Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 35 (1913)
- Issue
- 2. Heft. (1913)
- Date
- 1913-01-01
- Page
- Seite 59 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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Chanukafestes erreicht ihn zwe mal das Gotteswort. Aas diesem Grunde wird er im Vaticanus £׳>|>Ta'C<ov der Festefeiernde genannt (S. Bosiana), auch bezüglich seines Namens הגי von חג• Bei Sacbaija ist als Schlu;spunkt 14, 16 za denken, wo das Laabhüttenfest zam Völkerfeste der Zukunft wird. Das klingt äasserst gesetzesfreandlich im Sinne des alten Bandes. Wenn nan die Essgcschirre noch so heilig sein sollen wie die Altarbecken, so dass man ohne Furcht in ihnen soll koch in dürfen, dann mass angenommen werden, dass der Prophet eine genat e Wahrung’ der Speise- und ßeinheitsgesetze im Auge hat. Richtig ist, dass der zweite Teil von Sacharja zu den schönsten Teilen der Bibel gehört. Auch die vom Vf. angegebene Aehnlichkeit mit Jcsaia muss zugestanden werden. In Maleachi haben wir ein;n entschiedenen Vertreter les alten Opfers vor uns, trotzdem oder Vielleicht weil er die reine Absicht auch der Heiden anzuerkennen imstande ist (Mal. 1, 11). IJie vielen Berührungspunkte mit dem Buche Fsra haben die Alten 'dazu gebracht, Beide für eine Person zu halten. Das lässt nicht auf eine wenn anch noch so ferne Absicht auf Aenderung jüdischer Satzungen schliessen. Gerade er, der letzt! 1 der Propheten, muss 3, 22 an die mosaischen Gesetze erinnern uid mit Elia’s Ankunft eine Verknüpfung von ״Eltern und Kindein“, also von Vergangenheit und Zukunft (aber nicht ohne Vergangenheit) verkünden. Nan noch Einiges über di!) allgemeinen Forschungsgrandsätze, bei denen uns eine klare Sonderung zwischen dem Gebiet des Herkommens und dem der freien Forschung immer notwendig er• schienen ist. Weitgehend ist für einen strenggläubigen Standpunkt die Be- Stimmung, wie man Mosis Verfasserschaft za verstehen hat (S. 17): ״Der Pentateuch ist das Produkt der religiösen Entwicklung unter dem Offenbarungsvolke von Mosis bis auf die Zeit nach dem baby- Ionischen Exil auf Grundlage der von Moses geschriebenen; Bestimmungen, die dem Raume und der Bedeutung nach den weitaus grössten Teil des alttestamenthchon Gesetzbuches bilden". Diese Auffassung kann nur der Vermittlung zwischen der Rechtgläubigkeit and der äussersten Linken dienen, und solch eine Vermittelung ist weder ein Schatz Wissenschaftliches. Trotzdem es kommission vom 27. Juni 1906 übureinstimmt, kann unsere Bemerkung nicht unterbleiben. Es gibt, wenn wir nicht mit schwächlichen Geberbrückungsversuchen fürlieb nehmen wollen, in Sachen des Glaubens nur eine Rechte, die entschieden Wissenschaft nur eine Linke gegen Verflüchtigung, noch etwas mit der Entscheidung der Bibel- und heilsam wirkt; in Sachen der Wir haben in unserem ״Zurück zur Bibel!“ nachgewiesen, dass Alles dazwischen Liegende nur ein Hin- und Herschwanken zwischen diesen beiden Gegensätzen ist und dass diese Mittelrichtangen schliesslich in die eine oder in die andere Endrichtung übergehen. Fraglich dieser Auffassung mit Catech. mit den Ergebnissen der vierten tridentinischen Sitzung. Wir| mischen ist dagegen die Uebereinstimmang Rom. III, Cap. 1, Fragd 2, wie