Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 34 (1912)
- Issue
- 3. Heft. (1912)
- Date
- 1912-01-01
- Page
- Seite 106 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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106 wir weiter des öfteren nachweiaen und belegen werden. So ist auch der Satz im Sifra hier, eventuell in der dem Sifra zu Grunde liegenden filteren Misch na, אפרו להם כיה לכי* ,אי אתם פורים לגו גוואר, אוי לםיא *היא פסאה אי אתם פודים בפפלת לפיא *היא חייכת בקו־מ׳ פי* אור לפיא 80) סיום סיא וכוי. muss man nftmlich im Sifra, nach Tosefta Krethoth I 4 und mit Malbim, lesen, vgl. דית, woselbst der Satz אפרו לדם כי* אי אתם פורים bis פי* אור לפיא einfach gesrichen wird), von Rabbi in den Satz אפיו ביה לבי* פי* אוד לפיא פיוס ם״א gekürzt worden. Der Talmud z. St., Kreth. 8 a, ergänzt die Mischna nach dem Sifra, indem er die letzte Antwort der כיה bringt und erzählt uns dabei eine Anekdote, die in ihrer Art fiusserst interessant und lehrreich ist. ״R. Hoscha’ja pflegte früher bei Bar Qappara zu hören, verliess ihn aber dann, um bei R. Hija zu hören. Eines Tages nun kam er zufällig mit Bar Qappara zusammen; da stellte er an ihn eine Frage, deren Beantwortung davon abhängig ist, wie man die Ansicht der כיה in unserer Mischna begründet. (Stellen sie nämlich überhaupt die Nacht dem folgenden Tage gleich, dann müsste es auch beim זב der Fall sein. Entscheiden sie jedoch wegen des überflüssigen Schriftwortes או לבת, dann gilt es nur für הפפלת und lassen sich daraus für זב noch gar keine Schlüsse ziehen.) Bar Qappara~antwortete mit einer witzigen, spöttelnden Anspielung auf R. Hija, aber nichts zur Sache. Darauf sagte ihm R. Hoscba’ja. Schau doch, Bar Qappara'), wir sind notwendigerweise auf die Worte des von dir bespöttelten R. Hija angewiesen. W i r müssen n&mlich auf die ersten, älteren Mischnajot zurückgehen הרא*ונות [sc. ג ח ו ו ר על [משניות *) da heisst es aber ausdrücklich, dass die כיה ihre Ansicht vom Schriftworte או לכת ableiten. Rabbi Hoscha’ja wollte also dem Bar Qappara demonstrieren, dass man mit der Mischna Rabbi’s allein nicht auskommen kann und die älteren, Mischnajot bei R. Hija8) lernen muss. Diese רא*וגות finden wir aber im Sifra, den R. Hija nach R. Juda ben Ila’i zum zweiten Mal redigirte, 8. D. Hoflmann, Einleitung in die Halachischen Midraschim 22 ff. Geiger Zeitschr. 1J Ich übersetze so nach R. Gerschon and Schitta Meqab., Kjdduscbin ed. Wilna. In letzterem muss man aber lesen :iS והכל חוא דבר• וי אושעיא, חומו בר קפרא. נחזור על הבעיא הראשונח. 2) Von allen Kommentaren falsch, wi« אסר סר oder נחזור על חבעיא חראש1נח übersetzt. 3) Der sie sowohl im Sifra als auch in der Tosefta, soweit sie von ihm erst redigirt worden, mit Absicht und im Gegensatz zur jungen Mischna Rabbi’s gesammelt und konserrirt bat Dass aber die von R. Juda und R. Nehemja stammenden Partieen von Sifra and Tosefta die filtere Mischna haben, braucht wohl nicht erst gesagt za werden.