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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1913-01-01 · 3. Heft. (1913) · p. Seite 115

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
35 (1913)
Issue
3. Heft. (1913)
Date
1913-01-01
Page
Seite 115 (sequence 21)
Language
German
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— 1115 — kwarcigi in Erzählangen and Personen zh verkörpern, die den Eindruck Lebendigen machen and nicht j «f Draht gezogen sind. Und es eigentümliche Verhältnisse,!reiche den Erzählungen za G1 gelegt sind, and streiften sie hin and wieder ans Seltsame, der fasser hat die Kraft, sie aas glaubhaft za machen and and ans dem Bereiche des Begreiflichen and zugleich des wahrhaft Menschi nicht binaaszaführen. Das alte Jadentam, das hier in seiner wahrh^t Gestalt gezeigt wird, darf sich eines solchen Gestalters freuen von ihm noch viel Bemerkenswertes erwarten. Von den merk Schicksalen des Kindes an, das Feiwel im Walde findet and anni: bis za dem tragikomischen Erlebnis des ״grünen Heinrich", das all’ solchen Heinrichen wünscht, sind diese Erzählungen darch&t s empfehlen. Neben dem Emst and der Gemütlichkeit fehlt auch gesunde Hamor nicht, diese den Jaden so vielfach mit Unrecht sprochene Gabe. Vf. hat mich einst, wie ich stets gern wiederhole, in die sei stellerische Laufbahn eingefahrt und in mannigfacher Weise auf gesamte Lebensrichtang eingewirkt. Es lässt sich denken, das! seinen Erzeugnissen auch einen Entlass aaf recht weite Kreise wün! des aren rmde Veraas liehen ften and en i^nmt, man za der abgedjrift-!eine ich 4che. n Die alte jüdische Theokratie and daa soziale Bestreben des modernen Staates zur Errichtung von Wohlfabrtsinstltatioiien. Von Dr. A. Neawirth'Mains. (S :blass.) Nach dieser feststehenden Tatsache dürfte es nansehr auffallend erscheinen, dass das Christentum, das ja, wie heute allgemein aigenommen wird, verschiedene Insti;utionen dem Jadentam entlehnt hat, es vollkommen unterlassen hat, rgendwelche Wohlfahrtseinrichtui gen von der jüdisch-fheokratischen Stiatsverfassang za übernehmen. W irde dies aas etwaigen Gründen vermeden, so fragt es sich: Weshalt die־ neae Religion nicht eigenhändig 2ur Einführung von Wohlfahrtsins itutionen schritt. Dieses Unterlasse! ist nan betreffs aller sozialen stitntionen, die zugleich aach eine; 1 nicht verkennbaren jüdisch-religi! isen Sinn haben, wohl verständlich, [m Kampfe am die Festigung der eigenen Existenz bemühten sich c ie ersten Begründer des Christent uns alles, was ein jüdisch-religiöses Aassehen hatte, von der neuen Reli, pon ferazahalten. So schritt man z. B. allmählich zur Abschaffung des wöchentlichen Rahetags, des Sabt aths, and an Stalle dessen trat der Sonntag. Die Werktätigkeit, das Arbeiten and Schaffen wurde dag! gen an diesem nenbestimmten Tage, toils aas Gegensätzlichkeit zum Jadentum, nicht zuletzt aber, weil die ganze Institutionen nur gewissen In-

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