Jüdische Volksstimme
- Journal
- Jüdische Volksstimme
- Volume
- III (1902-1903)
- Issue
- 23 (1.1.1903)
- Date
- 1903-01-01
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
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reue 4 r־־ jüdische SolMfHinme SRr. 2:t;::tnSf|1 und piffntlicficr •oimitutionen ju b, welche •-ס!־ Beute in lüdi'cher -Wisienschajt ui d ,)kullur .:Vorlagen,?ann kam eine neue;{eit. Do ■ב litte )er Iliußie v-i'dmlinbfn, da» in der »aiürlichc Gang I er Dinge:?er :Kel11iion$unle1rict1t iollte nun baiiir, ürin(j . :iten. | Unter dem?eefhiantel diese«!ieligions- ,.:!:crrsjbter vollzog sich ׳»nematiich der i injrr« und .'.:i'.fre '.TbiiiU 10׳:n Judentum S'ienn mai sich n!1- ::.׳nai iH'tn oupeutuiue lofiaa:. weil tunn apgeblicki r »aderen ftatuin angedö« und reltgtöt sich.von :::»I ens'erni. weil meiu iorl'chriillich und s eidenkend 11׳ man noch sende. Und di)se Polen, en :> uioiai'cher)!oiisetzivnsloiigkei sind ftie, ,tn -Probukle b■:* Religionsunierrick les. •I ran dieie» Zerilör ingswerk > bgedrückt 2qlr es wünicht. -..-.:ge-.tzl werde, das: das Judentum liere :■-ו|: ה:ד־ einer Sell den n -iisrgligion: der werte '״Äfr'ab-r. die 1 einer iikiivesn.üiinia aui das enien :tem I Wir wollen eine Jugend erziehen, wie sie an-!der bevorstehenden Wahlen werden — aber eines!dcre Volker besitzen, zu dieier singend wollen wir!möchten wir konstatieren: Man spricht von einem! durch die Schulen gelangen, zu den Sckiulen durch j Stimmenverhältnis und von der großen Stimmen!die «ultiisgemeindeii. in denen sitzt eine Cliguc:Minorität unserer Bandidatcn. Von einem halb lierricht die keine neuen Männer znläßt und keinejwsegS zuver lass ige n Stimmenverhält, neuen — Ciöcen. l nis kann absolut keine Rede sein. Ti. Wir wollen die ,)lulttirgemeinüe» resormieren Herren suchten sich für die ausgefallene Nachmittag-!und dorthin neue Männer 'entsenden aus Grund j.)tartenpartic ichadloS zu halten, indem sie packelten des allgemeinen, direkten Wahlrechtes. Wir wollen, Man zählte nicht einzeln, man häufte die;{eitel io . dortbin euttvpäijchcn Patriotismus und fügend-jvon nugefähr. ", tickien Geis! und den Glauben und die Traditionen . Aus alle diese Praktiken waren wir nicht g- , des- Ghetto einiiiüi'eii und die Synthese - dieser j saht. Wir waren ahnungslos, perplex, wehrlos ' beiden Elemente — wird echter Zionismus sein. l T ׳mit hatten wir nicht gerechnet. Sollen wir unserem Redner tritt sodann den einzelnen Vorwürfen > Wahlleiler Vorwürfe machen, das, er so uaiv war. 'entgegen, die den Zwnisie» gemackit werden: Unser'von jener Seite Wohlaiiiiändigkett zu erwarten, von Tankdarkeitsgesiihl' gegenüber den Polen macht dort! jenen, die kurz vorher' über die Vorgänge bei den yifllt, >po uniere nationale Existenz im Spiele Lqndtagswahlen die Naturlaute ihrer stammenditen stellt:'wir wollen keinen Staat im Staate bilden. Entrüstung hatten ertönen lassen? Daß er uns mit allen J\a:ern uniere-: Herzens a! den tunte liängeii, wir werden mit n:!e ichüner. .1 >|r1i׳t ui.d. ohne zu erlahmen iur di - -,Erwet- :::na 'פת::ן L-'dendiainackinng des Hebräil Heu als ' r!7 teinzigen VoUs'vrache weiter arbeiti n. istzi'lem Uii'er ioudern :.:1: i» af.en eben a-'ckiilderien Erziel!!»: war das uniere nationale gegenüber, :׳.