Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 35 (1913)
- Issue
- Viertes Heft. (1913)
- Date
- 1913-01-01
- Page
- Seite 165 (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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165 zu fürchten habe, erfreuen die sanft fliessenden Wasser des Siloah die heilige Stadt. Aber weshalb? — Nun, sie kann sich vor allen andern Städten auf Erden rü imen, des wahren Gottes heilige Wohnung zu sein! So des Sängers Antwort. Weil Gott in ihrer Mitte war, nur deshalb, — das unterstreicht hier der Sänger noch einmal nachdrücklich, — ja, nur deshalb wankte sie nicht. Darum verliefen sich die Wogen, die erst so fürchterlich das Land verheert, die allen Grauen und Entsetzen singeflösst hatten. Als der Morgen anbrach nach der Nacht, in der man alles fürchten zu müssen meinte, da hatte schon Gott geholfen, ehe man’s ahnte. Und nun fliesst der Mund des Dichters, des Herz voll ist, über von dem Lobpreis Gottes: Seine Macht ist ohnegleichen auf Erden! Wenn Völker toben, — entsetzlich, es anzusehen; noch entsetzlicher, es zu erleben, — 80 wanken Köni ׳reiche, stürzen Throne und wird das Oberste zuunterst gekehrt. Aber all das nur — ein Sanderspiel gegen des Gottes Macht, d3r Jerusalem beschirmt! Lässt er nur seine Stimme erschallen, so Darum mag ruhig sein und salems Tore einzieht: Der Herr Zebaoth iBt eindrücklich zu erweisen, wie erbebt die Erde. kann sicher wohnen, wer in Jerumit uns, Eine'Burg ist uns der Gott Jakobs! — Was ist schöner als die Erinnerung! — So lenkt auch unser Sänger seines Hörers Blick auf die Vergangenheit zurück, um noch einmal mächtig der Gott Jerusalems ist. Mögen Kriege die Welt erschüttern, mag die Kriegsfurie durch das Land rasen, — ein Nichts sind sie Gott gegenüber: Er steuert den grimmigsten Kriegen bis an der Welt Ende! Was sind ihm gegen- Uber Bogen und Spiesse und eise me Wagen, mit Sicheln bewehrt? Im Nu ist alles dahin; ein Hauch Beines Mundes, und den Kriegern sinken kraftlos die Arme herab! II Die grosse Judenverfolg; Quelle: Andreas Angelus Annaleb Am Mittwoch') nach Licht: Reinigung Mariä, in der Nacht, i! ung in der Mark (1510). * *) Marcbiae Brandenburgicae, S. 269 ff. mess oder nach dem Fest der einer in die Kirche des Dorfes nt *) Der 6. Februar. *) Diese Darstellung stammt auf brandenburgisch-preussischen Geschic 11 gen bis 1415; zweiter Band: Von Frie׳ Professor Hans Bahr ,Quellen zur .te.“ Erster Band: Von den Anfändrich I. bis Joachim I. Voigtlinder,