Jüdische Volksstimme
- Journal
- Jüdische Volksstimme
- Volume
- III (1902-1903)
- Issue
- 14 (15.8.1902)
- Date
- 1902-08-15
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
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seilt Menichen- und Pölkerverbrüd rung ttcbaut werden. I störung Iernialeilts war »ich! dcr Mißzeschicke größtes, ' keile». Vorzüge, Eigenschaften und Talente besitze!^ der Dill'; »die ganze liröe werde"!evend 119 ״ . Xa-5 ci 11t 1 »teil tu ns. da- Nach. weltlicher Macht ,'»rede ade Judentum, fühlte sich berufen, noch i» den Ku derichnhe» diese Erdschall de- Judentumals.sei te Mission anzulrelen,! Zersiorung-miilel. nicht durch Schwert und Krieg und als es durch Konstantin ta JU:r.nr;r;;:.1k•;1u?;r•.^ chus.n. r i . יד. 1i י r VijllJlKK •«•v.C• a;15 3.1'an:.:: kik'.i 0.1x:va~ \\x ,-'1 i IKTUiaKx ' um er iMiN'.v/ I“ l:ruK cl . - מ..־ •:.כ ־: *t> נ Vv<> זיז Um;■:: L 4:״.w ij;r. יי2 :■r \h׳. i. m 'vM; yK:v.; U':r:1״ ::KtK ^.fanU- \iur:;•> ^w'aimiuu v .S rtlt* <יו)£:&■ jüdische Boltsstimme -f- Nr. 14. Gotieserkenntnis i^ll ^trug vielmehr »11lat>o»alssser1e den Keim zur Erlösung von allen Leiden in sich " Dabei konnte», sie doch nur daran und j denken, das; die Meirichen endlich zur Einsicht komm n, das; die Etldinng der Menschen von den Schäden der Unbrüderlichleit und Unmenschlichkeit nicht durch Taufe aus einer be>! und Kamps herbeigesührt werden könne. Alle bisher el von dem!vel!b.e-jder Menschen bestanden in äußeren Zwongs>ä»llem können und sollen die Völker und Rationen wie ..:,x.. -- ex-x— ye Erscheinungen in der Natur auseinandergehen. dem einen aber müssen, sie sich zusammensinben. die Kirche der Liebe RlilelnZur Erreichung 111. bediente sich oft chen und Volker zur die allgemeine Gottes- Mitteln und in deren verschiedener Anwendung. aber ohne greifbare Erfolge. Man kann die Menschen. . .. . _ so kommentiert der Isi. Ab den >>. Ab weiter, sin dem guten Willen, ,1 ll gegenseitig anzuerkenncu äußerlich gl eich machen, gl>ichs,cllen. uuisor-!und nach ihrem Werte zu schätze». In dem großes, mieren; sind und werden sie iiisolgedessen innerlich! szaniilicnhause׳ der Lchöpsung sollen Bölker und Kirche zu verwirklichen. gleich? sin die BettlcrStochter. weil sie das .;!leid! Rationen wie die Menschen ihren Charakter, ihr ..' ־־ ' ־...- -X -. X-... ,L lich IN Des Propheten! der Millionärin trägt, darum auch eine Millionärin? j eigentümliches Gepräge bshaltcn und bewahren Uli ,.! j.. .W• x. v• .1« 1ו. ׳_■ _.*• x u rifCh/irnffo»•«* Im» htn י.ו^1*^ו.מוו drängten Kirche' zur herrschst den >!irche Roms ge- (gemachten Versuche zur Einigung und Verbrüderung worden war, da nahm sie ~ lierrichenden Ge ine Noms aut, und die Liebe, die in den iln;-- Zweckes nicht wäblerisä! solcher Wege, um die Men Brüderlichkeit zu iühren und crkenninis oder die allgemeine das; der Gort der Liebe sich! Wort miietiiNtinmic; ..?Reine eure .Gedanken'. und eures W -Wegeehend »- / Tue allgemein werde»;; »ach lbiniichem Mutier 'rfr Menulien tind; d.m;״ iüe zum ttiegennaud!.: iar.e^ ׳e»1lg>ieu Eiters .; '» u ) e 1. .zer st p r c;s;;uisi;,:l׳iige traurige;.;:es atz׳ der ganzen EsSe; s kam. braa-re sie-äls iß »״:. Tie beichranlendi .re christlichen und ipät!waren nichts ander .du Juden, die vermeiit!. er Ve.kSetti.i.i! W!iS aiidit können und eben darum nur durch daS Zusammen j wirken aller Kräfte Einheit .und Vollständigkeit erj reicht wird. Die einzelne Ration kann daher jhrt WelÄteilung und Position nicht stärken und sestigens wenn.sie die andere Ration in ihrer Entwieklung stört, hemmt und zerstören will, sondern nur wen» sie sie fördert und unterstützt und die Rotwendigkeit ihrer Er- Haltung zur Vervollständigung des Ganzen cinsieht. In ' allem können und sollen die Völker und Rationen!nie Wird die Prinzessin eine Priestcrin. weil sie in ihrem strotz des verschiedenen Charakters wie die ungleichen Kleide Austritt? Jeder bleibt.