Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 34 (1912)
- Issue
- 4. Heft. (1912)
- Date
- 1912-01-01
- Page
- Seite 180 (sequence 36)
- Language
- German
- Belongs to
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- Rashi 1× ep/1002670
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180 ist. Rasch i’s Lehrer hat nach Schwarz aus dieser Tosseftafassung seine Folgerung gezogen,- Ich aber glaube, dass es zu dieser Folgerung gar keiner Quellen bedarf. Ist denn *-הכש־תי את נזק blos Mitteilung einer Tatsache ohne Folgen? Sobald נל שחבתי בשמירתו vorausgeht, kann die Folgerung nur heissen, ״dann bin ich für den Schaden verantwortlich.“ Dass dies die Deutung sei, stand sowohl Kaschi, als seinem Lehrer, als irgend welcher Tosseftafassung fest. Was will nuu Rase hi uud was wollen seine Lehrer? Den merkwürdigen Ausdruck *הכשרת erklären! Daher gibt es ein!*יש ראשון bei Raschi, eine Deutuug, die er auch vorgefuudeu, dass es (man muss dabei an מכשירין in Toharoth denken) soviel bedeutet wie: Ich habe den Schaden herbeigelührt, habe nämlich den Gegenstand der Beschädigung ausgesetzt, da ich ihn nicht gut bewahrt habe. Da hat הכשרתי eine böse Nebenbedeutung; im anderen Falle hat es einen guten Nebensinn: Weshalb hat die Mischna den Ausdruck הכשרתי (man denke an הכשר מבוי) gewählt? זל Um anzudeuten, dass ich den Schaden ם:שיר sein, ausbessern, ersetzen muss; und zwar ist diese meine Pflicht eine so bestimmte, dass sie hier die Form der Vergangenheit, הכשרתי, annimmt, es scheint gar nicht mehr מחופר מעשה zu sein, sondern ist bereits geschehen (etwa wie כל הראוי לבילד. בו׳ oder ששר העומד ל־נבות etc.). Also wird die halachische Frage, ob Jemand schuldig ist ־oder nicht? hier nicht einmal in pilpulistischer Weise erörtert, sondern es handelt sich um den Ausdruck *הכשרת. Wenn ich hier etwas verweilen musste, geschah es, um diese Dinge zu kennzeichnen. Zur grosszügigen Erklärung des Verhältnisses zwischen Mischna und Tossefta trageu 6ie nicht bei. Betrachten wir die Stelle (S. 4) שוס כסף אין אומרין תצא סרה במלית ולא מלית בסרה אלא שמין אותן בספים. Die Erklärer ergänzen zumeist diese Tossefta nach ihrer Fassung im Babli סרה שהזיקה טלית ושלית שהזיק סיר. אץ אומרים תצא סח־. בטלית. Das hält Schwarz für nicht zutreffend; auch nicht die Erklärung des ר ת z. St., wonach das וייו als 'א gilt und es zwei Fälle sind. Und doch ist diese Erklärung des וי״ו als או etwas sehr Geläufiges im Talmud; siehe Anfang הגוזל ומאכיל das Wort והניח לסנ*הס und öfter. Weshalb scheint die Fassung des Babli ihm grundsätzlich nicht im T. vorausgesehen? באמת בהזיקו זא־ז סיירי הרי חפר העיקר בתוספתא cs*. Das ist doch bei dem von Schwarz hervorgekehrten Zustande der Tossefta nichts merkwürdiges, kann sie da nicht durch die Baraitha des Babli ergänzt werden? Nun kann man aus Schwarz Worten gar nicht ersehen, was er an diesen Deutungen bemängelt? Nur das שהזיקו זא״ז, dass beide, .פרד und מלית, einander zum Schaden geworden sind? Dann muss doch die Deutung des ־״ת, nämlich או או כתני, richtig sein, wonach nur ein Geegenstand den anderen beschädigt hat. Aber nach unserer Tossefta ist, wie Schwarz sagt, auch das nicht erwiesen.