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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1912-01-01 · 4. Heft. (1912) · p. Seite 178

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
34 (1912)
Issue
4. Heft. (1912)
Date
1912-01-01
Page
Seite 178 (sequence 34)
Language
German
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17« Also der Satz Juda’8 ist eine weitere Ausgestaltung des את שהוא מועד לו משלם נזק שלם את שאינו מועד לו משלם ח״נ — es ist das genau dieselbe Verbindung, welche, wie wir oben gesehen, auch T. diesem Satze gegeben. Wie konnte Schwarz das verkennen und diese Stelle an den Anfang des Abschnittes rücken, wo er doch zu den darauffolgenden Sätzen gar keine Beziehung hat! Also Schwarz hat hier gegen den Geist der Mischna gehandelt, in deren Spuren er ehrerbietig zu wandeln behauptet, er hat eine feste und schöngefügte Ordnung zerrissen, um äusserlich einen Satz, der in der Mischna gerade früher seinen Platz hat, als andere Bestimmungen, genau an die gleiche Stelle zu setzen, d. h. er hat die Mischna selbst verkannt und misshandelt, wo er sie in der Tossefta zu ehren vermeinte. Wir wollen uns mit diesen Beispielen beguügcu, obschou es weder die einzigen, noch die hervorstechendsten sind. Solche Erscheinungen begegnen uns auf Schritt uud Tritt, und es ist Schwarz stets נראה בעליר oder שזהו מרומה pco איז — und wir verlangen den Beweis, der für die geringste Verschiebung schwer, ja, u n m ö g 1 i c h zu bringen ist. Noch schlimmer ist es, wo, wie in vorausgehendem Falle, T. dadurch nicht beleuchtet, sondern der Sinn der Ordnung verdunkelt wird. Kommen wir nun zur Behaudlung der Mischnabschnitte, deren von Schwarz bestimmte Stellung zur Tossefta wir oben schon angegeben. Soweit darin der Zusammenhang der Mischna behandelt werden 8011, wird wohl der Faden von Mischna zu Mischna weitergeführt, aber das allgemeine Gepräge der Ordnung ist nicht im Geringsten berücksichtigt. Und dadurch würde die tiefe Absicht der Aneinanderreihung doch besser begriffen werden. Die Mischna in ihrer Stellung zur Tossefta — das musste doch in einem solchen Werke auf Schritt und Tritt die Hauptsache sein. Und was dadurch zu gewinnen war! Die Beleuchtung der Art und Weise, wie die Gemara aus dem tannaitischen Schrifttum sich emporarbeitet. Die Gegensätze zwischen Mischna und Tossefta in ihrem amoräischen Ausgleich geben die Gemara. Ohne Voraussetzung eines solchen Gegensatzes sind die amoräisehen Erörterungen unmöglich; und die Vieldeutigkeit der tannatischen Sätze lässt uns auch die Verschiedenheit erklären, mit welcher Babli und Jeruschami die gleichen Mischnas gedeutet haben. Wurdenun hier der jedesmalige Mischnaperek als Grundläge einem von Schwarz in obgemeldeter Weise zusammengestellten T088eftaab8chnitte vorangestellt, so durfte keine Gelegenheit zur Hervorhebung dieser Gegensätze vorübergelassen werden. Nehmen wir Mischna B. K. 10,? האומר לחבירו גזלתיך הלויתני דסקדת אצרי etc. ״Jemand sagt zum Anderen, Ich habe Dich beraubt, Du hast mir geborgt, Du hast mir einen Gegenstand anv

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