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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1913-01-01 · 2. Heft. (1913) · p. Seite 52

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
35 (1913)
Issue
2. Heft. (1913)
Date
1913-01-01
Page
Seite 52 (sequence 4)
Language
German
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Durch ihn werden alle Völker gebessert (3, 10), Israel kehrt in sein Land zurück und (3,11) braucht sich dann nicht mehr zu scheuen, denn die Stolzen, also die Schamlosen von 3,5 werden verschwunden sein. — So hängt hier Alles gut zusammen, ist nichts fortzulassen. Dann moss der Parallelismus (1,6) טבלי א־ש מאין יושב durchaus bewahrt werden. Und ״ מעונהihre Stätte״, also Jerusalem, darf trotz der 70 nicht aufhören, in seinem Bestände oder seiner Vernichtung das Ziel der Prophetensorgen za sein. Wenn nun יתר,; der Anbeter heisst und פוץ Partizipium Passivi von פוץ zerstreut heisst, dann kann auch dies unangcfochten bleiben. Auch darf 3, 13 mit ״ltechte Israels“ beginnen. Und 3, 15 soll Gott, wie einst vor Saul, der ״König Israels“ bleiben; er wird die Feinde (man denke an Nahas von Ammon) scheuchen und Israel braucht nicht mehr, wie zu Samuels Zeiten, vor Schaden zu fürchten. 3,17 wird Gott ״in Liebe schwoigen“, um Israel, das seiner Fehler ledig ist, nicht zu beschämen, (cf. 3,11). נוגי ממועד sind Trauernde, die keine Festesversammlung mehr haben. Es ist das Partizipium des Niphal von יגה; man vgl. Thren. 1,4 בתולותיה נוגות, zu מדיעד wieder Thren. 1,4 דרבי ציון אבלות מבלי באי מועד, wie auch 2,15 vielfach an Thren. anklingt. 3,19 kann עושה ohne weitere Bestimmung so gut wie ואני אראה בש־נאי als ein starkes Gegenwirkeu gegen die Bedrücker I!-raels angesehen werden. Und der Schluss בכל הארץ בשתם muss בכל הארץ א־* ן בשתם gedeutet werden, wie es lbn Esra oft tut unter Hinweis auf והנבואה עודד הנביא. Der Schlusssatz bedeutet: ״Zu jener Zeit werde ich Euch bringen (also damit beginnen). Und (so viel wie jedoch) zur Zeit, wo ich Euch sammle — wahrlich! (so heisst hier י;) dann sollt Ihr namhaft und berühmt werden unter allen Völkern der Erde, da ich (doch) Eure Gefangenen vor Euren Augen zurückführe (als Zeichen der Gnade, wie die Verbannung das Gegenteil gewesen). Ich sehe nicht ein, warum gerade diese Schlusswend ungen unecht sein, also nicht von Zephanja an die Gemeinde Israols gerichtet sein können. Gebe ich, wie Vf. im Gegensätze zu den Neuesten mit Recht tut, bei einem vorexilischen Propheten die Möglichkeit von Heilsverkündignngen für die Zukunft überhaupt zu, weshalb soll ich denn einen Teil derselben uud zwar den, welcher dem Propheten und seiner Zeit der wichtigste gewesen, dem Ganzen entziehen? Und ist die Wiederherstellung des Reiches nicht jenem Zeitalter das willkommenste Zukunftsbild gewesen 7 Auch der Prophet ist vor Allem der Sohn seines Vaterlandes, oder er ist ein in der Luft schwebendes Gebilde, das eine Wirkung nicht üben kann. Nach Ansicht des Vf. hat Zephanja nach der Josianischen Umwandlung der Verhältnisse gewirkt. Daher eben der ״Rest Baals“, welche Lesart erhalten bleiben soll. Auch nach der Josianischen Bewegung konnten Spuren der Religionsmischung übrig bleiben, welche, wie Vf. annimmt, man leicht im Eifer mit der Be-

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