Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 35 (1913)
- Issue
- 1. Heft. (1913)
- Date
- 1913-01-01
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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ר — י 3 Auch wenn mich Tausende umringen Und feindlich mir sich gegenüberstellen. Nur du, o Herr und Wenn du den Feind Und seine Waffen ih Denn Heil ist nur bei Gott, beschütze und bewahre mich, vernichtend weisst zu treffen lpi entwinden kannst dir, o Herr 1 Dem ganzen Volke spende deinen Segen. Der Uebersetzer hat selbst auf das Dreifache וכיס . . . מה ובו וכיס . . . . . . des Anfangs verzichtet, so wirksam dieses sein mag. Das 'וסויס ואש ,Weil Du die hohe Würde mir verliehen* erinnert schon, wenn auch ohne Aufdringlichkeit, an den Christliehen Erlöser-Königsgedanken, kann aber auch, wie stets bei diesen Gedankengängen, auf David gehn. כי הכית את כל אויבי לחי שני רשעים שכות ist sehr glücklich von ihm übertragen: ,Der Du den Feind vernichtend weisst zu treffen, Und seine Waffen ihm entwinden kannst.“ Hier hat der religiöse Geist des Uebersetzers, geleitet von eien Erklärern der Ueberlieferung seiner Kirche, eine Nachdichtug vorgenommen, in der sich der Grundtext sehr glücklich mit der selbständigen Augenblicksempfindung des Betenden vereint. Die Erläuterungen von Dr. Niglutsch sind eine sehr willkommene Ergänzung. Möchte Lanner mit!gleichem Geistauch an andere dichherangehen und sie der Empfindung Jetztzeit näherbringenl terische Bücher der Bibel und dem Verständnis der Kippe ,Das hohe Lied* wird für uns von besonderer Wichtigkeit sein, nachdem wir er’schen Behandlung des ist zur Auffassung zurück!gekehrt, das Bühnengewand zu legen sei. angabe des Hohenliedes, in voriger Nummer uns mit der Breu- Hohenliedes beschäftigt haben. Kipp dass um das ganze Hohelied Er beginnt mit der Inhaltshe er uns seine Uebersetzung bietet: Aminadab, ein reicher Spezereihändler aus Jerusalem, besucht mit Damen der Hauptstadt und andern Freunden seine Braut, die Winzerin Sulamith, am Fusse des Libanon. Nach der stellt er ihr die Töchter Jerusalems vor. Am Vorabend der Hochzeit wird Manches aus demaBrautstände erwähnt. Die Brait fürchtet, Aminadab würde für sie die Treue nicht wahren. zu vornehm sein und ihr Die Hochzeitstage z! Königs Salomo. Die Jii Die Braut dagegen weise, ihre Liebe werben will, selbst die Erhörung 8e scher Weise.;eigen den Bräutigam in der Rolle des ngfrauen werden dadurch überrascht, dass Aminadab in dieser Gestalt um Sie nimmt sich vor, spröde zu sein; iner Bitte geschieht in halb spötti- Ihre Liebe verbergend, verriegelt sie Nachts die Türe vor Aminadab. Da er versch ossene Riegel findet, entfernt er sich, und Salamith bedauert in schlafloser Nacht ihre Sprödigkeit. Ihren jerusalemiachen Genossinnen öffnet sie Morgens ihr Herz;