Jüdische Volksstimme
- Journal
- Jüdische Volksstimme
- Volume
- IV (1903)
- Issue
- 6 (15.4.1903)
- Date
- 1903-04-15
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
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füvische Volksstimine N- Sckattrn.! fcs lag in mir wie Blütenduft * ' Uon morgenjungen frühlingsbeeien Und wollte aus tiefster Seelenkluft Mir über die Lippen in Andacht treten, leb dachte, es würde ein Eiedeleht, ülie keines könnt Itilla und feilster fein. _... .;iuDitn, I ioröort ,möi',1, aus die Gcsahr hin, Teklasiier, ״stigen ,'vixionu'uro. wddjem Spezialfach j Halbgebildete heranzubilden.;1m׳e״ö.11״- ,״׳c• 1;aui,','1׳ Summe all,!:• j 33:nn man all diese Umsländ: in R .. ••־..׳-« ziel», io. ergebe». sich' für den jüdischen Ltu. ':,len :c», - 4:n $t- &״:: ts last in mir wie der Lerchen Sang, Die lichtesfroh dem Schöpfer danken Und wÄlte in fonnenfreudigem Drang ülie Blumen aus meiner Seele ranken. Ich dachte es würde ein Liedelein, ülie keines könnt ftiller und feliger fein. Dun weif; ich nicht, wie es kam und ward, Daf! alles fs a!tder$ getroffen: ... Gin armes Lied von febeuer .Art ttegualt von Sehnen und hoffen .., Und dachte, es mühte ein Liedchen lein, ülie keines könnt ftiller und feilster fein. U:ni Kcimwdt-״’ Cbesitsr Zlocilli.i Berlin. aus Russland oder!liumänien, der die ,».׳. :Möglichkeit besivl, seinen Studien in der f zu obliegen und der mit einem eine solide?.’ ,diulbildung nachweijcndcn Diplom versehen >׳ eine hinreichende BNdung besitzt, um die 3lui>: prusung in eine Hochschule zu bestehen, zwei . Der eiche, der ihn zuh jüdischen Hochschule und der andere, zur nichtjüdiiche» Schule gl Zweckes. Es ist gewiß und logisch, das! er der ihn zur nichtjübischen Schule führt, den 'B. cinräumen w:rd, vonwegen der Umstandes. ׳das! die letztere mehr materiellc?lussichtcn gewähr: ihn durch ei» offizielles, staatlich anerkanntes T:. IN den Stand jetzt, ,einmal nach Beendigung ׳ Studie» sein Brot zu verdienen. Einen jn einen a: acht ucn eile ״de .cl- 'er E״ iü vom?׳Uhen, aus einige ipezielle Bunkle l jüdische etchule, wie alle nichtjüdischen ^. einzugeh.״׳. weiche eine f ״gcuieurjdmle dieser Art! gleiche» Zweckes, welche aus ihren guten charakterisiere,!. '! von den .'..,״dtdateu dieselben Zteunrnisse ver, juers, iii da die Berallgeineiiierung der Studie«, j miiiien, welche a» den nichtjübischen Schule Das- Prinzip der 'Berallgemeinerung ’ D׳׳r Studie»,! sordert werden, aus die Gcsahr hin wonach die lunsti sie sich auch zuive uu'inen. lechni'cheu 33,iiens. besitzen sollte», .»,»st die ,Grundlage einer technische» Hochschule sein. Die Er- ׳äbning bat erivi/ieu, das; eine ausgeiprvdienel Lpeztalisierung der lechniichen Studien eruilbaile ^׳ad, tsile zur folge bat: denn der Ingenieur, mutz sich .tPille mehr denn je während seiner Lausval,tz »״> ,trage» befasse». welche aus alle Zweig. ieiuer Wissen ,'!hast 'Bezug liabeu.?lus diesem Grunde könne» stzkt die IngemeurnuSien nicht aus die bloße Tüevrie beichräuten und aus die Hebungen und graphi'chen 'Arbeiten. denen man sich au der Hochschule oder in den. Laboratorien unterzieht, sie müssen vielmeür durd, bäuiige. unter, der Leitung der Prvi.si'vreu unrcruomni.