׳iid »ick׳: :lletigionsuiilertickit, wir ׳iud weder, Reaktionäre, noch Utopisten Der ,-{ionisniits eben hob den Untersckiied ,zwischen den,! Lrthodoren lind' Harlschriltlern aus: Sie alle arbeiten mit vereinten .)!rasten iur die Wiedergeburt des j i, d i ׳ ch e n V o l k c s Heute gibt es nur ^'Jiraeliieii" und ״Juden" Ter Jiraelii strebt nach einem Geininderalsitze, lln:erri-1-1 heißen.. Uii'er Ge'chick tsunter- . ondern die ge-׳ ,d >::ck)t nur die bibli'che ttionale Geich'.elite ins:'gleicher ,fürorge dewirdj nickit!l'otz die ׳lln'er .)!ateck'iSiniiS ssiitz.- :!1P die etbückten Prinzipien de? Judaondern alle'kiflvri'cki gen ordenen׳ ,in'al'en und E-,n.:!ck>:ungen unterer Vollsorga :ikativn. debrät'cher Unterricht wird nicht,Gebetondern der moderne 2 :rickiau-׳ .-un!er::ck!t rnck I!nur lebenden Svrackie w rj das :e>:d tut Mitielpunkie nn ered j chiickien en mn'i.n. weit von •e:::zr!isieder-׳!e:׳ ., ge-amie naiwnate W:..der,:ebi n ab- 11 von. ׳verichrobene .Hrbr.ai -.׳!<!׳ .:: das nicht bewaffnete Büttel mitagb? Er glaubte eben. Juden als Gegner zu habest! doch was er fand, war lediglich Manschet in seine» höchstentwickelte» Ereui ptarcn. Er wird sürderhin auch in dieser Richtung seine Vorsorge treffen. Er wird seine Leute gerechter tarieren. Aber an uns ist es jetzt, unsere ,)ionseauenzeu singt beute: ״Noch iit Polen nicht verloren", morgen:! ,zu ziehen, aus dem erlittene» Schaden wertvolle ״Tie, Wackn am Rhein",'stellt den Tap'ern vor und j Lechen zu deduzieren. .Unsere . Devise muß sortan. furckitet eine» R-poner wie ,Heuer. Ter Jude!lauten: )iampf ohne ,eben Pardon, ohne 7.ר־זr das leben:! Hebräi'ckl von!■ :d rea es Binden! :: Wa/ dind.-t e. moderue,!0 .׳.:.׳. Ca* e!N I :1n-e:»r Genie ' W-dek wagen siales, uichn's lnno w:r iit und will immer Jude bleiben »>:d fügt sich dem »)eitle-. Europas. Hriiher gab es einen M o j ch e l e, dei iicki ewig vor deuz Sckilachzizen beugte und ihn um Eiitschuldigiuig ׳ür sein Leben bat, später verwandelte er ׳'ick! III einen Morih, einen .)!elliier mit keilneri-ckien Manieren und ' Sprache. Heute sehen wir den Pe o s es, der nicht kriecht, sondern aut dein Judentuni.. seine;{uknn't baut. Ter Moichele- Mot'ih lzeiaiimpst in der Preiie' sein . Judentuni und die Presse glaubt, doch Moses gellt lavier weiter., er wird das Land erobern und die Siiinpaibie der Welt." 'Die -״»»-!ovüge Versammlung war nach dreier Rede wie 1'U't:r1i::.rt und der , Ende nebnien So begeistert ׳zeugung, die Idee! R ünf i i dt t. Juda 11*11 d M aiischel haben keime g e m e i n s a m e n ׳ I i, t c r c s i e », zw i s ch e n deitbeidcu gibt es keinfnPakt, siemüsscn sortan entgegengesc pte Pole sein. Der schfirsste Radikalismus tut' dringend >1 o tl nichts mehr p o n >! o n v e u i e n z und iS pp or 1 un ism u s! Es sind der Hehler genug begangen worden bei lunseren;{urüstungen zur Wahl. Vieles mag durch die Verhältnisse erklärlich erscheinen. Manches jedoch erregt ein bedenkliches ,Itopsschütteln. S. kann! es' nicht angehen. daß von teuer Seite, von wo n»s uns ewig die strengste Parteidisziplin ge- Veiiall wollte kein! prcdtrt wird, gegen dieselbe aus schlecht angebrachtem die wahre Nebel- Spppnunismus gesündigt werde. ,Es hat Riemaiid, : er iei, wer er sei. da« Recht, Beschlüssen des Landes- 1;׳re-i'.l.! wie der :•ni:. ie:n 1 ::-17: .ia״ ׳..!.::.