Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 34 (1912)
- Issue
- 4. Heft. (1912)
- Date
- 1912-01-01
- Page
- Seite 175 (sequence 31)
- Language
- German
- Belongs to
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175 Rektor Professor Dr. Adolf Schwarz: Die Tosifta de« Traktats Nesikin Baba Kamma. (XIX. Jahresbericht der Israelitisch-Theologischen Lehranstalt in Wien 1912. XL und 121 S.). (Schloss.) Nach allen Vorausgegangenen lässt sich wohl erkennen welche Beurteilung ich der Schwarz’schen Behandlung von Tossefta Babakamma zuteil worden lassen kann. Zum mindesten soweit es sich um die Versetzung von Tosseftasätzen nach der Mischna- Ordnung hin handelt. Da Schwarz diesem Umstande doch herrsehendes Gewicht bei misst, so muss ich zunächst darauf eingehen. Nun wird es mir sehr schwer, hierauszufinden, welches eigentlieh diese Umsetzungen sind. Da Schwarz nirgends dnreh Seitenbemerkungen angegeben hat, wo diese fortgerückten Sätze ihre Stelle bei Zuckermandel haben (dazu genügt eine Zahlenangäbe), so ist man beständig in Aufregung. Man kann nie wissen, ob Schwarz nicht hier oder da eine Aenderung für notwendig gehalten bat, ob wir also die alte, oder die ungewandelte Tossefta- Ordnung vor uns habon. Sodann bat Schnrarz nicht in allgemeiner einleitender Darlegung gezeigt, worin hier Tossefta und Mischna gleich sind und wo sie sich von einander unterscheiden; wo die Ordnung glatt ist und wo sie unsere Verbesserungen erwartet; welche Fragen sich aus diesem Textbestande ergeben. Das lässt sich z. T. in Tabellenform machen. S. in meinem, ״die Mischna, Aufbau und Quellenscheidungl“ de 1 bez. Versuch am Anfang S.XXVI—XXVIII, den ich ja nicht als mustergültig empfehle, der aber immerhin doch etwas Ueberhlick bietet; dann im gleichen Werke die Inhaltsangaben der einzelnen Traktate; (es handelte sich um die Mischna), mit Angabe 1er stärksten Unregelmässigkeiten, auf welche ~ der Behandlung des Einzelnen nur zurückzuweisen brauchte. Das hätte hier eine grosse Klarheit in die Darlegung der Besonderheiten hineingebracht. Schwarz bekanntlich seinen Tosseftaerklä Abschnitt die Darlegung des betreffenden des Zusammenhangs vorausgehen lassen. Statt dessen hat rungen Abschnitt für Mischnaabscbnittes bei In diesen Mischnadarle gungen vermisse ich gleichfalls die klärenden Ober- und Unterabteil und zwar kommt ander: Begründungen an, ungen, die Angabe der Einschnitte, die uns den Ueberblick im Ga|nzen ermöglicht. Tastend müssen wir von Mischna zu Mischna sind wir immer fertig, schreiten, mit Schluss des Mischnapereks gleichviel, ob hin und wieder der Faden im nächsten Abschnitt! fortgesponnen wird. Dann schliesst siel! in gleicherweise die Erklärung der Tossefta nun in schwierigster Form alles nebeneinder Umsetzung, Lesarten, Erklärungen,