-üs Erkursioneu-in die fabril.zi, 33erk nätieu und 33erile» des Landes ergänzt werden: und wir idiai» das; die aus der Höbe der Situation stellenden Länder -sich nicht blos; damit begnügen,! iMeusdien durch Bceuisluszung aus ihre Studenten durch ihre .Fabriken, 33erk,'lät,en : icheinlich zweiselhasien Lebensweg lenke», hieße - und?Leriteu .;״ fiihren, sondern sie auch verpflichten. j bedenkliche 'Beranlwvrluug aus sich lade», d n jälirlich eine' Studienreise ins Ausland zu unter- ׳ folchn. wie mir dünkt, die jüdische Hoch!, .e ueouieu.?׳un. in Palästina beitehen momentan ״,euials trage» können wird, w.der fabriken. 33erk>1ät!en und Weritcy, weder. Was die Schwieiigkeitc» anbelangl, die!:! ::1 S!rasten noch Brücken, weder Dampsinaichineu noch: bei der Zulassung zu den Fakultäten der libere. .11 Iiii&iftlir üoilil'diulr. K־;t 11: : ־1.•::; an : :)i a v! .־1 ט: ci.7. Der 1 k' r Titel׳' von Kurzem t׳׳g Dr. .':::ikel. der s:ch IN i'ireigi sachlicher Hod1׳'d,-.,Ivre7ak:e der cvg. Buber, 33 e 1 z m a n 1:. beiaßle.! f,n?1,1 :.׳..:dine!'״׳.: kritischen?lussnhrungen 1 bring: der . k'.-iv. Pic»,i-!.-- •euimf vouieiien uuieres h>g D.!besondere die prakriche Seite der s7׳.,ge beleuchtet und' sich hierüber . 1־ zuerü den ,va!I. UI Ecivägung.!. :::. >.׳ chichu,.. in Palainn.i gegründet u i:e. w.d..: wir uns aus-:- gewisse». ■; : ::er. »b es wirk.ich möglich in. Sirr.!,l!:::g. Oteier?lr: 1״. e«w,u!eaude zu ׳. ::...des wie Pate.suno. Utomeitia» ,.:er Zivin ״׳.. : ׳.: und es noch .anae :seil ׳ein wird. ::׳che. Istdu'irtel!. und kommerzielle na» eutsvrichi ,:och lauge nicht den ■ ludtichcn Hschichuke-,'. w.lkbe-'die : enge1״eu::au׳bat>!> in.den ,reichern Strane, .׳aues. d.n ->.>!echa״>k. d.r :::duiirtels.u Eueuite und der Lau!,, cum Z-.d.e härte!! ׳. . kor.o: wirklich 1uogI1ch.il wo ,die׳e "Schule in einem liberale» Laude Europas errichtet werden wurde. Scho» durch die Tatsache, das;' dieie Schule u.chl im Z.ntruiu der ,.der höheren Bildung baren indische» Äsjaise geschasseu werde» kau», wurde sie nicht melir direkt ibren Erivariuuge» enirprechen, da .ein jüdischer Student aus Rusiland oder:liuuianie». der seine Studien an der jüdischen Hochschule sori- I?lllgciueine 'Abteilung für Philosophie, 3eatiötialokonomie, Pädagogik und jüdisch.׳ Wisienschast, 2. Abteilung für Mathematik und.3iaturwisi:n jchaslc», . ist die einzig.wünschenswerte Hochschule, ooif d.r inan bessere dieiiiltale erwarten kan». Tic zwei kombinierten?lbtcilungcn l und 2 all ׳. ...::1 .!.׳: ,׳!: ube P i.it:: ׳ ' .... ivuiu.e d.u!:,bi::.,: Teil d ׳?ln-angs war ji.t. :n.tel.e Leute, lagt man sind .chtu», und׳ dieie ne.,linder batten .dachte lje. nie eonk ׳ . ii. ׳Beiichrauiicz, »ndl^ ängstigte schlecht'! : ׳el.s >ie ab.r allmäklich die lHüte Itiüd ,freundlichkl״.: d.r frau Silberm.rnir erkannte., .musrte sie ‘ ii.v o׳r iagen: > ' - Sa reich und doch io cni'ach. sj> sz-.i von u.i'C:1nu:! ' , 'Rach und nach überzeugte sie-sich, ^baii f rau Sily.rmaNn ein goldenes Herz, eih gutes, .