Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 34 (1912)
- Issue
- 2. Heft. (1912)
- Date
- 1912-01-01
- Page
- Seite 94 (sequence 48)
- Language
- German
- Belongs to
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Auch dass ich diese Dinge auf dem Kampf zwischen Pharisäern und Sadduzäern zurückführe, scheint Funk’s ßeifall zu haben, denn es ist doch wohl auch nicht als zufällig zu betrachten, dass er den abschliessenden Abschnitt vor Hillel und Schammai ״Pharisäer und Sadduzäer" überschrieben und dazu auch die Stelle aus Jadaim gewählt hat, welche ich als die Schlussstelle für die dem Sadduzäerstreit gewidmeten Stücke festgestellt habe. Damit ist von Funk’s Seite mir ein starkes Zugeständnis gemacht worden. Allerdings verlegt er Stücke in die Zeit vor Simon dem Gerechten, während ich zufrieden bin, bis in die Zeit Alexander Jannais mit den ersten Stücken zurückzugreifen. Jedenfalls gesteht er dann doch das Vorhandensein solcher Stücke in der Zeit Alexander Jannais zu. Es 18t vorzugsweise der erste Teil meines Werkes, der hier ein solches Zugeständnis erfahren hat. Anders wird es mit Beginn des zweiten Teils, der seine zweite Auflage erst demnächst erleben wird. Da sind es bei Funk, Schammai und Hillel und deren Lehrweise, dann ihre Schulen und Schüler, auch Rabban Gamaliel der Alte; dann Rabbi Jochanan ben Sakkai, Rabbi •Jehoschua, Rabban Gamaliel II., Rabbi Jischmael und Rabbi Akiba, Rabbi Akiba und die erste Redaktion der Mischna. Der Versöhnungstag und die Sühne. Rabbi Meir, Redaktion der Mischna, Auswahl des Redaktors aus den überlieferten Lehrmeinungen, zweimalige Redaktion, die älteste Form der schriftlichen Aufzeichnung. Ich kann die Berücksichtigung meines1 zweiten Teils nicht m t derselben Bestimmtheit verlangen, wie die des ersten, weil das Herausarbeiten der Quellen auch dort erst nach der zweiten Auflage möglich sein wird. Doch sind die Grundlagen dafür bis auf Akiba dort schon gegeben. Bei der Herausarbeitung der Quellen sowohl in meinem oben angegebenen Buche, als auch in den Sonderdarstellungen, die einzelnen Massechthoth gewählt sind, habe ich eine Quelle Hillel, Jochanan ben Sakkai, Akiba, Meir, Juda Uannassi am wenigsten entdeckt; weit mehr stets die betr. Schulen und Schüler, also Bet Hillel, Bet Schammai, Elieser, Josua, Juda, Jose, Simon etc. so dass der zurückbleibende Rest stets die betr. Hauptquelle bildete. So gehören die hier mit ״Schammai und Hillel" überschriebenen zwei Stellen n. m. E. R. Gamaliel 1. an; ebenso § 15. Es kann sogar R. Jose, der Geschichtskenner, der Sammler sein. So gehört ״R. Gamliel der Alte“ dem von Funk selbst angeführten R. Akiba an. Wie Akabja ben Mehalalel hierhergehört, weise ich nicht. ״Roschhascbana 4,1, ״Rabbi Jochanan ben Sakkai" überschrieben, gehört R. Juda an. § 18, Rabbi Jehoschua zeigt wieder den Stempel R. Joses. Ebenso der erste Absatz von § 19. Der zweite und dritte ist z. T. R. Juda’s Werk, R. Akiba und die erste Redaktion ist auch Jose oder Juda oder Beide, v Oder man müsste, auf den Ursprung zurück gehend, die Mischnas des § 21 (Rabbi Meir üaerschrieben) R. Jsmael und