-was er ist, und was-Brüder brüderlich znsammenleben und sich als zuer war, und möge er äußerlich noch so wenig von! sammengehörig betrachten. /Dann ist die Einheit de!» ander» unierichiedqls^sejn; der innere Unter- ׳ und Verbrüderung der Manschen erreicht, ohne daß schied kan» nie aufgehoben werde». Rur!dazu notgedrungen der Teinpel der.Jude» zersticht die Freude. der gute Wille, das Wohlwollen, dies werden müßte, dann ist vieUnehr der alte Tcmpe. höhere Einsicht, diese.können sich über die inneren aus Zion wieder neuerrichtet und steht nach Iesäl«- Unterschiede erheben, können sie vcrgissen, könne»- Wollen ewig fest; dann ist der zweimalige, wieder dar begründet davon absehe» und eine zwanglose Brhderlichkeik holte Versuch der Zerstörung gesühnt und ans Heu des ,udlschen und Einheit der Menschen und Völker ins Dasein!'.)! Äb, aus die Trauer sglqt das Berbiüderungsi^edankeu stad nicht ge sind nicht meine wollende Ehtisieniuin üo:e Tuns die Brüder Vrlker damit eilige!leitet, eines ichwersien Zorge nachte, den Tempel -Und beschiel Senn wohin die chriilrui'en. Dos ist dcr Erlöser der M enschens der und Gleichheilsseil der Manschen, der li>. Ab, der Begleitung den.Indenaus der Aiche des z-rsiörlen südiichen Tempels in alte, aber verjüngte׳ os-er. beürnlleirde» Judenuniterblicher Jugend für die Völker nnd Äieniche»!. Wir Jude» waren bisher kbeniosehr wie dl;» mohammchaniichc» geboren wird, wie ,hu die Weiten im Zukanslsiraume' andere» Völker 11» Irrtum über die Aussassung -des als der esrüe?lnsiurm eri,chau!!m r!>- und des l.'>. Äb. Wir sühlten richtig, daß die chen verwegenen Störer Taiü wieder nichts .anderes, als was Ieiaia- Wunden des Tücho beaw nur der Ehauiljcho osser waren die Kreuzznge, uns »,11 den Woneiiraiismaltc! Ieiaia I I, .«i»; ״Es - heile, und fanden zu dem Ende kein anderes Hisil;.iv.es »nd der Dona» weidet der Wals Mi» dem Lamme und der Panter! mittel, als das; wir uns zum mindesten äußerlich vas anderes als der lagen neben den, Bocklein" u. s. w.. ״und sie'den Rationen, unter denen'wir lebten^ gleichmachjen ivildekl Miaiieik gegen' schädigen lind verderben' nicht. aus meinem ganzen in dem Wahne, daß mit der äußern Maskerade aua׳ r iä.aubeu- und iomi:. HZ!,gen Berge". Dar Menschenuud Völkerideal. der innere Mensch verwandelt werde. Dem Anti- 1:101t. -die Pirlreibiiii;! besieht nicht :u der - Nn is ormserirn g und semitismus verdanke» wir die Korrektur dieses Jser nd aus den einzelne» is 1 m i I i e r u n q aller Menichen und lunis und dieser Verblendung, die uus schwere Scher chiedenen ,seit.» waren «Bölker Das war .der-große tragische Irr kostete- Dem Zionismus verdanken wir die Umkchr. me gegen eas 1uü!s.:1/1u in aller W.!t«rob-rer. aller Menjchcubekehrer, den. das täglich wachsende, immer weiter greisende Ver- -,;! bringen und die ■ die Menichen ichwer büßten. So wenig ei» Gestirn, i ständnis. daß das Heil der Juden nicht in der Eiltend.ia; zu e,zwing.׳», eine P'länze,. ein« Tier, ein Mensch semals ie,^׳ Nationalisierung der Juden, nicht in der ,Iähigkei; ein I'iiigerz.'ig Gone- Natur.oblegen und eine andere aunehm.'n kann, w sich selbst farblos zu machen und nlUn möglichen >m;>n:e1!.