-,,--,:.'ch, ie-nd rn . nt:.:, '!tmp d:. L.-i-ens׳or.1>e!i n.-ch di :e .::״: w,echiell: Wen!in L rtganale,'»׳en ' iilidf lemv!.'sSprache ■ a'.׳:,!•. da!:: >>1 ״-׳.::.r.::...1׳:׳.; vorlianden : > 1; .:ne -.!,,uarnr-i-:!׳ui g des n.i. :! H.iil'ai anders als Ui::.I . ".1 •.isch::-, Vo'ikssah'.'.ch. :׳ebrarüke Sprchge in :.:e::.l ,.jiingeii neben e soziale Notwendigkeit gliche Ausweg, die jüdi-chen^ Ge- :.1. n J1!>tst::110i!cn׳ ein bei! l.,ch ׳.: -- de: von uns .;. ׳orderte ftiftt•'', n!:,,','en Es i׳t ntckit l. Teiail-'r,!.- , d!e es :., ,Htaae Cer ,׳-!dt'chei, 1-:?,:den ״.׳: .:..rof. ::1 e1: ..״: naiionaleii Inden nullt;{iomiten! den »),naus machte Diese Ve1!ammlu>ig bedeutet einen großen Hör: •-tritt iur den;{,n,1is»1us »1 Lemberg, Joiua. Achtung! ^tr hrntigru llumnirr tient eilte Poftartweilurtg tri, brr sich dir finpfangrr behufs L!e>aht״na des .Xboiiiirinrnt« brdienen ivollrn. d-r dara:!s>olg:nden Tislniiion :rat Gg. komilees;nwiderzuhandelii tlNd sich über dieselben :!,-ich den A-p:ra11one!t d,r Assnnilatoreit schart! willkürlich hinwegznsetten, niemand das Recht, nach entäegegen. >v:e Ga L ow e n Her z den logen,annten'.eigenem Gindünken GeichehencS zu dcsavoiiicrcn Es i 1 gewiß beiremdend, wenn man sieht, daß sich enter nnierer -S fiiziellen in direkten Gegenial' zu ijiijerem Gemeindeprogramnr stellt, wo wir st r 111 r bei der Horderung des gleichen, allgemeinen und direlten -Wahlrechtes beharren, und seine Besierwisse!ei dadurch rechtseitige» will, daß er das Program 11 als Arbeit ״von einigen jungen Leuten" ן bezeichnet. Nun, dar Laitdcslomitec besteht nicht etwa!aus lgrünschnäbeln. und uns seiner jüngeren Mit gliedet zu ichämen, haben wir durchaus keinen Grund! Uns .Herrn Salo E o h n vom Scholtenriiig als .)!and Säten auizuoktroyicren, war »lehr als zwecklos Wo ileibt' dann unier Prinzip? -Wdzubedarf es dann noch eines',)lampscs? Hätten wir dann nicht liel-erl die beiden Mandate hinnchmen können, die man gins vor der Wahl aus freien Stücken ::!1 Juden:::me' tsi der. ip? um d-.e Bejahung' od.r Verneinung :׳ -׳:<!׳en Na::e-i:a!.1:it.n: Es kommt dubei!.׳:, ׳, ob e.ner die Eriitenz eines!udiichen?! .k.s :,1. ibt und ob er an der Schaffung nor aa 1en׳beC1ng!n:g-n Mitarbeiten will ras :׳! Hrnge ,der 'Weltai!schauung und e.׳er weiln: ii׳:: :um Siege, verlielien nt unseren S:־•u.1 ׳..i1:e:nd-n und allen bisenllichen Jniittuneu ll iv dte'en It.tmp' mimen wir unentsvegt ... E»e.' 'Ihren, denn es i>t nicht ein .)!ampi um ׳.׳neu. sondern um Jde-.::. Im An'chlüs! an dieses ausgezeichnete Referat n,r:. >Kg. Abo!׳ S : ,1 n S über den Zionismus '::drte >n beredt.7 ׳:.׳:> winiger W:>-e etwa iner.)!7:11! bi: oben angetührten;{eilufgs׳ der polnischen Preise kam er ans! die 310d1 rin Epilog :11 Den UJicitcr Irnltiiswalilril. 'W-ui! man. wie es uniere Autgabe ist, einen i b 1׳ t ■J Wodurch unterscheidet sich Herr Eohn mva ..)!amvi iiibr: gegen lahriauiendlange und dement-: von Sen Herren ,)llinger oder v, Tau ß ig? Von. ipreevei'.b eiugetreiisiie Vorurteile und Gebresten,! leyterrm höchstens durch ein ״von"; aber dieier muß man naturgemas: Vit aur Niederlagen gefaßt! Unterschied kann UN« Unbescheidenen durchaus nicht , iern. .'