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Jüdische Volksstimme · 1903-02-15 · 2 (15.2.1903) · p. Seite 2

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Journal
Jüdische Volksstimme
Volume
IV (1903)
Issue
2 (15.2.1903)
Date
1903-02-15
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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Jüdische goltaftimme Nr. 2 cette '2 i\n:i!ung^n Borkämpsers neue Ideen in die D ell. Landes im SKe^e siehe, daß die Tendenz unserer hmau»: Tie Renaissance?״!das, die Wiedergeburt!Bewegung nicht in der Zerlegung und Vernichtung CM hebräi-chen spräche und der nationalen -ttultus!der Eiistierenden bestehe, daß die Destruktion uns ׳.ut Vat-.rl(tnde י ,‘ * "יי י’ " 't‘ ויי U'V ׳ttntnis Gl t■:::: : 11:.::: ׳:icste ס■.;: i'oLn! xr.r Mf-;״11:1).111';n u ■Si’tit.t'e fremd, und' unsere Losung nicht die Abschwächunq che Polen« sei, nahm sie hie Stellung eine« abwartenr-. den Beobachters ein. der- . Von dieser Seite ist unsere Stellung nicht be- .'adroht:׳nur eine Gruppe steht in geschlossener Reihe sie uns gegenüber: die alten kompromiß- und vergleich« rg. eitrigen jüdischen Elemente und die geringe Zahl in : ihrer Nachfolger Diese hassen uns solidarisch, viril״!•' ch.-j: und Jargon Publikationen beeinflußte! ״!>,!!- mochten sie uns erdrücken. Tie Alten, relativ olk, in den .׳!oloni'ations Vereinen Ehrlichen, kämpfen unter der Fahne ,Interesse des belrättigt durch die grnndl den Vergangenheit und den unerschüt ubjn an die Zukuntt. leidenschasrlich iilid. jmit Enihuitrsmus. aii'genommcne g> latlgt ü -zu uns Tie Jugendnahm t'tand der ״Mtkra ,'todesch" in Lemb pte großen Männer iw Judentum. ,Es ist die Zelt gekommen für eine nüchterne und -leidenschashliche Erkenntnis unserer wahren Lage. Mit unparteiischem Blicke, ohne xorgesaßte Meinung müssen wir im Bölkerspiegel die tragischpossenhafte Figur unseres Volkes herauserkennen, welche verzerrten Gesichtes und mit verstümmelten Gliedern die große Weltgeschichte mitmachen Hilst, ohne mit der eigenen kleinen Volksgeschichte auch nur. leidlich fertig zu werden. - Wir müssen unS ein für allemal mit der Idee bcsrSünden. daß die anderen Nationen vermöge eines ihnen innewohnenden, naturgemäßen Antagonismus uns ewig ausstoßen werden. Vor dieser Naturkrast, welche wie mau Beiträge '1:1 .'!olonistutonszwecke: die. Volker", die Junge Itjit. die Jiengen lernten die Hebraist: Alledurch di; gcnicuu'am:• Jde! belebt. gen haben dar Banner ,Fortschritt" jede Elementarkraft wirkt, dürsen wir unsere Augen :, aiisgepstanzt. Tas Interesse des Volkes ist gefährdet, nicht verschließen! wir müssen von ihr Notiz nehmen Blike nach Säen. wenn wir bew'ußt zum Ziele schreiten werde», rusen dze erbeingesessenen .'