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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1912-01-01 · 2. Heft. (1912) · p. Seite 84

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
34 (1912)
Issue
2. Heft. (1912)
Date
1912-01-01
Page
Seite 84 (sequence 38)
Language
German
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84 ▼on Leibesfehlern, 2, 7 die Personen der anzaeignenden Frauen selbst das Hindernis bilden. Von 7 zu 10 sieht es aus, als befinden wir ans in Seraim and Kodoschim, als wären die Sätze aus einem Priestertraktat der Tempelreit hierhergetragen. Also auch der 80 klar und glatt aussehenhe Abschnitt Kidd. II hat, gerade mit Schwarz Augen betrachtet, seine Unebenheiten und Schwierigkeiten. Abschnitt HI setzt vielfach die Reihe von II fort, und zwar die Bedingungen von 2,3,4; 3, 2 ist von 3,1*) ungeheuer verschieden; 2,3 setzt sich 3,6 fort. Die Vielheit der Frauen mit ihren Zweifeln 2,6,7 setzt sich 8,9 fort 8,12 and 13 leitet zu 4 über. Demnach lässt sich auch III nicht so glatt bestimmen, wie es Schwarz oben und 3,7 gemacht hat. Im Uebrigen sieht 4 (man denke 4, 9—11) z, T. wie eine Nachlese zu den beiden vorausgehenden Abschnitten aus. Es folgen die bekannten Schutzbestimmungen gegen Verirrungen geschlechtlicher Art, und das Ganze schliesst wieder in einer halbagadischen Art mit dem Lobe der Tätigkeit oder des Toralernens bis zum Alter. Weshalb ein Teil dieser Bestimmungen, zumal soweit sie die Abstammung betroffen, nicht ebensogut in Jebamoth hätten stehen können (z. B. Abschnitt 6), weshalb Kidd. 4, 10, 11 nicht ebenso hätte Jeb. 10,15,16 den Platz finden können, wird uns kaum Jemand sagen. Also schon Kidd. 1 allein ist ein gewaltiger Gegensatz zu der Schwarz’schen Glätte der Mischnagestaltung und zeigt, dass Schwarz den Blick äuf solche hier und oft auch sonst noch aufsteigenden Sonderstellen der Mischna unbedingt hätte richten müssen. Der Forscher ist gegen ihn, und an solchen Stellen zeigt es sich, dass er mit Recht gegen ihn ist. Es wäre also wohl am Platze gewesen, dem Gegner nicht solche Waffen selbst zu liefern. So hätten wir ja hier den Verf. in sonderbarer Lage getroffen. Glauben wir aber, Schwarz hätte das nicht gemerkt, wir hätten ihn *1 8,2 ist an 8,1 sehr obenhin durch ein ״Genau 80 verh&lt es sich“ und eine hineingezwingte Doppelscheidung ▼on Schwarz angefügt; die sonderbare Stellung ▼on 8, 6 haben schon die Alten gemerkt; was Schw. ▼om ר• ן bringt, zeugt für Zuckermandels Art, ist ein Beweis mehr, wie Rabbi nur Vorgefundenes ▼erwartet und beibehalten hat, sonst bitte er nicht solche Ritsel zu bieten brauchen. Derartige, zwei Perakim angehörige Sitze, die einander verwandt sind, beweisen, dass man in ihnen Teile verschiedener Sammlungen hat oder dass sie in der Mischna selbst schon Wanderungen durcbgemacht haben. Und das will Schw. doch nicht. Die Mischna soll keine Umarbeitungen erfahren haben. Und doch beweist gerade die ▼on ihm bez. der Ordnung so gering bewertete Toeefta, da die 8,6 entsprechende Baraitba sich dort 2,6 befindet (im zweiten Abschnitt der JMischna w&re ihr Platz gewesen), dass T diesmal eine klarere Ordnung hat, als die Mischna und dass, wenn die Deutung des!*י geschichtlich sieh bewahrheiten sollte, sieh nurjseigt, dass die Miachna ▼on 2,8 nach 8, 6 gewandert sein muss.

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