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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1912-01-01 · 4. Heft. (1912) · p. Seite 170

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
34 (1912)
Issue
4. Heft. (1912)
Date
1912-01-01
Page
Seite 170 (sequence 26)
Language
German
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170 Die Tosefta jedoch, V, 3, hat ihn erhalten and tradiert ihn im Namen R. Juda’s, höchstwahrscheinlich weil sie ihn vom Sifra hat• Selbstverständlich ist die Lesart bei Zockermandel והדז עומד בסני עצ&ו טהור ואם לאו טמא falsch, da ja der Vorsprung, wenn er trotz Entfernung der Wand stehen bleibt, nicht wie die Wand berachtet werden kann, folglich nicht טהור sein kann. Man mass also mit Sifra טמא ואם לאו טהור lesen. Ebenso zitiert auch ר ש in seinem Kommentar za Kölim Ende VI. die Tosefta טמא ואם לאו טהור. (Siehe Weiss im Sifra z. St.) 31. S 10,10 Kölim V, 2. Der Ausdruck ם*כן אטרו bezieht sich vielleicht nur auf die Stellle bis אמר ר״י, die die alte Mischna ist, za der dann R. Juda SteUang nimmt and sie aaf Grand anderer Traditionen modifiziren will. In unserer Mischna fehlt der Satz והלא אסרו האבן היוצא מן התנור כל שהוא טטאה. Za 8 גל שהוא. Maharid. 32. S 11, 9 üq$in I, 3. v Es ist hier klar, wenn aach nicht direkt za beweisen, dass Sifra die ältere Mischna in ihrer ursprünglichen Form bringt, während sie Rabbi in seiner Mischna mit anderen Traditionen verarbeitet. — (Fortsetzung folgt.) Moses der Erzieher. von Wilhelm Kahmer, Berlin. v Unsere Thora, das älteste Lehrbuch der gesitteten Menschheit, zeigt ans Moses als den weisen Gesetzgeber and Lehrer des israelitischen Volkes, das er nach 400 jähriger Knechtschaft in Aegypten, aaf Gottes Geheiss in die Freiheit führt. Wie er aber aach der weise Erzieher dieses Volkes war, wie er in der 40 jährigen Wanderung durch die Wüste diesem, in langer Sklaverei verwilderten, angeschliffenen Volke aach noch Anstand and Sitte in feiner Weise beibringt, beweist uns unter Anderem eine kleine Episode am Ende des 4. Buches, die merkwürdigerweise bisher von keinem Bibel-Erklärer and in keinem Commentar erwähnt and beachtet worden ist, aad aaf die hier hinzaweisen mir gestattet sein möge. וטקגה רב. Das 4. Bach Moses Kapitel 32 erzählt, wie das ganze Volk bereits am Ende seiner Wanderung sich in der Nähe des, noch gemeinschaftlich za erobernden, gelobten Landes diesseits vom Jordan befindet, and dass dieses wasserreiche Gefilde mit guten Weideplätzen ״ein Land für Herden* sei.

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