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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1913-01-01 · Viertes Heft. (1913) · p. Seite 174

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
35 (1913)
Issue
Viertes Heft. (1913)
Date
1913-01-01
Page
Seite 174 (sequence 30)
Language
German
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174 10 Gulden gekauft hätten. Das Kind batten sie nachmals in einem Keller auf einen Tisch gelegt, ihm die Adern, in denen das meiste Blut zu sein pflegt, aufgestochen und ihm auch zuletzt die Gurgel abgeschnitten, so dass Bie davon ein Nössel1) Blut bekommen hätten. Danach haben Meyer aus Osterburg, Benediktus und Marx aus Stendal, Elias aus Tangermünde, Ahraham und Joseph aus Kyritz, Grote, Jakob und Moses aus Lenzen, David aus Gardelegen, Moses aus Havelberg, Moses aus Pritzwalk, Mendel aus Nauen und viele andere mehr bekannt, dass sie vor 8 Jahren auf Martini, als sie zu Werben beieinander versammelt gewesen, daselbst zu Werben ein Christenkind von 4 Jahren für 10 Gulden gekauft, welches Kind ihnen ein Jude aus Böhmen zugebracht habe; dem hätten sie im Keller die Medianader2) zerschlagen und es mit Nadeln und Pfriemen gestochen, ihm auch den Hals abgeschnitten und es also jämmerlich vom Leben zum Tode gebracht; davon hätten sie auch ein Nössel Blut bekommen. Ferner haben der Jude Jakob und seine Söhne Schmul und Nathan und Michel Monalt bekannt, dass sie im Jahre 1509 auf Ostern ein Christenkind von einer Bäuerin zu Brandenburg für 24 Groschen gekauft und ihm daselbst allein um des Blutes willen den Hals abgeschnitten hätten. Auch haben die verstockten Juden, nämlich Meyer und Isaak, sein Sohn, und Michel, seiner Tochter Mann, der Kabbi Joseph, Sloman, Herz und Moses, Meyers Diener, Abraham aus Werben, Joseph aus Seehausen, Jakob und Abraham aus Gardeleben, Moses aus Lenzen und viele andere mehr bekannt, dass sie in diesem Jahre 1510 vier oder fünf Tage nach Ostern ein Christenkind, ungefähr 5 Jahre alt, gekauft und zu Osterhurg im Hause des Juden Meyer, in der Synagoge ihm zur Ader gelassen, es mit Nadeln jämmerlich gestochen, ihm den Hals abgeschnitten und es also getötet hätten. Zum letzten haben Moses aus Pritzwalk, Sloman Jakob und Goss aus Brandenburg uud Schmul aus Plauen usw. bekannt, dass sie im vergangenen Jahre 1509 auf Reminiszere ein Christenkind von 5 oder 6 Jahren gekauft und dasselbe zu Brandenburg zur Ader gelassen und ihm ferner den Hals abgestochen hätten. Es haben auch einige Juden angezeigt, warum sie also konsekrierte Hostien an sich zu bringen pflegen, nämlich, damit sie Christen hierdurch verächtlich machten, Christus schmähten und ו) Flassigkeitemass. *) Hauptschlagader des Armes.

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