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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1913-01-01 · 2. Heft. (1913) · p. Seite 63

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
35 (1913)
Issue
2. Heft. (1913)
Date
1913-01-01
Page
Seite 63 (sequence 15)
Language
German
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63 — sich also die Frage nach d9ra Verhältnis beider vorg siegt, aber keinen Gegensatz erkannt, findet sich der dritte Satz, so mUssen nach ihm unsere selbstgefui denen Schlüsse schwinden Rabbenu Hillel ben Eljakim berichtet, dass Manche die 13. Regel R. Ismaels überhaupt ausscheiden, da schon ohnedies eigentlich 14 vorhanden sind, die erst durch Zusammenziehung mehrerer in eine die Anzahl 13 erlangen. So ist der 13. Satz keine Deuteregel in Sinne der vorausgehenden. Hillel ben Eljakim scheint nur Auflösungen durch den 3. Vers im Talmud zu können. Er glaubt, die 13 Ismaelsätze lägen in den sieben Middoth Hillels verborgen. Simson aus Chinon hat im ersten Teil Uber den 13. Satz wenig gesagt, abor in seiner Deutung des Sifrabeispiels glaubt Schwarz die vern unftmässigo Sonderung, nicht den Einflu: s des 3. Satzes zu erkei nen. Nach Simson kannte Hillel schon die 13 Sätze Ismaels, aber nicht den Gegensatz zwischen ihnen. Von Simson bis Ahron bin Chajim (Vf. des ק יק אהרן auf Sifra) verschwindet die Frage; dies»T Geiehrte tritt nun gegei Rabed mit dein Vorwurf auf, er habe die menschliche Vernunft dem S! :hriftbeweise des dritten Verses gleichgesetzt. Bei scheinbaren W dersprüchen genügt die selbständige Unters« heidung, bei wirklichen muss der der dritte Satz kommen. Saomo Aigasi hält das sichere Eintreten eines solchen Satzes für nicht erwiesen, da der Ausdruck ער שיבא diesen Umstand als bedingungsweise, als möglich, nicht als in jedem Falle eintreffend angibt. Jak5b Chagis (Vf. von c'־n וזהרת הכמה , דן and דרבי המשנה) scheint dem 1 abed zuzuneigen. Mit starten Gründen tut R. Jai'r Chajim Bacharach das Gleiche. H. S. Hirse ifeld scheint von Ahron ben Chajim auszugelen. Nur dass er unlösbare Widersprüche mit notwendigem dritten Sah;6 in geschichtlichen Abschnitten, die lösbaren in gesetzlichen findet. M. Mielziner hält die Lösung durch den dritten Satz nur wenn möglich aufrecht. Eine andere Stelle wird von Mielziener n>ch hier angeführt, wonac 1 gesetzliche Widersprüche so zu deuten sind, dass beide fraglichen Bestimmungen dabei bestehen bleiben. Mielzi 5er scheint den dritton Satz auch dort anzunehmen, wo die Deutung die Kenntnis eines solchen vorraussetzt, ohne dass er angeführt wird. Friedmann, der Erklärer d er Mekhiltha und der Sifre, teilt die כבי ת in selbständig zu lösende (0 ine 3. Satz) halakhischer und agadischer Art und in solche, welche des i. Satzes bedürfen. Dieser entscheidet rach Akiba für einen der leiden Sätze, während nach Ismael eine Unterscheidung beide berücksichtigt. Wir haben hier die An! lichten angeführt, welche in Sinne dos Vf.'s die massgebenden sind. Es ist am besten, wenn wir sofort die Lösung des Ff.’s für den Widerspruch zwischen Hillels und ismaels Auffassung der Zweisätzeregel kennen lernen. Hillel verlangt eine selbs tändige Lösung, wonach der Widerspruch nur scheinbar ist und ein Niel itverständnis voraussetzt. Ein Ausgleich ist da unnötig, weil ja beide Sätze in ihrem Rechte bleibe n. R. Ismael verlangt die Entscheidung darsh einen Schriftvers. Nun st wohl eine

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