Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 35 (1913)
- Issue
- 3. Heft. (1913)
- Date
- 1913-01-01
- Page
- Seite 113 (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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- 4® - Horden, bei denen Alles verflacht. Und Bnb iet nicht gerade m ןhnft in dem Bestreben, der erfolgreiche Simeon an diesen Philistei n zu werden; so manche vielbe wunderte Richtung der Gegenwart erscheint bei ihm als Förderung des dampfen Gesellschaft•- empfindens. Er erkennt in Ibsens Hjalmar den bitteren Hohn gegen d ie Tranmwelt und ihre Anhänger; trotzdem die Gegensitze nicht er weise aber auch, dass Ibsdn aberwanden. Den Wilde’schqn Trigheitsbestrebungen gegenüber betont Bab den Wert der Arbeit und der Einwirkung auf die liatsachenwelt Das Bewusstsein soll dem ewig Unbewussten gegenüber seine Herrschaft ausüben an i uns zur Anerkennung ernsten Sirebens, des sEwig Männlichen“ bringen. Et sieht die Dichter ztfr Verherrlichung ▼on Bahnhöfen, Fabriken, Eisenhütten und Schlaohthöfen übergehen. Trotz aller Selbständigkeit der Jugend bemerkt er, dass das Verhältnis zaii Vater nicht als Pflicht, sondern als beglückende Gabe angesehen werden soll. Es tut uns wohl, trotz ▼ielerluns grundsätzlich widerstrebender Anschauungen in obigen Gedankengängen etwas zu finden, wai wir selbst mit Bewusstsein dem1 schwachen Triebleben und der Empfidsamkeit der Neuesten entgegenzuhalten haben. Mit solche 1 Grundsätzen kehrt man allerdings za den Fahnen zurück, di» unsere Zeit zur Grösse geführt haben; es bedeutet dies eine Abkehr ▼om lyrischen Kleinjammer von!träumerischer Kindlichkeit, ▼011 krankhafter Gefühlstiefbohrung zu männlich grosszügigeren Bef Strebungen, die aus solcher Enge uns zu kräftigem Fernblick un<J entschiedenem Fernwirken veranlassen werden. I Jeder Kämpfer und jede Walle gegen die grossen Ansprüche der Schwäche muss uns willkommen sein. Als solche Waffe begrflssen wir (wie betont, trotz mancher Gegensätze zwischen ihn und ans) die Babschen Fortinbarsreden. Dr. Hermann Klüger, Breslau: Friedrich Delitzsch, der Aposte der neubabylonischen Religion. Ein Mahnruf an das deataoh« Volk. Leipzig, Krüger u. Co., |1912. 180 S. Ein neuer Versuch, den Neubiabylonismus Delitzschs in seiner Haltlosigkeit darzustellen. Gottea|einheit und Vielgötterei werden in ihrem Gegensätze zu einander dargestellt, besonders die baby- Ionische Gottesanschauung beleuchtet. Auch die Vergleiche zwischen der Bibel als Glaubensbiuch und den babylonischen In- Schriften und Urkunden sollen die unendliche Hoheit des biblisehen Wortes und Gedankens gegenüber der bunten Wüstheit der babylonischen Stücke bekunden. Die opferreiche Geschichte des Judentums wird ins Feld geführt, um Israel selbst in seinem Verhältnis zu Gott ins rechte Liebt zu stellen. Die Halbheiten, 8