!ultusmänncr, Abgesandten und i(1-: Reprästnianten d:r Judentums. Tas ist ein Vor rhj wur>, Ivelcher wenigstens eine Analttie verdient und isi-. gegen welcheli man noch kämpfen kann und der an och ' anderer stelle Antwort erhalten wird. Tie zweiten Nev.stultusmänner Ite sich geiueiniam. las gemein'cha'tlscb lantcr: T gr Fortschritt ist bebro 1'י*'■,׳.1יי י י■ '"‘e. lomweir J• ׳ und iltrer fllvr nicht viele. >׳n den .!: B:st'cdnngsz:ntrcn. in Hemberg, .׳!rakau, rost gruppiert:» stch neben einige» isdi^idn.n guten Wtllens.Jug-.ndkrei'e: :::» war m-.hr theorett'ck, geistig, inner! : vrifer. vertiefte die Idee, kor ׳: rdtedänken. I,artete' die Zecke attalnstcrt. die eigenen Äbiondlr! ungcn nationale JndivtStsa- : W:tk:::!g war lang; awre baden Ivir geilst:'::. ■ >\■ ^■1. ׳ ׳ b > o d o r baden in!::. -vidi;Nit -I : eich!: :danken, bat 11'!! :r.'1:?-.1: m- St.l't 1 :>!:;- Ci'i't :n.ts t.n .!::,. :1 e:nd!i.i: :!;>::• >.s ste zur ll ich! den entere bosarttg't-.r zu >e ■a-, w te 11• s .-.! .׳■ D;: '.:-!:ncnl.a! bei!' Jii: rurti.ei! Vn1!.׳ 1 :l aten a ra!!:.!s, in ::,!! nd -Fr: beit kan:: n d:e Mitleidig g.kleMi:!::!,in;vor a vom eache.'nd.n Ank:::'׳.! ntwv't vCrba!:: elnwal: o: s::1 orn Und q:>':h: .. i.n B:m:t!::ng,n ch!ve>.::en ao.u'temveli! Und gi« ltsanw.'.lt ::11 christlich:,st Au:;:ki.!.!lt tr angst!,:. 01-.n1; aber von 1-,11.|11<1:.־ t: Elentettttn" ״sprach, Stc ..nr'crt wach.::" da war es ::in n Jude» '.hworewn '!:ahmen alle- und ohne »::t .:!!er Wim; verl..nd.:c d:r Vorühende das Urteil ch.n>.!::, '!:r!:r l > est-r:: hatte ein Tokschlagerzwei F::eds Mitschuldiger dr en Jahre in vier schritt :liaum sieben Jahre au eine hilflose an vier kleine -stinder und die eigen! baumstarke Fried wurde auf ein!; tlm Saale getragen s Mitd.'U nein teil: »eitbar lugmr wußte 1:»1 ll tar cl-:t׳ ...na: . 11II1 . yi uqeit ׳tri« zu Zi kunst! »teil I. noch Au» eigener-straft müssen wir dahinarbeiten, ,nicht in Ewigkeit das Aschenbrödel, der Ambo« der Völker" zu bleiben. Wir haben nicht da» Recht, die Böller ,für unser nalionale« Unglück verantwortlich zu machen, ebensowenig sind wir berechtigt, unser nationales Glück einzig und allein in i h'r e Hände zu legen " ,Nicht in illusorischen Selbsttäuschungen, sondern Es gibt keinen mehr diskreditierten^ mehr ab-!nur in der Wiederherstellung eines eigenen, einheitgenügten Ausdruck als .Fortschritt". l s lfchen, nationalen Lande» haben wir unsere Ehre, Tie Idee, welch; diesem Schlagworte zugrunde!"vier Heil zu juchen." _ liegt, war gewiß groß: doch seitdem sie sich überlebt, > Tie Völker habe» das ihrige ^qetan: sie hgbeü und ' tuitgen. triulie». neuen den Platz einqeräumt uns die Emanzipation gegeben. Toch das Brgndbat, irrt dteier Ausürwk umher wie ein schatten 1 ntal, das imicrein Volke anhattet, ,das ihm die io einer glänzende» Vergangenheit, wie ei» Echo aus-wenig beneidenswerte Isolierung unter allen Nagute» Zeiten..' wie ein Fragment großer Seelen.! rionen ausdrängt, wird durch keine ossiziette Gleichlind derjenige, welchem kein' schöpferischer Gei'lellung weggewischt werden können, solange unser danke die Brust rrhebt, dessen Instinkt ruht, bent '■*olf seiner Natur gemäß unstete Landstreicher die Schwingungen der Seele unbekannt sind, der -?