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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1913-01-01 · Viertes Heft. (1913) · p. Seite 179

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
35 (1913)
Issue
Viertes Heft. (1913)
Date
1913-01-01
Page
Seite 179 (sequence 35)
Language
German
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17!) den alten, gewöhnlichen Ort, und len, wie es oben von den anderen sowohl vor der Verurteilung als den, auch vor Gericht geführt, an es ist auch ihnen ihr Recht gewor gemeldet ist. Es sind aber diese beiden hernach bis in den Tod bei deih christlichen Glauben geblieben, und sie haben alle Umstehenden mit grossem, demtttigem Fleiss gebeten, Gott für sie ju bitten, sie haben sich auch zu allen oben berührten Handlungen, Indizien und Anzeigungen wie zuvor bekannt und sich mehr und mehr freimüt g erboten, solches mit ihrem.Tode zu bekräftigen. Insbesondere hnt Georg ungefähr des Tages zuvor, wiewohl er gewusst, dass < r am folgenden Tage hat sterben sollen, im Beisein vieler Prälat« n und anderer guter Leute angezeigt, wie schändlich seine Gen<88en, die Juden zu Brandenburg, an dem heiligen Sakramente auf dem Tische gebandelt hätten. Es hat auch derselbe Georg, als jr bereits auf dem Rabenstein gewesen, den Henker gebeten, dar 8 er ihm vergönne, umherzugehen und nach seinem Bedürfnis zu redea. Das ist ihm auch vergönnt worden. Darauf hat er jedermmn angesprochen und gebeten, er möge ihm, falls er jemand ei zürnt habe oder sonst in anderer Weise zu nahe getreten sei, solches vergeben. Ferner hat er auch neben dem anderen getauften Juden alle Leute sehr gebeten, sie sollten vor Gott dem Allmächt gen ihre wahrhaften Zeugen sein, dass sie als rechte fromme Christen stürben. Sie sind also beide geköpft worden. Gott wolle in jener Welt ihnen mit allen anderen Christgläubigen Seelen gnädig und barmherzig sein! Amen. Weil aber die eben erwäl inten Juden, desgleichen auch einige mehr, die betreffs der unschulc igen Kinder berüchtigt und gefragt worden sind, unter anderen vielen Uebeltaten bekannt haben, dass sie alle, so viele ihrer in einem Fürstentum, Land oder Gebiet wohnen, Geld zusammenzulegen pflegen, um dafür Kinder zu kaufen und danach, wie oben berührt, zu erwürgen, so hat der Markgraf Joachim, dieses Namens der erste, Kurfürst von Brandenburg usw., um solche Uebeltat in Seiner Gnaden Ländern so viel wie möglieh zu verhüten, alle Juden aus der Mark und aller seiner Herrschaft verwiesen, sie unter ihrem jüdischen Eid schwören und aus fürstlicher Gnade und angeborener Milde aus Seiner Gnaden Länführen und geleiten lassen.*) des ganzen Verfahrens zu sein. Darum gegen die Juden durch haltlose Gerüchte in ihnen lästige Wettbewerber im Ge- (Red.) dern, wohin ein jeder gewollt, *) Das scheint der Zweck mussten Regierung und Gerichte eingenommen werden, damit-man schäfte loswerde.

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