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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1913-01-01 · 2. Heft. (1913) · p. Seite 54

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
35 (1913)
Issue
2. Heft. (1913)
Date
1913-01-01
Page
Seite 54 (sequence 6)
Language
German
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54 wenn Kohelet mit diesem Wörtchen nicht so streng verfährt? Weil sie das Metram stören, sind sie überflüssig; aas gleichen Gründen mnss es wieder hier hinein! Aas gleichen Gründen muss בהוללות neben 3 ,2 בסכלות eingeschoben werden, weil die entsprechende Paarreihe fehlt, muss das so oft, so unwillkürlich dem Prediger sich unterschiebende גס זה הבל aas 219,23,26 schwinden! Aus gleichem Grande הגדלתי מעשי, obschon das aaf die Schilderung 2,4 klärend wirkt. וסרדסים fällt als Variante von גנות. Hat Kohelet solche Wortpaare nicht? Und hat oben das סבלות neben הוללות nicht etwas Gleiches gezeigt? Sollte das Wort סרדס Anstoss erregen, so erinnern wir an סח־ס רמונים Cant. 4, 13. 2, 7 sollte der Schluss nicht so leicht fallen, zumal Koh. dies Wort so leicht in die Feder floss, s. 1,16, 2,9. Bei 2,8 שדה ושדות erinnern Aron Wolf und Joel Brill (in der Ausgäbe der Mendelssohn’schen Uebersetzung, Berlin, Freischule 5548 1788) an רחם רחטתים im Deboraliede Jud. 8, 80, was an weibliche Personen mahnt. Auch Zapletal hat u. A. diese Deutung angeführt, aber ohne diesen sprechenden Beleg und deshalb, ohne zuzastimmen. Bei 2,9 וגדלתי והוססתי erinnern wir uns, dass Zapletal aus 1,16 wegen des Metrums הכמה gestrichen hat. in beiden Fällen übersetzt er ״ich wurde grösser*, als wenn es im Talmud hiesse מוסיף והולך. Han ist aber oben die Weisheitsprobe geschildert und hier die Probe mit den irdischen Freuden und dem irdischen Wirken. Da heisst והוססתי ich habe vermehrt und zwar oben das Wissen. Hier denken wir uns das Siegfried'sehe מעשים hinzu, ohne es hinzuzusetzen. Hier muss das Vermehren der Dinge über alle Vorgänger deutlich hervortreten; das אף חבמת* עמדה לי ist etwas ganz Anderes, als der Vermerk 2, 2. Oben will er mit Absicht das Alles verbinden, hier steht ihm seine Weisheit als Hindernis des Weltgenusses lästig zur Seite, wie etwa einem Faust oder Hamlet, mit denen ich schon oft Kohelet verglichen. Wenn 2,11 שעשו ירי neben מעשי fort muss, so trifft das Gleiche doch die Nachbarworte ובעמל שעמלתי לעשות — weshalb bleiben diese unangefochten? 2,12 b ist wohl wegen seiner Schwierigkeit unübersetzt geblieben. EsstösstKoh. sicher, indem er die Mühe und Arbeit seiner Hände ermisst, die Frage seines Nachfolgers auf, also die Frage: Was wird von alledem bleiben? Und weshalb der Weisheit gegenüber der Vorzug des Lichts gegen die Finsternis gestrichen wird, ist mir um so unerfindlicher, als 2, 14 ja gezeigt wird, wie der Weise hell ist (er hat die Augen vorn) und der Tor wandelt im Dunkel. Um so schroffer wirkt so der Nachsatz. Darum darf das sprechende נס אגי 2,15 nicht fehlen, ״auch ich, mich soll’s treffen?“ Auch das ״Und warum bin ich denn weiser geworden?“, nämlich als die Andern; etwa um einen Beleg zu 2, 14 zu bilden? Wen es stört, dass Kohelet von seiner grösseren Weisheit spricht, der erinnere sich an Faust: ״Zwar bin ich gelehrter als alle die Laffen.“ Desto vernichtender klingt das ״Und weiss, dass wir Nichts wissen können“. Und was haben die beiden Wörtchen או סבל gefehlt? Wird der Nachfolger ״weise oder töricht sein?“ Das letzte, gerade der Gegenstand

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