*«Tfen wird: solange es sich nicht darüber aus 'chivache. arme, blasse Epmone, klammert!ich an einen weisen kan», woher es kommt und wohin e« geht: abstrakten Ausdruck 11״/ zufrieden, daß br uns einen ü'tangc die Juden selbst in arischer Gesellschaft nicht jtt Vorn״.::,' zuichleudern kann, welcher , och aus die 'gerne von ihrer semitischen Herkunft sprechen, nicht '1:1י> ' zurückstehenden Elemente wirkt, gibt er sein letztes gerne ah diese erinnert werden möge»: so lange s!t"- stleingeld aus und ruft unter lautem -Geschrei mit!wan sie verfolgen, dulden, beschützet:, it:r. heilerer stimme und dem Surrogat seiner Seele: - e 1» a nz i p 1 e > e 11 wird." :■;te ״T er Fortschritt ist bedroht" - : > ü, ist noch gar Nicht lange her. wo unser, man!Glaube an die Emanzipation ein unerschütterlicher war. Wie sehr wurde sie gepriesen, als die süße - , Fruchtedler Menschlichkeit hehren Gerechtigkeitssinnes Tiefer naive׳ stöhlerglaube hat lange unsere Erkennt ,.Autörmanripation" Nicht den Werkstätten der Part ien willich 1 i i ': Wert und Größe derselben nach träumei,den Privat rueN-! qciiiblen bestimme», sondern ich wil ' möglich parteilos das Verständnis d >lr-.i׳e, ('vorder״, und den scblüssel der läriusnden Tages rät'el. zunächst ::> der Vergangenheit suchen. T re L a: o » s lug;!!.dt e (י) isi!u a 1׳ r. Aber 0*'. >ie T :'1;11״-iiHe, r:d.» vergebens ar die svra.!•; der v •idet .TTtchten:.׳::; z!:r tobenden Meng! :schafl v:rst der die itch;n . s.kiri l Ü:1 '1' :: י t. r 5 v r.m -i-.N, L'i .:• gtcich'am .115 n -יד,? 'KJ aioi.zung tner Nonai!'! t •יי' riilK.n/! in. Es :st ein .-;Hv'üv . IvkK!I- IHv B,n:::l;u1 r a.nt leb:!! Ml׳! Eindt:! tt Der rn׳ l'dl!fJnd»» ".rungin, -,.! •«.v. tut 6:1 "«i.r ן: <r ••'chrt.be!! II:׳a de'.:!, -w NN •vir es leien, s uns h: >t t, "iri'f-T :rnanden, 1 d;n Worten ׳ :::-. Nation zur selbstb;': will In lav.' Sprache, ohne l,t. iit st:> schiiörke: .::!:vi.kelt Pi ns krr die ^fttcholosti«- des Jude!׳,:::ms und seiner Bedränger, s; ts. als wäre 'lauiiuen nnng -mahnen sournal:stv':k>! -B-:.hren banalen Maßstab entlehnen, um rttleuschen und dis sie der ״taterialtstischen Anschauung ^'!T.nge damit: zu messen, noch viel weniger will irf, j l;rou$ה0י“י ״.« ־"' ’״ P'"^er aurge'prochen. '1,“‘ *“״Iie tmanjipntion der Juden (inöct .־ . . ,,!ihre Erklärung und R echt s er k i gu tt!ן Gegenwart daß sie rin Postulat der Logik, l dB« Üi echtes und-des wohlver (tan denen Interesses gewesen ist. Tiese Ansicht ist - . r übrigens nicht vollends Pinslers geistiges Eigen ‘ ' ן tmii. doch ist, ex einer der'ersten, die die sokgerich ia'.ten -vr-ck-׳r de- -stonieguenz aus ihr gezogen.