Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 34 (1912)
- Issue
- 2. Heft. (1912)
- Date
- 1912-01-01
- Page
- Seite 88 (sequence 42)
- Language
- German
- Belongs to
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88 den mühsam ergibt, wo er eine Masse Gedankenvermittlangen zwischen Glied and Glied za legen hat, so dass die Erkenntnis der Ordnang Ergebnis des Scharfsinns ist; endlich gibt es Reihen, in denen sachlieh einander Tielleicht in einer Beziehung ▼erwandte Dinge nebeneinander behandelt werden, die aber oft nar durch äussere, der Gedächtniskunst dienende Anreihangsmittel verbanden sind. Je mehr Mähe die Auffindung des Zusammenhangs macht, desto weniger lässt sich derselbe Rabbi als Ordner vermuten, den wir hinter den glatten und klaren Zusammenhängen mit Recht stehen sehen. Da hat Rabbi fremde Arbeiten benutzt, und eine grosse Notwendigkert muss ihn dazu gezwungen haben, solche Bestandteile in die MinrhnA hineinzubringen oder in der Mischna zu belassen, ohne das alte Gepräge za ändern. Gerade solche Stellen zeichnen sich nicht nur sachlich and gedanklich, sondern auch sprachlich vor anderen aus. Es zeigt sich ja in Schwarz* Behandlung von Kiddaschin, dass im ersten Abschnitt weit mehr sein Scharfsinn zur Aufhellung des Zusammenhangs nötig ist, als in den anderen Teilen. Er wird schon überall dem Stoffe mit Ueberlegenheit die Spur der von ihm erkandeten Einheit verleihen, aber mit der oft mühsamen Zasammenfügung der Bestandteile ist die Notwendigkeit nicht geschwunden, eine Begrändnng dafür zu liefern. Und die besteht immer in geschichtlichen Umständen. Der erste Abschnitt von Kidd. von 1,1 — 7 beruht ersiohtlich auf Exod. 21. Da wird in der אמה die Frau erworben, da kommt der hebräische Knecht, da der kanaanitische vor. Zam zweiten Mal finden sich diese Bestimmungen mit ihren Ergänzungen am Schlosse des Leviticus, und da kommt in dem כי תמכרו der Verkauf der beweglichen und unbeweglichen Güter, dort kann auch für das Tauschgeschäft die Quelle gesucht werden, and dort kommt auch רשות הגבוה in dem כי יקדיש vor; רציעה und גרעון כסף deuten doch genugsam auf die angegebenen Schriftstellen hin. Man vergleiche damit סדר ראה. Wir hätten hier^also eigentlich eine טס׳ הקנק vor uns, und zwar im Sinne der Thorastellen. Nun würde man eine solche Stelle in Bababathra suchen und nicht in Kiddaschin. Nun wohl! Mit Bababathra hat Kidd. schon im Gegenstand die grösste Verwandtschaft. So finden wir merkwürdiger Weise in ,הכתי rpm die חזקה von Kidd. 1,5, vom Verkaufe des Viehs handelt gemäss Kiad. 1,4 nach den unbeweglichen Gütern (die sich B B finden) der Abschnitt B B 5, von den beweglichen B B 5,6), während B B 6,4—8 die Ortsüberlassung zu gewissen Zwecken be• handelt, um wirksam mit dem Grabe zu schliessen. Eine Ergänzung dazu ist BM 4, wo sich das כסף (oder זהב) BM4,1, die משיכה von Kid 1,5 BM4,2 findet; die Onaah mit ihren Ausgestaltungen folgt dann. Die Abschnitte B B 8 und 9 betreffen das Erbrecht, das in Kidd. 1,10 mit ונוחל את הארץ angedeatet wird. Das hat za dem Ehe־ und Familienrecht grosse Beziehungen, wie BB9,l Keth. 13,3, wie SteUen *»BB9,8—10 beweisen, besonders auch der Schlussabschnitt גם משוט, der jedenfalls mit dem כשטר von Kidd. 1,1 irgendwie