׳״:in• Heftung wtrd auf den erste» Angriff ge-! genügen, AU dieses Vorgehen — Opportunismus . nominell und es iit oft beauenier, Burgen zu be-1 rat ni ht die richtige Bezeichnung! — war überstüsiia, kriegen, als .)länivfe zu iudren, wo man sich durch ja mch mehr, es hätte uns unler. keinerlei Umeinen Brei durchiresien muß, der in iniicrem Halle,! ständen nühen köimen, -Es kann für uns niemals abweichend von der Schlaraifenlandtabel. aus saulcm; eriprisßlich sein, wenn der Einzelne zu mächtig sein )tote deitehf, Niemal- I'edoch laut uns eine Nieder will, niemals förderlich, wenn wir Siege erringen tage erwarteter, nie erlebten wir eine lustigere - auf .)toiteii unserer Prinzipien. Hundertmal besier :',lederlage, als bei d-n letzten Wiener ,)kultuswahlen I Niedk:lagen, wenn dar Prinzip nur bestehen bleibt! ,traurigen Angedenkens Luftig und ttanrig zugleich! l! Die wichtige Lehre, die mir aus der letzten ,-!--. .- ־י:»--- I •«•*-«•׳f.. .״•־׳•- also: "־״‘-יי Mehr I־.. n)es׳-a Nach if:,:.. ׳ " tzl n Won io iit a, der v An'.rai lauge unter der akademischen Jugend J>t >e Polen ,ivch-r .)!onseision betrachten Talmub" als ׳Inbegriff der Reakiion es begreiflich, das: auf einer Bersaintu-!ni!ckien Z׳utet!ten moiaischer.)iouiessio» a:>s Revision des ״Talmuds" — den .-:!!inen;a׳t :e ge׳eben, geichwcige denn ge- Wie lächerlich und unmöglich es :ade zu re-ornneren, gerade so lächerlich almiind reioniii.ren zu wollen, denn b:e ersiere ein Moiiiiment der menfchi:.b, eine Verkorverui'.g der Vergangenheit, - Lranng nie unser armes Judentum, dessen Hührer- \ -Wahl lampagne ziehen müssen, ist icktzast nt solchen Händen ruht! Und luftig für uns! R ü et! g r a t!!und uniere Idee! Tenn noch ein paar solcher Siege, und jene sind verloren. Es mar ein echter Pyrrhus-: sieg. Als die .)tultus- und T a!1 f f a nb ib a t en! sahen, das! wir Eruft machen, als sic die Gefahr- ^as Projekt einer jiidischeu Hochjlhulr. liongresi-, .iahen, die ihnen drohte', als sie sahen, daß mir ben JMuloraalbanf, Naiionalfond — es sind ewig den! Wählern die Augen onneten, als sic mit Schrecken l mürdioe Marksteine in der Geschichte des Zionz/mus . erkannten, daß sie am :liande des Abgrundes stehen! und quf dem Leidenswege bei jüdischen ' Volkes schau. i uni ihnen plötzlich alle Argumente fehlten, da grisstn sie zum letzten 'Mittel, das allerdings diesmals nicht veriagte: Genteindeiekretäre, Schamossim und bezahlte Pülcher ichlinnnster Sorte mußten her , halten, und er wurde fröhlich draus losgeprügelt i und geschwindelt 1!t:t einer Beharrlichkeit, die eine»!gewisien Prinzips nicht entbehrte,! ES hieße Bekanntes wiederholen, wollte man 1 all diese lutappctittlichen Tinge nochmal« breittrclen ' und wenn wir alle Enizelheiten behandeln wollten, der letzte Epilog müßte unversehens zum Prolog Sic m arkteren den Weg, den der politische Zionismus zur Lt fung der Judcnfrage einjchlug. Sie sind ma terielle oder finanzielle Instrumente unserer Bew'e gung. Aber die Anomalie der jüdischen Volksexistenz zeitigt in einer Epoche bei machtvoll emporstrebenden n< tionaljüdijchen Geistes notwendigerweise au! allen Gebieten, nationalen Lebens Projekte und Pläne, die dem drohenden völligen Bersallc unseres Bolkslums׳ einen Damm enlgegenzusepcn und normale LebenSbedingungen für die jüdische Masse schasset wollen. Als ein solches Projekt, groß und bc-