Jüdische Volksstimme
- Journal
- Jüdische Volksstimme
- Volume
- IV (1903)
- Issue
- 6 (15.4.1903)
- Date
- 1903-04-15
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
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-U JiiSüilie Volfoitiimnc 9h.; {iiölilUTion über die 3u&n1fw!jc. יי in: ׳N.111 in .if.ici . Volker vom _2i1a1tp.au Vor Geschickte verschwindest ^1, . und mit ilpn'n nattirgeinast auch itye vkonomückie Ufr £t־)|t״nfl Jln 2tl.lle Scä alu,״ .siapitalic-mu« tritt _ ״ . , . t,,״ chic 'Jcaturahuitt'diait -c ״B-te und arbeite;“!. Doch Dr. max noraau una /1cnau־naan1. die Inden hauen sich 1U« atlcn vkonomiichen Formen! Herr Tr. 3 lu׳!t hat i'onj ent »1 uitKrex | crtjaltcn; ■und darin liegt das abnorme Element in!«ihrer 15. einer i'Aüe geivrochen. das! es schwer. jh^ viagc: ״?inmitten einer nülltg anders, ja entist. ihm zu antworten, ohne m denieljben iKttigen i gi-gengejettt■-gearteten Wirlschaslsiveise repräsentieren Ton;11 verfallen. Es iäll! nur nicht jein, Joftorj(״ unterschiedliche Wtrtschastsqruppen. Mit anderen Nvrdau in Sckm'tz zu nehmen, er hat dies nicht. Worten: in der primitiven Natiiralwirtichast bilden uotwendia. denn Tr. Thon wild hosst-ntlich mtt I fje uorgcicttrittcuc, höherstehende, kapitalistische Wirt ׳einer. unüberlegten Ansicht allein dastehen, wenn jchastskörper nicht ein oder der andere iurge Herr un Lchönheüs-1 Diese ökonomische SondersteUnng haben sich du׳el verchsn. rwtsekien einemärü'ridrechsler und einem!die Juden erhalten — wie der Verfasser in einem von Jrennd und Feind geachieien ׳yüljrcr einer! histornchen Rüeklilicke zeiht - das ganze Mittelalter ezrostn Volkshewegung tu unieri'cheiüen. Achad-l h^durch. bis in die neue Zeit. Wo das kapitalistische Haam bat ebenioweuip die hebräische spräche er- ' Prinzip zuerst zum Sieg gelangte-, erfolgte auch sniiden, als er dem Zionismus Anhänger zugesühn, juerü bie li1־nanjipation: in England. ״Tie ״Hand bat. 20 sehr ich .Herrn Tr. Thon zusiimme. das; j werkerehre" ׳mar abgeschafst, der ״Handel“ anerkannt die Bttcklinge vor de-r ^genannte» euiopaischen -Multur ■ u,orde»“ :- 1201nbari) ״Mit dieser Umwertung wird eines Zionisten unwürdig sind, mu» ich,doch daraus! ,״an auch t>ie Emanzipation der Juden in Per!!inwei-en^-das! die Sprache unserer Propheten wohl d.ndnng bringen dnrsen. Tie jüdische Rasse ist — keines Reformators bedarf. Untere atnKnr in älter ob von Natur, ob durch den (׳>ang der geschieht als die europäi'che und war selion vor 201!» ,׳ähren >jch»u Entwieklnng. bleibt sich gleich —: nach einer in der Hanptiache. d. i im Verhälttiiste vom Menschen ^,iie ihrer Peranlagung gleichsam die Inkarnation znm Meu'chen .be׳i:1 als letztere Tie der uinrigeii! kapiialinisch kausmännischen Geistes. Teshalb ver überlegene »imerielie ׳iul'.ur der Gegenwart hat öi=e: aeittet. solange dieser nichts galt, geduldet und M.ntchen wider besser »och glückiicher.gemacbt. .ei!. gi-ichatzl, teil und wo er in Kurs gekommen ist.“?11. י-, eim» Punkte stimme ich mi^Htrr» -roftor Man mag mit dem Persasser nicht i» allen 7 h o n ubere-.n. Tr׳as jedoch Achad-.Haam anbelangl, ü'jnen Ank׳uhrung׳n nbereiiislimmen, jedenfalls ist mag ir di. bene» Absichten haben,!allein leine Erm, rwrliegende 2chr,s1. als ein ernster Versuch nach ׳.':ge als;,,u'i'.t't find gering. Als solcher durne er׳wijsen'chaftlich.r Pen-.esnng des zionistischen Ge- -!ine Euttau'chitttg über den Zustana der palästmen-1 da«!»