Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 34 (1912)
- Issue
- 3. Heft. (1912)
- Date
- 1912-01-01
- Page
- Seite 131 (sequence 35)
- Language
- German
- Belongs to
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131 Talmuds, der weltentlegensten Wissenschaft, sind so wenig hemüht, zunächst die wichtigsten Arbeiten auf dem eigenen Gebiet zu umreissen und bekannt 2;u machen? So wenig bemüht, durch ein sich Auseinandersetzen mit den bestehenden Ansichten irgend einen festen gemeinsamen Funkt zu finden, von wo die Nachfolger ausgehen, damit man nicht stets immer ▼on der Schöpfung beginnen müsse? Diese Auseinandersetzung bedingt allerdings Erörterungen und diese soll wohl um des lieben Friedens willen gemieden werden. Ist das wirklich der wahr» Grund? Ist denn sonst überall Friede und Liebe das Ziel? Man will Anstand und Würde in der Ge lehrten weit wahren. Doch nicht die eigene Würde mit Unterdrückung der Fremden. Ist denn wahrer Eifer zum Aufiinden der Wahrheit etwas Verletzendes? Habe ich mich je gescheut, öffentlich unter Nennung des Namens dem dankbar zu meiner Irrtümer beabsichtigte? מורה sein, der eine Berichtigung 1 עחב ירוזזש Ich muss bekunden, Universitas litterarum dass wenn das Wissenschaft, d. h. heisst, wir trotz aller Vielgeschäftigkeit eine Wissenschaft als Gemeinsamkeit der aus den Bestrebungen zu erzielenden Vorteile und Ergebnisse und der darum sich herschreibenden Fortschritte nicht empfinden können, also überhaupt nicht besitzen. Ad majorem litterarum gloriam, להגדיל תורה ולהאדירה, müssen wir die Besprechung der Bücher als Gelegenheit zur Erweiterung des wissenschaftlichen Verfahrens benutzen. Wir haben Schwarz also nicht gering eingeschätzt, indem wir ihm die milde Schonung unserer Person, die uns garnicht erfreut, nicht durch gleiches vergelten. Wir haben in ihm den Tannaiten gesehen, dessen Worte wir als Amoräer auf die Goldwage legen und hoffentlich anzuführenden oder zu unseren sich befinden, aber alle erreichbaren Auffassungen die Wissenschaft bilden, so ist Wissenschaft, es ist auch richtig deuten. Und da unter allen verschweigenden Ansichten auch die es die.Sache der Mehrheit der wahren der persönliche Zusammenhang aller auf einem Gebiete Strebenden, den wir hier!und in der Fortsetzung unserer Besprechung erstreben und wozu die Besprechung einer Schwarzachen Schrift uns als das beste Mittel erscheint. Belauschen wir Schwarz bei seiner Behandlung der Tossefta, um sein Urteil über Tossefta und Mischna zu bewerten und zu erkünden, ob er bei Anwendung seiner Auffassung dem tannaitischen Schrifttum, zumal der Tossefta wirklich, wie er annimmt, zu ihrer Urgestalt verhiift. Beim Kampfe gegen Zuckermandel muss er sich gegen dessen Art kehren, Mischna und Tosseftasätze zu?ersetzen und die Mischna nach der Tossefta zurechtzustutzen. Ist dies Verfahren ein anderes als das iSchwarz’sche, das die Tossefta nach der Mischna zurechtstutzt? Schwarz hat diesen Einwurf vorausgesehen. Er sagt nämlich von sich und Zuckermandel: ffWir transferieren nun Beidej