«,,,udiich.-S Herz habe llnd ne geivau,, ihre 'frtzu lieb ״und gmvsand gr.-s;e 'AnbängliekLeii an das tHaus. an bi- >t,1:d.r. .׳ t ,!wet ,!Inder baue frau Zilberuinnn, eineir . .'s-ibrigen ainaben, der das lHiiüinasiutu besuchte undt ein siebenjähriges. Tvchterchen.j — Solche seine .׳linder: wie sie ,ein reden, ipieih!, w:e gehorsam^gegen dig:Beptler: Wem Gon :li.ijl'ium schenkt, den, gibt er alles, dachte'Mir,am. 3ear eines konnte Beiriani nicht vch'chmerzcn: ׳W.tbalb w1׳s; mau im Hauic nictps voh ״Jüdisch. ke!zr '■ Man sollte meinen, das; cs. leine*, so leicht i׳:. die. Sapungen der :lieltgiou zu beobiichtcn, wie d.nj Reichen? 33as ׳elilt zum Betjviek. Pen, Baier der! Madame, der io reich, iü und trotzdc», dreimal o»- der .'iüche beobachtete 'Mirjam mit Pein׳ lickier Strenge, dasalles koicher sei. Älle'iN was konnte ne daiür, das, :Madame nach de», fleiichesieu ein Glas 'Milch verlangte?; - 33׳ar ist das iur rin Genus;. Milch nach :f teiich? fch würde es ,chwerlich ertragen ohne Er- : brechen, dachte sic. I?111, Sabbat war es ganz io wie 'an Wochen-. :tagen. Es wurde Tee g,kocht: im Hause wikrdc geschrieben, genäht. ' — fch ivcrde es hier nicht aushalte»! dachte' —?ellii. wird man kaufen. Und Pessach machen i» der Wohnung? fra» Silbern,au,> lächelte gütig: — Tut was ihr wollt: ich habe nichts dagee Und Mirjam begann zu waschen und zu scheuer: für Pissach: sia überwachte strenge, daß kein ״Ehon, de, kaufte Geräte für Pessach, jchai'1 ,sie in den ern.n Woche», hol' der Teufel de» LvhnZ dch fahre' lieber - naef) Hauie j ,?lber sie versuchte' sich selbit zu beruhigen: Was!gehl das alles mid, an? 'Bin ich etwa ״Gottes Polizei"??Rich wird män int fenseiis nicht dafür! strafen., , fdre?lnhänglichkeit an ihre'frau nahm immer!׳zu: sic .gewanu sie aufrichtig lieb: Und sie dachte oft: — Das in nichts als ״Berblcndung". Tic \ Leute vergessen cinsach daran, daß man cim't sterben müsse und vor- Gottes Thron erscheinen... I Und ihr Herz blutete für Madame: - Herr der 33.11! Gib ihr den rechten Sinn wieder, bas; sie cinsehe, wie schlecht sie sich auiführt! t.tgjidl ins G0l1e-!,,rns beten geh:? } -. S'! lonme ne es ihrer' frauj nicht! verzeihen, .das, ne eine 0׳ v׳l1ch:verse,'׳'e!:e ,uh:id!e Lochler sei. 33esl׳.a!b lehr, ,!.׳ nicht ,Ire .׳linder den Segen -ivrgeven. beten? Sie.::׳erden als :-*• Trände heranfragte 1i׳ach׳'en! : Zwei Woche» vor Peiiach. '.vkirjän^ ergriif cuie passende Gelegenheit, da 'Madame bei guter Stimmung war und frau Silberniann: 1 Was ist mit Pessach? — Was sollte denn sein? — Ich meine ... hm ... lMazos. — Ihr age vor Pessach trat sid-svieder verschleppt we 'Mazos herbei Einige! Madame Hera! — Was — Was - Was — Ich richten"? — Macül euch selbst den wollt ihr schon wieder, Mirjam? geschieht mit dem Scder? denn? .. meine... wer wird den ״Scder a <rcsteS in die eine» ansländ empfehle». Eiji .Hängelampl ^ijch gestellt. . clekiriid,: Betriebe:die Etektri.ztlärwird hier sirciigiiens t Länder Europas zu habe» behaupte't, so best., n verpönt, das Televlio», eine ebensoharmlose ׳als dieselben keineswegs, f edcr junge Mann, der :11 unentbehrliche Etnrichiung, wird wie eine gesahri einem oisizielleu, die notige» .'ienutnisse nachweisend. m bringende 33ai!.