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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1913-01-01 · Viertes Heft. (1913) · p. Seite 180

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
35 (1913)
Issue
Viertes Heft. (1913)
Date
1913-01-01
Page
Seite 180 (sequence 36)
Language
German
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180 Besprechungen. Festschrift zum siebzig-sten Geburtstage David lioffmann’s. Gewidmet von Freunden und Schülern. Herausgegeben von Simon Eppenstein, Meier Hildesheimer, Joseph Woblgemuth. XXXVI, deutscher Teil 462, hebr. Teil 280 Seiten. Ein stattlicher Band ist dem grossen Erforscher des Talmuds und Förderer der wissenschaftlichen Erkenntnis desselben, dem allezeit rüstigen Kämpfer auf den Gebieten der Bibelwissenschaft, der Verteidigung unseres Schrifttums gegen Verkennung, dem Manne des unerschrockenen Wortes bez. der Gestaltung jüdischer Riehtungen von seinen oben genannten Schülern und Freunden gewidmet worden. Wir können uns kaum einer Festschrift von solchem Umfang erinnern. Und die Namen der Herausgeber haben einen zahlreichen Mitarbeiterkreis herangezogen, haben den Inhalt, den verschiedenartigen Verdiensten des Gefeierten gemäss, recht mannigfaltig gestalten lassen. Aus dem fast unübersehbar reichen Inhalt greifen wir zunächst die Arbeiten über das mischnUche Schrifttum heraus, um die darin vorgetragenen Ansichten an denen zu messen, die wir selbst in Form des Buches oder des Aufsatzes (z. T. in dieser Zeitschrift) haben erscheinen lassen. Gehen wir nach der Reihe und wenden uns zunächst dem .Zusammenhang der Mischna im Traktat Edujotb* von Feuchtwang zu. ״Zusammenhang der Mischna* ist für mich eine vielversprechende Benennung — man erinnere sich meiner 2 Teile ״Ueber den Zusammenhang der Mischna“, deren erster in zweiter Auflage erschienen ist, während der zweite in nächster Zeit vollkommen umgestaltet und vermehrt erscheinen wird. Feuchtwang betrachtet Edujot unter der Voraussetzung, dass nur die äusseren Handhaben der Ordnung, Namen von bezeugenden Tannaiten und von den Ueberlieferem dieser Halakhareihen in Edujot zu bemerken 8ind. Da nach Ber. 28 und Jer. Parallelst, am bo bajom die Ent- Scheidung nur über streitige Halakhot der verschiedenen Gebiete gefällt wurde, so ist ja eine solche Aneinanderreihung gar nicht sonderbar. Aber Feuchtwang sucht doch, so weit es ihm möglich ist, nach inneren Gesichtspunkten für die Halakhareihen, und es ist ihm da Manches gelungen, was sich (und daran liegt mir be- Bonders) aus meinen ihm bekannten Arbeiten wohl ergänzen lässt. Die vereinigende Formel von I, 1—3 besagt, dass sich nicht nur R. Gamliel am bo bajom, sondern auch Hillel und Schammai Berichtigungen haben gefallen lassen; die Einheit von Mischna 12—14 besagt, dass die Hilleliten die Meinungen der Schammaiten hin und

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