Jüdische Volksstimme
- Journal
- Jüdische Volksstimme
- Volume
- III (1902-1903)
- Issue
- 19 (1.11.1902)
- Date
- 1902-11-01
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
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.’;r. 19, nt. i>. ^iiOiidtc Volksitiiiiiiir :,licht!» (Schalt zu gegen. zwingt man die Leute׳. J־״bcn»<.r.bie11ftc/ zu verschassen und ,nach, in• h •,» Sd,n orrern: (yint öfitmlidic: ('ieiiiciii)ciiitmig.;’IbiTtnalä eine vsseittliche,!!) .Kultussitzitnez. Ter;1!dt)lte Vizepräsident eröffnet feierlichst die :»!ן und fi'nitmiert mit großer lÄenngtunng 01,' iftfähiflfeit derselben, 3m Eitilause beimbet » besuch des Bckinner jüdischen Mädchenst Vereines um Zittassung des ,Zehnoderns" Ausrusen zur ״Tvvra" fürden Mädchens ■cboetein. Tie Herrs.it Bauer und Naiea . sind entschieden geben die Une(lmt!t der V. g;mg ans dem Grunde, da hiedurch die anderen täiigleitsveretne geschädigt werden: der iariche :1!oi e n 11) a 1 begreift nicht (!!, m ,zu ein Verein. ui»1 Beispiel der Slnnbi-nfreitifct uetetn t'telDet. »eit. mit Vermögen su erwerben, Ta. wir linden greulich. das! der Freitischve-reiii, van der vdr Tahren stattgesun^enen Geriedtsverltandlnitk; :eite Wie benützt, Anita:-.. wie e 1'>'.m.möe;1Hu11 L. sn verwalten, die Ivirtschastliehe- und w.a.e jtnierer ('tcmem&cn zu beben, besteht die ganze^?,nigken ' Beleidigung etnet .Kosigänaers dieses V wird aber dieie Errungenschait von nnsjgibt — gettcSf werden. Taß'das «ahnlein lntiat! ״<״.;cm sallte. unser judtsches des Großjuden, dem ja jeder jüdische Brauch zuwider in, nichts zur Erbvimtig dieser Etnahuie-n bei- . tragen wird, in mit Bestimmtheit vorauszusehen. . unterer G.-ineinde-gewalugen in denn diese sind Erträgnisse aus 6en - 3d)1Ugel6ern;״urmtebrtgebe,, Liebedienerei gegen die nachbar und einem wichen Herrensohne;uzuniuten, dem׳ lteie.. ninwahnertchatl. Un'eret>tie1»e1ndehirtenglauben, bräiichen Unterrichte lieizuwahnen, ist ׳,in kühnes rii'V'»״" W'm ^,e ‘,Jrc 2chase an! Wagnis. :1 l j o die Schule ei n elv e: da n e I k. fl" *® vetchsrais- und Landtagswahlen zur Ilrnes E:n Eckel muH jedermann ersaiiem wenn man .sich ivar Augen führt, das, die Schule, aus der bre• bleibt'nch ihnen natürlich T:genir Belehrung und Kran iur ihr küninges Leben drjj die Partei, der man!ani den Weg nehmen soll, von den Machthabern ä den ehrsüchtigen Tubenzum Aüsbeutungsoäjekt gemacht wird.׳? er Großmogul der Tuben- Wie weit aber unsere Gemeindevertreuiiig in ätettlich eine Auszeichnung I der-Erslicknng alles Tüditchen geht, ist er'tauuki.u. -er- . . \vrrn R v sentha l. im Biagn liegt! H.rr ׳ •: - .'.׳Witrojskh, Vviistandsinttglicd des Knabe», n chvereincs gab dem Herrn zu ver'tchcn, das! der iichverein sich der SiyiNpäthie der großen Hafte c nid. Bevölkerung erfreue und.das der Freitisch- Hunderten junger! SJettte Eriiterzen begründe.; ,ich cs auch notwendig sei. Seit Bestand dieses -- . :nc^. in matcrieNer Bezi,hung zu ,ordern Für ' ertcilunh der Bewilligung stimm en die Herren - ׳ r;׳ jsk >,. R v t b. Ma t scherj Stta s ser,■ j Ehre n st ein. GegSn : Roienrhai. Bauer. u d >. Weinbergen. Wie der Brunnlr Be «mg bekannt sein bunte, enthielt das , Tenitche e t" über den ״',mit .Kippur" einen Artikel, der, gewöhnlich. in blöder Wette sich ״i,t denTuben .dem ״Langen Tagt beichäitigt. T.urch diesen .. kel in unser Landesrabbiner - Tr. Ba ruch '» tezek aus dem tOjährigen Schlafe seiner stätigken gemeckt wichen und - . man höre. ' . :e und vernehme -j rechne siech 1111 Interesse des - bhie^i jüdischen Volkes Brünns zuöTat aus. ln freund Herrn Ir. H. Fialla zu i> ranu. gegen das .Teutsche Blau״ die »lilje des' itsanwalter anznruieu. Tr. Fialla, der Vizepräsident, der Kultus. - inSe. kam dem Wnnsche seines ,freundes und . eiers sofort nach, versalzte e'iti sechs Seiten es Bittgesuch an di» Staatsaiiillalt, worin '!in! ttz der bedrohten jud. Religion jciuin'clt wird e. Tsrael! leine Führer haben dtech aus, einer er Gefahr errettet. lliisere-Svieszbürgerseete» im. - .׳lande, sehr erfreut über die große Tat des F! a I l a, sprachen bemidbeit nb.r Veranlatichtg . Herrn Bauer de» Tank ans. Herr Signitiiid . 11! a r z gerb seinem Erstaune^ Ausdruek. wie i ' ilchr ein Blakt wie d,ts .Tentielte Blatt" Bnin» ernst nehmen könne und deionte. das; es, r der Würde des Äultusvorstandes fein miitte,' mit einem solchen Blatte, hrrzustellen. Toktor Ala kann wirklich aus seine erste Tat stolz. Wir gestatten.uns jedoch Herrn Tr. Fialla Rat zu erteilen, d,rs Protestieren hübsch bbn'eite. asseii und lieber innerhalb derchkultusg.-nieinde.' üiüeksicht auf Peirsonen, alleÄ?.keortche und le aus dem Wege zjt räumen. Es gelangte dann Punkt Tenipelbau aus die Tagesordnung.׳ W>r .neu nur he,ute in kurzem die Voristandrntitglieder , uerksam ütachen, das;'Brünn nie,! ein Betbaus, .׳ent ein großes jüdisches Gemeind:Haus'mit einem '׳en' Tempel benötigt. Tie jüdische Bevölkerung uns wird GelegenheiLhaben. in tssenlliehen Vernilungen dem Prünner Vorstande den Wuniech Willen bekannt zu, geben. Tis Vontandsmit ׳ der werden e er nicht wagen.. gehsit den Willen jüdischen Volkes zu handeln. Ter Rui der-!», .ten Bevölkorung mus! lauten::, Tie Erbauung '׳ P'oßen jüdischen Gemeindehauses,eine:. Sammellies für die jüdische Bevölkerung Brüztns. ^W:r .j>en es iiicht dulden, daß man che E^anung des tnetndehaujes in das Geleise brin.P, in dem sich die bbinersrage befindet. Wir verlangen vom Lriinuer ijusvorstande mehr Lssenheit, kenne Riieksichten - >ch>oben. Tie Brünne! KultuSgemeinde mul!endlich ' wahrhaft jüdische Gemeinde werden. jiißänöc in drn Hultu5gcmri!t1»r11 ' . der Provinz. Tie Regierung hat mit dem Gesetze vom ai 1890, R.-G.-Bl. 57, und der Mtniitertal. / ördnung vom 18. März 1897 den ji,bischen .Kultus- ׳-tneinden die. Verwaltung ihrer, Angelegenlniten treiben W.r g.-.ya.tlt n״.;; gl.i». HrupVaeb. ׳,«; pu» Steg.׳ v rdo.t.n. ׳!. L bereit.erlenniliel, z.tg! 1 gemeinde eiuch'.vizt: ü.ch! und das jnditche Veil :׳ Wir halten es Volksgenoiie». tknma! zur.Überzeugung .zu , . bei dieiet» tefnneieitjo.,, . Montiere,!. Bisher .י:: l'.'n verwernieben. ׳...'.׳. der ,fttianzmachl in d.rl nuttelien benininte׳.., .״ Wähierklast'e vor,z,.!.,-.!<!,׳ ׳ »atiirltch 1111t -.;r.t.r: Vertrauen anszii'pr.e!׳.:: eigenen Schwach!:,:: .:!