Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 35 (1913)
- Issue
- 1. Heft. (1913)
- Date
- 1913-01-01
- Page
- Seite 30 (sequence 30)
- Language
- German
- Belongs to
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an ■einen Sohn“ (S. 95 Anm. 2), da■ Buch ״Der Tod Moai• (J. Fait. ״Mota Muse“ Pari■ 1906). Wie diese apokryphischen Bacher zu den Fal. gekommen sind, lässt sich heute schwer ermittein. Soviel steht aber fest, dass sie diese Bacher für heilig ansehen. Hieraus kann man aber die in manchen Dingen von der Tradition abweichende religiöse AufFassnng der Fal. erklären. So findet man die Annahme, man müsse mit derSephira erst am Schlüsslest beginnen, im Buch der Jubiläen (vgLBeer: Das Buch der Jubiläen und sein Verhältnis zu den Midraschim). Auf dieses Buch beziehen sich die Fal. auch, wenn sie an einem Versöhnungstag, der auf einen Sabbat fällt, etwas gemessen, um damit die höhere Heiligkeit des Sabbat■ zu dokumentieren (vgl. Jubil. 50,16f.; Sabbat 113a u. 117b). Aus eben diesem Buche leiten die Fal. ab, dass der Versöhnungstag zugleich ein Gedenktag an die Klage Jakobs um seinen verloren geglaubten Sohn ■ei (S. 95 Anm. 3 vgl. Jubil. Kap. 34). £8 ist daher anzunehmen, dass die Abweichung von der Tradition ■eiten■ der Fal. demnach auf ihre Vertrautheit mit ver- ■ohiedenen apokryphischen Büchern aus der alexandrinische Schule zurückzufahren •ein wird. In der Tat sehen wir ja auch Philo, der doch in regem Verkehr mit den palästinensischen Juden stand, wegen seiner Vertrautheit mit diesen Schriften, von der Tradition in verschiedenen Dingen abweichen. Erst damit versteht man, weshalb die Fal. des Hebräischen unkundig sind und dass sie auch ihre Thora nur in einer fremden Sprache besitzen. Denn selbst Philo hat die hebräisehe Sprache nicht beherrscht (vgl. n׳t מאור עינים ח״נ und Gug. ibid. S. 212X Diese unsre Feststellung des geistigen Konnexes zwischen den FaL und der alexandrinischen Schule vermag vielleicht eine der schwierigsten Fragen der Religionsphilosophie ihrer Lösung näher zu bringen. Seit Jahrhunderten wird um die Identität einer religionsphilosophischen Gemeinschaft, der Therapeuten nämlich, herumgestritten. Ihre genaue Charakterisierung findet man nur bei Philo in dem Buch: fiept ßtou fistupijTtxoü. Ob nun die Therapeuten Juden, Christen oder Heiden waren, ist bis heute noch nicht entschieden. Viele Neuere haben sogar die Existenz derselben bestritten und die ganze Schilderung nur als Phantasie betrachtet. Wir möchten im Folgenden nur die analogen Erscheinungen bei den Fal. und den Therapeuten feststellen; die Konsequenz davon überlassen wir geübteren Händen. Bei beiden ist eine schwere