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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1913-01-01 · 1. Heft. (1913) · p. Seite 23

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
35 (1913)
Issue
1. Heft. (1913)
Date
1913-01-01
Page
Seite 23 (sequence 23)
Language
German
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Jaden (S. 160). Du Woohenisst (S. 70) and du jüdische Neu־' jahr (S. 94) begehen die Fal. festlich. Aber davon abgesehen, verehren die Fal. die Thora allein als ihr heiliges Bach. Sie gehen meilenweit, um aus ihrer Thora lernen zu können. Dies alles aber in einer fanatischen christlichen- Umgebung, die wütend gegen Andersgläubige vorgeht. Die genannten charakteristischen Zeichen bezeugen klar, dass die Fal. jüdischer Herkunft, öder richtiger Volljuden sind. Dagegen muss eine andere Fragl ernstlich untersucht werden. Es ist dies die Tatsache, dass־diener versprengte jüdische Volksstamm, wie bereits erwähnt, die Tradition nicht kennt Hierbei sind verschiedene Momente in Betracht zu ziehen, die dieses Verhalten erklären könnten. Entweder haben wir es mit einer Sekte zu tun wie die Saducäer, die wähl ehemals die Tradition kannten, derselben gegenüber aber sich ablehnend verhielten, oder aber dieselbe ist ihnen durch irgendwelche Umstände abhanden gekommen. Denn dies muss besonders beiont werden: die Fal. leugnen die jüdische Ueberlieferung nicht, j sondern sie kennen dieselbe nicht Zur Fesstellung des mutmasslichen historischen Vorganges und zur Lösung der genannten Frage muss besonders die Zeit der Auswanderung oder vielleicht der Losreissung vom jüdischen Volkskörper festgestellt werden. Denn gerade die frühere oder spätere Trennung vom Volksganzen vermag dies Verhalten zu erklären. Gug. setzt die Auswa iderung auf den Anfang der gewöhnliehen Zeitrechnung fest, bem >rkt aber zugleich, dass eine frühere Niederlassung in Abessinien keineswegs ausgeschlossen ist. Gug. verschiedene Gründe für die Annahme ng vom jüdischen Volke zwischen stattgefunden habe (vgl. ibid. 211). ie Historicität verschiedener anderer as Judentum zur Zeit Salomos oder meint sogar, dass drei sprechen, dass die Losreissu 340 ante bis 1 post Chr. n. Dagegen bezweifelt Gug. Nachrichten, die sämtlich etwas später in Abessinien eindringen lassen. Wir gestehen, dass wir nicht in der Lage sind die Zweifel über die sehr frühe Einwanderung in Abessinien su beheben. Glauben jedoch beachtenswerte Anhaltspunkte dafür zu haben, dass die Auswanderung der[ Fal. entweder bereits während des Bestandes oder spätestens beim Fall des ״N ordreiches“ vor sich gegangen sein müsse. Wir glauben diese unsere Annahme mit folgenden Gründen erhärten zu können. 1) Aehnlich den

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