-»» auf das wärmste zu begrünen. ׳;M.n nolomen nichi an die groste! Glocke hängen, j detgdadurch bar .r grope vinmuugnng in unsere! Büc״ ״ ZeWcDriftCn-Rui itiiii en gebra.:::, er Bunte Nichi die Parole aiiS'1 .... , gebev.menfa auch ,etzi ״och dtr alleinige -l emnachn er'chenn I», ,endlichen Buch, und T:,r ntdf'che Auswanderer bleib.-!,! ,»us; ״nd!-"uimoerlag!!, Prunn ״vrrPi»ni»m«s >. preis ' ij ׳'!ich durne er die bei uns i'hiietii» schwache I!se'rönles Werk von.Tr. ,e. B. L ap ir in Odessa, mit Tls-.E. ׳'.'..tu durch doktrinäre Anämie aus einen'*׳< .׳'■? "״״ ™,™״• Üilicnblnm. ,׳»halt: üi;:* l.'.t.ru Achad-Haam in ein ausgezeichnerer Ter Z!o!11-,-»>iiS m der jüdOcheittGeichichte. Schriststell:!. aber ,IN schlechter politlicher Führer,-- -t-ugrätige «nechlschasr. .! Tiepooilische und in- 1ru>.-rem 2lt-,le- Und deshalb hatte Ti. Nordau i bürgerliche Lage, der .Tuben >m Westen und Esten >ntf> meiner Ansicht rertit. als tr ihn in »lj schranken ' f *1״« ״fl« des Anmemitismns für die Juden liüs. Auch m der ru,»än!'chen ,«aäistöbe ich auf,«!- Europa. ... ±te ökonomnchen und phylischen Be üj--.n Tr Nordau» b.mi eins- •{:inift kenni^'hllungen des Lebens der .enden. 0. Tie Schöpfung I-ö . in ',*•V.'• und ־ויהheit',: n|,b: ■ papierene■־cinc* territorialen Zentrums in Palästina und die . ׳ Aitiniilanr must natürlich lZwischen Bedingungen des Landes. 7. Tie Geschichte! ן des Zionismus im 10. Jahrhundert, I. Periode, n »ihn ein!!!,’.»יו aiu-r■ s Tie vtiichichte des Zionismus im 10. Jahr Nordgn ist.! mochte ich bnnderl, ».Periode, 0. Tie Koloniiation Palästinas t.-rt :ri״!i.tn:'j-S. |1.1n11111 1.״ Zutainmenhange-michder Palästinaidee. 10. Tas '-'ietäihe::.h:: ant.r» d.nk.:- * a:: :1ה| «ar. .:n ■ hu.1■' il, L .י r. 1ut.' r: flir iiiodcriit Jutirufragc. g,-t:g rund der' ge'.htchrs pbilotop! . i-«u'u:ta:!i Aug-.ist Enchns emwickel! de - Penatier! " ״'■-•!״ ״״[ "״ dt. u-stör..'.!-׳. Anomalie des ,üdüchen W.rtichairs-! ""-d'nc ״her das Bucht leblv-s T,.'- beginne nickt.- wie landlarstg ange-I..-, ”*■? Z>°n׳smus ha itoituten, mtt den. P.-rluste der natwna! en -dlär-- «r « aber bien uost stand-.gk. zu!׳ucheii t ne ideru >!׳ liegen >: Ursache»; ,eien einem Umstand! , - oen ein! Wengore״ .״,chl o -f.it: - ״T-.e Po,!.!Wanderung beginnt . ,:!:< -'(eich f-.aetn in allen Jugenp.Huniien, E'Igoren ',׳!len racheruander ein: und chrstoren di! a.t« »ulrur.- Tnimmer hausen sich aus Uitd als nach den wilden 2!!!r!»en wastd riii-.g Europa zur Oluhe kam. da ge׳«i>i:es .׳iulriirbild verändert. Nene Vl 2kila:.-n, .neue Persassiingen, neues 0׳ Wirischa'iS'oruiiii waren au׳ .׳,!. 1 chen An׳! B7t:sen und die Ausgaben des Zionismus, kl. Tie . Perwriklichung des Zioiiismus. 12 Ter.Zionismus! und der Jorrichrirr. 12. Tic 2rrömu11gen im Zio . nismus. >4. Ter polnische Zionirmnz und die _2r>el!k0iigresse.. lä, Tie Pilichren Ver Zionisten.! l!>. -,',-״len. 1 M. L. Lilienblu.m. der rühmlichs! bekannte;!!.