Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 35 (1913)
- Issue
- 2. Heft. (1913)
- Date
- 1913-01-01
- Page
- Seite 53 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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zeichnnng des Baalsdienstes gesellschaftlichen Zastäade konnte Zefanja keine Umkehr Auch der belegte. Auch die sittlichen und ein strenger Sittenprediger wie Xephanja trotz aller guten Bestrebungen Josias nicht unbedingt loben. Gerade Jeremias zeigt ja das gleiche Bild. Von seinerzeit erwartete Szythensturm, den Vf. schon Y0rübergegangen denkt, hat die Gl;ichgültigkeit nicht gebannt Als Quelle des Gesetzes nimmt Vf. lei Zefanja das Deuteronomium an. Als das vom Propheten vorgehaltene Schreckbild betrachtet er nicht die Szythen, sondern, wie bei Hibakuk unter gleichen Zügen, die Baby• Ionier. Eigenartig soll Zefanja das gericht betont haben, wodurch d dings im £inne der Gerechtigkeit. Alles von seiner Besserung abhängi kunft auf bewahrt. Die ״Beschei{ Recht des Schöpfers zum Welte Geschichte gelenkt wird. Aller- Israel ist nicht unverletzlich, muss g machen. Doch ist ihm eine Zucnen im Lande“ werden als Rest bleiben. Voraussetzung ist Wahrung der Vätersitte und Redlichkeit ohne Gewalttaten. Der ״Tag dis Herrn“ nimmt bei Zefanja die Farbe des Weltgorichts an, das nicht ein einzelnes Volk treffen soll. Aber es wird Alle zur Besserung führen An diesen Andeutungen, b >zw. deren Ausgestaltung vorliegende Schrift verweisen muss, Fragen merken, dass Vf. nicht sondern sich selbst die Bahn Nahum, Habakuk, ein Vergleich“, ich auf werden die Kenner der einschlägigen ausgetretene Wege geschritten ist, gesucht hat. Meine Schrift ״Joel, scheint er nicht zu kennen, sonst würde er Manches noch stärker hi :rausgearbeitet haben. Derartige Arbeiten gehören, fahren des VI.’s die Textesänder wenn man bei dem massigen Vermgen und Streichungen abzieht, zu den erfreulichsten Erscheinungen! uf biblischem Gebiete. Wir wenden uns der zweiten Arbeit, dem Buche Kohelet von Zapletal zu Zapletal bietet uns eine starke, nach allen Seiten sich erstreckende Einleitung, den hebri ischen Text in einzelnen Abschnitten, dann jedesmal die Erklärung und endlich die Uebersetzung des betreffenden Abschnittes. Beginnen w;r auch hier nit einer Probe der Textesdarbietung des Vf.’s.; dazu wollen wir ni:ht einen einzelnen Satz, wohl aber einen ganzen Abschnitt betracht in, da das Ganze für uns zu weitschichtig werden dürfte. Wir wihlen dazu Kohelet 2 als eins der Kapitel, welche dem Uebersetzer niiht die übermässig grossen Schwierigkeiten machen, welche wir in den S c h 1 us s teilen finden. 2, 1 liest Zapletal statt ו־אה בטיב vielmehr ואראה את נפשך בטיב wohl entsprechend dem אנטבה, also dem Objekt der 2. Person und entsprechend 2, 24 יד,יא: את נפשי טיב. Raschi hat das vorausgesehen und das וראה בשוב erklärt mit וראית בטיב, so dass dies וראה mehr infinitiv als imperativ ist. ״(ch will Dich mit der Freude versuchen, Du wirst (darin) das Gute seien“, das Du vergebens suchst Anders 2, 24, wo es soviel bedeut( t wie sich gütlich tun. 2,3 setzt Vf. hinter תרתי ein אני ein, das ursprünglich dort nicht steht; weshalb muss aber ein zwiefaches אני aus 2,18 schwinden,