Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 35 (1913)
- Issue
- 2. Heft. (1913)
- Date
- 1913-01-01
- Page
- Seite 58 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/6492408-6582240-8773759--4379-4859417- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
In den Literatarangaben über die Makkabäerbücher wäre bez. der Glaubwürdigkeit des zweiten Buchos auf Niese geradezu hinzuweisen gewesen, zumal er im Literaturnachweis genannt wird (S. 130). Da wäre Herzfeld, Geschichte des Volkes Israel anzuführen, der zuerst die Geschichtlichkeit des zweiten Makkabäerbuches hervorgehoben bat. Im Hiob hält Verf. die Elihureden für echt und will überhaupt die Mäkeleien an der Einheit nicht haben. Hier musste auf Cornill Einleitung etc. verwiesen werden, wo schon vor vielen Jahren auf die Echtheit und Notwendigkeit der Elihugestalt hin gewiesen wurde. Bei Ansetzung der Salomozeit für die Entstehung Iliobs an sich auf Luther. Auf die Angabe, Hiob stamme aus Mosis Zeit, lässt sich wohl die Ordnung der Peschitto zurückführen, die Hiob nach dem Pentateuch aufführt. Das Buch in die Zeit der babylonischen Gefangenschaft zu rerlegen, ist durchaus nicht so fernliegend, wie hier angenommen wird. Der Ausdruck איוב nur וד׳ שג את (Hiob 42, 1U) muss sich mit ähnliehen Wendungen Deut. 3ü, 3, Hosea 6,11, Jeremia 48,47, 49,39, Ps. 126,1,4 etc. »verglichen werden, welche nur einen Sinn haben, wenn von der Wiederherstellung des Volkes die Bede ist. Dass Hiob die Verkörperung Israels sein soll, nimmt der Einzelgestalt nichts von ihrer eigenartigen Ausprägung und den Verhältnissen nichts von ihrer erschütternden Kraft. Dass hier der griechische Text gegen den hebräischen zurücktreten muss, ist ein offenes Zugeständnis, dem wir ein solches zurückgeben, wenn wir gestehen, dass die Vulgata nicht nur hier, sondern auch sonst den 70 gegenüber die weit genauere Uebersetzung ist, nur dass sich Hieronymus öfter vom Griechen hat leiten lassen Mit Recht ist unter den dichterischen Formen der alte Lowth'scho Parallelismus am stärksten bervorgehoben, da er in der biblischen Dichtung am stärksten hervortritt. Wir hätten aber auch Beispiele für den auf S. 140 genannten Qinarers gewünscht. Die sonstigen Versuche konnten sich allerdings hier nicht einmal nennen lassen. Bei Joel, Nahum und Habakuk wäre unsere vergleichende Arbeit über diese 3 Propheten und über die über alle Teile derselben sich erstreckende Gleichheit der Ausdrücke und des Geistes zu beachten gewesen, dann hätte Vf. eine noch grössere Fülle von Beziehungen zu Joel gefunden. In jener Schrift habe ich die Unmöglichkeit, diese Bücher in mehrere zu zerreissen, und (verschiedenen anders urteilenden Forschern gegenüber) die dichterisch unvergleichliche Bedeutung dieser Seher ausgesprochen. Es muss mich freuen, hier dieselben Anschauungen zu finden. Zu!Haggai war zu bemerken, dass alle seine Daten israelitischen Festen entsprechen. Haggai 1,1 1. Ellul, Anfang der jüdischen Busszeit. 1,15 der 24. Ellul, eine Woche vor Roschhaschana, vielleicht Anfang der besonderen Vorbereitungstage (Selichoth). Haggai 2 der 21. Tischri — der Hoschana Rabbah, das Palmenfest. Am 24. Kislew (Hagg. 2,10, 20) dem Vorabende oder Rüsttage des