^ ׳ , ' "ikion izn Jahre lv->4l hat ne Heinrich.',aetn: ausg:'pro:hen. Er meint die Einanzipativn der Judeß wird früh oder spät bewilligt werde» miijiei;,׳ aus Nvt wendigkei t, aus st l ugheit. Tie Re giirung n sind endlich zur hochweisen Ansicht gelangt, daß^dkr Staat ein organi'cher störper ist und daß d.rielbe nicht zu einer vollkomuteite» Gel sunüheit gelangen kann, so lange ein einziges seiner 'Glieder, und sei es auch nur die kleine Zehe, an einem "iebrest-.- leidet. •Ja, der Staat mag noch io keck sein Haupt tragen und Mit breiter Brust allen sinrmen trotze», das Herz in der Brust und sogar -as •stolze Haupt wird dennoch den schmerz mit;!npünden müssen, ivenn die kleine Zehe an den ׳ Hühnerättgen leidet — die Judenbeschränkungen! nur ist alles m > i n e T ä- >1 »1111 e > b a r i.n den Dienst '01v-;!t sie des» Leben dient, Was joißt ihr davon,' aus der Geich,cbte. s:e >i! ihn, Wti'enU wlche^ Hühnerauge« an,den Staatssüßen.! :> dem ">oe:h-. ichen Wort was ״tirfi bloß belehrt, ohn u v e r m e h r e >1 ober u > bei: Er stellt d:; E'.-'chichtsdes Voll.« Toch nur will er ibrsdienen - ,.Es lkbe das -!eben! arm'elzg. Inden, die ihr als Flüchtlinge und trieben; gehetzt werde(, wie das .de ׳aerzen". Zu euch muß man ׳'prechsn. wie »tan zu!' , .. .. dein.׳!ranken spricht, dem das Bedüüsnis nach Trank! neue Abbild, das neue.'!tonteriei der Gegenweirt. und sveüe sedlt: Turch aller Herrsm Länder treibt i Dieses ״neue.'iontersei der Gegenwart.—' man euch: nirgend findet ihr ein gastlich Heim im: »alurnvtwendiq auch sein getreues Spiegelbild in .usten Falle werdet ihr irqendwosund irgendwiescrem Bewußtsein erzeugen. Es gab eine Zen unterg: brgcht nnd man erlaubt r kll) gnädig mit!100 6'f ("la״bc a" die Emanzipatton seine Berech Ter-l'ilaube an die Emanzipation ist lange nicht so unschuldig wie er aussieht. Ter Hinweis auf den ״'Rechtsboden' dient der Assimilativspolitik noch heute als unentbehrliche .'!rucke. Toch eS ist iin Völkerleben der Rechtsboden ein sehr unsicherer Standpunkt, denn das Gesetz ist nur der Ausdruck und geschriebene Wisse der - Gesellschaft, nie ihr (Meiner. Ter alle Lassa lle hat uns die Lehre- Wi!d de- Wa?de-- W'geben. Hat sich der gesellschaftliche Wille und - •' - 1 יי Bedürfnis geändert, so gehört der alte ztoder in das Museum der Geschichte, an seine Stelle tritt ntersei der Geg! mußte alte» .׳lleideru zu'bandeln. Wißt ihr. was euch fehlt e Ec d:m Ztranken. dem der Instinkt de -1׳ abhanden gekommen. Was euch fehlt, nationale Selbst gefühl.undidas Bewußttn der Menschenwürde". ^Äuto?majuir2nen". II Auft tigung hatte: diese ״gute alte Zeit" ist vorüber, ergeht eudi wie!33‘11״״ ׳ Volker/ das gesellschaftliche BedürssclbtterlmltnnaM114 heute deutlicher zu un«. denn je. Tas . - *t i h O d 4 >1 '11 ,11 It 11 X A 1 HA 1• ,1 1 X i n tl X A 1* tt a t ״nt d.as! Tr. veo . Zlldi'chk i^Ifeftimmr״ 5»bcntitm 111 uh den Grundsatz der na'* tionalcn Selbsthilfe zu dem!'einigen machen. Unsere Losung sei: A u 10 e nt a tt zspativn, Selbslbefreiuwg. Bis nun ivaren wir der Spielball, den sich die Völker gegenseitig züwarsen. Wir wurden ebenso

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