• oltromeren. die Lurch : m'iimtletu'n'elteit, ׳■:.l״:i: ber.ils an den .le.tNd b ralt'chen Ruins gebrach: es verslaudett. fielt .tu: : >ieitern und' eigens T . ihrer Luekuchtrlo״ .׳:׳,׳!.::: iellteifen, die Minder..::: ganz in wirtickattliche Al Mitteln brauechen die H. und es ble'tbntbnen י?! n*. e! gerettet V ץ Sie entzieht den Mittelschülern den vebrett'echnt Unter- ׳::e G.wiitensiache unseren! richt und beschränkt denietben auf die Volksschule. Augen zn öisnen und sie. mit der Motivierung, das; dies zur Ausbildnitg g,1׳ wie wenig, sie ielbn' nüge." Wie ungenügend irtbit der Unterricht in den ' n:cl mit ihrer Eristenz Mittelschulen m. wurde von allen Seiten io ott . sich, durch Anwendung s hervvrgehoben. daß uns wirkliet, die Motivierung ..tischen Mitteln ieitens 1 in grösztesl Eritannen setzt. Ten Herren ist aber ',.׳uieinDe' Die Blinderbe einzig und allein .darum zu um. Untere Tugend :׳. b.» "von der ersten seinem Volke, ganz zu entfremden. Trotzdem Herr : Männern durch »Wahl Rabbiner Tr. M. Jung nicht zu unseren prtrzi- .::ein Widerwillen t— ihr: piellen Anhängern gehart.chringen auch wir ihm dt,'׳ ׳:... ließen sich.infolge ihrer gebührende Anerkennung e׳nlgeg.n,sL>e er sich direkt ,׳emeindevenretnng aus-. und msdetondere durch "die Begründung cine's-|ü-. .. T.svenismus und ihre diichen Plivaighiunaniims.in Ung. BroÜ iein Wir'ck! :..n chelllsle unter 'Volk in reichen, MeZtze verüiem hat. Es IUI uns nur leid, ׳nichasilichen und modar, aunerhald imterer jungjüdi'chen Bewegung an n. Tie Reichen hauen solchen Männern io ezrotzer Mangel in ׳ n der' Herrichasl zu Tn llng. Brod nand ein» d>e W'.ege bed.u- : ״a begründen, die in' tender Männer, welche jederzeii im Tnieresze des .' >׳.: vor Riekn« znrüchjüdischen Volkes arbeilete. 'Wir iprechem etb,׳r an,h .t.n des Bitrezernande^^.n Wäblebn ins Gewissen und ferdern sie ,rui. ..:.::.rkeii zu bringen. Rach vor. der Wahl die Männer, denen sie ihr Verirnkken T ,:ich! lange zu inche» . icheiiken wollen, wohl zu vr»ien, ob Fälugkeiien und , den Hirnla»,»' ibres Venrnuenswürdigken'derielben!encs Mas; - besitz.:!, tetrgensehweren Hauv:.s!r^zunrengen. .Tie vieler ' HIN die Stellung, in die׳ sie verietzi werden, ganz pr.'bie Traagsalierniig .::׳Tdüesetzgebung rüchschriu-. anszusüllen. lzcher Siaaien und.;׳.׳. :..<«׳.׳׳n >» ihnen ei» Vvr-> Es ist.'demnach Pflicht aller jüdischgetfnnte» blid zur Erreiehnnä b.s .!..les, ans de'sse'11 Ferne' Wähler, nur Männer in die öteiiiembefmbe zu cmein blitzender L td.'ns׳':.!!: ..-achtel. Tndirekte Steuern .!'enden.chie gewilli P»d.. im Tnlereve der jüdisch.m und annalt Fördern:׳ -!..׳ Erschioerung deir Er-, Volk,׳s zu arb.iteit. werbrmöglichke:: sind die v: ikweden Mtneln einer! wichen »!.:.:!,.׳ . י .. .. Iifbräifd]c Titrffltur in Galirirn. T.m retekt.ii A».׳m:la>:L..". >'> tem ,,udenlum: - eine La» und »׳!!! sieh d,rs Volk diesen zweiselbaiien : . , R e z e n > 1 o n Adel erhall Eigenem 1ra.!