksvertretern cingcrissen ist, auch auf die intei ligentcn akademischen Schichten zurückwirkt, zeigt ein Fall, der sich anläßlich des״ Antrages des Abg Herzog cneigncte. lieber diesen Abgeordneten, deaus jeder anständigen Gesellschaft mit Schimpf uno Schande ausgcstoßen werden würde, sich zu entrüsten, weil er die staatsrechtliche Stellung der Juden!» seinem Anträge aus die allerticfste Stufe Herabdrücken will, wäre für den Lumpen zu viel Ehre. Ter skandalöse Antrag durfte nicht nur widcrspruchlos im Parlamente eingcbracht werden, er hat auch das Wohlgefallen von Akademikern — freilich in Galt zien — erregt Wie der ״Monitor", das Organ des Abg. Breiter in Lembcrg. meldet', haben dortige .Hochschüler, sich skrupellos über die moralischen Oualitätcn des veutchteten Antragstellers und über die brutale TcndcnFdes Antrages hinwegsctzend, dem Abg. Herzog folgendes Telegramm gesendet: ״Für , das mutige und unerschrockene Auftreten gegen die ie uns 1 herzlichsten Dank. Tie antisemitischen Tech- . niker." Tie rohen Bursche sind des Herzog wert. Die Crutziudtn dcuiTcher Ration. Herr Rudolf Auspitz. dem die Liberalen im Rcichsrate jüngst so übel mitgespiclt, indem sic ihn durch antisemitische Machenschaften zur Mandatsniederlegung trieben, will jetzt — im deutschen Lager ist er eine gestürzte Größe — die Juden beglücken. Er komnit spät. Aber wo soll der Arme sich jetzt betätigen'? Tie Wiener Allianz hat ihm in ihrer Leitung ein Plätzchen eingeräumt. Merkwürdig, an diesen Leuten gehen alle schlimmen Erfahrungen. Enttäuschungen und Zurückjktzungen, die ihnen das politische Leben bisher dereitet hat, spurlos vorüber. Sie sind unverbesserlich. Ter Herr A u s p i tz hat in der Generalversammlung der Allianz die Erklärung abisegeben, daß er als Jude deutscher Nation kandidiere, ein nationalcs und politisches Bekenntnis, für das auch Gemcinderat Tonat Zisferer zu schwärmen erklärte. Es sind doch bedauernswerte Menschen, diese alten Leute, die sich mit solcher komischcr Zähigkeil an ihre allen sogenannten Ideale klammern. Aus der Poluik der Deutschen ausgeschaltet, von allen Schichten der arischen Bevölkerung verabschiedet, ja üavongcjagt, beharren sie aus ihrem deutjchliberalcn Schein und reklamieren immer von neuem ihre Zugehörigkeit zun, deutschen Volke, die sie ihr Leben lang mit schwere», Gclde, mit vielen Opfern deS Intellekts und der Moral erkauscn mußten, llnd >vie trotzige Buben tun sie es umso halsstatriger, je deutlicher, je zahlreicher die Beweise judenfeindlicher Gesinnung aus jenen jtreisen kommen, in die sie sich gewaltsam drängen. In dieselbe Schule gehört auch der Baurat S t i a ß n ys der in .Karlsbad bei der Eröfsnung eines jüdischen Kranken- Hauses von ״Israeliten ohne Unterschied der Rationalität" sprach. Solche Aeußcrungcn stimmen heiter. Aber eines ist sicher: Die alten Herren wird man weder durch gütiges Zureden, noch durch radikale Taktik von ihren politischen Schrullen abbringen. Sie bleiben die Justamentdeutschen mosaischer ätonscssion. Jetzt erst recht! . >1-.׳ w lauft.;» st'iel-» . öahiurollteu.. 1 'lieblicher aon, derSangdesLandmanncs, u unMft"d),^Ui{l«wSä'#rflt'n' E'chbt Hoffnung gjt Wirtfd|aftüd!en?ragen uni» -er Wie wenn au; dem Nebel Lichtsunken hervor-! Parteitag.! - ü wie sie der Wanderer Tie zwei Hauptelemente deS EniwicklungSpro. n׳ in L-ni “־!)in ' * t■ . ■ 1 ",1,. . . &er Menschheit bilden, wie Solnbart richtig 'rVt',-״. ' rli'- ,-1'"'״h ־'•״1 “?.ז״״ ־11יItn: bemerkt, das nationale und ükonomische Element. ' f'I g" L! ,0"״ ' ״ 'נ «""-bedeckten Wir könne» «ns bei keinem Volke eiste wichtigere ' epochale soziale Ltrömung ins Gedächtnis ruseit. 1