Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 34 (1912)
- Issue
- 2. Heft. (1912)
- Date
- 1912-01-01
- Page
- Seite 87 (sequence 41)
- Language
- German
- Belongs to
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87 Nun sollte man glauben, wären die Fragen von Eidd. 1 gelöst. Durchaus nicht! Schwarz, de־ den Bau der Mischna für so glatt hält, en bei uns bemerkten Sinne darin nicht zu sehen sind, sieht sich gewiss gegen seinen Willen genötigt,' hier hinzuzutügen: ״Zwischen diesen ersten sechs und den letzten vier Kluft zu gähnen.“ Ausgezeichnet! Es schoint! Nun, wir leben a in der Welt der Erscheinungen. Nach den äusseren Wahrnehmungen des Scheins hat ja der Quellenforscber zu suchen und findet er solche Eigentümlichkeiten, wie Kidd. I, dann ist er glücklich, denn sio leiten ihn zu den geschichtlichen und gedanklichen Verknüpfungen!in. Beim Anschein dieser Kluft war Schwarz wissenschaftlich verpflichtet, von der Auffassung der marmorglatten Mischnaordnung abzugehen, auch wenn er sie erklären konnte. Erklärt im Sinne des Mischnazusammenhangs habe ich diese Sonderbarkeiten stets. Es i:t also nicht richtig, wenn Schwarz diese anscheinende Kluft nur annimmt, ״so lange man nicht weiss, dass zu den Flüchten dos Vaters sei 1em Sohne gegenüber auch die gehört, auf dessen Verheiratung rechtzeitig bedacht zu sein “ Nicht nötig. Es Frau durch die Ehe an der Ausübung gehindert wird. Hier wird Schwarz’ Frauen bindend? Das ist so können dieso 1צהלמן;־כ א begriffen werden. Warum a genügt vielmehr, dass die mancher Erziehungspflichten Zusammenhang etwas gewunden. Was von jenen Pflichten ist für hior Hauptsache, und das genügt. Nur עצור! עיצה, wie es ja Schwarz auch tut, ber, ״mehrere Opferhandlungen im Heiligtum“ als Unterschied zwischen Männern und Frauen hier erwähnt werden, kann ich durch Schwarz nicht begreifen. Dass die mit Palästina verbundenen Pflichten der Frauen wegen hier stehen sollen, muss ich bestreiten. Gern nehme ich nur von Schwarz die Deutung an (א'לו לא שמעת* אלא דבי זה דיו), dass man durch die Gebote Gottes auch einon קדן erzielt, den auf das Gute, und wie ich noch hinzufügen muss, den auf des Land, auf Palästina. Nun sind die Tempelsiitzo begreiflich. Die vor ausgehenden Sätze sind gewissermassen Priameln: ,die Frau etc. erwirbt man also; die Geschlechter unterscheiden sich durch folgende .מצור etc. קנץ הארץ dagegen geht durch הלמוד תרדה und מצרת vor sich. Aehnlich wie der Midrasch des אזזרי נמ:ר גאולה תדדה לו, wie ihn d er Dichter von יקוש בעדו benutzt, um von der Person und dem Acker auf die Freiheit Aller und den Besitz Palästinas zu kommen. Das ist aber nicht die Art Rabbi's. Wer so glatt zu Werke zu gehen weiss, wie er in Kidd. 11 und 111, der wird es sich und Anderen nicht so schwer machen, solche Rätsel um sich zu breiten, solche Deutungen heraufzufördern, wie er es Kidd. 1 getan haben soll. Ich habe bei meinen Behandlungen von Traktaten gefunden, dass es zwei Arten von Zusammenhängen in der Mischna gibt: Halakhareihen, in denen klar stand fortgeschritten wird stände in sachlicher Entwi und ersichtlich von Gegenstand zu Gegen- und auch die Ausgestaltuug der Gegen-;klung vor sich geht; and andere, in denen der Zusammenhang mit d<m Gegeestande sich erst dem Tiefforschen-