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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1913-01-01 · Viertes Heft. (1913) · p. Seite 173

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
35 (1913)
Issue
Viertes Heft. (1913)
Date
1913-01-01
Page
Seite 173 (sequence 29)
Language
German
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173 TiBche mit dem Blute während der Mittagsmahlzeit vor die Juden getragen, nämlich vor den Vater des Juden Mendel, seinen Sohn Isaak, Herz, Moses und Jost, seine Diener, den Rabbi Joseph und den Juden Seligmann, alle tu Osterburg wohnhaft, Sloman aus Brandenburg, Darid, Ahrain m, Hans, Schmul und Joseph aus Werben, Mendel aus Nauen, Jakeb und David au* Gardeleben1), Schmul aus Perleberg, Mosee aus Kyritz, Benediktus aus Stendal, Moses aus Pritzwalk, Moses ind Abraham aus Lenzen, Meyer aus Spandau und Schimel aus V Wusterhausen. Diese hätten allesamt auf einem Tische in die Parlikel mit Messern und Pfriemen gestochen, woraus abermals das Blut langsam herausgeflossen sei. Zuletzt hat der Jude Jakob aus Osterburg die gedachte bekannt und ausgesagt, dass Meyer Partikel wieder zu sich genommen, und als er Zeit und Raum ersehen, sie an demselben Freitag, zusamt dem Span im Beisein der Rabbiner Sloman und Joseph und des Vaters Wendeis in seinen Hause vergraban habe; aber nicht lange hernach habe er die begrabene Sache wiederum ausgegraben und dieselbe durch einen anderen Juden weiter zu den Juden nach Braunschweig geschickt. Der Jude Salomon aus Spandau hat bekannt, dass er die dritte Partikel des heiligen, 10chwürdigen Sakraments (wie man’s zu derselben Zeit genannt) durch Salomon Heller dem Juden Marx zu Stendal in einem blechernen Bticbslein, wie das erste mit sämi- Bchem Leder überzogen, zugeschickt habe, das auch der Jude Marx also empfangen habe. Das hat der Jude Marx hernach auch selbst bekannt und ausgesagt, der auch zudem weiter gemeldet hat, dass sie und mit ihnen Benediktus, Salomon, Beyer und Moses aus Springe und Joseph aus Seehausen, ein jeder in dieselbe Partikel mit Messern auf seinem Tische viele Stiche getan und sonst auch geschlagen hätten und dass auch diese Partikel viel Blut von sich gegeben habe. Zudem haben die boshaften, ungetreuen Juden auogesagt und bekannt, dass sie aus besonderer Begierde nach Menschenblut einige unschuldige Christenkinder an sich gekauft, greulich gemartert und zuletzt vom Leben zum Tode gebracht hatten. Zum ersten haben sie bekannt, dass der Jude Salomon, Jakob, Aaron, Levi Isaak, der Rabbi Mobss und Schlächter Jakob, alle zu Berlin wohnhaft, ein Christenkind und Knäblein, drei oder vier Jahre alt, von einem fremden Christenmann ungefähr vor 10 Jahren für *) Jetzt Gardelegen.

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