׳d - wiederbolt s wenig die ganze Schvv'uug ,emals, aus nur gaii.z. Rationen der Well anzuschmiegen, sondern im Selbn Lenipils. der ,gall r Nevo.luiion gegen de:!׳ ans Irankr-!-l> ,na der Uud.n a:l- Immer und'-iu»n-.r inni.r wieder dasd.r sichre ekliche::u l.chen Tempel. gleiche», g.mz denstlben.vder auch nur ähnlichen Gebewußlsei» ruhe., daß das jüdische Volk jüdisch schöv'eu b-.isehen kann, io w.'i'i'g ein Wöls ein Schal.! s ci n und bletben müsse, daß es nur -dänn Boek oder limgesihrt werde» kann, io-׳Achtung uns Anerkennung unter den Völkern g. ■ ־ ß di. .׳.: ri-ger w-nig werden die Menichen jemals a 11 geme iipd Uvinnen werde, wenn es seine Kräfte, seine ,säg M e>> scheu werden und die nationalen Nassen- und - und seine Werke als hie des jiidi'chen Volkes IN kl>1»a:1>che!i Unterschiede ablegeni Die Völker.müssen. Well ietzen und die Völker zwinge» werde, dz Volker bleibeß. müssen sich aus ihren nationalen ' dische?lrbeit zu sehen, von der jüdische» Arb> .1 ». •> vU'hlich veräudtfl V.l .in;ms ö ׳׳iltndlagen aas sich selbst weiterentwi.'kel». und ent -. Lv׳'er. —e-Eroheturg׳falle״ uud trotz ihrer Verichtedenhei: aas gegen h!׳.׳ d;7׳.;o.rillig ׳Liieii-I iei'.igem WöhtwoUey, aus sittlichen Gründe», au» z:l׳l>r!!de T a-s :! 1 .׳; 1 ׳ob.׳reu >Kesi>chtspunkteu sich verbrüdern »nd vor einiaeu. Ti.-' Volker und Rationen »tiisie» sich gegenchö» INI ׳Keoie des alte» --eilig dulden, crlrmzen und verlrag-n lerne», sie' haben-, denn sie itzrechen . müssen endlich zur Einsicht lomuteli, daß die-Rati in- 1.׳,- E-ver I»; ״Tie Z-.r . onen wie die einzelnen Menschen nicht alle ,Täbig-; geachtete spii'che». sie . zu brauchen und aiizuerkennen indisi'be Name, d e jüdische Ratio» muß wie -i.׳. besiiiuinte -zum Ganzen unentbehrliche Stein in: Moiaikbilde iltzuen Piatz im Völkerleben eiunehlue» . und behanplei-/ und das muß der einzelne, da« IN- - di'che Volk erreichen.' und wsrd es nur erreiche;. . auf tzem We,1tz׳ des Zivliismus. Ders Zionist istz der weil er bin Elw as ist und;dar >0 dnsiers ׳ ׳!z i-aiig; ,z-,!si-b:ea Enkel!,nde wurden, daß der neu heraugecht>-1; -Tuü' e am Himmels;.1r.de. sie ichien ichwere» bewölke >.Ier.!ei»!.!-: el:!׳.;>; tIailiniiern, nnd ii! »eiNetzn!H.rzen b g.׳-׳.׳a.׳;!el1 Tiers Wind wird sin eiinglings eriaßt! -i»It!i ein.׳Ivel;!!,, ׳^;-tß-oaierchen,!!:ii!-.,; j.i'ich; tzn dl-eien -.:>on tzahi» ins >v.׳:renl?. - -" T es läreisi-s iikalie'as-'/Ili-'eN u.vmei׳. i :'!!;sdrn.'i an. . ,.Und Ioa;::ei'1 du e:., sretie'n?" Seine sbebende Hand fahr: :O-.e von >:!;.11 ehkliiichen Schlüge ge ::o׳i.׳n; zürnet. alS et Th,׳ . E1׳-!e.-- -׳!leid berührt iige- Sel'-isin. weine Geilt, d.r. das lsiemüt der halte, ihn sitriiragen werde weil itzbel׳ die Grenzen des IudeniiiMeS. . . Langsam, lane.iaui 'änderte sich av.ch di-. Tenkwelie des -Knabe», nur meinte er -chon. r.'l'.valeiihen,'.' .׳»t; ingr 'Ich die ',gre ga seinem Fkruni׳ können chär »och Tag vergessen.! djer doch varu!» innsieii i wir nur Hände ziniern!uüd ieme neu noch. viel >larr>re» daß Wissen und Mauben- - sich gar nicht vereinige» lieder. das von Ti anen durchlränkt' ist. Die lleße». und daß man alle!sin freier Meufch zu werden. s an! -Und der Toni Im Beiliailie i'chmützigen Brette, gesiellen in allen ^.zerrissenci! schuhten I-üßen;" Weinend, und Kleidern und -und- ׳sinl;end vert-esi-b geben Musi'e, um. llagenden Slimme», oldenen Knöpfe atzt