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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1912-01-01 · 4. Heft. (1912) · p. Seite 174

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
34 (1912)
Issue
4. Heft. (1912)
Date
1912-01-01
Page
Seite 174 (sequence 30)
Language
German
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I - 174 — Der Codex enthält: 1)folio lb—2b: 2;מלאכתהמשכן) folio 2 b, Spalte 2: שיר, ein alphabetisches Gedicht, geschrieben von Jehosiphja Binjamin; 3) folio 4a—7a: Seder olam rabba; 4) folio 8a—565b: Die 63 Traktate des babylonischen Talmuds, nämlich die Ordnung v Moed mit 12 Traktaten; Berakhoth; die Ordnung Naschim mit mit 7 Traktaten; Nidda; die Ordnung Neziqin mit 9 Traktaten (ohne Aboth); die Ordnung Qodaschim mit 11 Traktaten; die 10 Mischnatraktate der Ordnung Zeraim (also ohne Berachoth) und die 12 Mischnatraktate der Ordnung Teharoth (also ohne Nidda); und endlich den Mischnatraktat Aboth. Durch ein Versehen des Abschreibers sind Blatt 196 b ein Stack aus Kethuboth (84 a—87 a) und Blatt 424 b ein Stack aus Menacboth (76b—77 b) übersprungen. Beide Stellen sowie die nach Blatt 63 im Traktat Pesachim ausgerissenen Blätter sind in dem einleitenden Hefte abgedruckt. 5) folio 565b—571a: Derekh Erez Zuta, D. Erez Rabba, cp. 3a Kalla, Sopherim, Gerim; 6) folio 541a—573a: Seder tannaim veamoraim; 7) folio 573 a—575 b: Formulare und ein Get mildem Datum 5. Ijar 5068; 8) folio 575 b2—576a: Zusätze von der Hand des ersten Besitzers. 1 Obwohl für das Werk ein sehr hoher Preis — 700 Mk.— festgesetzt werden musste, so haben sich doch 113 Subskribenten im ln• und Auslande gefunden, sodass Mühe und Kosten nicht umsonst aufgewendet sind. In Berlin stehen 5 Exemplare zur Benutzung bereit in der Königlichen Bibliothek, Lehranst alt für die Wissenschaft des Judentums, Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums und Zunz-Stiftung. Ferner sind Exemplare vorhanden in Breslau, Dresden, Frankfurt a. M , Hamburg, Karlsruhe und München, und da 66 Bestellungen durch Buchhandlungen gemacht sind, so steht zu er• warten, dass jede Universitätsbibliothek ein Exemplar besitzt. Wenn der Herausgeber am Schluss seiner Einleitung schreibt: ״Möchte diese Ausgabe des babylonischen Talmuds der Wissenschaft und der Beseitigung von Vorurteilen wider den in nichtjüdischen Kreisen zwar viel genannten, aber immer noch wenig gekannten Talmud dienen!“ so stimme ich dem aus vollem Herzen bei und möchte persönlich nur den Wunsch hinzufügen, dass in nicht allzuferner Zeit auf den Universitäten über den Talmud Vorlesungen gehalten werden' möchten, denn er ist es wirklich wert, dass ihm eine Stellung innerhalb der Wissenschaft angewiesen wird. Berlin. Hans Bahr. 4

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