-bräriche 2chrifrneller. einer der ersten Vorkämpier der jüdisch narivnalen Idee schreibt in seinem hat zwar schon eine ganze dieselbe ist hauptsächlich eine anber-'-wo l ״ubli^iiiiidu- oder beschreibende. Tie vorliegende Ar der Vni-'b״t 0״" Tr. I. B 2apir aber beleuchtet diese Pi'-.kerwai-deriiiig , das erstemal in Erschein״״?.; ' ««״ , aUl'>1 -e7'׳ U'jd ist das geeigneteste - - ׳,< ׳». Das obgenannlcs;!toi. Arbeit wird auch. 1 denjenigen Zionisten grosten Nuye» bringen, welche J" '0 ganz in alle Einzelheiten der historische» Trümmer Solution des Zionismiis, seine latjächliche Entder -hö'ker- "י!זז1'^)1ג ln der lebten Zeit und.seine verschiedenen ' ־ -tromungen eingeweihl sind. Tas vorliegende Buch von Tr. I. B. 2 a p i r ist die erste a l l s e i t i g e Besprechung der zioniilrichen Bewegung.“ tchlilö r>1T01u>. Ter srnrke 2imion und war tein »er, neue ■ -ch>, m ne! de» 2ckal>p!än der ״, ״ , ^. . . Nur ׳- > » Volk hätte alle 21,nun-1 ™Me?, her ag -,grr.ed E r onb ach. Berlin. N. prulch.znsltl. Ein Blatt ans der erer 2tadt. Verlag 2igsried Cronb a ch, Berlin. 'H.rniurl hh-ilöls Ter Talmud als Bechrchubidaiieii. düster, rraurig, aber ,!liliebeustl,- seist an'■,(, -יי beit a!i,» normen tialrend, ^gns ,iner alren, en, ,d.,^z N,-,"י’״ ־1!.י<-;סז1:1י4"1.1י. »It ftiimmcnb: d!c ,\uDjn. 11 nb -!flu. bi'hnuu Die abnorme L n .ן c Dr« ijübnMifn; t ״ ־ ״ ־ . י . 1{ןי Volkes“ Um istir dt,st Behaupinftg dsn Beweis! Eronbach. Berlin. . \w -r7'ern׳?lN. aibt &1׳r '-l'irnimr votern 'einiqc all- .. J^ ^vUnändigcs ifnjeip aeuii.t'.e r!storiiche Begiiiie wieder ,Cnefcp!: '.Tas ' U-»b«ck m.t Bnnck״cht.gnng der Estertüche. .Vierte?!l:lr:!!״! dars'keineswegs als die .E.nd^itsperiode^ °cr,״ehr,e und verbeperte Auslage. Vermag >1ii׳er,r I»oöe!-ne1! .etnliur ange'eh.ii werden.'woraus! * ®י Brandet-, Prag, Breslau, in! Mittelglle-r das hoher eiitwiä,I1e-Judeiialler und' neuen Zen das R.iiealnr eing! ,- selbständige,! -.1, okoiioiiiische i d u schon im-! int ,1,.-italter der :!.:1-1: wäre. Tas Aller!»»! --! ,il-ge'-cklois.-i!.- Nulturperiode ..." 2. ,e.imi. 1ir ,lue kaviiali'sti'ii!: 1 w-.r-i! eine v.-U'ständtg ätiSgehil,.' -■ .tt:r.n\ta't. iii Jnd.-tr haben ö i '11.g! litg von den PbotiiZtern.-die a! P:-l-..t,r gelren toi-re», ubernom: P! .!t.iwandernngieh'.n wir die ml. Der Indian. Eine Pessach-Geichschie ans Galiziei,. X'0n .T.:ri2 :H'orbblu m. , ,־5 ,-■ ■׳* IU?r ungöiähr zmei. drei Tage nach Purim, ...v.taiiNi'che. als Lchinnl Blize, ijines Zeichens ein 2chneider .׳!.:pnalisinüs INN de», Begleitesie» zu Egren der Prinzessin 2abbar "" u'vi'cher-beichasugt mar. Auf dem Tische standen M!r der.,Mesiingleuchier, die der alten!!!enden Talgkerzen zwer ans zwei melancholisch 'bn-nin -düsteres Lichr l'erbreitetcn. d ferner befanden sich aus demselben eine ganze ->!d eine halbe Batches und ein Hering. Neben 2eh!t»l säst feine sfran zur Rechten und zur Linken .ne beide» Lprostl nge, ei» sünsjehnjähriger Lohn, ׳.r schon tüchtig istt Schneidern mithals und ein sj. jähriger, der noch das Cheder besuchte. - 2 chm ul rschtetc Barchesschnitten, legte auf ]. :3 2tü(f eine Portion Häring und verteilte so . Gaben an seihe Beisitzer. Als die Reihe an kleinen Jostl ke m, schnitt er ein Gesicht, als Ze,!seines Proteste׳, dast seine Portion um so viel kle! sei, als die se>»es Bruders. Als ihm der Vater,, eine» zornigen Blick zuschleuderte, glättete dev'2. seine Gesichts; ige, nahm mit Resignation den zugedachten Tcil, schwieg und ast. Hieraus ltckte Schniul das Fett des Häri von seinen Fingern, nahm das Gebetbuch zur H und.begann un er bem Geschnalze seiner beiden 2öl! bas der Vorzno lichscit des Härings gewidmet wor.!! war, das ״Elie1hu“-Gebet mit all seinen Variatir׳-!!: und Mombinationen laut zu rezitieren. Er war noch gar nicht weit stn seinem Geb. als er durch ei re merkwürdige Frage seines Sohr, die ihm aus Galt weist was für einem Wege r gefallen war, unterbrochen wnrdr. ״Vaier.