׳ betrachtet, deren Gebrauch unter ' Zeugnisse versehen ist-, wird von rechtswegcn zu:.׳- sagt i׳Y fedes cheniriche Produkt wird, wen» es lassen ohne Unterschied der Rasse oder der Heikit,.׳:, .nur entzündbar!׳',. als ei» die onentliche Sicherheit überdies genießen die?lusländer gewisse Privileg: bedrohender Erplo'ivilois bezeichne!: deshalb ist die welche de» Zutritt bedeutend erleichtern. , Einfuhr und die Herstellung Vierer Produkt׳' auis Die Schaiiung' einer jüdischen Hochschule?1 strengste unterlagt. So wurde z. B. ei» paläitinen- ^,d׳׳r komplizierten form, welche ihr die Gg Bub^:. ,"!sicher .'!1'««׳׳<׳׳ aus dem Grunde, das: er einige f eiwcl »nd Weizmann geben wolle», ijt vcrjrult Hunderl .Milo chemtichen Düngers behuis Düngung und lgßt eine bevorstehende Enttäuschung vorausjche-.,: ,'eines 33e:nes einsuhrie, gcrichtlid, belangt. Ten Bestand einer jüdiid,e,1 Hochschule ohne Horcr. Unter die׳ ״׳.'׳Bedingungen eine Hodiichule in Eine Hochschule, wie sic in stark cingeschrä»I!׳r Palästina errichten, hieße soviel als 1» d׳r freien fassung -durch die bloßen Paragraphe k und 2 des Sahara eine 1ued>zin1s>che fakultäi schaii'en. provisorischen Hochichulentwursesvon den Gg. Buber, Erwägen wir »UI, den fall — den einz-gen, feiwel und Weiz»Iann dargestellt wird, nämli.: sehen will, sjdi gezivuugeu ,ehe» wirb, seine Henuai werden ei» pädagogisches Insiilut bilden, eine?lr: und seine Eltern ^,u verlaiien, ei» Umstand, der höhere Millelschulc, welche ausschließlich Proscsiore::. qewohiilidi das einzige Hindernis für die forlietzui'g künsiige Erzieher des jüdischen Volkes heranbildaw der Studien bildet,?lußerdem,. wenn das jüdische wird. Ein Unicrnchiue» dieser 3111 kann in Pal.! 'Bö!k aus der Hodiichule eine» gewissen moralischen siina leicht und ohne übermäßigen Kosten geschass.n?iuheu z-.ehen sollte, wie Wiederausridnung durd, werden. D'N dieser Schule weiden unsere zukünitig:r Erw'dupg ״idincr ir.ielektuellcn .׳!räsle, wird unsere! Prosesiore» die Literatur und hebräische Spro... ׳ " i־ eher, wenn ihr wol. sollt lange leben und gesund je,:. 'Madame, sagie Mirjam wie verschämt, was ist das für Seder ohne Mannsperson? — 38»*׳ soll ich also tun? fragte Frau Silbermann lächdnd. — Wißt ihr, Madame, cS müßte ein dlriuer für Pessach genommen werden,' der den 2cd.: mache» wird. Mciimtwegen! Und Mirjam begab sich am Vorabend des. Synagoge, und bat den Diener, iln ge», ältere», frommen Mann anzu : h solcher kam und es wurde in d>:׳ iküche ein Sei erlisch hergcrichtet. .Heller als ionil wurde der .'!״ihenrauni beleuchtet. 31ußer der groß::: ' '־. n »rdcn noch mehrere .,!erzen aus de:.: I