seines Und er erinuerl sich jenes bedeul»ngsvolleu Tages, in dem fein Eichel diese häßlich — sichön.'ii Klei! er anlegle. . . -Damals, es >ü« die Zeil des Eranicheus. und Ernmnterns unter!den Inden, da iueh e ein frischer neuer Wind und hfwegte siurmi'ch die zart desaiteten ju>zltz,dlichen Herzen, llnd auch ׳ein Enkel trat an ihn mit neuen!I-orderungen und! m neuen Idealen heran. . Habe»׳ uniere Propheten >enn nicht schon seit seher es oorausgeiagi; und di; Erde wird vom Wissen, gleich wie von, Meerechharsiutet fein. . . waten denn uniere. Großen und lgZehrten von früher auch nicht '?lütgck-arte und' Philosophen? Maimuni..-. Abrabanellj - . Iehuda Halevy..., Kaum ward der Knabe''Schüler im Ghinnasium. kaum Iiatle er den Anzug mit de» goldenen Knöpfen angelegl. und der Alte einpsand. daß diese Kleider gleichiam eine Scheidewa id zwischen ihm nnd seinem »nd . Vergnjigungen des Lebens h ti 0 1 u»!. . . :' - Er empsindel ein R'sriedigendes iöeiühl. daß er blind 11 i, nnd nicht 1 hr Licht Lonne nicht geblendet werde, und cs zieht ihn io 'mächiig zum Bcihaus hin... < - ״Haben wir »ock immer nicht die Brinke über- 'ichriitcn?" trägt-der?Ute etwas zornig. ״Hier ist schon die Stadl." erwidert der Rangling seuizend. Tie syelder verichwinden und die engen Straßen der Stadl nehmen nun die Wanderer in sich aus. Tie schlechte Luft, die ohne'jede Symelrie hingestellten kleinen Häuirr,' und die - niedrigen ärmlich > aussedende» Krämerläden, die zum -Zeichen der! Trauer gesperrt sind — sii alle wirke» traurig und! verstiptinend aus das jugendliche Gemüt. Uiid die i heranziehenden Wolken verdunkeln die Sonne, lrüde j und neblig wird es. und der Wind tobt i» den alten versaulien Tächern...! Ter -Greis fand wieder seine Nnhe. als er; unter seinen Füßen deg Boden der Stadt fühlte.; schon von ferne den Geruch des Bethiinses einatmen! konnte, ^und ein Hosi'nungssirahl dringt in seine düsietze Seele, auch sein geliebtes Enkelche» ist mit ^ihm heule mit. Er l ichte die Freuden ׳ die ichwere» Sens;er. die sich au« de» düsteren hier im' G.viütern h.rovrri fnrilitdaren (siehenl er groll! von Ferne... - da sitzen sie alle ans niedrige:׳. e sich in bas Bipki der K die aus der Herzensliese foufweii. ngen, vermengeiz sich mit und' Toben des Sturmes dem lliegengeplätsch, r. Unter all den vielen klag! age web de»! »nd »den, sehe, von i h r er; Stimmen hört sieg die des Greises am nchisie» heraus, die zillernt und vibrierend durch Marl und ׳Bein dringt, er weint so bitterlich-ernst über ״Golns^! Haschchina" nnd er sieht sein Enkel, daß sich «ege»!sie, gegen die Vors;h»ng anslehnlj... ׳ . Und Benjami, sitzt ebenfalls in Gedanken »er!-sunken-.. Das!!eben!... es ist ein beständiger ’ Kanipi, da hört׳ man nur daS Lied des Sitz'gers. das frohe Singen und?lusjauchzen derjenigetz. die am Leben geblieber, nnd das Stöhnen der Besregten. die dem U»terg5n!;e geweiht stnd. Er ... e t will siegen und leben! küd sie alle hier ... sie klagen und weinen: Wehe wehe mir!!.. Das Rollen des Donners begleite! den entsesielten Sturm u id der Regen plätschert «in den! Fenstern, und das Wehklagen um Benjami» dringi lies in' seine Seile,., leise nnd langsam taucht eine Erinnerung i!! ihm aus.,. eine Erinnerung, die er so oft schon verscheuchen wollte, ja sie schon verschwunden glau! te, und siehe, nun steht sie wieder vor seinem geistige 1 Auge, furchtbar und grausig!Ta lustwandelte e mit seinen Kollegen, den Rumä ׳ nen, im Freien 1 nd mit ihnen gab er sich ganz