“ sragle Jostl nämlich, ״haßt du sch einmal Indian 'gegessen'?“ ״Wie kommst Tn nur aus diese Idee?“ a! »ortete Schmnl! mit einer Frage. ״Ich hab's »och nie gegessen,“ sagte Jost ״Aber gesehen habe ich schon das Fleisch einigemal, Erst vorgestern^ ans dem Tische bei Rosenstoek ־ Ich sage Dir, Pater, das Fleisch ist so weist re;1 Marmor und Nie Haut ist so bräunlich, so mürb — es must doch wunderbar schmecken. ..!“ ״Natürlich schmeckt Indian sehr gut,“ ״sagt, der Vater gewichtig und selbstbewustt, wie ein er. salnener Mann.! ״Ich habe auch in meinem Seher nicht einmal bacon gegessen. Namentlich an Feiertagen — ״Vaterl, iv c Hai s geschmeckl?“ unterbrach ihn stürmiich der .eil.-ine. W i e es , eschmeckt hat, kann ich Dir freilich . da es schon ziemlich lange her S war es sehr gut.“ ״....hr, Vater,“ fragte der ältere Sohn in geietzterem T >ue, ״daß diese Vögel aus Indien stammen?“ aher auch der Name. Bor vielen brachte man wahrscheinlich Indianer zu uns und hier wurde» sie nicht mehr saget ist, aber allensal Ist es wa ״Gewiß. T hnndert Jahren ans jener Gegend ausgebrütet lind wer int sie ausgebrürel, Vaterl?“ fragte der alleweil nengierige Jostl, während der Aellere sich mir der Aiifworr znsriedengab. ״No, eine Jndianin." ״Har man doch dann die Vögel auch mitbringen^ müssen sorichte der «leine weiter. ״Selbstoeriränülich,“ fugte Schmnl mit Bedeuliiüg. ״Wozu Haien dann die Eier getaugt, wenn man die Vögel selbst milbrachle?“ fragte Jostl un* er»,üblich »eitel. Schmpl st iyle eine» Moment -und sagtet ״Tas versiehst Tn ni hl.“ Aalerl, k!!»s »ns eine» Jnbia'n aus Pessach!“ bat Jostl mit t ocherhobenen Händen. Ja. meir «inb. das gehl nicht. Nur ein reicher Mann!M1 sich einen Indian anschassen. Wir sind aber Mtc reichen Leute.“ .,Glaube uif, Schmnl,“ sagte Frau Sarah, die bis jetzt still ichweigenb bagesessen, dem Gespräche jedoch mit grister Ausmerksamkeit gefolgt war, ״glaube mir, b ist die reichen Leute dabei viel billiger heranskomhrgn. als wir. So ein Indian kostet zwar einige Gulden, -dafür aber genügt er für einige Mahlzeiten nnb bas Fett kannst Tn dann Wochenlang benützen. Und da hast Du wenigstens etwas Gnies für Tein Geld.“ »Tn!nagst ja recht haben,“ meinte der Vater. ״Tu, Lchmul,“ sagte Frau Sarah nach' einer kurzen Pau,e. indem sie ihren Gemahl leicht anmest, ״wie wäre es, wenn wir uns wirklich einen Indian für Pessach anschassen? Erstens zu Ehren der ^eierlage und zweitens würden die Kinder eine groge greude haben. Und dann sollen die Leute lehen. dast wir auch etwas Hutes haben bürgen. Wir könnten uns einen magcren, leichten Indian kaufen, der nicht viel kostet, diesen würden wir durch die vier Wochen mästen und bis Pessach ist er;u einem Niesen angewachscn..." ja. Vater, kauf uns einen Indian!" tchrieen die beiden >Löhne. -י .,Vier Wochen einen Indian zu mästen, m nber feine wendete Schmul ein, ״und lvo wirst Tu ihn hatten?"