> aber für »chlelb'i'iorgu; We׳;>! aber einen solchen 'r,n»r, oder ein Te>! derselben, wird von einer Idee Finanzadel erhallen, der ei» e.endes SLuieirotzenum j treeinslujzl und »ach einer gewisseii Zeil. nerchdeni sühn Mid sich von den Zehw.'isnrop'en der Volke-S i diese Tdee in der Liieraurr vielsenig beherndelt und »lesi'le'i '1 T» das Voll angewi'.i'en sur sich zu sorgen,! ve-ntilie-r! word'en!», wird dies,׳, wenn sie lebenswarum sorgt.׳ es nicht für »ei, und nur für'sich!fähig und -kräing 1». popplär. und ohne daß js allein'! T» ,׳.? dennniir die Ekit'tenz der Masse not-joon der Masse wahrgenommni wir), beginnt die wWdia. eine solche^Iusbeiiterrasse zu züchten! Sind Tdee oon der. Literatur dechcr^rscht zu mir uns nichl g;::Wer.ug, un-eie Geineindegesehäsle' w erde n. N. selb» n;wi zu'Unser,»» Beilen zu sichren! Tas! So ergievg e» 111,111 dem jüdisch nationalen Geaanze Tudcntttm ist diesen Heuchlern — die- MN . danken. Er diktierte zuet» eineül s »01 e n s k t V.nlniaeltte'N unteres Verträneus die vermeinde thra-1 sene ׳tammenden Proteste gegen die Verleugnung rifi■־reu ein itiet'chäir. Jede Tnnituiivn i» ein des nationalen Ttchentnms. er begetnene willkommenes Ausbeutungsobjekt. Pinsker zu jene« Lelb»besreittngiw,rke. a:s Tte .Knltnsgemeinde׳ llngarüch Brod genießt welchesdenen ,Autoemein.ztvanon" angeted.n eiten aanz beionderen Vorzug in der langen Reihe werden muß und. er iouitlierte Herzl :eu-- Er erni getchildeter Ban; orgernisierter Gemeinden. Von löiungswort von einem Tudenjtaate!. .. Und h-iiiiaiie-r Aln'jcht natüllich alter nicht minder von nun, nachdem diese Worte von׳ dein Volke amae ieinsühlia»er Riieksichlnahiiie׳ aegen die eigene Perion! langen und verttanden worden und. werden ne aeiraeze» denken dort dieweiien Hüiar und Äk-!von' der durch diete Parole emnandenen Lperalur schntze-r des Volkswohles an eine He'chbniinderung weitergetragen und müssen sich denelben »»!er der .Kuliustie-ne-r. ohne jedoch — was begreiflich i ordnen. . da- Bndezel-;» vermiicher». T»! Gegenieil einrebi, Es nt ratiache. da,; ״tzi her nationa., der kunttiinniae Von'ternd eine tlteatralitche Ausge- ,danke unteres Volk,s von der täglich wach'ene.!t .. ' owu-sdie-iiftes «ach M׳:'!er nn-'er.-r , nationalen Literatur beetiitlui» wird, daher die v.׳. in"H׳tr"bereit« vorqcichri'.Meren Großstädte schiedenen Parteischattterungen. die dtvenen,rraüioi:.׳:! ß 'Brünn " Frakuvneben unterer Partei... :'.1g , ■ . di- Mittel Z-.1 all d.iii nehmen, i Hamtf'SMich in es di:!׳.brch'W L::.: 'l-.:׳. :: It.tlte׳.:,!Nuß es Ile k. n vie'lige'ii .K.nteN aus 1 Teilt iterzionaleu G.'danken ergebt ^e'S .wie einer ,!ragen. T.'der einz.l::.׳ «!«-dem '-Mike »ms; - seden ckhdere» erbabtiNe-n und!:eien Tdee: Tie Lire allein ,,eben schon ein so trauriges Bilwüer .Kultusge-meindeverhältnine. dets; sed'er etkklich -renkende tnr deren sei,leimigste AbbUfe ieii .Krait setze'» mutz- « Zo sollen Ge׳-b'alt.' und E hör es ans de.», Plus d i». Wir g.neben den bed.1.׳wnden zr»-.»!.:,; :>r .... cmbrässchen Svrache aus dte uanettale E»»v;e,lu:׳.g -1^! unteres Volkes vollsteättdtg ZN. זיז ne buch die- Sprache des K an l vrs vieler Miilivtten unserer Vruder. dtra! »e dach in r zu ersich einen großen T.il ׳.innrer iiattot:tlen .Kultur-: - -rlassen und ichten erteilt. den Von'tänden die nötigen Voll